{"id":24529,"date":"2018-06-04T17:45:52","date_gmt":"2018-06-04T15:45:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?p=24529"},"modified":"2018-06-04T18:47:50","modified_gmt":"2018-06-04T16:47:50","slug":"anderson-east-03-06-2018-koeln-stadtgarten-konzertbericht","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2018\/06\/04\/anderson-east-03-06-2018-koeln-stadtgarten-konzertbericht\/","title":{"rendered":"Anderson East &#8211; 03.06.2018, K\u00f6ln, Stadtgarten &#8211; Konzertbericht"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-24542 size-full\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/East_haup.jpg\" alt=\"East_haup\" width=\"800\" height=\"533\" srcset=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/East_haup.jpg 800w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/East_haup-300x200.jpg 300w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/East_haup-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/p>\n<p>Der urspr\u00fcnglich aus Athens, Alabama, stammende, heute in Nashville ans\u00e4ssige Musiker Anderson East machte mit seinem Ensemble im Rahmen seiner 2018er World Tour jetzt nochmal bei uns einen Stop f\u00fcr zwei Konzerte, unter anderem im Stadtgarten K\u00f6ln, der an diesem Abend, trotz der sommerlichen Hitze, mit\u00a0\u00fcber 300 Zuschauern sehr gut gef\u00fcllt war.<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst lieferte ein\u00a0K\u00fcnstler namens Sir Pryce auf einem Nord Stage 2 EX-Piano f\u00fcr eine gute halbe Stunde eine One Man Show als Support ab. Der \u00e4u\u00dferlich, mit buntem Belize-Hemd und teil-gef\u00e4rbter Irokesen-Frisur, ziemlich exotisch anmutende Solo-Performer, bewies mit St\u00fccken wie &#8222;All New&#8220;, &#8222;Follow Your Light&#8220;, &#8222;Through My Head&#8220; oder &#8222;Pulse&#8220;, durchaus ein Gesp\u00fcr f\u00fcr gutes und melodisches Pop- und R&amp;B-Songwriting, wenn mir auch am Ende das Ganze, insgesamt etwas zu sehr synthetisch und monoton r\u00fcber kam.<\/p>\n<p>Um 21:00 Uhr\u00a0stellte Anderson nach einem Einspieler mit seinen Begleitern Scotty und Jonny Murray,\u00a0Darren Dodd,\u00a0Philip Towns,\u00a0Nate Hefron sowie Ben Clark, mit dem kr\u00e4ftigen &#8222;Somebody Pick Up My Pieces&#8220; als Opener, sofort die Weichen auf eine begeisternde, schwei\u00dftreibende Show, mit \u00fcberwiegend z\u00fcnftigem Soul Rock und tollen Balladen\u00a0samt wohl dosierter Pop-, R&amp;B- und Country-Ingredienzien, die beim Publikum (\u00fcberwiegend weiblich dominiert), als auch bei uns, bestens ankam.<\/p>\n<p>Der 29-j\u00e4hrige hat eine tolle Stimme, spielt richtig gut Gitarre und kann eine\u00a0Audienz mitrei\u00dfen, auch wenn es altersbedingt in charismatischer Hinsicht, vielleicht noch etwas Spielraum nach oben gibt. Er\u00a0wirkt halt noch sehr jungenhaft. Vom Niveau her, braucht er aber schon jetzt keine Vergleiche mit\u00a0\u00e4hnlichen Acts wie <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=JJ+Grey+%26+Mofro\">JJ Grey &amp; Mofro<\/a> oder <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Thorbjorn+Risager+%26+The+Black+Tornado\">Thorbjorn Risager und seinen Black Tornados<\/a> zu scheuen.<\/p>\n<p>Verlassen kann er sich dabei vor allem auf ebenso starke\u00a0Akteure in seinem &#8218;R\u00fccken&#8216;. Da w\u00e4ren mit\u00a0Nate Hefron und Ben Clark eine herrlich, im Dienste der Songs, plusternde Bl\u00e4serfraktion. Dann mit Darren Dodd ein routinierter und unaufgeregter Drummer, mit Philip Towns ein rasta-gelockter, spielfreudiger Keyboarder und dem, fast wie siamesische Zwillinge, dicht nebeneinander agierenden Murray-Br\u00fcderpaar an Bass und E-Gitarre (Scotty auch mit ein paar sch\u00f6nen Steel-\u00e4hnlichen Slideeinlagen), Musiker, bei denen ein R\u00e4dchen perfekt ins andere passt.<\/p>\n<p>So flog die Setliste, bei der \u00fcberwiegend nat\u00fcrlich sein aktuelles Major-Album &#8222;Encore&#8220; die Hauptrolle spielte (\u00fcbrigens von Dave Cobb produziert), mit St\u00fccken wie &#8222;Satisfy Me&#8220;, &#8222;Sorry You&#8217;re Sick&#8220;, &#8222;Surrender&#8220;, &#8222;If You Keep Leaving Me&#8220;, &#8222;King For A Day&#8220; und dem wunderbar atmosph\u00e4rischen &#8222;Devil In Me&#8220;, regelrecht an einem vorbei. Erst ab dem f\u00fcr den Sampler &#8222;Southern Family&#8220; kreierten, und am Ende frenetisch gefeierten &#8222;Learning&#8220; wurden einige Tracks deutlich l\u00e4nger ausstaffiert.<\/p>\n<p>Den H\u00f6hepunkt und zugleich Abschluss des Hautteils markierte die fantastische Southern Soul-Ballade &#8222;This Shall Too Last&#8220; mit einem furiosen Instrumentalteil am Ende, in dem\u00a0die Beteiligten noch mal alle Register zogen. Besonders die E-Gitarrenparts vom kauzigen, zwirbelb\u00e4rtigen Scotty Murray an der Les Paul (in aller bester Southern Rock-Manier) und von Anderson (an der Stratocaster im Stile von Mark Knopfler), am Ende sogar kurz Twin-m\u00e4\u00dfig,\u00a0 hauten mich regelrecht vom Hocker. Einer der besten Songs, die ich live bis jetzt in der ersten Jahresh\u00e4lfte pr\u00e4sentiert bekommen habe!<\/p>\n<p>F\u00fcr die Zugaben lie\u00df sich das Septett, angesichts der Begeisterung, nicht lange bitten, und machte mit dem Mariah Carey-Cover &#8222;Always Be My Baby&#8220; und der weiteren tollen Ballade &#8222;House Is A Building&#8220; (wieder mit furiosem, stimmungsreichen Finale) den &#8218;Sack&#8216; endg\u00fcltig zu. Nach dem Konzert stand der sichtlich\u00a0ausgepumpte\u00a0Protagonist dann noch f\u00fcr Selfies und Autogramme geduldig zur Verf\u00fcgung. Seine Frage, ob unser Bericht denn positiv ausfallen w\u00fcrde, konnte da eigentlich schon zu diesem Zeitpunkt, wie man es jetzt auch nachlesen kann, nur mit einem glasklaren &#8222;Yes, of course!&#8220; beantwortet werden!<\/p>\n<p><strong><span style=\"text-decoration: underline;\">Line-up:<\/span><\/strong><br \/>\nAnderson East (lead vocals, electric and acoustic guitar)<br \/>\nScotty Murray (electric guitar)<br \/>\nPhilip Towns (keys)<br \/>\nJonny Murray (bass)<br \/>\nDarren Dodd (drums)<br \/>\nNate Hefron (saxophone)<br \/>\nBen Clark (trumpet)<\/p>\n<p>Bilder: Gernot Mangold<br \/>\nText: Daniel Daus<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.AndersonEast.com\">Anderson East<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/andersoneast\">Anderson East bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.schoneberg.de\">Konzertb\u00fcro Schoneberg<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.stadtgarten.de\">Stadtgarten K\u00f6ln<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der urspr\u00fcnglich aus Athens, Alabama, stammende, heute in Nashville ans\u00e4ssige Musiker Anderson East machte mit seinem Ensemble im Rahmen seiner 2018er World Tour jetzt nochmal bei uns einen Stop f\u00fcr zwei Konzerte, unter anderem im Stadtgarten K\u00f6ln, der an diesem Abend, trotz der sommerlichen Hitze, mit\u00a0\u00fcber 300 Zuschauern sehr gut gef\u00fcllt war. 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