{"id":26095,"date":"2018-08-14T17:47:06","date_gmt":"2018-08-14T15:47:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?p=26095"},"modified":"2018-08-15T06:57:48","modified_gmt":"2018-08-15T04:57:48","slug":"chris-kramer-beatboxnblues-way-back-home-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2018\/08\/14\/chris-kramer-beatboxnblues-way-back-home-cd-review\/","title":{"rendered":"Chris Kramer &#038; Beatbox&#8217;N&#8217;Blues \u2013 Way Back Home \u2013 CD-Review"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-26098\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Kramer_300.jpg\" alt=\"Kramer_300\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Kramer_300.jpg 300w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Kramer_300-150x150.jpg 150w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Kramer_300-109x109.jpg 109w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Kramer_300-100x100.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Review: Michael Segets<\/p>\n<p>Bandleader Chris Kramer geht zusammen mit dem zweifachen Deutschen Beatboxmeister Kevin O Neal und dem Gitarristen Sean Athens als Chris Kramer &amp; Beatbox&#8217;N&#8217;Blues in die zweite Runde. Im letzten Jahr hatte die Band quasi als Vorbereitung ihrer ausgedehnten Tour durch die Vereinigten Staaten das Album \u201eOn The Way To Memphis\u201c herausgebracht. Kaum zur\u00fcckgekehrt, nahmen die drei Musiker in den Arnsberger Megaphone Studios die f\u00fcnfzehn Tracks von \u201eWay Back Home\u201c auf. Die zahlreichen Eindr\u00fccke von ihrer Reise auf den Spuren des Blues beschreibt Kramer ausf\u00fchrlich in den Linernotes und k\u00fcndigt dort einen Dokumentarfilm \u00fcber die Tour an.<\/p>\n<p>Im Zentrum der Songs steht die Mundharmonika von Chris Kramer, die er meisterhaft beherrscht. Nicht umsonst hat er mit renommierten nationalen und internationalen Musikern wie Helge Schneider, Peter Maffay, Jack Bruce oder Pete York zusammengearbeitet.<\/p>\n<p>Auf der Scheibe zeigen Chris Kramer &amp; Beatbox&#8217;N&#8217;Blues eine gro\u00dfe Bandbreite an Blues-Variationen. Die mal dezenten, mal vordergr\u00fcndigen Beatbox-, Rap- und Hip Hop-Elemente erweitern das musikalische Spektrum und geben der Band einen eigenen Sound. Der entwickelt durchaus seinen Reiz, auch wenn er Blues-Puristen vielleicht nicht anspricht.<\/p>\n<p>\u201eJukebox\u201c gibt mit einem Funk-Einschlag und einem Beatbox-Zwischenst\u00fcck den Startschuss zur CD. Auch bei \u201eAin&#8217;t Nobody At Home\u201c beatboxt Kevin O Neal, was sich gut in den stampfenden Rhythmus des rockigen St\u00fccks einpasst. O Neals Soundeffekte peppen ebenso den eher traditionellen Boogie \u201eBeatbox&#8217;N&#8217;Boogie\u201c auf. Das gleiche Konzept verfolgt die Band auf \u201eLast Man Riding\u201c. Der Song startet in bester <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=ZZ+Top\">ZZ Top<\/a>-Manier, wof\u00fcr das Gitarrenspiel von Sean Athens verantwortlich ist, und z\u00e4hlt f\u00fcr mich neben dem eing\u00e4ngigen \u201eJust A Little Boy\u201c, das ohne auff\u00e4llige Effekte auskommt, zu den Highlights des Albums.<\/p>\n<p>O Neal erg\u00e4nzt die Vocals von Kramer bei \u201eHappy Birthday\u201c durch Rap-Einlagen. Der Track erinnert an die der Band Gangstagrass, die durch die Titelmusik der Fernsehserie \u201eJustified\u201c einen gewissen Bekanntheitsgrad erlangt hat. Die Fusion von Hip Hop und Blues deutet sich schon bei dem Titel \u201eHippin&#8217;N&#8217;Hoppin&#8216; The Blues\u201c an. Auch hier rappt O Neal nochmal einen Part.<\/p>\n<p>St\u00e4rker dem traditionellen Blues verhaftet sind die englischsprachigen Balladen: \u201eAshes To Ashes\u201c, das von den drei Bandmitgliedern komponiert wurde, und \u201eLawyer Clark Blues\u201c von John Estes. Bei der dritten Ballade \u201eHot Summer Day\u201d kommen wieder mehr Effekte zum Einsatz. Der Akzent liegt jedoch auf dem nachklingenden Gitarrenspiel von Athens, das Assoziationen zu Gary Moore weckt.<\/p>\n<p>Trotz aller Varianz bilden die ersten zwei Drittel des Albums doch eine insgesamt homogene Einheit, die gegen Ende mit drei Instrumentalst\u00fccken und zwei auf Deutsch gesungenen Titeln etwas verloren geht.<\/p>\n<p>Bei \u201eDeep In The Ground\u201c erg\u00e4nzen sich Mundharmonika und Gitarre sehr sch\u00f6n. Streicher und Soundeffekte laden auf dem sanften \u201eTallachatchie Flats\u201c zum Tr\u00e4umen ein. Auf \u201eGo With The Flow\u201c zeigt Athens nochmal ausgiebig, was er an der Gitarre kann. Mit Vogelgezwitscher und sanften Mundharmonika-Melodien wirkt das fast acht Minuten lange St\u00fcck im Vergleich zu den anderen allerdings fast seicht.<\/p>\n<p>Das langsame \u201eDer Wolkenmacher\u201d ist eine wehm\u00fctige Reminiszenz Kramers an seinen Vater und das Revier vor dem Strukturwandel. Als Ruhrpottler fehlt nat\u00fcrlich nicht die Begeisterung f\u00fcr den Fu\u00dfball, die Kramer mit \u201eErst hatt&#8216; ich kein Gl\u00fcck\u201c auf h\u00f6chst unterhaltsame und witzige Weise zum Ausdruck bringt. Der Text besteht aus bekannten Stilbl\u00fcten von Fu\u00dfballspielern und Trainern, die originell zusammengef\u00fcgt sind. Musikalisch w\u00fcrde das Lied auf Westernhagens \u201eMit Pfefferminz bin ich dein Prinz\u201c passen.<\/p>\n<p>Die Kombination des Blues mit Hip Hop- und Rap-Elementen funktioniert. Sie bricht mit H\u00f6rgewohnheiten und erzeugt eine gewisse Spannung, die auch bei mehrmaligen H\u00f6ren der St\u00fccke aufrecht erhalten bleibt. Dennoch sprechen mich die Songs, auf denen zur\u00fcckhaltender mit den Soundeffekten umgegangen wird, mehr an. Dies liegt allerdings an meiner musikalischen Sozialisation. Die Variationsbreite auf \u201eWay Back Home\u201c geht gegen Ende des Albums auf Kosten einer klaren konzeptionellen Linie. Daf\u00fcr bietet es mit \u201eErst hatt&#8216; ich kein Gl\u00fcck\u201c dort nochmal ein Lied, das in jedem Fall im Ged\u00e4chtnis bleibt.<\/p>\n<p><strong>Blow &#8218;Till Midnight Records\/Fenn Music (2018)<br \/>\nStil: Blues\/Blues Rock and more<\/strong><\/p>\n<p>01. Jukebox<br \/>\n02. Ain&#8217;t Nobody At Home<br \/>\n03. Beatbox&#8217;N&#8217;Boogie<br \/>\n04. Ashes To Ashes<br \/>\n05. Lawyer Clark Blues<br \/>\n06. Happy Birthday<br \/>\n07. Just A Little Boy<br \/>\n08. Last Man Riding<br \/>\n09. Hot Summer Day<br \/>\n10. Hippin&#8217;N&#8217;Hoppin&#8216; The Blues<br \/>\n11. Deep In The Ground<br \/>\n12. Go With The Flow<br \/>\n13. Erst hatt\u00b4 ich kein Gl\u00fcck<br \/>\n14. Der Wolkenmacher<br \/>\n15. Tallahatchie Flats<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.chris-kramer.de\">Chris Kramer<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/chris.kramer.harp\">Chris Kramer bei Facebook<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Review: Michael Segets Bandleader Chris Kramer geht zusammen mit dem zweifachen Deutschen Beatboxmeister Kevin O Neal und dem Gitarristen Sean Athens als Chris Kramer &amp; Beatbox&#8217;N&#8217;Blues in die zweite Runde. Im letzten Jahr hatte die Band quasi als Vorbereitung ihrer ausgedehnten Tour durch die Vereinigten Staaten das Album \u201eOn The Way To Memphis\u201c herausgebracht. 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