{"id":2869,"date":"2015-12-14T03:06:00","date_gmt":"2015-12-14T02:06:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hauptsachebizeps.de\/SoS\/?p=2869"},"modified":"2020-07-09T19:49:24","modified_gmt":"2020-07-09T17:49:24","slug":"the-jeff-healey-band-live-in-belgium-cddvd-review","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2015\/12\/14\/the-jeff-healey-band-live-in-belgium-cddvd-review\/","title":{"rendered":"The Jeff Healey Band &#8211; Live In Belgium &#8211; CD\/DVD-Review"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/jeff-e1436372430320.jpg\" \/><\/p>\n<p>Der am 02.03.2008 mit 42 Jahren leider viel zu fr\u00fch an Krebs verstorbene kanadische Musiker Jeff Healey ist in Sachen Blues Rock immer schon ein toller Vertreter gewesen. Da ich diesen tollen kanadischen Gitarristen ebenfalls sehr sch\u00e4tze, (sein 2000er-Werk &#8222;Get Me Some&#8220; z\u00e4hlt mit zu meinen Lieblingsalben) freue ich mich, mal wieder ein wenig abseits der von mir sonst pr\u00e4ferierten Pfade schweifen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Zu verdanken habe ich es unter anderem Healeys etatm\u00e4\u00dfigem Drummer Tom Stephen, der dieses im Juli 1993 beim Peer Rhythm Blues Festival statt gefundene Konzert aus den Archiven gefischt und in eine heute zeitgem\u00e4\u00dfe audio-visuelle Verarbeitung \u00fcberf\u00fchrt hat. Stephen hat auch die im beiliegenden acht-seitigen Booklet geschriebenen Liner Notes verfasst.<\/p>\n<p>Das Live-Dokument stammt aus der &#8222;Feel This&#8220;-Phase, Jeffs dritten Studioalbum. Healey, damals noch mit milchbubihaftem, fast an einen kleinen Bruder von Patrick Swayze (mit dem ist er ja auch durch den Film &#8222;Road House&#8220; verbandelt gewesen war) erinnernden \u00c4u\u00dferen, dazu noch dem f\u00fcr die Zeit typischen Haarschnitt. Auch die Brillenmode schien aus heutiger Sicht, wie in den Publikumseinblendungen zu sehen ist, noch im Anfangsstadium ihrer Entwicklung gewesen. Immer wieder doch recht am\u00fcsant, so die Modes\u00fcnden (auch seine eigenen) der Zeit vor Augen gef\u00fchrt zu bekommen, andererseits trauriger Weise kaum zu glauben, dass Healey ab da nur noch knapp 15 Jahre zu leben haben sollte.<\/p>\n<p>Das Konzert macht aus mehreren Gr\u00fcnden gro\u00dfen Spa\u00df. Zum einen wird das Thema Blues (Rock) doch recht fluffig umgesetzt und der im Fokus stehende Healey l\u00e4sst das f\u00fcr viele Gitarreros der Zunft selbstverliebte Saitengewichse ganz weit au\u00dfen vor, stellt aber dabei die Qualit\u00e4ten seines au\u00dferordentlichen K\u00f6nnens zu Gen\u00fcge unter Beweis.<\/p>\n<p>Ein weiterer Pluspunkt ist f\u00fcr mich die Hinzunahme des Keyboarders Washington Savage und der beiden dunkelh\u00e4utigen Hintergrunds\u00e4nger\/in Mischke Butler und Toucu (mit vielen tollen Backs und Harmonies), die dem Sound der Band viel mehr Variabilit\u00e4t und auch Volumen verschafften und auch ein deutlicheres Ma\u00df an Eing\u00e4ngigkeit verliehen.<\/p>\n<p>Der erste Teil des Konzertes liegt mit sechs Songs (von sieben) schwerpunktm\u00e4\u00dfig auf dem zu dieser Zeit gerade ver\u00f6ffentlichen &#8222;Feel This&#8220;-Album, klasse der Einstieg mit den beiden sch\u00f6n rockenden Tracks &#8222;Baby&#8217;s Lookin&#8216; Hot&#8220; und &#8222;The House That Love Built&#8220;. Auff\u00e4llig direkt der extra f\u00fcr Jeff angefertigte Gitarrenhalter, der ihm ein Spielen im Stehen wie im Sitzen erm\u00f6glichte, als auch die mit nur drei Saiten bespannte schwarze Les Paul. Mann, was entzaubert der Bursche mit seiner eigenwilligen (vermutlich seiner Blindheit geschuldeten) Spieltechnik diesem reduzierten Instrument hier f\u00fcr T\u00f6ne. Hut ab!<\/p>\n<p>Weitere Highlights das von leichtem Southern-Flair umgarnte &#8222;It Could All Get Blown Away&#8220; (typisches E-Solo) und der herrliche Slow Blues &#8222;Evil And Here To Stay&#8220; (grandios Healeys filigrane Saitenarbeit in Verbindung mit Savages Pianogeklimper und Orgelgurgeln). Auch der von Joe Rockman und Tom Stephen entfachte Groove (in allen Tempi) ist schon von exzellenter G\u00fcte.<\/p>\n<p>Der zweite Abschnitt geht von der St\u00fcckeauswahl her mehr in die Breite. Vom Black Crowes-behafteten, straight rockenden &#8222;Full Circle&#8220; \u00fcber den angenehmen Akustikteil (mit &#8222;That&#8217;s What They Say&#8220; und &#8222;Angel Eyes&#8220; &#8211; beide wunderbar melodisch), dem zum Soundtrack z\u00e4hlenden &#8222;Roadhouse Blues&#8220; aus o. a. Swayze-Film (in dem Healey und Band mitspielten) und &#8222;See The Light&#8220; inklusive Bandvorstellung, gipfelt die Show letztendlich in einer Killerversion des Beatles -Covers &#8222;While My Guitar Gently Weeps&#8220; als vom Publikum lautstark eingeforderte Zugabe. Furios erneut die Gitarrensalven von Jeff, unter die Haut gehend die kreischende Back-Einlage von der auch optisch sehr nett anzusehenden S\u00e4ngerin Toucu. Die erinnert ein wenig an die ber\u00fchmte Performance von Clare Torry auf Pink Floyds &#8222;The Great Gig In The Sky&#8220;.<\/p>\n<p>Das CD-\/DVD-Kombipaket &#8222;Live in Begium&#8220; (tracks sind identisch) ist ein sehens- wie h\u00f6renswertes Ton-und Filmdokument geworden. Es zeigt die Jeff Healey Band in der Bl\u00fcte ihrer Zeit. Der gute, aufgebesserte Sound, die vielen sch\u00f6nen, eingeflochtenen Nahaufnahmen und nat\u00fcrlich die starke Musik machen die Angelegenheit zum kurzweiligen Vergn\u00fcgen. Stephens Gang in die Katakomben der Archive hat sich somit in jedem Fall gelohnt. Jeff Healey und der ja auch vor einiger Zeit verstorbene Patrick Swayze d\u00fcrften diese Retrospektive ebenfalls mit Genuss von oben herab verfolgt haben. Absolute Kaufempfehlung von meiner Seite!<\/p>\n<p><strong>Eagle Rock Entertainment (2012)<\/strong><br \/>\n<strong> Stil: Blues Rock<\/strong><\/p>\n<p>01. Baby&#8217;s Lookin&#8216; Good<br \/>\n02. The House That Love Built<br \/>\n03. Evil And Here To Stay<br \/>\n04. Confidence Man<br \/>\n05. It Could All Get Blown Away<br \/>\n06. Lost In Your Eyes<br \/>\n07. Heart Of An Angel<br \/>\n08. Full Circle<br \/>\n09. That&#8217;s What They Say<br \/>\n10. Angel Eyes<br \/>\n11. Roadhouse Blues<br \/>\n12. See The Light<br \/>\n13. While My Guitar Gently Weeps<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.jeffhealeyband.com\">The Jeff Healey Band<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/jeffhealeyofficial\">The Jeff Healey Band bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.eagle-rock.com\">Eagle Rock Entertainment<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.bm-promotion.com\">Black Mamba Promotion<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der am 02.03.2008 mit 42 Jahren leider viel zu fr\u00fch an Krebs verstorbene kanadische Musiker Jeff Healey ist in Sachen Blues Rock immer schon ein toller Vertreter gewesen. 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