{"id":2522,"date":"2015-12-14T04:10:00","date_gmt":"2015-12-14T03:10:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hauptsachebizeps.de\/SoS\/?p=2522"},"modified":"2020-07-09T12:10:41","modified_gmt":"2020-07-09T10:10:41","slug":"heidi-newfield-what-am-i-waiting-for-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2015\/12\/14\/heidi-newfield-what-am-i-waiting-for-cd-review\/","title":{"rendered":"Heidi Newfield &#8211; What Am I Waiting For &#8211; CD-Review"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Hei-e1435066245269.jpg\" \/><\/p>\n<p>Heidi Newfield is back! Sie war der tragende Teil des beliebten und sehr erfolgreichen Trios Trick Pony, das zuvor drei richtig gute Alben hingelegt hatte. Trotzdem entschloss sich Heidi Newfield neue Pfade zu betreten und eine Solo-Karriere in Angriff zu nehmen. Nachdem der Vertrag bei Curb Records unter Dach und Fach war und Heidi mit dem alt gedienten Tony Brown (George Strait, Reba McEntire, <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Brooks+%26+Dunn\">Brooks &amp; Dunn<\/a><\/span>) auch noch den passenden Produzenten gefunden hatte, ging die Dame mit der explosiven Charakterstimme voller Elan an die Arbeit und fortan sprudelten die Ideen. Mit ihrem Solo-Debut &#8222;What Am I Waiting For&#8220; d\u00fcrfen wir uns nun am endg\u00fcltigen Resultat erfreuen. Und um es vorwegzunehmen, es ist ein Prachtteil geworden.<\/p>\n<p>Auch die Trick Pony-Fans k\u00f6nnen aufatmen. W\u00e4hrend der verbleibende Rest mit Ira Dean und Keith Burns einfach keinen ad\u00e4quaten Ersatz zu finden scheint (und sich scheinbar auch endg\u00fcltig getrennt hat), geht Heidi den einst zu dritt beschrittenen Weg mit sehr viel Geschick weiter, ohne dabei allerdings ihre vielseitigen musikalischen Wurzeln zu vergessen, was dem neuen Werk damit naturgem\u00e4\u00df aber eine viel pers\u00f6nlichere Note verleiht. Die T\u00fccher zu ihren einstigen Weggef\u00e4hrten sind offenbar nicht vollends zerschnitten, wie die Tatsache, dass beide beim Titeltrack, sowie Ira Dean bei einen weiteren Song, kompositorisch beteiligt sind, untermauert. Das Album wird mit einer b\u00e4renstarken, h\u00f6chst interessanten und sehr mutig ausgew\u00e4hlten Nummer er\u00f6ffnet, die sogleich Heidis gro\u00dfe Vielseitigkeit und ihr gro\u00dfes Talent belegt.<\/p>\n<p>&#8222;Can\u2019t Let Go\u201c ist ein nach vorne preschender rockiger Countrysong, geschrieben von Randy Weeks, den einst Alternate Country-\/Americana-G\u00f6ttin Lucinda Williams auf ihrem ber\u00fchmten &#8222;Car wheels on a gravel road&#8220;-Album bekannt machte. Heidi Newfield tr\u00e4gt ihn mit ihrer typischen, rotzige R\u00f6hre vor, untermalt mit einer kratzigen Akustikgitarre (klasse Ilya Toshinsky), begleitet mit einer bluesigen Harp (kann Heidi ja auch fantastisch spielen) und toller E-Gitarrenarbeit von dem gro\u00dfartigen Kenny Greenberg. Hat ein rootsiges Americana-Feeling, durchaus aber auch den &#8222;Pep&#8220;, der bei der Trick Pony-Gemeinde ankommt. Deren &#8222;Pour Me&#8220; oder auch &#8222;Big River&#8220; kommen da direkt wieder in Erinnerung.. Das anschlie\u00dfende &#8222;When Tears Fall Down&#8220; beinhaltet eine weitere \u00dcberraschung. Ein sch\u00f6ner, melodischer New Country-Song (mit Steel-Einlagen), bei dem aber auch dezent poppige Elemente eingebaut wurden.<\/p>\n<p>Heidis Gesang hat einen sch\u00f6nen Drive und erinnert gar ein wenig an Stevie Nicks. Center-Song des Werkes ist &#8222;Johnny And June&#8220;, das vorab auch schon als Single ver\u00f6ffentlicht wurde. Ein St\u00fcck voller Zitate \u00fcber das Cash-Ehepaar, garniert mit Heidis emotionaler Gesangsperformance im Refrain. Da kann eigentlich nur ein Hit bei rauskommen. Beim Titelsong und dem folgenden &#8222;Love Her And Lose Me&#8220; wird dann wieder mehr auf ruhigere T\u00f6ne gesetzt. Hier kann man sich wunderbar an den hervorragenden Musikerleistungen und dem exzellenten Gesang der Protagonistin erfreuen. Das wundersch\u00f6ne, herrlich erfrischende, sonnige, flockige &#8222;Cry Cry (&#8218;Til The Sun Shines)&#8220; pendelt gen\u00fcsslich zwischen einem l\u00e4ssigem Groove in den Strophen und rhythmischem Temperament mit purer Lebensfreude im Refrain hin und her.<\/p>\n<p>Filigrane E-Gitarren-Arbeit von Kenny Greenberg und die Piano-\/Orgel-Kl\u00e4nge von Steve Nathan und Reese Wynans geben dem Song einen wunderbaren Rahmen. Ein echter &#8222;Sommer-Hit!&#8220;. Aus der Feder von Lori McKenna stammt die sch\u00f6ne, ohne jeden Kitsch dahin gleitende Countryballade &#8222;Wreck You&#8220;. Heidis Stimme l\u00e4sst Assoziationen an eine Julie Roberts aufkommen. Richtig aggressiv und sogar ein wenig psychedelisch geht es bei &#8222;Nothin\u2019 Burns Like A Memory&#8220; zur Sache. Heidi schreit ihre im Text formulierte Wut f\u00f6rmlich heraus und verleiht dem St\u00fcck somit ein sehr authentisches Flair. Bei &#8222;All I Wanna Do&#8220; kann man sich vom Vorg\u00e4nger wieder erholen. Mrs. Newfield agiert bei dieser Slow-Country-Nummer ganz im Stile der gro\u00dfen Diven der Zunft. Hier zeigt sich, dass sich Heidi auch locker mit Kolleginnen wie Reba McEntire oder Martina McBride messen kann.<\/p>\n<p>Den Abschluss bildet mit &#8222;Knocked Up&#8220; dann wieder ein St\u00fcck, das auch auf jedem Trick Pony-Album seine Berechtigung gehabt h\u00e4tte. Die Nummer ist ein toller, frecher New County-Song mit Redneck-Touch, bei dem Heidi nochmals mit dreckiger R\u00f6hre und ihrem starken Harpspiel zu gl\u00e4nzen vermag. Die Refrainzeile &#8222;Knocked up, shame, shame, I\u2019m gonna ruin my family name&#8220;, bietet sich regelrecht dazu an, aus vielen Kehlen mitgegr\u00f6lt zu werden. Ein starkes Finish!<\/p>\n<p>Fazit: Heidi Newfield hat mit &#8222;What Am I Waiting For&#8220; alles richtig gemacht. Zum einen hat sie ihre ganze Vielseitigkeit wesentlich deutlicher ins Licht gesetzt als je zuvor und zum anderen ihre sicherlich immer noch reichhaltig vorhandenen Trick Pony-Anh\u00e4ngerschaft mit im Boot belassen und in keinster Weise &#8222;vergrault&#8220;. Im Gegenteil! Die Trick Pony-Gemeinde werden dieses Werk lieben und Heidi wird dar\u00fcber hinaus viele neue Fans hinzugewinnen. Eine klasse Leistung! So warten wir schon jetzt gespannt und mit Freude auf ihre weiteren Werke. &#8222;Rock on&#8220;, Heidi!<\/p>\n<p><strong>Curb Records (2008)<\/strong><br \/>\n<strong> Stil: New Country<\/strong><\/p>\n<p>01. Can&#8217;t Let Go<br \/>\n02. When Tears Fall Down<br \/>\n03. Johnny And June<br \/>\n04. What Am I Waiting For<br \/>\n05. Love Her And Lose Me<br \/>\n06. Cry Cry (Til The Sun Shines)<br \/>\n07. Wreck You<br \/>\n08. Nothin&#8216; Burns Like A Memory<br \/>\n09. All I Wanna Do<br \/>\n10. Knocked Up<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.heidinewfield.com\">Heidi Newfield<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/heidinewfield\">Heidi Newfield bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.baerchenrecords.de\">B\u00e4rchen Records<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heidi Newfield is back! Sie war der tragende Teil des beliebten und sehr erfolgreichen Trios Trick Pony, das zuvor drei richtig gute Alben hingelegt hatte. Trotzdem entschloss sich Heidi Newfield neue Pfade zu betreten und eine Solo-Karriere in Angriff zu nehmen. 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