{"id":2575,"date":"2015-12-14T04:02:00","date_gmt":"2015-12-14T03:02:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hauptsachebizeps.de\/SoS\/?p=2575"},"modified":"2020-07-09T12:12:33","modified_gmt":"2020-07-09T10:12:33","slug":"stoney-larue-velvet-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2015\/12\/14\/stoney-larue-velvet-cd-review\/","title":{"rendered":"Stoney LaRue &#8211; Velvet &#8211; CD-Review"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Sto-e1435223979470.jpg\" \/><\/p>\n<p>Weich und geschmeidig ist an Stoney LaRues neuem Album &#8222;Velvet&#8220; eigentlich nur der rotfarbene Samt\u00fcberzug des Digipacks (von daher lohnt es sich in jedem Fall hier eine physikalische Version zu erwerben) und vielleicht noch der wundersch\u00f6ne, entspannte Titeltrack am Ende des Albums. Ansonsten ist &#8222;Velvet&#8220; keine leichte Kost (eher anspruchsvoller Roots-Stoff), Red Dirt\u2013Anh\u00e4nger werden sogar vermutlich damit ihre Schwierigkeiten haben, denn unter diesem &#8218;Label&#8216; hat der urspr\u00fcnglich aus Taft, Texas stammende 34-j\u00e4hrige Stoney LaRue ja seinen musikalischen Weg vor sechs Jahren (sein Deb\u00fctwerk hie\u00df sogar &#8222;The Red Dirt Album&#8220;) angetreten.<\/p>\n<p>Es folgte noch ein in dieser Szene quasi als Muss aufgenommenes Live-Dokument im Kulttempel Billy Bob\u2019s Texas (DVD\/CD), ansonsten tauchte LaRue in der Zwischenzeit eher als Co-Writer und Gastmusiker bei befreundeten Interpreten wie z.B. bei <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Brandon+Jenkins\">Brandon Jenkins<\/a>&#8218;<\/span> grandiosem &#8222;Brothers Of The Dirt&#8220;-Longplayer auf (LaRue war irgendwann von Texas nach Stillwater, Oklahoma gezogen und traf sich meist im dortigen Yellow House mit besagtem Brandon Jenkins, Jason Boland, Cody Canada und <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Mike+McClure\">Mike McClure<\/a><\/span> zu regelm\u00e4\u00dfigen Sessions).<\/p>\n<p>Sein neues Werk &#8222;Velvet&#8220; beinhaltet nur noch Red Dirt-Fragmente. Lediglich das locker dahinflie\u00dfende &#8222;Look At Me Fly&#8220; (flockige Gitarrenuntermalung, Fiddleeinlagen, E-Slide-\/Fiddle-Solo-Kombi), im Stile der <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Randy+Rogers+Band\">Randy Rogers Band<\/a><\/span>, kann man als klassischen Song dieser Sparte &#8218;identifizieren&#8216;, ansonsten begibt sich LaRue deutlich in rootsige Americana-Gefilde, vermutlich auf eine beschr\u00e4nkte Kategorisierung seiner Person pfeifend.<\/p>\n<p>Das ist mutig und risikoreich zugleich, zeugt in diesem Fall aber vom Anspruch des K\u00fcnstlers, sich weiterzuentwickeln. Auf diesem Werk geht es sp\u00fcrbar darum, hochwertige Musik abzuliefern, als um irgendwelche R\u00fccksichten im kommerziellen Sinne. Die St\u00fccke stammen alle aus der gemeinsamen Feder von Stoney und Mando Saenz, lediglich an &#8222;Wiregrass&#8220; war Adam Hood beteiligt. Beide Co-Writer sind ebenfalls eigenst\u00e4ndige Singer\/Songwriter aus dem Roots-\/Americana-Dunstkreis.<\/p>\n<p>Da zudem ein elit\u00e4rer Musikerkreis wie bestehend aus u.a. Randy Scruggs (Sohn von Bluegrass-Legende Earl Scruggs), Glenn Worf, Chad Cromwell, Glen Duncan, Jim Hoke (alles bekannte Nashville-Studiomusiker), Fred Eltringham (mittlerweile Drummer bei den Wallflowers), Oran Thornton, Ian McLagan und Kevin Webb zur Einspielung des Werkes gewonnen werden konnte, war ein anspruchsvolles, filigranes musikalisches &#8218;Gebr\u00e4u&#8216; eigentlich vorprogrammiert.<br \/>\nSt\u00fccke wie &#8222;Travellin&#8216; Kind&#8220; (klasse Harmonieges\u00e4nge von Nashville-Diva <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Lee+Ann+Womack\">Lee Ann Womack<\/a><\/span>), &#8222;Has Been&#8220; (steelbetont) und &#8222;Way Too Long&#8220; (ein recht fr\u00f6hlicher Song, mit einer kirmesartig gluckernden Orgel) k\u00f6nnten alle auch gut auf Neil Youngs akustisch motivierte und dominierte Alben passen.<\/p>\n<p>Lieder der Marke &#8222;Wiregrass&#8220; (ziemlich d\u00fcster, swampig, mit markanten, an die fr\u00fche <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Marshall+Tucker+Band\">Marshall Tucker Band<\/a><\/span> erinnernden Querfl\u00f6teneinlagen von Jim Hoke), das recht monoton verlaufende &#8222;Scarecropper&#8220; (rauer, recht bluesig stampfender Gitarrenrhythmus, qu\u00e4kende Mundharmonika, filigrane Akustikgitarre) und das (wie der Titel schon andeutet) mit teilweise sirenenartigen Fiddlepassagen best\u00fcckte &#8222;Sireens&#8220; sind auch f\u00fcr mich recht schwer verdaulicher, aber h\u00f6chst anspruchsvoll instrumentierter Stoff. Man merkt den Musikern den Spa\u00df beim Experimentieren richtig an. Etwas aus der Reihe f\u00e4llt &#8222;Te Amo Mas Que La Vida&#8220;, ein recht euphorischer, mit Akkordeon unterlegter Tex-Mex-Schunkler, passend zum Tequila-Genuss in der Tapas-Bar.<\/p>\n<p>Am Ende darf man sich aber dann aber doch beim l\u00e4ngsten Track und Namensgeber der CD &#8222;Velvet&#8220; in absoluter Wohlf\u00fchlatmosph\u00e4re laben. Eine wunderbare, sehr melodische und auch dezent melancholische Ballade. Klasse hier die vorz\u00fcglichen Backs von Aubrie Sellers und Sarah Buxton. Mein pers\u00f6nlicher Favorit eines Longplayers, den man nur an ganz bestimmten Tagen h\u00f6ren kann.<\/p>\n<p>Stoney LaRue hat seine bisherige Klientel mit &#8222;Velvet&#8220; zun\u00e4chst erst mal auf eine harte Probe gestellt, daf\u00fcr aber ein h\u00f6chst anspruchsvolles und hochklassig instrumentiertes Album mit Ecken und Kanten abgeliefert. Der Bursche scheint auf Experimentierfreudigkeit und Weiterentwicklungsf\u00e4higkeit gepolt zu sein. Man darf auf sein n\u00e4chstes Werk gespannt sein.<\/p>\n<p><strong>B Side Music Group (2011)<\/strong><br \/>\n<strong> Stil: Red Dirt<\/strong><\/p>\n<p>01. Dresses<br \/>\n02. Wiregrass<br \/>\n03. Look At My Fly<br \/>\n04. Travelin&#8216; Kind<br \/>\n05. Sharecropper<br \/>\n06. Sirens<br \/>\n07. Te Amo Mas Que La Vida<br \/>\n08. Has Been<br \/>\n09. Way Too Long<br \/>\n10. Velvet<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.stoneylarue.com\">Stoney LaRue<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/stoneylaruemusic\">Stoney LaRue bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.baerchenrecords.de\">B\u00e4rchen Records<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Weich und geschmeidig ist an Stoney LaRues neuem Album &#8222;Velvet&#8220; eigentlich nur der rotfarbene Samt\u00fcberzug des Digipacks (von daher lohnt es sich in jedem Fall hier eine physikalische Version zu erwerben) und vielleicht noch der wundersch\u00f6ne, entspannte Titeltrack am Ende des Albums. 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