{"id":25565,"date":"2018-07-18T18:21:29","date_gmt":"2018-07-18T16:21:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?p=25565"},"modified":"2018-07-18T18:40:14","modified_gmt":"2018-07-18T16:40:14","slug":"the-hooters-16-07-2018-kantine-koeln-konzertbericht","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2018\/07\/18\/the-hooters-16-07-2018-kantine-koeln-konzertbericht\/","title":{"rendered":"The Hooters &#8211; 16.07.2018, Kantine, K\u00f6ln &#8211; Konzertbericht"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-25579 size-full\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/Hoot_haupt.jpg\" alt=\"Hoot_haupt\" width=\"800\" height=\"533\" srcset=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/Hoot_haupt.jpg 800w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/Hoot_haupt-300x200.jpg 300w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/Hoot_haupt-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/p>\n<p>Auf dem Weg nach K\u00f6ln, an einem hochsommerlichen Montagabend war ich schon gespannt, was uns beim Konzert der Hooters in der Kantine erwarten w\u00fcrde. Mit einem guten Freund, selbst studierter Musiker, der mich begleitete konnte die Fahrzeit, mit Fachsimpeln \u00fcber Musik, auf ein Minimum verk\u00fcrzt werden.<\/p>\n<p>Schon eine halbe Stunde vor Einlass war der Biergarten vor der Kantine recht gut besucht. Durch T-Shirts von verschiedensten Touren, die sofort ins Auge fielen, zeigte sich, dass die Hooters \u00fcber eine treue Fangemeinde verf\u00fcgen.<\/p>\n<p>Schon\u00a0fast p\u00fcnktlich um 19:00 Uhr begann sich die Kantine zu f\u00fcllen, so dass Joe D&#8217;Urso als Support eine halbe Stunde sp\u00e4ter, vor einer ordentlichen Kulisse mit 30 Minuten feiner Americana-Musik, solo mit akustischer Gitarre, die Zeit bis zu den\u00a0Protagonisten \u00fcberbr\u00fcckte.<\/p>\n<p>D&#8217;Urso outete sich dabei selbst als Hooters-Fan und erz\u00e4hlte zu einigen der gespielten Songs nette Hintergrundgeschichten. Neben den Coversongs \u201eCats In The Craddle\u201c und \u201eThe River\u201c, bei denen einige der Besucher lautstark mitsangen, blieb mir auch das abschlie\u00dfende \u201eOne Guitar\u201c in besonderer Erinnerung. Ein absolut gelungener Auftritt des sympatischen S\u00e4ngers.<\/p>\n<p>Nach einer kurzen Umbaupause dunkelte das Licht in der Halle gegen 20:10 ab und die knisternde Erwartung der Fans in der nun gut gef\u00fcllten Kantine war sp\u00fcrbar. Zum instrumentalen Intro betrat die Band, die erstmals 1980 auftrat und nach einer Trennungsphase ab 1988 konstant in der jetzigen Besetzung spielt, unter frenetischen Applaus die B\u00fchne.<\/p>\n<p>Diese\u00a0lie\u00df Gro\u00dfes erwarten. Mit drei Gitarren, einem Bass, den Drums und der Untermalung durch das Keyboard, legten die 6\u00a0Akteure mit \u201eYou Never Know Who Your Friends Are\u201c und \u201eI&#8217;m Alive\u201c, die Latte direkt hoch.\u00a0Der\u00a0Titel\u00a0des Openers\u00a0war an diesem\u00a0Abend schnell widerlegt.\u00a0Auf den ersten Blick war schon zu erkennen, dass eine fast innige Beziehung zwischen Band und Fangemeinde herrschte.<\/p>\n<p>Der meist Gitarre spielende S\u00e4nger Eric Bazilian und der Keyboarder Rob Hyman, die sich am Frontmikro abwechselten,\u00a0als auch sch\u00f6ne Harmonieges\u00e4nge zeigten, bekr\u00e4ftigeten in mehreren Ansagen zu Songs insbesondere ihre Sympathie zu den deutschen Fans, die den Hooters immer die Treue gehalten haben,Die sollte im sp\u00e4teren Verlauf auch noch einmal sehr deutlich werden.<\/p>\n<p>Jeden Song einzeln zu erw\u00e4hnen und zu beschreiben w\u00fcrde absolut den Rahmen sprengen. Was in jedem Fall gesagt werden kann, dass es keinen Spannungsabfall w\u00e4hrend der ganzen Show gab, die letztendlich \u00fcber zweieinhalb Stunden dauerte.<\/p>\n<p>Die Hooters zeigten auch immer wieder, welche Musikrichtungen sie insbesondere zu Beginn der Karriere beeinflussten. So war der vom Bass und Keyboard gepr\u00e4gte Grundrhythmus von \u201eHanging On A Heartbeat\u201c durchaus dem Reggae nahe. Es waren aber auch immer wieder folkige, machmal leicht punkig angehauchte Einfl\u00fcsse erkennbar.<\/p>\n<p>Beim Don Henley-Cover, \u201eThe Boys Of Summer\u201c nahm der nun mit Mandoline spielende Bazillian die hochsommerlichen Temperaturen als Anlass um das\u00a0 Publikum nach dem Befinden zu fragen, Er deutete an, dass er sich bem\u00fchen w\u00fcrde, durch Pusten f\u00fcr Luftzug sorgen, was nat\u00fcrlich nicht gelang. Stattdessen brachte die Band dann eine wirklich erfrischende leicht folkige Version, die damit einen eigenen Charakter hatte und nicht ein stumpfsinniges Covern war. Hier zeigte sich das Publikum auch sehr textsicher.<\/p>\n<p>Einer meiner Highlights des Abends, wenn man bei der Masse von abwechslungsreichen und guten Songs \u00fcberhaupt davon sprechen darf, war das Hedy West-St\u00fcck \u201e500 Miles\u201c, einer der alten Hooters-Hits, der auch live nichts von seiner fast hymnischen Stimmung verliert. Wie bei allen Songs dominierte ganz starker Gesang, der vom Soundmixer allerdings etwas mehr in den Vordergrund h\u00e4tte gestellt werden k\u00f6nnen. Dieses war allerdings das einzige Manko und bedeutet Jammern auf hohem Niveau, bei einem insgesamt sehr gut ausbalancierten Konzert,\u00a0bei dem auch der Lichttechniker immer wieder eine entsprechende Dramaturgie herstellte.<\/p>\n<p>Bei der eigenwilligen psychedelischen eher getragenen Version des Beatles-Klassikers \u201eLucy In The Sky With Diamonds\u201c durfte sich der Jungspund der Band, Gitarrist Tommy Williams einmal am Leadgesang zeigen, was ihm auch perfekt mit seiner etwas h\u00f6heren Stimmlage gelang.<\/p>\n<p>\u00dcber \u201eAll You Zombies\u201c, mit sph\u00e4rischen Intro von Rob Hyman an den Keyboards in einer meist in dunkelblaues Licht getauchten Kantine, nahm das Konzert immer mehr Fahrt auf.\u00a0 \u201eJohnny B\u201c und \u201eAnd We Danced\u201c\u00a0beendeten den Hauptteil des Konzertes. Besonders hervorzuheben war das Intro zu \u201eJohnny B\u201c das von Bazilian mit einer Fl\u00f6te performt wurde. Zur generellen Abwechslung trug auch bei, dass die Gitarristen immer wieder die Instrumente austauschten. So konnten Bazilian, Williams und Leadgitarrist John Lilley nicht nur an Ihren Gitarren, sondern auch an verschiedensten Mandolinen,\u00a0sondern auch an der Melodica begeistern.<\/p>\n<p>Die Rythmussektion um Basser Fran Smith Jr. und Drummer David Uosikkinen (das dritte Ursprungsmitglied) legten im ganzen Konzert eine Soundgrundlage f\u00fcr die Band, wobei Smith auch einige kurze Soli einstreute. \u00dcberhaupt zeigte\u00a0das\u00a0ganze Sextett eine enorme Pr\u00e4senz.\u00a0 Zuweilen streifte sich Hyman auch ein Akkordeon \u00fcber und\u00a0nutzte die ganze Breite der B\u00fchne aus.<\/p>\n<p>Als die\u00a0M\u00e4nner\u00a0das Auditorium verlie\u00dfen und die Halle nur noch sp\u00e4rlich\u00a0 dunkelblau ausgeleuchtet\u00a0war, hallten\u00a0vehemente Zugabevorderungen durch die Kantine. Es war aber schon zu diesem Zeitpunkt, nach etwa 90 Minuten erkennbar, dass noch etwas kommen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Hocker wurden auf die B\u00fchne getragen und schon nach kurzer Zeit gingen Spots Richtung\u00a0Zugang an und nach und nach betraten die Musiker diese, um sich dann zum Teil gem\u00fctlich auf den Hockern niederzulassen. Es folgte ein etwa 30 min\u00fctiger akustisch vorgetragener Teil des Konzertes, bei dem alle sechs Bandmitglieder nebeneinander vorne an der B\u00fchne sa\u00dfen oder standen.<\/p>\n<p>Lilley slidete als einziger eine E-Gitarre, Bazzilian und Williams hatten sich Mandolinen umgeh\u00e4ngt, Smith hatte einen akustischen Bass sitzend quer \u00fcber die Beine gelegt, Uosikkinen stand hinter einer Trommel,\u00a0die er dezent bearbeitete, nun endlich auch einmal mit in Vordergrund.\u00a0 Hyman hatte nat\u00fcrlich wieder das Akkordeon umgeschwungen. Besonders hervorzuheben aus diesem Teil des Konzertes ist das sehr melodische Steve Miller-Cover \u201eFly Like An Eagle\u201c und das sehr politisch gepr\u00e4gte &#8222;Mr. Big Baboon&#8220;, wo auch die Zuschauer gesanglich wieder unterst\u00fctzten.<\/p>\n<p>Wer dachte, dass das Konzert nun beendet w\u00e4re, sah sich get\u00e4uscht. Nachdem es kurz dunkel wurde und alle Mitglieder die B\u00fchne verlassen hatten, ging auf einmal ein Spot zum linken B\u00fchnenrand, wo Williams zu einem mehrmin\u00fctigen Gitarrenintro einsetzte und die Menge mit Echo und Hall gekonnt in seinen Bann zog.<\/p>\n<p>Nach einigen Minuten untermalte Hyman mit den Keyboards das Ganze noch mit einem Soundteppich, bis nach und nach der Rest der Band wieder mit dem Tourtitel \u201eGive The Music Back\u201c einstieg. Neben einigen eigenen Titel brachte die Band auch \u201eOne Of\u00a0 Us\u201c von Joan Osbourne, mit fast akzentfreien, deutschen Gesangspassagen und den Cyndi Laupner-Hit \u201eTime After Time\u201c, die f\u00fcr tolle Stimmung sorgten.<\/p>\n<p>Hier darf man eigentlich gar nicht von Coverst\u00fccken sprechen, da Bazzilian und Hyman an beiden\u00a0Tracks einen gro\u00dfen Anteil als Co-Writer hatten. In dieser Phase des\u00a0Gigs konnte Bazzilian auch beweisen, dass er das Saxofon bestens beherrscht. Nach knapp zweieinhalb Stunden folgten dann die beiden\u00a0finalen St\u00fccke, beide in deutsch vorgetragen.<\/p>\n<p>\u201ePissing In The Rhine\u201c, das eher wie ein Kneipensong r\u00fcberkam und zum Abschluss eine Version des NDW-Klassikers \u201eMajor Tom\u201c, aber in eine rockiges Gewandt gepackt. Hier wurde nochmals dementsprechend\u00a0stimmgewaltig mitgesungen.<\/p>\n<p>Nach der Verabschiedung, begaben sich die sechs Musiker in eine Reihe und verlie\u00dfen wie ein Zug die B\u00fchne. Ein kurzweiliger Konzertabend hatte\u00a0selbst bei drei Stunden Musik, einen w\u00fcrdevollen Abschluss bekommen. Wer die Gelegenheit hat, die Hooters bei ihrer noch andauernden Tour zu besuchen, sollte die Chance wirklich nutzen.<\/p>\n<p>Hier bekommt man\u00a0einen Konzertabend\u00a0von einer authentischen Band geboten, die mit einer Spiellaune und Freude von Beginn an mitrei\u00dft. Eine einfach phantastische Livetruppe, die auch nach \u00fcber 30 Jahren Bandgeschichte, nichts von ihrer Energie eingeb\u00fc\u00dft hat.<\/p>\n<p>Ein Dank auch an die Mitarbeiter der Kantine (namentlich und stellvertretend sei hier Marcus Neu genannt, der mir die Akkreditierung erm\u00f6glichte), die mit ihrer freundlichen und wertsch\u00e4tzenden Haltung, auch einen nicht unerheblichen Anteil am Gelingen dieses wundersch\u00f6nen hochsommerlichen Abends hatten. Neben dem Besuch von Hooters-Gigs, kann auch diese Location selbstredend immer wieder empfohlen werden.<\/p>\n<p><strong>Line-up:<\/strong><br \/>\nEric Bazilian\u00a0(lead vocals, guitars, mandolin, flute, saxophone)<br \/>\nRob Hyman (lead vocals, keys, accordion)<br \/>\nJohn Lilley (guitars, vocals)<br \/>\nTommy Williams\u00a0(guitars, vocals)<br \/>\nFran Smith Jr. (bass, vocals)<br \/>\nDavid Uosikkinen\u00a0(drums, percussion)<\/p>\n<p>Text und Bilder: Gernot Mangold<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.hootersmusic.com\">The Hooters<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/thehooters\">The Hooters bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.kantine.com\">Kantine K\u00f6ln<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf dem Weg nach K\u00f6ln, an einem hochsommerlichen Montagabend war ich schon gespannt, was uns beim Konzert der Hooters in der Kantine erwarten w\u00fcrde. 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