{"id":2665,"date":"2015-12-14T03:45:00","date_gmt":"2015-12-14T02:45:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hauptsachebizeps.de\/SoS\/?p=2665"},"modified":"2016-01-18T19:11:09","modified_gmt":"2016-01-18T18:11:09","slug":"melanie-dekker-30-05-2009-abc-keller-kamp-lintfort-konzertbericht","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2015\/12\/14\/melanie-dekker-30-05-2009-abc-keller-kamp-lintfort-konzertbericht\/","title":{"rendered":"Melanie Dekker &#8211; 30.05.2009, ABC-Keller, Kamp-Lintfort &#8211; Konzertbericht"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/abc30052009_063.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-2690 size-full\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/abc30052009_063.jpg\" alt=\"abc30052009_06\" width=\"800\" height=\"532\" srcset=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/abc30052009_063.jpg 800w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/abc30052009_063-300x200.jpg 300w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/abc30052009_063-768x511.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Dinge gibt es! Da muss man erst rein zuf\u00e4llig ein Review \u00fcber eine bis dato mir v\u00f6llig unbekannte kanadische K\u00fcnstlerin schreiben, um mit der Nase auf einen tollen Club gesto\u00dfen zu werden, der quasi nur einen Katzensprung von der heimatlichen Wohnung entfernt liegt.<br \/>\nUnd so war es halt auch im Falle Melanie Dekker. Da lag vor l\u00e4ngerer Zeit ihr letztes Werk &#8222;<span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2015\/12\/14\/melanie-dekker-acoustic-ride-cd-review\/\">Acoustic Ride<\/a><\/span>&#8220; ohne vorherige Order im Briefkasten. Die Scheibe gefiel mir von Anfang an sehr gut und bekam demnach auch die verdient l\u00f6bliche Kritik. Umso sch\u00f6ner, als ich neulich dann einige Konzerttermine der netten Dame in unserem Lande zur Kenntnis nehmen durfte. Etwas ungl\u00e4ubig sah ich, dass ein Gig in Kamp-Lintfort, eine direkte Nachbarstadt meines Heimatortes Rheinberg, stattfinden sollte. Wie um Himmelswillen kommt dieses M\u00e4del nach Kamp-Lintfort, in einen Club mit dem omin\u00f6sen Namen ABC-Keller, dachte ich spontan.<\/p>\n<p>Wie die \u00fcbliche Recherche im Vorfeld dann ergab, existiert die Location schon einige Jahre und auch Melanie Dekker wie auch die mir bestens gel\u00e4ufige <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Steve+Schuffert+Band\">Steve Schuffert Band<\/a><\/span> gaben dort bereits ihr Stelldichein. Es folgte die unweigerliche Akkreditierungsanfrage, die wenige Tage sp\u00e4ter best\u00e4tigt wurde. Am Tage des Geschehens fuhren meine Gattin und ich, ehrlich gesagt, trotzdem mit recht gemischten Gef\u00fchlen los, weil der Termin Pfingsten in Kombination mit dem DFB-Pokalendspiel bei solch speziellen Acts nicht gerade Unmengen an Publikum verhei\u00dfen lie\u00df. Aber weit gefehlt. Es fanden sich immerhin 110 Leute in dem mit viel Liebe, wunderbar schummrig mit Kerzenlicht, ausgestatteten Kellergeb\u00e4ude ein und trugen zu einer ausgelassenen Stimmung f\u00fcr einen gelungenen Singer-\/Songwriter-Abend bei.<\/p>\n<p>Wir wurden sofort vom Mitinhaber des ABC-Kellers, Ulrich op de Hipt, nett begr\u00fc\u00dft und wie die Welt dann so klein ist, lief ich direkt auch noch seinem Schwager Mathias in die Arme, der mit mir lange Jahre recht hochklassig die Tischtenniskeule geschwungen hatte (ich meine, wir h\u00e4tten in grauer Vorzeit auch mal einen gemeinsamen Doppeltitel errungen). 20:20 Uhr betraten dann Melanie Dekker (in Adidas-Trainingsjacke und St\u00f6ckelschuhen, das hatte schon was&#8230;) und ihr langj\u00e4hriger musikalischer Partner Jason Nett die B\u00fchne und wurden vom augenscheinlich fachkundigen Publikum schon fast wie alte Bekannte aufgenommen. Der er\u00f6ffnende Ohrwurm &#8222;Haven&#8217;t Even Kissed U Yet&#8220; von ihrem &#8222;Revealed&#8220;-Album trug dabei direkt zu einer Wohlf\u00fchlatmosph\u00e4re bei, die sich wie ein roter Faden durch die knapp zwei Stunden Nettospielzeit, inklusiv dreier Zugaben (u.a. &#8222;Lullaby&#8220;, &#8222;Sweet Bitter&#8220;), ziehen sollte.<\/p>\n<p>Semiakustische Abende mit nur zwei Protagonisten sind meist sehr speziell, ja fast pers\u00f6nlich und von ihren M\u00f6glichkeiten naturgem\u00e4\u00df recht begrenzt. Von daher sind absolutes K\u00f6nnen und hohe Entertainerqualit\u00e4ten schon fast ein unbedingtes Muss, um solch eine Performance bei Laune zu halten. Dekker trug viel mit ihrer charmanten Art dazu bei, gl\u00e4nzte mit einer sehr variablen Gesangsbreite, die sich in Sph\u00e4ren von einer<br \/>\n<span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Melissa+Etheridge\">Melissa Etheridge<\/a><\/span> bis hin zu ihrer ber\u00fchmten Landsm\u00e4nnin <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Shania+Twain\">Shania Twain<\/a><\/span> erstreckte. Des weiteren beschr\u00e4nkte sie sich auf ein konsequentes Gitarren-Rhythmusspiel, f\u00fcr die filigrane Feinarbeit mit virtuosen Fill- und Solo-Einlagen zeigte sich ihr m\u00e4nnliches Pendant Jason Nett verantwortlich, der auch diverse, gut passende Harmonieges\u00e4nge mit beisteuerte.<\/p>\n<p>So verlief der erste Part \u00fcber &#8222;Meant To Be&#8220; , &#8222;Shakespeare Says&#8220;, dem vom Tempo variantenreich gestalteten &#8222;Blush&#8220;, dem autobiografischen &#8222;Calling&#8220;, das der Mutter gewidmeten &#8222;Speechless&#8220; bis zur ersten Solodarbietung von Jason (grandiose mehrstimmig allein gespieltes Akustikinstrumental &#8211; man hatte vom Klang her das Gef\u00fchl, nicht er alleine, sondern mindestens f\u00fcnf weitere Gitarristen w\u00e4ren auf der B\u00fchne, Jason ergatterte daf\u00fcr tosenden Applaus) wie im Fluge. Nach einer kurzen Pause ging es mit dem flockigen &#8222;I Said I&#8220; (laut Melanie in Kanada ein kleiner Hit) weiter. Es folgte dann die wohl st\u00e4rkste Phase. Erst das herrlich groovige &#8222;This Song&#8220;, dann der wundersch\u00f6ne Opener von ihrem &#8222;Acoustic Ride&#8220;-Album &#8222;We&#8217;re The Angels&#8220; und mein pers\u00f6nliches Lieblingslied &#8222;Can&#8217;t Stop Laughing&#8220; (fulminantes Solo von Jason), bei dem das Herz des Rezensenten einfach lacht.<\/p>\n<p>&#8222;Somebody&#8217;s Baby&#8220;, &#8222;Hollow&#8220;, das fr\u00f6hliche &#8222;Wishful Thinking (Echo Song)&#8220;, &#8222;Fall In (Wounded Soldier)&#8220;, ein weiteres umjubeltes Jason Nett-Solo-Special, ein herrlich grooviger Song, der mich ein wenig an den Stretch-Klassiker &#8222;Why Did You Do It&#8220; erinnerte (war es &#8222;Flirtin'&#8220;?), das poppige &#8222;Little Miracle&#8220; bis zum finalen, sehr ruhigen &#8222;Stare At The Rain&#8220; waren dann die Stationen eines sehr \u00fcberzeugenden zweiten Parts. Die heftig eingeforderten o.a. Zugaben rundeten eine in sich stimmige, abwechslungsreiche und qualitativ hochwertige Singer-Songwriter-Performance mit viel Augenma\u00df ab.<\/p>\n<p>Melanie Dekker und Jason Nett bewiesen einmal mehr, dass man f\u00fcr kleines Geld oftmals sehr viel mehr geboten bekommt (vor allem die pers\u00f6nliche N\u00e4he zum K\u00fcnstler) als das heute \u00fcbliche, anonyme Abzocke der sogenannten gro\u00dfen Bands, die aber leider von Otto-Normalh\u00f6rer weiter protegiert werden, koste es, was es wolle. Von daher nochmals auch von unserer Seite ein gro\u00dfes Lob an Leute wie Ulrich op de Hipt, die mit ihrem Engagement solche Events erst m\u00f6glich machen. Dieser gew\u00e4hrte uns nach dem Konzert noch einen interessanten Einblick in die Katakomben des ABC-Kellers (ein ehemaliger Schutzbunker im 2. Weltkrieg), den er selbst als begeisterter Musiker (Keyboarder der Funk-Soul-Band 9 Men High) sich zu einer Art Spielwiese (Jam-Studio\/VIP Bereich\/ eigenes Tonstudio mit modernster Technik) in eigener Sache umgebaut hat, und damit (laut eigener Aussage) so manche, im Keller auftretende K\u00fcnstler in ungl\u00e4ubiges Staunen versetzt hat.<\/p>\n<p>Im Anschluss hatte ich sogar noch die Gelegenheit mit Melanie einen kurzen Smalltalk zu f\u00fchren. Wir tauschten unsere E-Mailadressen aus und sie schenkte mir dankenswerter Weise dazu noch ihr ebenfalls sehr zu empfehlendes Album &#8222;Revealed&#8220;. Ein rundum gelungener Abend also, wobei ich den hoffentlich meinem Geschmacksspektrum kompatiblen n\u00e4chsten Gigs (Melanie mal mit kompletter Band oder <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=The+Band+Of+Heathens\">The Band Of Heathens<\/a><\/span> als absoluter Knaller vielleicht\u2026?) schon jetzt entgegenfiebere. Hat richtig Spa\u00df gemacht!<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Line-up:<\/strong><\/span><br \/>\nMelanie Dekker (lead vocals, guitars)<br \/>\nJason Nett (guitars, vocals)<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.melaniedekker.com\">Melanie Dekker<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/meldekker\">Melanie Dekker bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.abc-keller.de\">ABC-Keller<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dinge gibt es! Da muss man erst rein zuf\u00e4llig ein Review \u00fcber eine bis dato mir v\u00f6llig unbekannte kanadische K\u00fcnstlerin schreiben, um mit der Nase auf einen tollen Club gesto\u00dfen zu werden, der quasi nur einen Katzensprung von der heimatlichen Wohnung entfernt liegt. Und so war es halt auch im Falle Melanie Dekker. 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