{"id":2814,"date":"2015-12-14T03:22:00","date_gmt":"2015-12-14T02:22:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hauptsachebizeps.de\/SoS\/?p=2814"},"modified":"2020-02-27T19:20:43","modified_gmt":"2020-02-27T18:20:43","slug":"outlaws-hurry-sundown-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2015\/12\/14\/outlaws-hurry-sundown-cd-review\/","title":{"rendered":"Outlaws &#8211; Hurry Sundown &#8211; CD-Review"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/OutHurr_300.jpg\" alt=\"OutHurr_300\" width=\"300\" height=\"300\" class=\"alignnone size-full wp-image-42504\" srcset=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/OutHurr_300.jpg 300w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/OutHurr_300-150x150.jpg 150w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/OutHurr_300-109x109.jpg 109w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/OutHurr_300-100x100.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Wir schreiben das Jahr 1977. Ein Jahr, das jeden Southern Rock-Liebhaber bis zum heutigen Tage erschaudern l\u00e4sst. Ich erinnere mich noch genau, wie ich als 14-j\u00e4hriger Bursche gerade das &#8222;Street Survivors&#8220;-Album in einer Nachbarstadt (Rheinberg hatte keinen Plattenladen) k\u00e4uflich erworben hatte und auf der R\u00fcckfahrt auf dem Beifahrersitz des DS-Citr\u00f6ens meines Vaters (die Platte auf den Oberschenkeln liegend neugierig studierend) im Radio die Hiobsbotschaft von <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Lynyrd+Skynyrd\">Skynyrds<\/a><\/span> Flugzeugabsturz auf dem momentanen Zenit ihrer Karriere zur Kenntnis nehmen musste. Es war wie ein Schock.<\/p>\n<p>Noch heute stellt sich mir, wie vielen anderen Southern Rock-Fans vermutlich auch, die hypothetische Frage, wie sich das Genre weiterentwickelt h\u00e4tte, w\u00e4re ein Ronnie Van Zant am Leben geblieben. Wir werden es leider nie erfahren. Kommen wir aber zu einem erfreulichen Ereignis dieses Jahres 1977. Die Outlaws, die durch besagten Ronnie Van Zant einen Plattenvertrag bei Arista Records vermittelt bekommen hatten, befanden sich nach zwei starken Alben in ihrer wohl besten Besetzung aller Zeiten (Hughie Thomasson, Henry Paul, Billy Jones, Harvey Dalton Arnold, Monte Yoho) ebenfalls im H\u00f6henflug und sollten mit &#8222;Hurry Sundown&#8220; ihr in Kritikerkreisen meist gelobtes Werk ver\u00f6ffentlichen.<\/p>\n<p>Der zu dieser Zeit schon renommierte Producer Bill Szymczyk (u.a. Eagles, B.B. King, <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Michael+Stanley\">Michael Stanley<\/a><\/span>, J. Geils Band, Elvin Bishop) hatte die von ihm sp\u00e4ter selbst betitulierte &#8218;Florida Guitar Army&#8216; erstmalig unter seine Fittiche genommen. Dank der gesammelten Eagles-Erfahrungen gelang es ihm vor allem in beeindruckender Weise, die vier v\u00f6llig unterschiedlichen Gesangscharaktere mittels brillant eingestreuter Harmonies zu kollektivieren. Auch das filigrane E-Gitarrenzusammenspiel vom wie aufgedreht wirkenden Stratocaster-Artisten Thomassen in Kombination mit Billy Jones&#8216; einf\u00fchlsamen Les Paul-K\u00fcnsten, dazu mit Pauls gl\u00e4nzender Akustikklampfenuntermalung, wurde nie wieder besser zur Geltung gebracht. Nicht zu vergessen der knochentrockene Bass von Arnold und Yohos effektives und sehr variables Schlagzeugspiel (herrlich z.B. die tippelnden Becken in der E-Solopassage von &#8222;Gunsmoke&#8220;).<\/p>\n<p>Das Werk bietet insgesamt eine tolle Mischung aus agilem Southern Rock und gut dazu harmonierenden Country- und Westcoast-Ingredienzen. H\u00f6hepunkte. Die gitarrenlastigen &#8222;Gunsmoke&#8220; und &#8222;Hurry Sundown&#8220;, der Countryfeger &#8222;So Afraid&#8220; (klasse Banjoarbeit hier von Thomasson), das flotte, treibende &#8222;Holiday&#8220; und der schon fast progressiv wirkende Waltz &#8222;The Man Of The Hour&#8220; (mit dezenten Steel- und Synthie-Einlagen).<\/p>\n<p>Genau wie Skynyrd sollten danach auch die Outlaws bis zum heutigen Tage nie wieder zur Ruhe kommen. Die fortw\u00e4hrende Hassliebe zwischen Henry Paul und Hughie Thomasson brachte nach &#8222;Hurry Sundown&#8220; die erste daraus resultierende, l\u00e4nger w\u00e4hrende Trennung (Paul gr\u00fcndete dann die Henry Paul Band). Das folgende Live-Album und das Anfang der achtziger Jahre kommerziell recht erfolgreiche &#8222;Ghost Riders In The Sky&#8220; lie\u00dfen nochmals aufhorchen. Sp\u00e4testens ab da aber d\u00fcmpelte die Band in unterschiedlichen Besetzungen vor sich hin. Auf &#8222;Soldiers Of Fortune&#8220; taten sich Thomasson und Paul 1986 nochmals zusammen, trennten sich danach aber sofort wieder. Mit dem recht guten &#8222;Diablo Canyon&#8220; gab es den letzten kreativen, aber weitestgehend unbeachteten Output dieser Band.<\/p>\n<p>Wie vielen bekannt sein d\u00fcrfte, nahm sich Billy Jones 1995, von Depressionen und Alkoholsucht gezeichnet, im Alter von 44 Jahren das Leben (das hier auf dem Album befindliche von ihm geschriebene &#8222;Night Wines&#8220; wirkt im Nachhinein schon bald wie eine Art Prophezeiung) und auch Bandleader Hughie Thomasson erlag nach vielen Jahren seiner zwischenzeitlichen Skynyrd-Mitgliedschaft \u00fcberraschend (oder auch weniger) einem Herzinfarkt, als er sich gerade wieder dem Outlaws-Projekt vollst\u00e4ndig widmen wollte. Das Erbe der Band wird seitdem wieder von Henry Paul mittels kontinuierlicher Live-Auftritte weitergepflegt (aktuelle Mitglieder. Paul, Chris Anderson, Billy Crain, Jon Coleman, Brett Cartwright und Monte Yoho), ein angek\u00fcndigtes neues Outlaws-Studioalbum l\u00e4sst bereits seit l\u00e4ngerer Zeit auf sich warten.<\/p>\n<p><strong>Arista Records (1977)<\/strong><br \/>\n<strong> Stil. Southern Rock<\/strong><\/p>\n<p>01. Gunsmoke<br \/>\n02. Hearin&#8216; My Heart Talkin&#8216;<br \/>\n03. So Afraid<br \/>\n04. Holiday<br \/>\n05. Hurry Sundown<br \/>\n06. Cold &amp; Lonesome<br \/>\n07. Night Wines<br \/>\n08. Heavenly Blues<br \/>\n09. Man Of The Hour<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.outlawsmusic.com\">Outlaws<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/outlawsmusic\">Outlaws bei Facebook<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir schreiben das Jahr 1977. Ein Jahr, das jeden Southern Rock-Liebhaber bis zum heutigen Tage erschaudern l\u00e4sst. 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