{"id":29421,"date":"2018-11-21T19:04:24","date_gmt":"2018-11-21T18:04:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?p=29421"},"modified":"2019-06-16T16:37:08","modified_gmt":"2019-06-16T14:37:08","slug":"the-magpie-salute-19-11-2018-club-volta-koeln-konzertbericht","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2018\/11\/21\/the-magpie-salute-19-11-2018-club-volta-koeln-konzertbericht\/","title":{"rendered":"The Magpie Salute &#8211; 19.11.2018 \u2013 Club Volta, K\u00f6ln &#8211; Konzertbericht"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-29425 size-full\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/MPShaupt.jpg\" alt=\"MPShaupt\" width=\"800\" height=\"533\" srcset=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/MPShaupt.jpg 800w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/MPShaupt-300x200.jpg 300w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/MPShaupt-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/p>\n<p>Die Elster gr\u00fc\u00dfte diesmal an einem Montagabend\u00a0im K\u00f6lner Club Volta. Nachdem ich einige Konzerte der damaligen Black Crowes ab den 90ern und erst im letzten Jahr eines von <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Marc+Ford+%26+The+Neptune+Blues+Club\">Marc Ford<\/a> mit seinem Neptune Blues Club besucht, als auch beide Platten von Magpie Salute reviewt hatte, war die Erwartung an den Abend entsprechend hoch.<\/p>\n<p>Der Club\u00a0begann sich nach\u00a0dem Einlass um 19:00 Uhr\u00a0 erst langsam zu f\u00fcllen. Im E-Werk und Palladium, beide im nahen Umfeld liegend,\u00a0fanden gut besuchte Veranstaltungen statt, sodass ein ziemliches Verkehrschaos herrschte. Der auf dem Gel\u00e4nde des Carlswerks liegende, erst im Sommer er\u00f6ffnete Club Volta, war zudem nicht optimal ausgeschildert.\u00a0Ein direkt gegen\u00fcber liegendes Parkhaus sorgte dann aber daf\u00fcr, dass eine Parkplatzsuche nicht notwendig war.<\/p>\n<p>Die Location\u00a0selbst bot eine ansprechende Kulisse f\u00fcr eine Band der Klasse von Magpie Salute. Eine relativ helle Wandgestaltung mit riesigen von hinten angestrahlten gl\u00e4sernen Mandala-\u00e4hnlichen Scheiben und riesige Kerzenst\u00e4nder in hinteren Bereich, sorgten f\u00fcr eine wohlige Atmosph\u00e4re in der etwa zu zwei Dritteln gef\u00fcllten Halle.<\/p>\n<p>Kurz vor 20:00 Uhr wurde das Licht ged\u00e4mpft und der Duft angez\u00fcndeter R\u00e4ucherst\u00e4bchen zog durch den Club. Unter dem Applaus der Fans betraten die sechs Bandmitglieder die B\u00fchne und legten direkt mit einer jammenden Version des Titeltracks \u201eHigh Water\u201c los.<\/p>\n<p>Schon hier zeigte sich sehr positiv, dass es sich um\u00a0ein Kollektiv handelt und nicht ein Projekt von Rich Robinson darstellt, der im Mittelpunkt des Geschehens steht. Passend zum Gitarren-orientierten Sound, flankierten Robinson und Ford die B\u00fchne, um abwechselnd bei vielen Soli zu gl\u00e4nzen.<\/p>\n<p>Leadvocalist Hoog unterst\u00fctze dabei oft\u00a0 mit einer akustischen Gitarre.\u00a0Leicht im Hintergrund \u00fcberzeugten Sven Pipien am Bass, Joe Magistro an den Drums und Matt Slocum an den Keyboards mit einer starken Rythmusgrundlage, wobei aber alle sich auch in kurzen Soli\u00a0zeigen konnten.<\/p>\n<p>Schnell hatte die Band durch ihre positive Ausstrahlung und Spielfreude, die Fans in ihren Bann gezogen und es entwickelte sich ein rasanter Abend, gef\u00fcllt mit handgemachter Musik ohne computeranimierte Effekthascherei. Es wurde ein breites stilistisches Spektrum, von Southern Rock, \u00fcber Westcoast, Americana aber auch der damaligen Flowerpower-Musik abgebildet, wobei neben den Songs von \u201e<a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2018\/08\/06\/the-magpie-salute-high-water-i-cd-review\/\">High Water 1<\/a>\u201c,\u00a0die das Skelett des Konzertes bildeten, einige Black Crowes-Klassiker,\u00a0Sachen von Ford und Robinson\u00a0als auch stark modifizierte Coversongs die Show abrundeten.<\/p>\n<p>Dem Opener folgten mit \u201eTake It All\u201c, &#8222;Walk On Water&#8220;, \u201eFor The Wind\u201c und \u201cOpen Up\u201d\u00a0allesamt Tracks\u00a0des aktuellen Albums,\u00a0die durch starke Soli von Ford und Robinson eine noch gr\u00f6\u00dfere Dynamik als auf Platte entwickelten\u00a0.<\/p>\n<p>In manchen\u00a0Momenten f\u00fchlte ich mich auch durch\u00a0deren Wildheit und ungez\u00fcgelte Kraft an jammende Passagen von Neil Young mit Crazy Horse erinnert. Nach den zwei sch\u00f6nen Cover, \u201eFeel\u201c von Big Star und \u201eHard To Cry Today\u201c hatte Marc Ford seinen gro\u00dfen Auftritt bei der Pr\u00e4sentation seines\u00a0 \u201eSmoke Signals\u201c.<\/p>\n<p>Er bewies, dass er sowohl stimmlich, wie auch gitarrentechnisch nahtlos an seine starken Zeiten bei den Black Crowes heranreicht, wenn nicht sogar durch seine Lebenserfahrung in sich harmonischer wirkt. \u00d6fters glitt ihm sogar ein L\u00e4cheln durchs Gesicht, was vermuten l\u00e4sst, mit welcher Freude er Bestandteil dieser wirklich starken Southern-\/Westcoast-Band ist.<\/p>\n<p>Nach diesem gewaltigen Highlight wurde es ruhiger auf der B\u00fchne. Nur noch Robinson, Ford und Hoog hatten sich mittig, mit akustischen Gitarren bewaffnet\u00a0positioniert und lieferten\u00a0drei\u00a0Lieder der Extraklasse ab. Nach \u201eSister Moon\u201c f\u00fchlte man sich bei der CSN-Adaption \u201eYou Don&#8217;t Have To Cry\u201c in die Zeit der damaligen Supergroup zur\u00fcckversetzt.<\/p>\n<p>Alle drei gl\u00e4nzten mit abwechselnden Harmonieges\u00e4ngen und gef\u00fchlvollem Gitarrenspiel. Sch\u00f6n zu sehen war, dass nicht nur das Publikum diese Songs regelrecht aufsog, sondern auch die drei restlichen Bandmitglieder neben der B\u00fchne mitwippten, klatschten und sangen. Nach den unruhigen Zeiten\u00a0der Black Crowes scheinen sich hier mit Robinson, Ford und Pipien Musiker als Freunde wiedergefunden zu haben, die mit den drei anderen Beteiligten\u00a0 etwas harmonisches auf die Beine gestellt haben.<\/p>\n<p>Die Elster wird in der Historie der Indianer ja eher als positiver Bote gesehen, sodass die Namenswahl der Band als durchaus passend erscheint. Zum Ende des dritten Songs des akustischen\u00a0Sets\u00a0stie\u00dfen die anderen Musiker wieder\u00a0dazu und brannten nun bis zum Ende der Show ein wahres Feuerwerk der Spielfreude ab.<\/p>\n<p>Robinson zeigte bei \u201eTrial And Faith\u201c seine\u00a0vokalen F\u00e4higkeiten, w\u00e4hrend ansonsten Hoog diesbez\u00fcglich im Vordergrund stand und auch gut die Black Crowes Songs sang. \u00dcberhaupt muss gesagt werden, dass die vielen Harmonieges\u00e4nge den\u00a0St\u00fccken eine gro\u00dfe Ausdruckskraft und Bandbreite gaben, die zum Teil auch an alte <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Eagles\">Eagles<\/a>-Klassiker erinnerten.<\/p>\n<p>Mit \u201eOh Josephine\u201c, \u201eShe Gave Good Sunflower\u201c und \u201eWiser Time\u201c hatte die Band ob bewusst oder unbewusst, eine geschickte Entscheidung gegen die gro\u00dfen Hits der Crowes gew\u00e4hlt, sodass\u00a0am Ende\u00a0nicht die Kr\u00e4he der Elster ein Auge auspickt hatte und\u00a0das Magpie Salute-Konzert zu einer Greatest Hits-Sammlung der Black Crowes mutierte.<\/p>\n<p>Mit \u201eSend Me An Omen\u201c als Rausschmei\u00dfer\u00a0beendeten Magpie Salute einen begeisternden\u00a0Gig nach etwa zwei Stunden. Es ist zu hoffen, dass dieses ein positives Omen ist, und die Band dem ersten Studioalbum ein zweites folgen l\u00e4sst,\u00a0wie es der Titel\u00a0ja eigentlich schon suggeriert.\u00a0Die Elster hatte gegr\u00fc\u00dft und die Zuschauer haben diesen Gru\u00df dankend angenommen.<\/p>\n<p>In einem kurzen Gespr\u00e4ch mit dem Tourmanager nach dem Konzert war lediglich eine kleine Entt\u00e4uschung erkennbar, dass die Bude nicht voll war, was angesichts dieser\u00a0Leistung sicherlich verdient gewesen w\u00e4re.<\/p>\n<p>Die Gr\u00fcnde daf\u00fcr lagen eigentlich auf der Hand:\u00a0Der Montag zu Wochenbeginn, der oft ein schwieriger Tag ist, zwei weitere Konzerte im direkten Umfeld, sowie das Fu\u00dfballl\u00e4nderspiel und eventuell\u00a0die Location, die vielen noch nicht so bekannt ist (sich aber in allen\u00a0Belangen\u00a0als guter Gastgeber gezeigt hatte und mit Sicherheit zuk\u00fcnftig einen festen Platz als Konzertlocation in K\u00f6ln\u00a0inne haben wird), werden vermutlich den einen oder anderen Besucher vom Kommen abgehalten haben.<\/p>\n<p>Somit darf man den \u00fcberzeugenden Magpie Salute-Auftritt jedoch schon als Investition in die Zukunft betrachten.<\/p>\n<p>Rich Robinson \u2013 Guitars\/Vocals<br \/>\nMarc Ford \u2013 Guitars\/Vocals<br \/>\nJohn Hoog \u2013 Lead Vocals\/Acoustic guitar\/Percussion<br \/>\nJoe Magistro \u2013 Drums<br \/>\nSven Pipien \u2013 Bass\/Vocals<br \/>\nMatt Slocum &#8211; Keyboards<\/p>\n<p>Text und Bilder: Gernot Mangold<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/themagpiesalute.com\/\">The Magpie Salute<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/TheMagpieSalute\">The Magpie Salute bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.netinfect.de\">Netinfect Marketing&amp;Promotion <\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/clubvolta.live\/\">Club Volta bei Facebook<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Elster gr\u00fc\u00dfte diesmal an einem Montagabend\u00a0im K\u00f6lner Club Volta. 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