{"id":28739,"date":"2018-11-02T20:32:51","date_gmt":"2018-11-02T19:32:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?p=28739"},"modified":"2018-11-02T20:32:51","modified_gmt":"2018-11-02T19:32:51","slug":"michael-schenker-fest-01-11-2018-turbinenhalle-oberhausen-konzertbericht","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2018\/11\/02\/michael-schenker-fest-01-11-2018-turbinenhalle-oberhausen-konzertbericht\/","title":{"rendered":"Michael Schenker Fest, 01.11.2018, Turbinenhalle, Oberhausen &#8211; Konzertbericht"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-28760 size-full\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/Schenker_haupt.jpg\" alt=\"Schenker_haupt\" width=\"800\" height=\"533\" srcset=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/Schenker_haupt.jpg 800w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/Schenker_haupt-300x200.jpg 300w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/Schenker_haupt-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/p>\n<p>Der mittlerweile 63 j\u00e4hrige Hard Rock-Gitarrist Michael Schenker machte mit seinem derzeitigen Projekt, dem Michael Schenker Fest, auch Halt in der Oberhausener Turbinenhalle, die mit knapp 700 Besuchern nicht ausverkauft, aber gut gef\u00fcllt war. Im Line-up hatte er die S\u00e4nger dabei,\u00a0die ihn haupts\u00e4chlich in seiner Karriere nach den Anfangsjahren bei den Scorpions und bei <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=UFO\">UFO<\/a> begleitet hatten. Das musikalische Material sollte ein Querschnitt durch sein gesamtes musikalisches Schaffen werden.<\/p>\n<p>Nachdem die Vorband Absolva knapp 45 Minuten das Publikum mit einem sehr ansprechenden Hard Rock\u00a0Performance auf Betriebstemperatur gebracht hatte, betrat Michael Schenker gegen 21:15 Uhr nach einer recht z\u00fcgigen Umbaupause zu Kl\u00e4ngen von AC\/DC die B\u00fchne. Schnurstracks ging er zu seinem Mikrofon und beschrieb kurz alle seine musikalischen Stationen. Einer der in Japan einen fast Gottes-\u00e4hnlichen Status hat, darf das eben.<\/p>\n<p>Direkt danach begann Michael Schenker\u00a0mit dem einzigen Song,\u00a0bei dem er die Lead vocals inne hatte. Der 79er Hit &#8222;Holiday&#8220; vom Scorpions-Album &#8222;Lovedrive&#8220; war ein w\u00fcrdiger Einstieg in das Konzert. Unterst\u00fctzt wurde er dabei an den Drums von Ted McKenna, der ihn schon bei Michael Schenker Group begleitete und der vor seiner Zeit mit Schenker, unter anderem\u00a0f\u00fcr die Sensational Alex Harvey Band, Rory Gallagher die Drumsticks schwang und auch heute noch mit Gary McAvoy in der <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Band+Of-Friends\">Band Of Friends<\/a> die Musik des Iren zelebriert.<\/p>\n<p>Chris Glenn am Bass war wie McKenna bei der Sensational Alex Harvey Band t\u00e4tig, bevor er mit kurzen Unterbrechungen ab 1980 immer wieder mit Schenker zusammen arbeitete. Er leistete eine starke Rhythmusarbeit, gl\u00e4nzte mit kurzen Basssoli und war optisch der Hingucker bei den Songs, die jeweils zwischen den Parts der verschiedenen S\u00e4nger als Instrumentals gespielt wurden.<\/p>\n<p>Glenn, mittig stehend, leuchtete mit gr\u00fcnen Laserstrahlen,\u00a0die an seine Brille montiert waren, die B\u00fchne aus . Der dritte im Bunde war Steve Mann an der zweiten Gitarre und den Keyboards, der auch schon f\u00fcr mehrere Jahre Mitglied der MSG war und w\u00e4hrend der\u00a0Tracks auch gen\u00fcgend\u00a0Raum f\u00fcr Soli bekam.<\/p>\n<p>Nach \u201eHoliday\u201c, was einem Intro glich, wurde die B\u00fchne immer voller, als Schenker die ersten Kl\u00e4nge des UFO-Knallers &#8222;Doctor Doctor&#8220; intonierte. Graham Bonnet , Gary Barden und Robin McAuley wechselten sich \u00fcber die Strophen im Leadgesang ab, wobei zu Beginn mischtechnische Probleme erkenn- und h\u00f6rbar waren, die aber nach einen Nachjustieren der Tontechniker, schnell behoben waren.<\/p>\n<p>Nach diesem ersten Highlight verlie\u00dfen die\u00a0drei S\u00e4nger die B\u00fchne und Michael k\u00fcndigte Doogie White, S\u00e4nger bei Michael Schenkers Temple Of Rock an, mit dem er\u00a0dann f\u00fcnf Songs pr\u00e4sentierte. Doogie, der einige Wochen zuvor im Dortmunder Piano mit <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Demons+Eye\">Demon&#8217;s Eye<\/a> schon einen starken <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2018\/10\/07\/demons-eye-05-10-2018-musiktheater-piano-dortmund-konzertbericht\/\">Auftritt<\/a> hatte,\u00a0 gl\u00e4nzte auch heute mit einem starken gesanglichen Auftritt und poste entsprechend \u00fcber die B\u00fchne.<\/p>\n<p>Den Einstieg machte &#8222;Vigilante Man&#8220; von &#8222;Temple of Rock&#8220; und nach dem stark vorgetragenen Ufo-Klassiker \u201eNatural Thing\u201c bedankte und verabschiedete Michael Doogie zun\u00e4chst. Schon bei diesem ersten Teil des Konzertes, das in verschiedene Kapitel unterteilt wurde, war zu erkennen, mit welchem Spa\u00df Schenker seine Songs pr\u00e4sentierte und immer wieder vom B\u00fchnenrand posend, manchmal fast t\u00e4nzelnd, seine Gitarren bearbeitend, Kontakt mit dem Publikum suchte.\u00a0Den Vordergrund \u00fcberlie\u00df er dabei den Lead-S\u00e4ngern. Er zog sich meist, auf der Gitarre wirbelnd, zu seinen Marshall-T\u00fcrmen im hinteren Teil der B\u00fchne zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Mit \u201eNemo\u201c, einem mystisch wie aus unendlichen Tiefen daher kommenden Instrumental wurde Kapitel 1, klar vom danach folgenden Kapitel 2 abgegrenzt. Unterst\u00fctzt wurde dieser psychedelische\u00a0Track durch das etwas dunklere bl\u00e4uliche B\u00fchnenlicht, das von den Anfangs beschriebenen Lasereffekten Glenns durchbrochen wurde.<\/p>\n<p>Im zweiten Kapitel begleitete der mittlerweile 71 j\u00e4hrige Graham Bonnet, in seiner Karriere unter anderem t\u00e4tig bei MSG, Rainbow und Alcatrazz, die Band am Mikro. F\u00fcr ihn typisch, mit Stoffjacke und Schlips bekleidet, trug er\u00a0ebenfalls einen\u00a0Anteil von f\u00fcnf St\u00fccken. Bonnet ben\u00f6tigte auch ein paar Minuten, bis gesanglich alles auf der H\u00f6he war,\u00a0 was aber auch durch Unstimmigkeiten bei der Monitor-Abmischung begr\u00fcndet war. \u201eAssault Attack\u201c vom gleichnamigen MSG-Album, das mit ihm eingesungen wurde, war dabei die st\u00e4rkste\u00a0Nummer,\u00a0die er entsprechend intonierte und gestenreich interpretierte.<\/p>\n<p>Nachdem Graham von Michael\u00a0geb\u00fchrend verabschiedet wurde, f\u00fcllte \u201eCoast To Coast\u201c,\u00a0das Schenker damals, Ende der 70er Jahre mit den Scorpions auf &#8222;Lovedrive&#8220; einspielte, den \u00dcbergang zu Kapitel 3. Ruhig beginnend entwickelte der Song immer mehr Dynamik und das Publikum feierte das gebotene Hard Rock-Gewitter entsprechend frenetisch ab.<\/p>\n<p>Mit dem 63j\u00e4hrigen Gary Barden, S\u00e4nger in den Anf\u00e4ngen der Michael Schenker Band und wieder Mitglied in sp\u00e4teren Phasen, betrat nun der dritte S\u00e4nger die B\u00fchne. Passend machte \u201eReady To Rock\u201c den Einstieg. Beim folgenden \u201eAxeman\u201c unterst\u00fctzte ihn Robin McAuley f\u00fcr einen Song und mit\u00a0 \u201eArmed And Ready\u201c wurde das Kapitel\u00a03 beendet.<\/p>\n<p>Beim\u00a0starken \u201eWarrior\u201c hatten alle vier S\u00e4nger abwechselnd und teilweise mehrstimmig ihren Anteil.<\/p>\n<p>Dem\u00a0vierten Kapitel setzte dann der 65-j\u00e4hrige, aber noch sehr vital daher kommende Robin McAuley, mit seinem ganz speziellen Charisma, den Stempel auf. Nach den zwei starken rockenden Nummern \u201eBad Boys\u201c und \u201eShoot Shoot\u201c kamen f\u00fcr \u201eHeart &amp; Soul\u201c noch einmal die anderen S\u00e4nger dazu, um Robin dann f\u00fcr die Knaller \u201eOnly You Can Rock Me\u201c und &#8222;Too Hot To Handle\u201c die B\u00fchne nochmals allein zu \u00fcberlassen.<\/p>\n<p>Die beiden letzten\u00a0Tracks setzten dem Konzert noch einmal die Krone auf. Eine etwa 10-min\u00fctige Version von \u201eRock Bottom\u201c, bei der Schenker sich mit diversen Soli austoben konnte, beendete das Konzert zun\u00e4chst.<\/p>\n<p>Dennoch wurden, von dem weitgehend \u00fcber das Konzert gut mitgehenden Publikum, eine Zugabe gefordert. Schenker und alle Mitstreiter lie\u00dfen sich nicht lange bitten, obwohl es\u00a0schon wirklich sp\u00e4t geworden war, und lieferten mit \u201eLights Out\u201c den entsprechenden Rausschmei\u00dfer, nach dem auch eigentlich nichts mehr kommen konnte.<\/p>\n<p>Nach\u00a0einem\u00a0gewaltigen Lichtgewitter \u00fcber\u00a0die B\u00fchne wurde es nach dem letzten Gitarrenanschlag Schenkers, entsprechend des Songstitels, dunkel in der Halle und zweieinhalb Stunden durch das musikalische Schaffen Schenkers waren wie im Fluge vergangen.<\/p>\n<p>Den Zuschauern wurde, von einem gl\u00e4nzend aufgestellten und sehr vitalen\u00a0agierenden Michael Schenker, eine starke Show mit einer gut durchdachten Song-Auswahl geboten,\u00a0in der jede Schaffensphase ihren Platz finden konnte.<\/p>\n<p>Sch\u00f6n war auch zu sehen, mit welchem Spa\u00df die Musiker gemeinsam dieses Werk pr\u00e4sentierten. Wer auf guten Hard Rock steht, dem sei geraten, eines der\u00a0noch anstehenden\u00a0Konzerte zu besuchen.\u00a0Dies gilt auch f\u00fcr die Vorband Absolva,\u00a0die Ende November unter anderem in der Krefelder Kulturrampe zugegen sein wird.<\/p>\n<p>Ein besonderer Dank geht an a.s.s. concerts &amp; promotion gmbh f\u00fcr die kurzfristige und problemlose Akkreditierung und das gesamte Team in den Turbinenhalle,\u00a0das auch einen Anteil an dem gelungenen Konzertabend hatte.<\/p>\n<p><strong><span style=\"text-decoration: underline;\">Line-up:<\/span><\/strong><br \/>\nMichael Schenker (lead vocals, electric guitar)<br \/>\nRobin McAuley (lead vocals)<br \/>\nGraham Bonnet (lead vocals)<br \/>\nDoogie White (lead vocals)<br \/>\nGary Barden (lead vocals)<br \/>\nChris Glenn (bass)<br \/>\nSteve Mann (guitars, keyboards)<br \/>\nTed McKenna (drums)<\/p>\n<p>Text und Bilder: Gernot Mangold<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.michaelschenkerfest.com\/\">Michael Schenker Fest<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/MichaelSchenkerRocks\/\">Michael Schenker Fest bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.absolva.com\/\">Absolva<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/absolva\/\">Absolva bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.assconcerts.com\/\">a.s.s. concerts &amp; promotion gmbh<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.turbinenhalle.de\/\">Turbinenhalle, Oberhausen<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der mittlerweile 63 j\u00e4hrige Hard Rock-Gitarrist Michael Schenker machte mit seinem derzeitigen Projekt, dem Michael Schenker Fest, auch Halt in der Oberhausener Turbinenhalle, die mit knapp 700 Besuchern nicht ausverkauft, aber gut gef\u00fcllt war. 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