{"id":2897,"date":"2015-12-14T03:04:00","date_gmt":"2015-12-14T02:04:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hauptsachebizeps.de\/SoS\/?p=2897"},"modified":"2020-07-09T19:49:53","modified_gmt":"2020-07-09T17:49:53","slug":"the-road-hammers-same-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2015\/12\/14\/the-road-hammers-same-cd-review\/","title":{"rendered":"The Road Hammers &#8211; Same &#8211; CD-Review"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/Road-e1436457610976.jpg\" \/><\/p>\n<p>Ich pers\u00f6nlich bin eigentlich die letzte Person, der es als tag-t\u00e4glicher Pendler auf der A42 auch nur ann\u00e4hernd einfallen w\u00fcrde, ein freundliches Wort \u00fcber LKW-Fahrer (oder im amerikanischen Wortgebrauch Trucker), den selbsternannten K\u00f6nigen der Stra\u00dfen, zu verlieren, geschweige denn irgendwelche Loblieder \u00fcber sie zu kreieren.<\/p>\n<p>Ok, es kommt letztendlich immer auf den Blickwinkel an, aus dem man die Geschichte betrachtet, und wie meist, liegt es dem Autor dieses Beitrages fern, alle Leute \u00fcber einen gemeinsamen Kamm zu scheren. Wie in jedem Lebensbereich gibt es nun mal positive und negative Beispiele. Und in den landschaftlich anspruchsvollen Weiten des amerikanischen Kontinents hat das Truckerdasein auch sicherlich einen differenzierten Stellenwert und ist von einer ganz anderen Motivation gepr\u00e4gt, als in den von bald unverantwortbaren Zeitdruck dominierten Blechansammlungen auf den Stra\u00dfen unserer hiesigen, recht tristen Gefilde.<\/p>\n<p>Der gemeinsame Nenner, der mich mit besagter Berufsgruppe jedoch verbindet, ist die Liebe zu qualitativ niveauvollem Country-, New Country- oder Southern-Rock, womit wir dann beim eigentlichen Thema w\u00e4ren. The Road Hammers, ein Projekt des kanadischen &#8218;Male Vocalist Of The Year 2004&#8216;, Jason McCoy, der mich vom Typus und seiner Ausstrahlung ein wenig an den jungen Ronnie Van Zant erinnert (zusammen mit seinen Bandmates Clayton Bellamy und Chris Byrne), besch\u00e4ftigt sich jedenfalls auf den gerade eben angef\u00fchrten musikalischen Terrains in den meisten Songs auf ihrem gleichnamig benanntem Deb\u00fctalbum mit den Vorz\u00fcgen, dass dieses Trucker-Dasein so zu bieten scheint. Und dies tun sie mit einer emotionalen Authentizit\u00e4t und Liebe zum Detail, so dass man am Ende der CD zugeben muss, hier wirkt nichts aufgesetzt, das passt zusammen. In den n\u00e4chsten knapp f\u00fcnfzig Minuten dominieren dann auch W\u00f6rter wie &#8218;road&#8216;, &#8218;highway&#8216;, &#8217;steel&#8216;, &#8218;traction&#8216;, &#8218;wheel&#8216;, &#8218;drive&#8216;, &#8218;diesel&#8216;, &#8218;truckin&#8216; etc. wie ein roter Faden das Vokabular der Band.<\/p>\n<p>Los geht&#8217;s standesgem\u00e4\u00df mit dem Anschmei\u00dfen eines Truckmotors (&#8222;Ignition&#8220;), und, wie man auf dem Silberling enthaltenen Video entnehmen kann, mit dem unverstehbaren Gebrubbel eines alten Mannes in ein von der Decke h\u00e4ngendes Mikrophon, was wahrscheinlich den freudig praktizierten Funkverkehr der Gilde simulieren soll. Dann fetzt ihre nach sich selbstbetitelte Party-Hyme &#8222;I&#8217;m A Road Hammer&#8220; los. Schw\u00fcle S\u00fcdstaaten-Atmosph\u00e4re (\u00e4hnlich wie bei &#8222;If That Ain&#8217;t Country&#8220; von <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Anthony+Smith\">Anthony Smith<\/a><\/span>), ein mit rauchiger Stimmer vorgetragener, an der Grenze zum Sprechgesang liegender Strophenbereich (erinnert an <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Trace+Adkins\">Trace Adkins<\/a><\/span>&#8218; &#8222;Songs About Me&#8220; ), gefolgt von einem zum Mitgr\u00f6len einladenden Refrain, und klasse eingebrachten (Slide-) Gitarren- und Mundorgelparts deuten direkt an, wo hier der Hammer h\u00e4ngt.<\/p>\n<p>Bei &#8222;Overdrive&#8220; wird das Gaspedal dann direkt bis zum Anschlag durchgedr\u00fcckt. Beim honkytonk-behafteten &#8222;Keep On Truckin'&#8220; ragen auch die herrlich southern-typischen weiblichen &#8218;ooh-ooh&#8216;-Backs heraus. Selbst so richtige Countryheuler wie &#8222;Girl On The Billboard&#8220; (im Stile von Dwight Yoakam oder <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Brian+Capps\">Brian Capps<\/a><\/span>), &#8222;Eastbound And Down&#8220; oder &#8222;Nashville Bound&#8220; machen dank flotter und technisch brillanter Instrumentierung von begnadeten Zusatzmusikern wie u. a. Al Anderson, Pat Buchanan, Russ Pahl, Bryan Sutton, Glenn Worf oder Chad Cromwell enormen Spa\u00df.<\/p>\n<p>Den Truckstop zum Ausatmen bilden die zwei balladeskeren Nummern &#8222;Call It A Day&#8220; und das wirklich fantastische Cover &#8222;Willin'&#8220; vom bereits verstorbenen Little Feat-Chef Lowell George, auf der Jason McCoy eine superbe Vokalleistung hinlegt. Als Abschluss gibt es (neben am Ende angeh\u00e4ngten \u00fcberfl\u00fcssigen Albereien) noch zwei weitere Knaller. Zum Einen &#8222;The Hammer Goin&#8216; Down&#8220; aus der Feder von Chris Knight und <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Dean+Miller\">Dean Miller<\/a><\/span>, das von einem wunderbaren Mandolinenrhythmus gef\u00fchrt wird, und mit herrlichen Banjofills und satten Gitarren gespickt wurde, und daher wunderbar rockig r\u00fcberkommt, sowie der Opener noch mal in der Reprise-Version, die dank des klareren, erdigeren Klangs mir noch besser gef\u00e4llt, als die ohnehin schon grandiose Er\u00f6ffnungsnummer.<\/p>\n<p>Fazit:\u00a0 Wer bei dieser geilen Scheibe keinen audiophilen Hammer bekommt, leidet unter musikalischen Potenzst\u00f6rungen und sollte schnellstens den Country-Rock&#8217;n&#8217;Roll-Doktor aufsuchen. The Road Hammers. Einfach hammerhart!<\/p>\n<p><strong>Open Road Recordings (2005)<\/strong><br \/>\n<strong> Stil: Country Rock<\/strong><\/p>\n<p>01. Ignition<br \/>\n02. I&#8217;m A Road Hammer<br \/>\n03. Overdrive<br \/>\n04. Keep On Truckin&#8216;<br \/>\n05. Girl On The Billboard<br \/>\n06. Heart With Four Wheel Drive<br \/>\n07. East Bound And Down<br \/>\n08. Call It A Day<br \/>\n09. Nashville Bound<br \/>\n10. Willin&#8216;<br \/>\n11. The Hammer Goin&#8216; Down<br \/>\n12. I&#8217;m A Road Hammer (Reprise)<br \/>\n13. Flat Tires<br \/>\n14. Absolutely Nothing<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.theroadhammers.com\">The Road Hammers<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/theroadhammers\">The Road Hammers bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.baerchenrecords.de\">B\u00e4rchen Records<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich pers\u00f6nlich bin eigentlich die letzte Person, der es als tag-t\u00e4glicher Pendler auf der A42 auch nur ann\u00e4hernd einfallen w\u00fcrde, ein freundliches Wort \u00fcber LKW-Fahrer (oder im amerikanischen Wortgebrauch Trucker), den selbsternannten K\u00f6nigen der Stra\u00dfen, zu verlieren, geschweige denn irgendwelche Loblieder \u00fcber sie zu kreieren. 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