{"id":2906,"date":"2015-12-14T03:02:00","date_gmt":"2015-12-14T02:02:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hauptsachebizeps.de\/SoS\/?p=2906"},"modified":"2020-07-09T19:50:50","modified_gmt":"2020-07-09T17:50:50","slug":"eileen-rose-the-holy-wreck-luna-turista-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2015\/12\/14\/eileen-rose-the-holy-wreck-luna-turista-cd-review\/","title":{"rendered":"Eileen Rose &#038; The Holy Wreck &#8211; Luna Turista &#8211; CD-Review"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/eil-e1436459373465.jpg\" \/><\/p>\n<p>Eileen Rose &amp; The Holy Wreck, die in meinem musikalischen Spektrum bisher unter der Kategorie &#8218;Unbekannt&#8216; firmierten, erlangten meine Aufmerksamkeit, als ich neulich das Programm meines Lieblingsclubs Karo in Wesel studierte. Dort tritt die Dame mit ihren Begleitmusikern Rich Gilbert (Guitars, Pedal Steel, Keyboards) und Nate Stalfa (Drums) am 30.10. 2009 im Rahmen einer Tour durch diverse deutsche St\u00e4dte auf, Grund genug also, sich etwas n\u00e4her mit ihr zu besch\u00e4ftigen, zumal das Karo eigentlich immer einen Garanten f\u00fcr gute Musik darstellt.<\/p>\n<p>Wie der Zufall es wollte,\u00a0fand ihr aktueller Silberling &#8222;Luna Turista&#8220; (ihr bereits f\u00fcnftes Werk) noch am gleichen Tag in mir einen dankbaren Abnehmer. Eileen Rose stammt aus dem amerikanischen Boston, hat aber nach einem abgebrochenem Jura-Studium f\u00fcr l\u00e4ngere Zeit in England gelebt und dort eigentlich auch ihre musikalische Karriere begonnen. Mittlerweile ist sie in die Staaten zur\u00fcckgekehrt und lebt dort in ihrer neuen Wahlheimat Nashville, Tennessee.<\/p>\n<p>Auch wenn &#8222;Luna Turista&#8220; (die Inspiration des Titels r\u00fchrt \u00fcbrigens daher, als Eileen in Italien in einer wundersch\u00f6nen mondklaren Nacht als Support von Joe Ely auftrat) zu Gro\u00dfteilen im Country verankert ist, hat das Ganze mit dem in Music City alles beherrschenden und angesagtem Mainstream \u00e4u\u00dferst wenig am Hut und ist letztendlich kaum exakt zu kategorisieren.<\/p>\n<p>Das liegt vor allem im doch recht unkonventionell wirkenden Zusammenspiel ihrer ziemlich au\u00dfergew\u00f6hnlichen Stimme (teilweise von maskulin bis piepsig variierend) und einem recht traditionell ausgelegten Countrystoff mit viel Steel, Fiddle und E-Bariton-Kl\u00e4ngen (&#8222;Trouble From Tomorrow&#8220; &#8211; ein fr\u00f6hlicher Waltz, &#8222;Luckenbach Texas&#8220; ein Schwofer im Duett mit Gastmusiker Joshua Hedley als Hommage an Waylon Jennings, <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Willie+Nelson\">Willie Nelson<\/a><\/span> und Hank Williams, das rhythmische &#8222;Why Am I Awake?&#8220;), das aber auch immer wieder sporadisch in Roots Rock\/Pop-Gefilde (&#8222;Strange&#8220; &#8211; Petty-m\u00e4\u00dfig, das sehr emotionale, an &#8222;Please Forgive Me&#8220; von <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Melissa+Etheridge\">Melissa Etheridges<\/a><\/span> &#8222;Skin&#8220;-Album erinnernde &#8222;The One You Wanted&#8220;) abdriftet.<\/p>\n<p>Eine sehr eigenwillige, manchmal auch nicht einfach zu h\u00f6rende (&#8222;Third Time&#8217;s A Charme&#8220; &#8211; mit teilweise sehr monotonen Refrainpassagen, &#8222;Silver Ladle&#8220; &#8211; ziemlich schr\u00e4ger Gesang) Mischung also. Klasse der recht flott, dezent punkig abgehende, mit Harp-Einlagen best\u00fcckte Opener &#8222;Simple Touch Of The Hand&#8220; und das finale &#8222;All These Pretty Things&#8220;, bei dem pl\u00f6tzlich im Mittelteil schwere, wie im Desert-Rock typische, Gitarrengesch\u00fctze aufgefahren werden.<\/p>\n<p>Mit &#8222;Luna Turista&#8220; ist Eileen Rose &amp; The Wreck ein unbestritten eigenwilliges Werk gelungen, das vor allem seine Sympathie daraus sch\u00f6pft, unbeirrt aller Trends, konsequent und unbiegsam einer eigenen Linie zu folgen. F\u00fcr meine, eher der Eing\u00e4ngigkeit fr\u00f6nenden und nicht unbedingt traditionellen Country bevorzugende Geh\u00f6rg\u00e4nge, teilweise allerdings etwas anstrengend. Ich vermute mal, dass sie aller Voraussicht nach haupts\u00e4chlich in der weiblichen Gemeinde ihre Anh\u00e4ngerschaft finden wird. Im Prinzip m\u00fcsste so was \u00c4hnliches rauskommen, wenn Lucinda Williams, Melissa Etheridge, Reba McEntire, Emmylou Harris, Patti Smith und Kate Bush sich zu einem imagin\u00e4ren gemeinsamen CD-Projekt zusammenfinden w\u00fcrden. Alles klar?<\/p>\n<p><strong>Floating World Records (2009)<\/strong><br \/>\n<strong> Stil: Country Rock<\/strong><\/p>\n<p>01. Simple Touch Of The Hand<br \/>\n02. Sad Ride Home<br \/>\n03. Trouble From Tomorrow<br \/>\n04. Third Time&#8217;s A Charme<br \/>\n05. Silver Ladle<br \/>\n06. Luckenbach Texas<br \/>\n07. Strange<br \/>\n08. Why Am I Awake?<br \/>\n09. The One You Wanted<br \/>\n10. All These Pretty Things<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.eileenrose.com\">Eileen Rose &amp; The Holy Wreck<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/eileenrosemusic\">Eileen Rose &amp; The Holy Wreck bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.MusicMatters.de\">Music Matters<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eileen Rose &amp; The Holy Wreck, die in meinem musikalischen Spektrum bisher unter der Kategorie &#8218;Unbekannt&#8216; firmierten, erlangten meine Aufmerksamkeit, als ich neulich das Programm meines Lieblingsclubs Karo in Wesel studierte. 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