{"id":2852,"date":"2015-12-14T03:15:00","date_gmt":"2015-12-14T02:15:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hauptsachebizeps.de\/SoS\/?p=2852"},"modified":"2016-02-04T19:25:14","modified_gmt":"2016-02-04T18:25:14","slug":"southern-rock-allstars-troubles-coming-live-dvd-review","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2015\/12\/14\/southern-rock-allstars-troubles-coming-live-dvd-review\/","title":{"rendered":"Southern Rock Allstars &#8211; Trouble&#8217;s Coming Live &#8211; DVD-Review"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/trouble.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-2855\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/trouble-210x300.jpg\" alt=\"trouble\" width=\"210\" height=\"300\" \/><\/a><\/p>\n<p>Wenn ich ehrlich bin, muss ich zun\u00e4chst erst mal von mir geben, dass mich der Name der Band pers\u00f6nlich immer gest\u00f6rt hat. Nicht nur, dass die Leistungen ihrer zwei Alben dieser Bezeichnung schon nicht w\u00fcrdig waren, sondern auch, wenn man sich das augenblickliche Line-Up der Truppe vor Augen f\u00fchrt (Jay Johnson, Charles Hart und Scott Mabrey), fragt man sich gelinde gesagt, welcher der Herren jemals ein Southern Rock-Star war. Allerdings, bei Gr\u00fcndung hatten sich noch diverse andere, wesentlich bekanntere Musiker im Rahmen dieses Projektes die Ehre gegeben, aber auch hier handelte es sich im Groben und Ganzen eher um ein &#8218;Best Of <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Molly+Hatchet\">Molly Hatchet<\/a><\/span>\/Blackfoot-Ensemble&#8216;, wie auch das live verwendete Songmaterial schwerpunktm\u00e4\u00dfig belegt.<\/p>\n<p>Zeit vielleicht, mal ein wenig in Phantasien zu schwelgen. Meine Southern Rock-Traum-Truppe (noch lebender Musiker\u2026) w\u00fcrde sich so zusammensetzten. Gregg Allman &#8211; Gesang, <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Gary+Rossington\">Gary Rossington<\/a><\/span>, Hughie Thomasson, Dave Hlubek &#8211; Gitarren, Larry Junstrom &#8211; Bass, Billy Powell &#8211; Piano, Paul Riddle &#8211; Drums und Dale Krantz\/<span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Carol+Chase\">Carol Chase<\/a><\/span> im Background, wobei auf der Auswechselbank noch Leute wie Bruce Brookshire, Ed King, Johnny und Donnie Van Zant, sowie Jeff Carlisi, Dickey Betts und Warren Haynes Platz nehmen d\u00fcrften. Na ja, ist wohl &#8217;ne ziemliche Utopie, aber der n\u00e4chste 1. April kommt ja auch wieder&#8230;<\/p>\n<p>Gut, lassen wir das, befassen wir uns mit den eher traurigen Fakten. Die Setlist wurde in mehreren kleinen, meist schwach besuchten Clubs und am Ende sogar in einer Schule eingespielt und gefilmt. Die Besetzungen wechseln vereinzelt, Hauptakteure sind hier noch Jay Johnson, Dave Hlubek (bereits schon wieder ausgeschieden) und Jakson Spires. Der Sound geht gerade noch so eben, die Filmaufnahmen (wohl mit einer Videokamera) sind unter aller Kanone. Trotz aller widrigen Umst\u00e4nde, ich denke da vor allem an Spires und Hlubek (die ja auch schon bessere Zeiten erlebt haben), zeigen sich s\u00e4mtliche Akteure \u00e4u\u00dferst motiviert, wobei Jay Johnson scheinbar als treibende und zusammenhaltende Kraft im Vordergrund steht.<\/p>\n<p>Man kann sich gut vorstellen, dass die realen Live-Konzerte in Bierlaune hier m\u00e4chtig gut abgingen, wobei die SRA-eigenen St\u00fccke durchaus angenehm auffallen. Eine wahre Freude ist es noch immer Dave Hlubeks Wurstfinger \u00fcber die Saiten flitzen zu sehen. Er scheint \u00fcbrigens nach wie vor den gleichen Ern\u00e4hrungsberater zu haben wie Jimmy Farrar, der dann bei einigen Molly Hatchet-Klassikern mit immer noch unverkennbarer, aber etwas br\u00fcchigerer Stimme zum Einsatz kommt. Der mittlerweile leider verstorbene Jakson Spires legte sich noch mal richtig ins Zeug, als wenn er schon gewusst h\u00e4tte, dass sein Lebensende nicht mehr weit entfernt war. Ihm wird am Ende unter emotionaler Pianobegleitung noch mal der Abspann gewidmet.<\/p>\n<p>Auch Duane Roland, der ebenfalls vor kurzem von uns gegangen ist, darf dann bei &#8222;Train, Train&#8220;, &#8222;Whiskey Man&#8220; und &#8222;Bounty Hunter&#8220; in seiner unnachahmlich ruhigen, stoischen Art bei der Aus\u00fcbung seines Instrumentes, wohl zum letzten Male bewundert werden. Von daher haben die Mitschnitte sicherlich schon jetzt historischen Charakter.<\/p>\n<p>Die Kr\u00f6nung, aber bald schon wieder irgendwie kultig, sind die Aufnahmen des Kiss-Klassikers &#8222;Rock &amp; Roll All Nite&#8220; und von &#8222;Highway Song&#8220;. Die Band spielt inmitten einer Aula oder Turnhalle der Muscle Shoals High School. Dabei sind ein paar Zuschauer und Sch\u00fcler und hinter Ihnen steht stocksteif und verkrampft der Schulchor, und wird dann von einer Dirigentin reiferen Alters zu ein paar Harmonies ermuntert. Echt zum Piepen! Dabei rockt die Band gerade beim Blackfoot-Paradest\u00fcck richtig ab, vor allem das Hlubek-Solo ist wieder erste Sahne. Als Bonus gibt es noch ein paar Interviews, sowie ein paar Impressionen von einer Autofahrt zum Schweden-Rock-Festival und ein Spa\u00dffilmchen.<\/p>\n<p>Alles in allem ist man am Ende traurig, wenn man sieht, wie unsere gefeierten Helden von einst, von der Kreativit\u00e4t und vom Interesse her teilweise vor sich hingammeln, obwohl ihre spielerischen Leistungen \u00fcberhaupt nichts zu w\u00fcnschen \u00fcbrig lassen. Trotzdem, sie haben uns viele sch\u00f6ne und unvergessene Momente beschert, und werden musikalisch immer in unseren Herzen bleiben, wenn auch meist jetzt eher als &#8218;Southern Rock Oldstars&#8217;&#8230;<\/p>\n<p><strong>MTM Musics (2006)<\/strong><br \/>\n<strong> Stil: Southern Rock<\/strong><\/p>\n<p>01. Tough Situation<br \/>\n02. Morning Dew<br \/>\n03. Railroad Man<br \/>\n04. Ghost Of You<br \/>\n05. Run &amp; Hide<br \/>\n06. Stump Jumpin&#8216;<br \/>\n07. Mississippi Queen<br \/>\n08. Beatin&#8216; The Odds<br \/>\n09. Flirtin&#8216; With Disaster<br \/>\n10. Mother<br \/>\n11. Trouble&#8217;s Comin&#8216;<br \/>\n12. Train Of Sorrow<br \/>\n13. Wishing Well<br \/>\n14. Train Train<br \/>\n15. Whiskey Man<br \/>\n16. Bounty Hunter<br \/>\n17. Fox Chase<br \/>\n18. Rock &amp; Roll All Nite<br \/>\n19. Highway Song<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.southernrockallstars.com\">Southern Rock Allstars<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/pages\/Southern-Rock-Allstars\/489517471144665\">Southern Rock Allstars bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.baerchenrecords.de\">B\u00e4rchen Records<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn ich ehrlich bin, muss ich zun\u00e4chst erst mal von mir geben, dass mich der Name der Band pers\u00f6nlich immer gest\u00f6rt hat. 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