{"id":2884,"date":"2015-12-14T03:07:00","date_gmt":"2015-12-14T02:07:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hauptsachebizeps.de\/SoS\/?p=2884"},"modified":"2020-07-09T19:48:33","modified_gmt":"2020-07-09T17:48:33","slug":"leann-rimes-lady-gentlemen-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2015\/12\/14\/leann-rimes-lady-gentlemen-cd-review\/","title":{"rendered":"LeAnn Rimes &#8211;  Lady &#038; Gentlemen &#8211; CD-Review"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/Leann-e1436374727119.jpg\" \/><\/p>\n<p>Eigentlich sind alte &#8218;Countryschinken&#8216; und auch Cover-Alben bzw. -Konzerte gar nicht so mein Ding. Letztgenannte boykottiere ich aus Solidarit\u00e4t den vielen kreativen, selbst kreierte Songs spielenden Bands gegen\u00fcber, die sich immer wieder vor einigen, wenigen Zuschauern den Allerwertesten aufrei\u00dfen m\u00fcssen, schon seit Jahren aus Prinzip. Bei LeAnn Rimes und ihrem aktuellen Werk &#8222;Lady &amp; Gentlemen&#8220; sieht die Sache ein wenig anders aus, denn hier gibt es f\u00fcr mich pers\u00f6nlich einige interessante Gr\u00fcnde, doch so ein wenig zum &#8218;Umfaller&#8216; zu mutieren.<\/p>\n<p>Zum einen ist LeAnn eine grandiose S\u00e4ngerin, wie auch dieser Silberling deutlich unterstreicht. Zweitens ist sie in unserem K\u00fcnstlerindex noch nicht vertreten, drittens erscheint das Wagnis, sich als Frau ausnahmslos an, von m\u00e4nnlichen Vertretern geschriebene und performte St\u00fccke heranzuwagen, als ziemlich mutig, viertens verspricht die unter heutigen, modernen Gesichtspunkten m\u00f6gliche Umsetzung einiges an Spannung. Dazu kommt noch, dass mit <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Vince+Gill\">Vince Gill<\/a><\/span> (Produktion\/instrumentell stark involviert), Darrell Brown, John Hobbs und Justin Niebank (alle Produktion) K\u00f6nner ihres Fachs ins Boot geholt worden sind, die eigentlich als Garanten f\u00fcr ein Qualit\u00e4tsprodukt stehen.<\/p>\n<p>Nebens\u00e4chlich interessiert nat\u00fcrlich auch, ob Rimes ihre zum Teil \u00f6ffentlich ausgetragenen privaten Probleme (Scheidung) verkraften und musikalisch kompensieren konnte. Aufgrund der zwei neuen Bonustracks gibt sie on top noch einen Ausblick auf das n\u00e4chste eigenst\u00e4ndige Album. So genug lamentiert \u00fcber das &#8218;Wieso-Weshalb-Warum&#8216; &#8211; kommen wir zur Bewertung.<\/p>\n<p>&#8222;Lady &amp; Gentlemen&#8220; hat mich absolut begeistert, mit ganz kleinen subjektiven Abstrichen. Rimes zeigt sich \u00fcber das gesamte Werk hinweg in einer \u00fcberragenden vokalen Verfassung, sie z\u00e4hlt eindeutig zum Besten, was Nashville an S\u00e4ngerinnen zur Zeit zu bieten hat. Wie sie hier zu jedem Tempo, jedem Stil (es beschr\u00e4nkt sich bei weitem nicht alles auf puren Country) ihr Organ voller Emotion, Kraft oder Sensibilit\u00e4t je nach Lage einbringt ist, absolute Weltklasse.<\/p>\n<p>Eine Arbeitskollegin von mir (ein gro\u00dfer Reba McEntire-Fan), der ich kurz mal die Songs (nat\u00fcrlich in der Mittagspause&#8230;, LOL) angespielt habe, sah man nach wenigen Momenten schon die Entz\u00fcckung ins Gesicht geschrieben. Ihr kurzer und knapper Kommentar. \u00bbIst das sch\u00f6n, die muss ich mir sofort kaufen!\u00ab Vom grandiosen Opener &#8222;Swingin'&#8220; (hier swingt wirklich alles; herrlich das rhythmische Fingerpicking -E-Gitarrenspiel von Vince Gill im Stile von <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Eric+Clapton\">Eric Clapton<\/a><\/span>\/Albert Lee &#8211; die kennen sich ja auch alle bestens von den Crossroads-Festivals) bis zum, den Coverteil abschlie\u00dfenden Haggard-Klassiker &#8222;The Bottle Let Me Down&#8220; (tolle, ruhig gehaltene Mischung aus typischen Outlaw- und &#8218;Cryin&#8216; In My Beer&#8216;-Elementen), gibt es jede Menge Feinheiten zu entdecken.<\/p>\n<p>Da &#8218;weint&#8216; sie bei einigen Tracks (saustark &#8222;Wasted Days &amp; Wasted Nights&#8220; mit sogar spanischem Gesang am Ende; &#8222;I Can&#8217;t Be Myself&#8220;, &#8222;Help Me Make It Through The Night&#8220;, &#8222;Rose Colered Glasses&#8220;, &#8222;He Stopped Loving Her Today&#8220;) in der typischen Manier der gro\u00dfen weiblichen Country-Ikonen, raunzt inbr\u00fcnstig in Diven-Manier einer <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Wynonna\">Wynonna<\/a><\/span> bei &#8222;The Only Mama That&#8217;ll Walk The Line&#8220; und haucht der Jennings-\/<span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Willie+Nelson\">Willie Nelson<\/a><\/span> -Uralt-Version von &#8222;A Good Hearted Woman&#8220; (gro\u00dfartige E- Gitarren-\/Steel-Solo-Kombi) richtig neues Leben ein.<\/p>\n<p>Zu den \u00dcberraschungen z\u00e4hlen &#8222;16 Tons&#8220; (im Big Band-Gewand, dazu mit dezentem Stray Cats-Flair &#8211; soll das eine Bewerbung als Titels\u00e4ngerin f\u00fcr einen kommenden &#8222;James Bond&#8220;-Film sein? ) und der geniale Slow Blues &#8222;When I Call Your Name&#8220; (ein Song von Vince Gill, der hier im Soloteil jetzt E-Gitarre statt Piano aufweist) und ihr Gro\u00dfer Hit &#8222;Blue&#8220;, der mit der Allstar-Band The Time Jumpers neu eingespielt wurde, der Vince auch angeh\u00f6rt.<\/p>\n<p>Klasse immer wieder auch die starke Instrumentierung, getragen von Gills variablen\/filigranen Gitarrenk\u00fcnsten und der oft dazwischen jammernden Steelgitarre. Je nach Bedarf sind Drums und Bass, sowie Zutaten aus Piano, Orgel, Fiddle und Mandoline perfekt dazu geschaltet. Auch die beiden (neuen) Bonustracks am Ende wissen zu \u00fcberzeugen. Das country-bluesige &#8222;Crazy Woman&#8220; geht gut ab (Bl\u00e4sereins\u00e4tze, claptonesker E-Rhythmus), der etwas theatralische Schmachtfetzen &#8222;Give&#8220; geh\u00f6rt nun mal zum guten Ton der New Country-Major-Alben einfach dazu und h\u00e4tte in jedem Blockbuster als musikalische Untermalung seine Berechtigung.<\/p>\n<p>Damit w\u00e4ren wir auch bei meinen kleinen Einschr\u00e4nkungen. Mir w\u00e4re ein konstantes Verbleiben auf dieser CD bei reinen Countryst\u00fccken eigentlich lieber gewesen, ich h\u00e4tte hier nur gerne dann ein paar flottere Nummern mehr dabei gehabt. Das Variieren zu anderen Musikstilen und auch die neuen, modernen Tracks st\u00f6ren ein wenig die Gesamtharmonie des Albums, bieten aber halt daf\u00fcr mehr Abwechslung. Aus taktischen Gesichtspunkten sind die Bonusst\u00fccke nat\u00fcrlich absolut nachvollziehbar. Leider fehlt auch die Nennung der involvierten Musiker, die es hier sicher verdient h\u00e4tten, im Booklet aufgef\u00fchrt zu werden.<\/p>\n<p>Insgesamt gesehen, meldet sich LeAnn Rimes mit &#8222;Lady &amp; Gentlemen&#8220; in Bestform zur\u00fcck. Es ist eine Freude, dieser jungen Dame beim Singen zuzuh\u00f6ren und sich von ihr bet\u00f6ren zu lassen. Dieses Cover-Experiment ist eindrucksvoll gelungen!<\/p>\n<p><strong>Curb Records (2011)<\/strong><br \/>\n<strong> Stil: Country &amp; More<\/strong><\/p>\n<p>01. Swingin&#8216;<br \/>\n02. Wasted Days And Wasted Nights<br \/>\n03. The Only Mama That&#8217;ll Walk The Line<br \/>\n04. I Can&#8217;t Be Myself<br \/>\n05. 16 Tons<br \/>\n06. Help Me Make It Through The Night<br \/>\n07. Rose Colored Glasses<br \/>\n08. A Good Hearted Woman<br \/>\n09. When I Call Your Name<br \/>\n10. He Stopped Loving Her Today<br \/>\n11. Blue (mit The Time Jumpers)<br \/>\n12. The Bottle Let Me Down<\/p>\n<p>Bonus Tracks:<br \/>\n13. Crazy Women<br \/>\n14. Give<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.leann-rimes.com\">LeAnn Rimes<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/leannrimesmusic\">LeAnn Rimes bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.baerchenrecords.de\">B\u00e4rchen Records<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eigentlich sind alte &#8218;Countryschinken&#8216; und auch Cover-Alben bzw. -Konzerte gar nicht so mein Ding. Letztgenannte boykottiere ich aus Solidarit\u00e4t den vielen kreativen, selbst kreierte Songs spielenden Bands gegen\u00fcber, die sich immer wieder vor einigen, wenigen Zuschauern den Allerwertesten aufrei\u00dfen m\u00fcssen, schon seit Jahren aus Prinzip. 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