{"id":2656,"date":"2015-12-14T03:47:00","date_gmt":"2015-12-14T02:47:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hauptsachebizeps.de\/SoS\/?p=2656"},"modified":"2020-07-09T19:32:07","modified_gmt":"2020-07-09T17:32:07","slug":"lenny-mcdaniel-worth-the-price-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2015\/12\/14\/lenny-mcdaniel-worth-the-price-cd-review\/","title":{"rendered":"Lenny McDaniel &#8211; Worth The Price &#8211; CD-Review"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Len-e1435681449305.jpg\" \/><\/p>\n<p>Lenny McDaniel stammt aus New Orleans und ist von Kindheit an auf die typisch amerikanische Weise (Schule\/Kirche) mit Musik gro\u00df geworden. Nachdem er diverse Instrumente gelernt hatte, spielte er zun\u00e4chst in einigen Bands wie u.a. bei Aaron Neville, f\u00fchrte eine Gruppe namens The Last Nikel an, entschied sich dann aber in den Siebzigern nach Los Angeles zu ziehen, um dort als Studio-Musiker f\u00fcr Leute wie u.a. Dwight Yoakam, Jackson Browne oder John Mayall zu wirken. Ende der Achtziger begleitete er Stephen Stills auf seiner Tour als Bass-Spieler.<\/p>\n<p>Irgendwann war es dann soweit f\u00fcr seine erste Solo-Scheibe (produziert von Steve Valentino), mit der er sofort den Titel der CD des Jahres bei den Off Beat&#8217;s Awards einheimste. Befl\u00fcgelt vom Erfolg seines Deb\u00fcts widmete er sich sofort dem Songwriting f\u00fcr den Nachfolger &#8222;Worth The Price&#8220;, um den es hier geht. Carlo Ditta, der andere Produzent dieses Werkes, stellte \u00fcber die Bluess\u00e4ngerin Marva Wright den Kontakt zum franz\u00f6sischen Virgin-Unterlabel Sky Ranch her, das Lenny dann auch verpflichtete. Eine Erkl\u00e4rung vielleicht daf\u00fcr, warum McDaniel vornehmlich in Frankreich mit diesem Album zur Kenntnis genommen wurde (er wurde seinerzeit dort sogar zu &#8218;Taratata&#8216; eingeladen, dem franz. TV-Pendant zur &#8218;The Tonight Show&#8216; und tourte dort auch sehr intensiv). Soviel zur Vorgeschichte.<\/p>\n<p>Das Album &#8222;Worth The Price&#8220; war mit eines der ersten meiner langsam zu wachsen beginnenden CD-Sammlung. Ich hatte mir erst zu meinem drei\u00dfigsten Geburtstag einen CD-Player geg\u00f6nnt und mich bis dahin noch immer weitestgehend an LPs festgeklammert. Grundlage meiner Kaufentscheidung zu &#8222;Worth The Price&#8220; war der Song &#8222;The House Always Wins&#8220;, ein sch\u00f6ner, bedrohlich wirkender, swampiger Southern Rocker mit klasse Gesang von Lenny, wunderbar integrierter E-Gitarren-\/E-Slide-Kombisolopassage und herrlich rotzigen, weiblichen Backs.<\/p>\n<p>Aber auch das sehr abwechslungsreich gestaltete &#8218;Drumherum&#8216; um dieses Lied passte. Midtempo-St\u00fccke, immer mit diesem unterschwelligen, souligen Southern-Ambiente wie &#8222;You&#8220;, &#8222;Hard Life&#8220;, das klug verschachtelte Titelst\u00fcck (erinnert ein wenig an die sp\u00e4teren <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Hands+On+The+Wheel\">Hands On The Wheel<\/a>), &#8222;Not Gonna Cry No More&#8220; (immer wieder mit diesen herrlichen Backs von Theresa Anderson und Nora Wixted best\u00fcckt), Piano-tr\u00e4chtige, ein wenig an Billy Joel angelehnte Tracks wie &#8222;&#8220;Rescue Me&#8220; und &#8222;That Was The Time&#8220; oder herrlich relaxte Nummern der Marke &#8222;Rosa&#8220; (die damalige Single war mit dem dazugeh\u00f6renden Videoclip ein Hit in Frankreich, wunderbare Akkordeonbegleitung von Christine Schmid), &#8222;It Hurts My Heart&#8220; (geniales Slide-Solo von Tommy Malone) oder &#8222;Letter To My Brother&#8220; (grandioses klassisches Akustikspiel im Al Di Meola -\/John McLaughlin &amp; Co.-Stil von Frederic Koella) lassen erahnen, was dabei raus kommt, wenn ein durch New Orleans-gepr\u00e4gter, hochtalentierter Singer\/-Songwriter, mit einer tollen Stimme sich dem rockmusikalischen Savoir-vivre hingibt.<\/p>\n<p>Nicht zu vergessen auch am Ende das sch\u00f6n bluesige &#8222;It&#8217;s Gonna Be Alright&#8220; (sch\u00f6nes Orgel-\/Piano-Zusammenspiel, gospelige Backs) in \u00e4hnlicher Art eines Lee Roy Parnells. Erstaunlich auch, welch grandiose Produktion Carlo Ditta und Steve Valentino schon zu dieser Zeit hinlegten. Jedes einzelne Instrument ist, wie auf dieser CD im 10-seitigen Faltbooklet (mit allen Texten &#8211; ich wei\u00df nicht, ob die heute zu erwerbende Version auch noch so erh\u00e4ltlich ist) aufgef\u00fchrt, auch explizit herauszuh\u00f6ren. Der variable McDaniel und seine Mitstreiter erzeugten auf &#8222;Worth The Price&#8220; ein sp\u00fcrbar hochqualifiziertes, sehr filigranes Musik-Ambiente. Ein echter H\u00f6rgenuss! Wer an diesem Werk Gefallen findet, wird sich vermutlich auch den guten Nachfolger &#8222;Tired Angels&#8220; zulegen, der eine Spur rockiger ausfiel.<\/p>\n<p><strong>Sky Ranch Records (1994)<\/strong><br \/>\n<strong> Stil: Southern Soul<\/strong><\/p>\n<p>01. You<br \/>\n02. Rescue Me<br \/>\n03. Rosa<br \/>\n04. Hard Life<br \/>\n05. It Hurts My Heart<br \/>\n06. Worth The Price<br \/>\n07. The House Always Wins<br \/>\n08. That Was The Time<br \/>\n09. Letter To My Brother<br \/>\n10. Not Gonna Cry No More<br \/>\n11. It&#8217;s Gonna Be Alright<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/lenny.mcdaniel1\">Lenny McDaniel bei Facebook<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lenny McDaniel stammt aus New Orleans und ist von Kindheit an auf die typisch amerikanische Weise (Schule\/Kirche) mit Musik gro\u00df geworden. 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