{"id":2568,"date":"2015-12-14T04:03:00","date_gmt":"2015-12-14T03:03:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hauptsachebizeps.de\/SoS\/?p=2568"},"modified":"2016-01-17T19:08:10","modified_gmt":"2016-01-17T18:08:10","slug":"laidlaw-the-foam-box-sessions-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2015\/12\/14\/laidlaw-the-foam-box-sessions-cd-review\/","title":{"rendered":"Laidlaw &#8211;  The Foam Box Sessions &#8211; CD-Review"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Lai.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-2571\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Lai-300x298.jpg\" alt=\"Lai\" width=\"300\" height=\"298\" srcset=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Lai-300x298.jpg 300w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Lai-150x150.jpg 150w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Lai-210x210.jpg 210w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Lai-60x60.jpg 60w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Lai.jpg 302w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&#8222;\u00d6fter mal was Neues&#8220;, nach diesem Motto scheint besonders Laidlaw-F\u00fchrer Craig DeFalco sein musikalisches Leben zu bestreiten. &#8222;Revolution Is Coming&#8220; hei\u00dft es auf Laidlaws drittem Album &#8222;The Foam Box Sessions&#8220;, dass unter der Regie von Joe Hardy (<span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=ZZ+Top\">ZZ Top<\/a><\/span>, Steve Earle) in Houston, Texas produziert wurde. Die bandinterne Revolution hatte aber wohl bereits im Vorfeld stattgefunden, mit dem Ergebnis, dass nicht wie beim letzten Mal nur der S\u00e4nger und Produzent, sowie Entdecker Nikki Six (\u00fcbrigens Bassist von M\u00f6tley Crue) auf der Strecke blieben, sondern diesmal die gesamte restliche Truppe.<\/p>\n<p>\u00dcbrig blieb Leader <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Craig+DeFalco\">Craig DeFalco<\/a><\/span>. Aber nicht nur personaltechnisch f\u00fchrt die DeFalco-Gefolgschaft ein bewegtes Leben, auch stilistisch hat man sich scheinbar einen st\u00e4ndigen Wandel auf die wehenden Fahnen geschrieben. Beim starken Deb\u00fct &#8222;First Big Picnic&#8220; hie\u00df noch 1999 die Maxime &#8218;Southern-orientierter Hard-Rock&#8216;, die beim hervorragenden Nachfolger &#8222;Laidlaw&#8220; von 2004 durch &#8218;Countryfizierten Southern-Rock&#8216; abgel\u00f6st wurde (sh. auch alten Artikel). Mittlerweile hat sich die Band wieder von den etwas ruhigeren T\u00f6nen abgewendet, und dem psychedelisch-southern-angehauchtem Retro-Rock zugewendet. So was muss man erst mal hinkriegen, aber hier wurden die stilistischen \u00dcberg\u00e4nge dank hervorragender Musiker wirklich flie\u00dfend gemeistert.<\/p>\n<p>Das aktuelle Laidlaw-Line-Up gibt sich wie folgt. Robbie Locke &#8211; lead vocals; Brian Huffman &#8211; guitars, lap steel, mandolin, harp, bouzouki, background vocals; Eric Jarvis &#8211; bass, guitars, B-3 Organ, background vocals; Greg Hokanson &#8211; drums, background vocals. Ein Verdienst sicher auch von S\u00e4nger Robbie Locke, dessen Stimmlage sich von Ex-Frontmann Joey Pantera kaum unterscheidet, und der mit einer ebenso rotzig-dreckigen R\u00f6hre den recht aggressiv-kraftvollen T\u00f6nen seiner Mitstreiter bestens Paroli bietet. Ein merklicher Gewinn ist sicher Drummer Greg Hokanson, der mit teilweise maschinengewehrartigen Trommelwirbeln dem Sound der Band erheblich mehr Volumen und Power verleiht.<\/p>\n<p>Die beiden Gitarristen setzen diesmal den Schwerpunkt weniger im Solo-Bereich (von denen es nat\u00fcrlich aber auch einige zu bewundern gibt), liefern sich jedoch in der wechselseitigen Untermalung mit psychedelischen-Retro-E-Riffs, wie einst Jimi Hendrix oder Jimmy Page ihre st\u00e4ndigen kleinen Duelle. Daf\u00fcr pr\u00e4sentieren sie sich dann mal exklusiv an ihren Nebeninstrumenten wie DeFalco an der Dobro bei &#8222;Let Your Love Shine&#8220; oder Huffman an der Harmonika beim texas-bluesigen Stomping-Rocker &#8222;Austin City Wendy&#8220;, beim Bouzouki-Intro von &#8222;Down So Long&#8220; oder beim Mandolinen-Break von &#8222;Swan Song&#8220;. &#8222;Over the hills and far away there&#8217;s a whole lotta love\u2026&#8220; hei\u00dft es hier, und der Song ist wie schon beim letzten Mal bei &#8222;Ode To Ronnie (<span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Lynyrd+Skynyrd\">Lynyrd Skynyrd<\/a><\/span>-Tribute)&#8220; als titelbest\u00fcckte Hommage an eine weitere Band gedacht, die als ma\u00dfgeblicher Einflussgeber in ihrer Bio benannt ist, n\u00e4mlich Led Zeppelin.<\/p>\n<p>Weitere Bezugsgr\u00f6\u00dfen gehen in Richtung Black Crowes, vielleicht ein wenig Lenny Kravitz beim recht \u00fcberdrehten &#8222;War Machine&#8220;, und die zum Teil meditationsinspirierten St\u00fccke wie &#8222;Open Up Your Mind&#8220; und die abschlie\u00dfende sechs-min\u00fctige Ballade &#8222;A Little Time&#8220; (starkes Mellotron-Intro und emotionale Streicherunterlegung von Joe Hardy), die im weitesten Sinne so ein wenig Flair von &#8222;Seagull&#8220;, dem Abschlussst\u00fcck des einstigen Bad Company-Klassikers &#8222;Bad Company&#8220; vermitteln.<\/p>\n<p>Der Southern-Rock lebt dann vornehmlich in den melodischen, aber ebenfalls auf recht hohem Tempo beweglichen Songs wie &#8222;Sunshine Woman&#8220; (sch\u00f6nes E-Break) oder &#8222;Nascar Superstar&#8220; (klasse Slide-Gitarren). Nach einer wirklich sehr powervollen Dreiviertelstunde muss man selbst nach der oben erw\u00e4hnten Abschluss-Ballade erst mal tief durchatmen, die Band ging wirklich ein enormes Tempo. Die Scheibe bietet h\u00f6chstes Musikniveau und ist sowohl f\u00fcr die h\u00e4rtere Fraktion als auch f\u00fcr Anh\u00e4nger klassischer, im Dunstkreis befindlicher o.a. (Retro-)Rock-Bands durchaus als antestenswerte Alternative zu empfehlen.<\/p>\n<p>Der neben Southern Rock schwerpunktm\u00e4\u00dfig (New-) Country-liebende Autor des Artikels m\u00f6chte allerdings nicht verheimlichen, dass ihm die zweite Scheibe aufgrund ihrer ruhigeren und insgesamt melodischeren Art nach seiner pers\u00f6nlichen Definition besser gefallen hat als &#8222;The Foam Box Sessions&#8220;, und er vor allem die bis dato immer verwendeten, tollen weiblichen Backs vermisst. Aber wer wei\u00df, was Craig DeFalco, alias Laidlaw demn\u00e4chst wieder f\u00fcr \u00dcberraschungen in petto hat, die n\u00e4chste Revolution kommt bestimmt&#8230;<\/p>\n<p><strong>Yessir Records (2006)<\/strong><br \/>\n<strong> Stil: Rock \/ Southern Rock<\/strong><\/p>\n<p>01. Intro<br \/>\n02. Revolution Is Coming<br \/>\n03. Let Your Love Shine<br \/>\n04. Open Up Your Mind<br \/>\n05. Swan Song (Tribute To Led Zeppelin)<br \/>\n06. War Machine<br \/>\n07. Sunshine Woman<br \/>\n08. Austin City Wendy<br \/>\n09. Nascar Superstar<br \/>\n10. Are You Living Your Dream<br \/>\n11. Down So Long<br \/>\n12. A Little Time<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.baerchenrecords.de\">B\u00e4rchen Records<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;\u00d6fter mal was Neues&#8220;, nach diesem Motto scheint besonders Laidlaw-F\u00fchrer Craig DeFalco sein musikalisches Leben zu bestreiten. &#8222;Revolution Is Coming&#8220; hei\u00dft es auf Laidlaws drittem Album &#8222;The Foam Box Sessions&#8220;, dass unter der Regie von Joe Hardy (ZZ Top, Steve Earle) in Houston, Texas produziert wurde. 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