{"id":25815,"date":"2018-07-29T19:31:03","date_gmt":"2018-07-29T17:31:03","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?p=25815"},"modified":"2018-07-29T19:31:03","modified_gmt":"2018-07-29T17:31:03","slug":"catfish-28-07-2018-topos-leverkusen-konzertbericht","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2018\/07\/29\/catfish-28-07-2018-topos-leverkusen-konzertbericht\/","title":{"rendered":"Catfish &#8211; 28.07.2018, topos, Leverkusen &#8211; Konzertbericht"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-25845 size-full\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/CF_Haupt.jpg\" alt=\"CF_Haupt\" width=\"800\" height=\"533\" srcset=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/CF_Haupt.jpg 800w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/CF_Haupt-300x200.jpg 300w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/CF_Haupt-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/p>\n<p>Die &#8218;Band of the Year&#8216; bei den British Blues Awards 2018 bei ihrer Deutschland-Premiere zu Gast in Leverkusen. M\u00f6glich machte den Auftritt von Catfish, die f\u00fcr ihr immer wieder tolles Programm bekannte, kleine Kultkneipe topos! Klemens K\u00fcbber hatte wieder alle Register gezogen, um die Briten an den Rhein zu bekommen.<\/p>\n<p>Auf der Hinfahrt s\u00e4umten unz\u00e4hlige junge Menschen mit merkw\u00fcrdig bl\u00e4ulich-gr\u00fcnlich eingef\u00e4rbten Gesichtern (und teilweise Klamotten) die Stra\u00dfe am Ufer entlang des Stroms. Die Bef\u00fcrchtung unsererseits eines St\u00f6rfalls angesichts des unweit liegenden Chemparks des Bayer-Konzerns, relativierte sich durch den Hinweis eines Besuchers auf ein dortig stattfindendes Open-Air-Techno-Event.\u00a0Der spontane, erste \u00e4ngstliche Gedanke war, ob meine, sich in elf Jahren anbahnende Rente, wie einst von Nobby Bl\u00fcm proklamiert, noch wirklich sicher ist&#8230;<\/p>\n<p>Aber kommen wir wieder zu guter, anspruchsvoller, handgemachter Musik, die ja den Anlass unseres Besuches abgab. Um 20:20 Uhr zw\u00e4ngten sich die vier Mannen, um ihr F\u00fchrungsduo Matt und Paul Long, auf diese urige Miniaturfl\u00e4che, die hinter einer steinernden Sitzgruppe, zum Performen zur Verf\u00fcgung steht. Musiker, die dort zum aller ersten Mal auftreten, werden vermutlich immer wieder ins Staunen versetzt. Der routiniert wirkende Kevin Yates am Schlagzeug und Neu-Basser Adam Pyke vervollst\u00e4ndigten das in unseren Landen immer noch mit Insider-Status bedachte Quartett.<\/p>\n<p>Das zweigeteilte Programm begann mit dem furios rockigen &#8222;Hit The Ground Running&#8220;. Eine idealer Einstieg, der sofort Matt Longs tolles E-Gitarrenspiel und sein rauchig-kr\u00e4ftiges Stimmorgan in den Fokus r\u00fcckte. Das folgende &#8222;Never Go Back&#8220; war dann gesanglich Paul Long vorbehalten, dessen Stimme durch einen eher weicheren Schmelz gekennzeichnet war und demnach einen Kontrast bildete. Beide wechselten sich in etwa gleichem Verh\u00e4ltnis am Frontmikro, beziehungsweise in den Harmonieges\u00e4ngen, ab.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend &#8222;So Many Roads&#8220; den ersten starken Beweis f\u00fcr die Slow Blues-Tauglichkeit des Vierers lieferte, schwenkte das Barometer mit &#8222;Break Me Down&#8220; wieder in z\u00fcnftigere, Hendrix-umwehte, rockigere Gefilde. Das von Paul besungene brandneue atmosph\u00e4rische &#8222;Ghosts&#8220; gab einen ersten Ausblick auf die n\u00e4chste CD.<\/p>\n<p>Dieser machte dann beim n\u00e4chsten Track (&#8222;That&#8217;s What Love Will Make You Do&#8220;, ein knackiger Little Milton-Funky Blues), Platz f\u00fcr das mit der Band befreundete Ehepaar Paul und Tina Jobson, die an diesem Abend auch zugegen waren. Der viel besch\u00e4ftigte Keyboarder Paul (u. a. Chaka Khaan,\u00a0 Far Q) und seine blond-rasta-gez\u00f6pfte Gattin (lead vocals) boten dabei eine Klasse-Leistung und sorgten f\u00fcr einen sch\u00f6nen Farbtupfer in der Setliste.<\/p>\n<p>Der proggig-angehauchte Titelsong ihres aktuellen Album &#8222;Broken Man&#8220; beendete den ersten Teil an diesem warmen Sommer-Abend. \u00dcberhaupt wurden immer wieder dezente Reminiszenzen an Bands wie Pink Floyd, Genesis oder Manfred Mann in so manche St\u00fccke einbezogen.<\/p>\n<p>War das erste Set bereits schon auf starkem Niveau, sollte die zweite Phase noch einen Zahn zulegen. Mit &#8222;Leading Me On&#8220; ging es direkt wieder rhythmisch in die Vollen. Nach der Verneigung vor BB King mit &#8222;Never Make A Move Too Soon&#8220; beeindruckten die Briten anhand einer Wahnsinns-Version von Boz Scaggs&#8216; &#8222;Somebody Loan Me A Dime&#8220; und &#8222;Better Days&#8220;, einem meiner beiden Favoriten des Gesamt-Gigs. Das southern rockige St\u00fcck (mit einem kleinen Reggae-Intermezzo zwischendurch) ist laut scherzhaftem O-Ton von Matt, das einzige fr\u00f6hliche Lied im ihrem bisherigen Fundus.<\/p>\n<p>Nach &#8222;Big Shot&#8220; (inkl. filigranem Bass-Solo von Pyke), gab es mit &#8222;Breaking Up Somebody&#8217;s Home&#8220;, den Kracher des Auftritts. Kleine E-Gitarren- und Piano-Scharm\u00fctzel, ein exzessives E-Gitarren-Solo von Matt und eine launige Publikums-Mitsing-Interaktion, vergoldeten diesen shuffligen Blues Rocker, in bester <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Joe+Bonamassa\">Joe Bonamassa<\/a>-Manier. Emotionaler H\u00f6hepunkt und Finale des zweiten Parts, war sicherlich die Hommage an Matts k\u00fcrzlich verstorbenen Gitarrenlehrer Michael Caswell mit &#8222;Make It Rain&#8220;, inklusiv einer auch von Kollegen wie <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Ben+Poole\">Ben Poole<\/a> oder Alan Nimmo gern praktizierten Leisespiel-Phase im Solo, bei der man im topos eine Stecknadel h\u00e4tte fallen h\u00f6ren k\u00f6nnen, das aber anschlie\u00dfend in geradezu epische Sph\u00e4ren m\u00fcnden sollte.<\/p>\n<p>Eigentlich war das Quartett nach stressiger Anreise und nur zwei Stunden Schlaf in der Nacht zuvor fix und fertig, als auch durchgeschwitzt bis auf die Knochen, wollte sich aber auch nicht die Bl\u00f6\u00dfe geben, dem sachkundigen (und in Teilen, wie so oft, von rheinischem Frohsinn gepr\u00e4gten und auch trinkfreudigen) Publikum, die vehement eingeforderte Zugabe zu verw\u00e4hren. Und so wurden auch die Jobsons netter Weise erneut beim satt rockenden &#8222;Man Of Many Words&#8220; mit eingebunden (die beiden Pauls am Ende zu zweit auf dem Piano).<\/p>\n<p>Im Nachgang zeigten sich alle Beteiligten am Merchandising-Stand als sympathische Gesellen der Marke &#8218;Du und Ich&#8216; und wir hatten noch die Gelegenheit f\u00fcr unser obligatorisches Bild mit dem SoS-Logo. Mit dem Gig war klar, dass die Briten nicht nur auf der Insel f\u00fcr Furore sorgen werden, sondern f\u00fcr ganz Europa und sicherlich auch die Staaten, mit ihrem leidenschaftlichen Blues Rock bestens gewappnet sein d\u00fcrften. Ein Klasse-Abend, danke an Klemens K\u00fcbber f\u00fcr den gewohnt bestens organisierten Support.<\/p>\n<p><strong>Line-up:<\/strong><br \/>\nKevin Yates &#8211; drums<br \/>\nAdam Pyke &#8211; bass<br \/>\nPaul Long &#8211; keys and vocals<br \/>\nMatt Long &#8211; guitar and vocals<\/p>\n<p><strong>Guests:<\/strong><br \/>\nPaul Jobson &#8211; keys<br \/>\nTina Jobson &#8211; vocals<\/p>\n<p>Bilder: Gernot Mangold<br \/>\nText: Daniel Daus<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.catfishbluesband.co.uk\">Catfish<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/thecatfishbluesband\/\">Catfish bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.jazz-lev.de\">topos Leverkusen<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die &#8218;Band of the Year&#8216; bei den British Blues Awards 2018 bei ihrer Deutschland-Premiere zu Gast in Leverkusen. M\u00f6glich machte den Auftritt von Catfish, die f\u00fcr ihr immer wieder tolles Programm bekannte, kleine Kultkneipe topos! 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