{"id":2541,"date":"2015-12-14T04:09:00","date_gmt":"2015-12-14T03:09:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hauptsachebizeps.de\/SoS\/?p=2541"},"modified":"2019-04-21T15:30:07","modified_gmt":"2019-04-21T13:30:07","slug":"kid-rock-born-free-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2015\/12\/14\/kid-rock-born-free-cd-review\/","title":{"rendered":"Kid Rock &#8211; Born Free &#8211; CD-Review"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Kid_300.jpg\" alt=\"Kid_300\" width=\"300\" height=\"300\" class=\"alignnone size-full wp-image-33982\" srcset=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Kid_300.jpg 300w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Kid_300-150x150.jpg 150w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Kid_300-109x109.jpg 109w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Kid_300-100x100.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Meine Ber\u00fchrungspunkte mit dem in der N\u00e4he von Detroit geborenen Robert James Ritchie, der sich selbst den K\u00fcnstlernamen Kid Rock auferlegte, konnte ich bisher an einer Hand abz\u00e4hlen. In negativer Hinsicht, als er damals zur Verschandelung des <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Lynyrd+Skynyrd\">Skynyrd<\/a><\/span>-Klassikers &#8222;Gimme Back My Bullets&#8220; seinen, nicht unwesentlichen Beitrag leistete, zum anderen durch seine regelm\u00e4\u00dfig durch die Medien gegangenen Proll-Attacken. Auch das letztendlich dann doch ziemlich nervende &#8222;All Summer Long&#8220; ging an einem, ohne, dass man sich dagegen wehren konnte, nicht spurlos vor\u00fcber.<\/p>\n<p>Positiv blieb im Hinterst\u00fcbchen, dass er &#8218;frauentechnisch&#8216; mit mir auf einer Wellenl\u00e4nge zu schweben scheint (ich bin, zumindest rein optisch, ebenfalls &#8211; m\u00f6ge sie sein, wie sie wolle &#8211; bekennender Pamela Anderson-Fan&#8230;) und sein starkes Duett mit <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Willie+Nelson\">Willie Nelson<\/a><\/span> auf dessen &#8222;<span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2015\/12\/14\/willie-nelson-the-great-divide-cd-review\/\">The Great Divide<\/a>&#8222;<\/span>-Scheibe, als er die Country-Ikone bei &#8222;Last Stand In Open Country&#8220; f\u00f6rmlich an die Wand sang. Da bewies er in jedem Fall schon sein gro\u00dfes Gesangstalent.<\/p>\n<p>Nachdem ich das fluffige, groovige &#8222;Care&#8220; (herrlich begleitendes Orgel-Spiel, grandiose Gesangsunterst\u00fctzung von Mary J Blige &#8211; wow, was f\u00fcr eine R\u00f6hre! Das St\u00fcck gibt es \u00fcbrigens auch noch in einer zweiten, hier nicht vertretenden Version mit Country-Diva Martina McBride als Duettpartnerin; selbst die kurze Einlage von Rapper I.T. ist ertr\u00e4glich und wird deshalb verziehen) im Radio geh\u00f6rt hatte und die nachtr\u00e4gliche Recherche ihn (Kid Rock) als ausf\u00fchrenden K\u00fcnstler outete, klickte ich bei Amazon mal in die Soundschnipsel des dazu geh\u00f6renden Albums &#8222;Born Free&#8220; rein. Die machten allesamt einen vielversprechenden Eindruck und auch die Tatsache, dass so namhafte und f\u00fcr Qualit\u00e4t b\u00fcrgende K\u00fcnstler wie u.a. <span style=\"color: #333333;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Bob+Seger\">Bob Seger<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Sheryl+Crow\">Sheryl Crow<\/a><\/span>, Zac Brown, <span style=\"color: #ff0000;\">T<a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Trace+Adkins\">race Adkins<\/a><\/span>, Los Lobos-Chef Dave Hidalgo, Red Hot Chilli Peppers-Drummer Chad Smith, Chavez-Gitarrist Matt Sweeney und Heartbreaker-Klimperer Benmont Tench mit an Bord waren, lie\u00df eine Kaufentscheidung in unmittelbar greifbare N\u00e4he r\u00fccken.<\/p>\n<p>Als der bald in Rheinberg, meiner Heimatstadt, ans\u00e4ssige Konzern (die bauen dort zur Zeit ein riesiges Logistikcenter), den Preis f\u00fcr den Download auf 4,23 Euro runtergesetzt hatte (mittlerweile wieder auf 9,94 hochgestuft), griff ich zu und habe es nicht bereut. Eine wahre Sternstunde des Mainstreamrocks, die ich diesem Kid Rock nie und nimmer zugetraut h\u00e4tte. Ein Ohrwurm reiht sich an den n\u00e4chsten, kein H\u00e4nger \u00fcber die gesamte Spielzeit.<\/p>\n<p>Klaro, viele werden die Scheibe mit r\u00fcmpfender Nase als Anbiederung ans gemeine, oberfl\u00e4chliche und konsumorientierte Musikvolk abtun. Ich sehe es, als jemand mit nicht gerade kleinem Horizont in dieser Hinsicht, der immer mal wieder durchaus auch den Blick \u00fcber den Tellerrand wirft, aber etwas anders. Wenn ein Interpret eine erstklassige Leistung abliefert und hier stimmt von Rocks Songwriting, seinem grandiosen Gesang, den eingebundenen, songdienlich spielenden und mitsingenden Musikern bis hin zur knackigen Produktion, von keinem geringeren als Rick Rubin betreut, einfach alles, sollte man das auch honorieren. Lediglich f\u00fcr die unverbesserliche, Ami-typische zur Schau-Stellung der Knarren auf dem ansonsten l\u00e4ssigen Titelfoto gibt es marginale Abz\u00fcge.<\/p>\n<p>Die St\u00fccke sind allesamt abwechslungsreich gestaltet (gut abgestimmte Songanordnung), von der Slow- (das wunderbare &#8222;Collide&#8220; mit Bob Seger am Piano; das bluesige &#8222;Rock On&#8220;), \u00fcber die Midtempo- (&#8222;Care&#8220;; die beiden mit unterschwelliger Countrynote versehenen &#8222;When It Rains&#8220; Richtung <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Eli+Young+Band\">Eli Young Band<\/a><\/span> und &#8222;Flyin&#8216; High&#8220; im Duett mit Zac Brown; die melancholisch anmutende Detroit-Hommage &#8222;Times Like These&#8220; im Bereich zwischen Bob Seger, den Eagles und Poco und das abschlie\u00dfende &#8222;For The First Time In A Long Time&#8220; in Quireboys-Manier) bis hin zur launigen Uptempo-Variante (der heartlandtr\u00e4chtige, stadiontaugliche Titeltrack mit tollen Slidepassagen, der furiose Southern Rocker &#8222;Slow My Roll&#8220;, mit herrlichen weiblichen Backs und starker E-Gitarrenuntermalung plus Solo, das fr\u00f6hliche &#8222;Purple Sky&#8220;, das treibende, nicht nur f\u00fcr Rednecks konzipierte, mitgr\u00f6hlbare &#8222;God Bless Saturday&#8220; im Black Crowes-Stil oder das shufflige, fu\u00dfwippende, honkytonkeske &#8222;Rock Bottom Blues&#8220;) ist alles vertreten.<\/p>\n<p>Kid Rock hat mit &#8222;Born Free&#8220; zweifellos eine Meisterleistung hingelegt. Eine Art Karrierealbum, das in Zukunft nur schwer zu toppen sein wird. Trotz seiner simplen, eing\u00e4ngigen und radiokompatiblen Strukturen, eine klare Bereicherung meiner Musiksammlung, gerade zu den jetzt wieder steigenden Temperaturen. Irgendein vertracktes musikalisches Konstrukt hinzubekommen, mag f\u00fcr den einen oder anderen zwar spannender und anspruchsvoller sein, der kann dann ja bei Bedarf auch gerne zu den reichhaltigen Alternativen greifen. Mal ehrlich. Wer an meiner Stelle w\u00fcrde zu dieser Jahreszeit (oder auch generell) nicht tausend Mal eher ein, von einem flotten Feger Marke Pamela Anderson serviertes, banales kaltes Bier und ein erstklassig gegrilltes Nackensteak, einem filigranen, von Johann Lafer kredenzten 3-Sterne- Salatteller mit raffiniert begleitendem Fr\u00fcchtecocktail vorziehen? Und wenn es noch so ungesund sein und primitiv erscheinen sollte&#8230;!<\/p>\n<p><strong>Atlantic Records (2010)<\/strong><br \/>\n<strong> Stil: Rock<\/strong><\/p>\n<p>01. Born Free<br \/>\n02. Slow My Roll<br \/>\n03. Care<br \/>\n04. Purple Sky<br \/>\n05. When It Rains<br \/>\n06. God Bless Saturday<br \/>\n07. Collide<br \/>\n08. Flyin&#8216; High<br \/>\n09. Times Like These<br \/>\n10. Rock On<br \/>\n11. Rock Bottom Blues<br \/>\n12. For The First Time (In A Long Time)<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.kidrock.com\">Kid Rock<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/kidrock\">Kid Rock bei Facebook<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Meine Ber\u00fchrungspunkte mit dem in der N\u00e4he von Detroit geborenen Robert James Ritchie, der sich selbst den K\u00fcnstlernamen Kid Rock auferlegte, konnte ich bisher an einer Hand abz\u00e4hlen. 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