{"id":2481,"date":"2015-12-14T04:13:00","date_gmt":"2015-12-14T03:13:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hauptsachebizeps.de\/SoS\/?p=2481"},"modified":"2016-01-31T18:53:14","modified_gmt":"2016-01-31T17:53:14","slug":"dean-miller-platinum-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2015\/12\/14\/dean-miller-platinum-cd-review\/","title":{"rendered":"Dean Miller &#8211; Platinum &#8211; CD-Review"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Dea.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-2483\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Dea-300x300.jpg\" alt=\"Dea\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Dea-300x300.jpg 300w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Dea-150x150.jpg 150w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Dea-210x210.jpg 210w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Dea-60x60.jpg 60w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Dea.jpg 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>F\u00fcr Nachk\u00f6mmlinge ber\u00fchmter Musikerpers\u00f6nlichkeiten erweist sich der Weg im gleichen Business unterzukommen, trotz zweifellos g\u00fcnstiger Startbedingungen, oftmals steiniger als erwartet. Ein Beispiel f\u00fcr diese These ist Dean Miller, Sohn der Countrylegende Roger Miller (&#8222;King Of The Road&#8220;)! Rein \u00e4u\u00dferlich eine Mischung aus einem jungen Johnny Cash und Tom Hanks, schien dieser schon relativ fr\u00fchzeitig daf\u00fcr pr\u00e4destiniert zu sein, sowohl im Musikgenre, als auch im Schauspielfach Fu\u00df fassen zu k\u00f6nnen. Letztendlich \u00fcberwogen aber die musikalischen Roots. Seine Ursprungs-Band &#8222;The Sarcastic Hillbillies&#8220; hatte keine Lust auf vermeintliches &#8222;Stardom&#8220;, und so versuchte Dean Anfang der Neunziger, mit ein paar Songs im Gep\u00e4ck sein Gl\u00fcck in Nashville. Schnell war er aufgrund seines Namens, insbesondere aber seines Talentes, ein gern gesehener Gast bei Songwriting-Sessions.<\/p>\n<p>Mehr sollte aber f\u00fcr l\u00e4ngere Zeit nicht herausspringen. 1997 schien dann doch der Durchbruch geschafft zu sein. Sein Deb\u00fctalbum wurde seitens des Labels mit gro\u00dfem Aufwand produziert und auch gepuscht, der Erfolg stellte sich allerdings, trotz hervorragender Kritiken (die New York Times listete die CD unter den zehn besten Alben des Jahres), nicht ein, und zu mehr als einem intensiven Partyleben sollte es f\u00fcr einige Jahre nicht reichen. Miller musste sich irgendwann mit weltlichen Jobs durchschlagen, die aber laut eigener Aussage seinen Blick f\u00fcr die Realit\u00e4t wiederbelebten, und ihn zu einem besseren Mensch werden lie\u00dfen. Er begann erneut Songs zu schreiben, und es gab mit St\u00fccken u. a. f\u00fcr <span style=\"color: #333333;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Terri+Clark\">Terri Clark<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Trace+Adkins\">Trace Adkins<\/a><\/span> und George Jones erste Erfolge zu vermelden. Mittlerweile hat sich Koch Records des gel\u00e4uterten Newcomers von einst angenommen und sein neues, ganz gro\u00dfartiges Album &#8222;Platinum&#8220; ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<p>Elf St\u00fccke alle im 3-Minuten-Single-Format, die zeigen, dass Dean Miller als aktiver Musiker nichts verlernt hat. Im Gegenteil, das Werk hat eigentlich alles, um den lang ersehnten Durchbruch endg\u00fcltig zu vollziehen. Neun St\u00fccke davon stammen aus Deans eigener Feder (z.T. mit Co-Writern), ein Cover von Fred Eaglesmith &#8222;105&#8220;, und eine recht eigenst\u00e4ndige Version eines Liedes von Vater Roger &#8222;I\u2019ve Been A Long Time Leaving&#8220;. Kurzweil war wohl das Motto, unter dem das Werk eingespielt wurde. Miller betonte, dass er keine Lust auf Experimente habe, und gab sich selbst ein recht knappes Zeitlimit zur Produktion des Silberlings. Zweifelsohne die richtige Herangehensweise, denn das Songmaterial ist exzellent, ohne auch nur den Ansatz von H\u00e4ngern, die Texte zum Teil am\u00fcsant und voller autobiografischem Anstrich. Dazu kommen absolut \u00fcberragende Musiker, die an Millers Kompositionen offensichtlich gro\u00dfen Gefallen gefunden haben. Herausragend dabei die starken Gitarristen Kenny Greenberg und Jeff King, Piano-Mann Gordon Mote und Steel-Koryph\u00e4e Russ Pahl, die allesamt immer wieder wohl dosierte Glanzpunkte im Rahmen der knapp bemessenen Zeit zu setzen wissen.<\/p>\n<p>Wie bereits erw\u00e4hnt, schwierig den einen oder anderen Song explizit herauszunehmen, man kann alle elf St\u00fccke lobpreisen. Der Opener &#8222;Hard love&#8220; mit seinem satten Dobro-E-Gitarrenintro, zeigt einen stimmlich frischen Dean Miller in Manier eines Johnny Cashs, an der Grenze zum Sprechgesang, dazu kommen tolle Steel- und E-Gitarrenduelle; &#8222;Ready For The Rain&#8220;, eine Outlaw-Country-Ballade, sehr atmosph\u00e4risch mit den ber\u00fchmt-ber\u00fcchtigten Telecaster-Fills und &#8222;Orgel-Pfeifen&#8220; in Szene gesetzt; zwei weitere starke Balladen &#8222;Stronger Than Your Love&#8220; und das bluesige &#8222;Coming Back To You\u201d(b\u00e4renstarkes Gitarrenspiel von Greenberg und King), die ein wenig texanisches Esprit eines Radney Fosters verspr\u00fchen; der kraftvolle Southern-Rocker &#8222;On A Good Day&#8220; mit den klimpernden Honkytonk-Pianopassagen eines Gordon Mote (<a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Lynyrd+Skynyrd\"><span style=\"color: #ff0000;\">Skynyrd<\/span>s<\/a> Billy Powell l\u00e4sst gr\u00fc\u00dfen) und klasse Double-Leads erneut vom pr\u00e4chtig harmonierenden Guitar-Duo Greenberg\/King! &#8222;Right Now&#8220;, der einzige Countrysong mit etwas poppigem Charakter, sollte als Single ausgekoppelt werden: Sehr radiotaugliche, sch\u00f6ne Melodie, auch mit ein wenig Phantasie kompatibel auf Acts wie <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Drew+Womack\">Drew Womack<\/a><\/span>\/<span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Sons+Of+The+Desert\">Sons Of The Desert<\/a><\/span>, Rushlow oder <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Rascal+Flatts\"><span style=\"color: #ff0000;\">Rascal Flatts<\/span> <\/a>&#8211; kratzige Akustikgitarre, sch\u00f6ne Orgel-Fills und ein tolles E-Gitarren-Solo inbegriffen. Stark!<\/p>\n<p>Zum Ausklang noch zwei humorige Nummern, &#8222;Yes Man&#8220;, das zeigt, was M\u00e4nner so alles f\u00fcr die Liebe zu einer Frau in Kauf nehmen, und eine kleine, spa\u00dfige Abrechnung mit Nashvilles Entscheidern bei &#8222;Music Executive&#8220; (k\u00f6stlicher, mitgr\u00f6lbarer Text: &#8222;I\u2019m a music executive, I\u2019m an industry star, \u2018Got no time to listen, I\u2019m too late for the bar&#8220;\u2026). Dean Miller hat ein starkes, ausgeglichenes und sehr sauber produziertes Werk hingelegt. Er wirkt gereifter denn je und scheint offensichtlich den Spa\u00df am Songwriting und Musizieren wieder gefunden zu haben. Wenn jetzt mit dieser CD nicht der Durchbruch gelingt, wann eigentlich dann? Klasse Musik, sowohl f\u00fcr Traditionalisten, als auch f\u00fcr Verfechter modernerer New Country-Songs!<\/p>\n<p><strong>Koch Records (2005)<\/strong><br \/>\n<strong> Stil: New Country<\/strong><\/p>\n<p>01. Hard Love<br \/>\n02. 105<br \/>\n03. Ready For The Rain<br \/>\n04. Whiskey Wings<br \/>\n05. Stronger Than Your Love<br \/>\n06. I&#8217;ve Been A Long Time Leaving<br \/>\n07. Coming Back To You<br \/>\n08. On A Good Day<br \/>\n09. Right Now<br \/>\n10. Yes Man<br \/>\n11. Music Executive<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.deanmilleroffcial.com\">Dean Miller<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/deanmillerpage\">Dean Miller bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.baerchenrecords.de\">B\u00e4rchen Records<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fcr Nachk\u00f6mmlinge ber\u00fchmter Musikerpers\u00f6nlichkeiten erweist sich der Weg im gleichen Business unterzukommen, trotz zweifellos g\u00fcnstiger Startbedingungen, oftmals steiniger als erwartet. Ein Beispiel f\u00fcr diese These ist Dean Miller, Sohn der Countrylegende Roger Miller (&#8222;King Of The Road&#8220;)! 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