{"id":24390,"date":"2018-05-28T21:19:27","date_gmt":"2018-05-28T19:19:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?p=24390"},"modified":"2018-09-16T11:19:47","modified_gmt":"2018-09-16T09:19:47","slug":"ryan-mcgarvey-27-05-2018-schwarzer-adler-rheinberg-konzertbericht","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2018\/05\/28\/ryan-mcgarvey-27-05-2018-schwarzer-adler-rheinberg-konzertbericht\/","title":{"rendered":"Ryan McGarvey &#8211; 27.05.2018, Schwarzer Adler, Rheinberg &#8211; Konzertbericht"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-24406 size-full\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/Garvey_haupt.jpg\" alt=\"Garvey_haupt\" width=\"800\" height=\"533\" srcset=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/Garvey_haupt.jpg 800w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/Garvey_haupt-300x200.jpg 300w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/Garvey_haupt-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/p>\n<p>Ryan McGarvey machte mit seiner Band, wie bei jeder Tour auch diesmal Station im Rheinberger Schwarzen Adler. Begleitet wurde er dabei von Carmine Rojas am Bass, der auch bei der letzten Tour in 2016 den Tieft\u00f6ner bearbeitete und Logan Miles Nix an den Drums, der\u00a0diesmal wieder mit von der Partie war. Ich erinnere mich noch an das letzte Konzert in 2016 in <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2016\/09\/25\/ryan-mcgarvey-20-09-2016-blues-rhede-konzertbericht\/\">Rhede<\/a>, als Rojas ziemlich \u00e4rgerlich \u00fcber den Sound war.<\/p>\n<p>Diesmal im Adler stimmte alles. Schon bei den ersten Bassanschl\u00e4gen und im Gitarrensound waren die T\u00f6ne sehr differenziert und klar erkennbar. Auch die mit den Jahren kr\u00e4ftiger gewordene Stimme McGarveys\u00a0war gut ausgesteuert, sodass alle wichtigen Elemente entsprechend abgebildet wurden. Hier schon ein Kompliment an den Soundmixer, der an diesem Abend einen entsprechenden Anteil am Gelingen des Konzertes hatte. Auch lichttechnisch\u00a0war die B\u00fchne\u00a0gut ausgeleuchtet. Alle Musiker und\u00a0das Bespielen der Instrumente waren somit bestens zu erkennen.<\/p>\n<p>Sch\u00f6n, dass McGarvey fast p\u00fcnktlich um 20:00 Uhr die B\u00fchne betrat und nach einer zun\u00e4chst kurzen Begr\u00fc\u00dfung mit \u201eLittle Red Riding Hood\u201c, mit ziemlich hard-rockendem Blues direkt f\u00fcr die entsprechende Stimmung im Saal sorgte. Das folgende \u201eFeeling Like I do\u201c spiegelte auch die emotionale Situation McGarveys an dem Abend wieder. In mehreren Ansagen zwischen den Songs lie\u00df er erkennen, mit welcher Freude er den Schwarzen Adler mit seinem begeisterungsf\u00e4higen Publikum einen erneuten Besuch abstattete.<\/p>\n<p>McGarvey begeisterte in den Songs mit ausladenden Soli, auf den Grundlagen der Rhytmussektion um Carmine Rojas,\u00a0der schon bei Gr\u00f6\u00dfen wie David Bowie, Tina Turner, Rod Stewart oder <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Joe+Bonamassa\">Joe Bonamassa<\/a> den Bass spielte.\u00a0Bei seiner Vorstellung\u00a0und\u00a0McGarveys Lob f\u00fcr dessen Arbeit bei anderen K\u00fcnstlern,\u00a0konnte man den Stolz in Rojas Gesicht ablesen,\u00a0er stellte aber sehr eindeutig klar, dass\u00a0an diesem Abends McGarvey der Protagonistist. Logan Miles Nix stellte McGarvey als einen seiner besten Freunde und gro\u00dfartigen Musiker vor und sagte augenzwinkernd, dass er von diesem f\u00fcr jedes Kompliment f\u00fcnf Dollar bek\u00e4me. Seine F\u00e4higkeiten durfte Mix dann auch in einem mehrmin\u00fctigen Schlagzeugsolo beweisen.<\/p>\n<p>Im Laufe des Konzertes spielte McGarvey Songs aller seiner bisher erschienen drei Studiowerke.\u00a0Im Gep\u00e4ck hatte er diesmal ein jetzt ver\u00f6ffentlichtes Livealbum, wobei er eine Spur h\u00e4rter spielte als auf den vorherigen Touren. Die akustische Gitarre,\u00a0die sonst immer in zwei bis drei Songs ausgepackt wurde, hatte er diesmal nicht dabei.\u00a0Es kamen nur eine\u00a0 Fender Stratocaster und die Gibson Les Paul zum Einsatz.<\/p>\n<p>Mit \u201ePennies\u201c, \u201eDrunken Dreams\u201c und \u201eMy Heart To You\u201c,\u00a0das er in seiner Anmoderation den Besuchern im Adler widmete,\u00a0performte er aber auch einige etwas ruhigere Bluessongs, die als Verschnaufpause w\u00e4hrend des energiegeladenen Auftritts dienten.<\/p>\n<p>Nach etwa 80 Minuten fragte McGarvey seine Audienz, ob\u00a0es einen Heavy-Song haben will, was lautstark bejaht wurde. Es folgte \u201eMemphis\u201c, das ein Finale-Furioso einl\u00e4utete. Mix wirbelte an den Drums, dass man den Sticks kaum noch folgen konnte (einige verschlissene landeten als Souvenirs im Publikum), Rojas bearbeitete den Bass\u00a0sowohl mit\u00a0H\u00e4rte\u00a0als auch\u00a0mit Eleganz und McGarvey spielte, wie gefordert, seine Gibson im Hardrockstil. Ein Gro\u00dfteil der Besucher rockte im Saal mit. Selten habe ich eine so ausgelassene Stimmung im im bunt gemischten Adler-Publikum erlebt.<\/p>\n<p>Es waren viele j\u00fcngere und auch mehr weibliche Fans als sonst im Adler.\u00a0Ob die Zusammensetzung an\u00a0McGarveys\u00a0Generationen-\u00fcbergreifendem Blues-Stil\u00a0oder\u00a0an seinem recht jungen Alter f\u00fcr einen Bluesmusiker lag, war hier die Frage.\u00a0Nach dem Knaller \u201eMemphis\u201c wurde es psychedelisch. Es folgte das Instrumental \u201eMysic Dream\u201c, einer meiner Lieblingssongs von ihm. Beginnend, eher ruhig mit orientalischen Kl\u00e4ngen, steigerten Ryan und Band das Tempo, um\u00a0samt infernalischen Soli schlie\u00dflich im <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Led+Zeppelin\">Led Zeppelin<\/a>-Klassiker \u201eKashmir\u201c zu landen.<\/p>\n<p>Beendet wurde die Version von \u201eMystic Dream\u201c schlie\u00dflich damit, dass McGarvey alle Regler und Schalter an der Gibson, wie ein Gitarrenfetischist sagen w\u00fcrde, maltetrierte. Meiner Meinung nach zeigte\u00a0McGarvey nur auf, welche T\u00f6ne man einer Gitarre entlocken kann. Nach etwa 15 Minuten war der mystische Traum, wie auch das Konzert, zun\u00e4chst leider beendet.<\/p>\n<p>Mit Ovationen und Zugaberufen wurde\u00a0das Trio verabschiedet,\u00a0Der Musiker aus New Mexico betrat angesichts der ausgelassenen Stimmung zun\u00e4chst alleine die B\u00fchne, um ein Intro zu spielen, welches immer n\u00e4her an den Rory Gallagher Klassiker \u201eA Million Miles Away\u201c heranlangte. Nix und Rojas stie\u00dfen dann dazu, um zum Ende noch einen emotionalen H\u00f6hepunkt beizusteuern, eben diesen vielsagenden Song eines der gr\u00f6\u00dften Bluesmusiker aller Zeiten.<\/p>\n<p>Klasse\u00a0war dabei\u00a0die Passage, bei der sich McGarvey an der Gibson Les Paul und Rojas\u00a0 eine kleine Soloschlacht lieferten. Es handelte sich dabei lobenswerter Weise nicht um einen Abklatsch des Liedes, sondern um eine Version im typisch leicht psychedelischen McGarvey-Gewand. Nach knapp zwei Stunden verabschiedete sich die Band nun endg\u00fcltig von einem begeisterten Publikum.<\/p>\n<p>McGarvey, Rojas und Nix gelang es, den Bluestempel am Niederrhein, den Schwarzen Adler, zu begeistern und einen sch\u00f6nen Ausklang der Pfingstferien zu gestalten. Mit etwa 170 Besuchern war der Adler zwar nicht ausverkauft, aber doch recht gut gef\u00fcllt, was eventuell\u00a0dem Termin in den Ferien und dem Wetter geschuldet war. Der Stimmung tat dies aber letztendlich keinen Abbruch.<\/p>\n<p>Nach dem Konzert fand sich die Band noch am Merchandise-Stand ein, um den zahlreichen Autogrammw\u00fcnschen nachzukommen. Jeder der Musiker nahm sich auch noch die Zeit f\u00fcr einen Smalltalk w\u00e4hrend die Autogramme geschrieben wurden. Diesmal war aber die herausragende Stellung von Rojas klar zu erkennen. Einige der Fans lie\u00dfen sich nicht nur McGarvey-Platten signieren, sondern hatten auch verschiedenste, alte David Bowie-Sch\u00e4tze zum Unterzeichnen dabei.<\/p>\n<p>Ich selbst kann mich noch an eine Bowie-Tour kurz nach \u201eLets Dance\u201c und eine Auftritt\u00a0des Briten bei Rock am Ring, im Rahmen\u00a0von &#8222;Glassspider&#8220; erinnern, wo Rojas\u00a0den Bass bediente. Das ist jetzt knapp 30 Jahre her, McGarvey war da noch nicht geboren.<\/p>\n<p>Wer noch Zeit hat, sollte es sich nicht entgehen lassen, eines der noch ausstehenden Konzerte der Springtour 2018 zu besuchen. Ein Dankesch\u00f6n auch an Ernst Barten f\u00fcr die kurzfristige Akkreditierung und sein Adler-Team,\u00a0das durch seine freundliche Art, auch einen gro\u00dfen Anteil\u00a0zum\u00a0Gelingen des Abends beitrug.<\/p>\n<p><strong><span style=\"text-decoration: underline;\">Line-up:<\/span><\/strong><br \/>\nRyan McGarvey (lead vocals, guitars)<br \/>\nCarmine Rojas (bass)<br \/>\nLogan Miles Nix (drums)<\/p>\n<p>Bericht und Bilder: Gernot Mangold<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/ryanmcgarvey.com\/\">Ryan McGarvey<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/https:\/\/www.facebook.com\/OfficialRyanMcGarvey\/\">Ryan McGarvey bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.schwarzer-adler.de\">Schwarzer Adler<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ryan McGarvey machte mit seiner Band, wie bei jeder Tour auch diesmal Station im Rheinberger Schwarzen Adler. 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