{"id":2381,"date":"2015-12-14T04:31:00","date_gmt":"2015-12-14T03:31:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hauptsachebizeps.de\/SoS\/?p=2381"},"modified":"2020-07-09T12:03:03","modified_gmt":"2020-07-09T10:03:03","slug":"ryan-james-directed-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2015\/12\/14\/ryan-james-directed-cd-review\/","title":{"rendered":"Ryan James \u2013 Directed &#8211; CD-Review"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Jame-e1434566449155.jpg\" \/><\/p>\n<p>Bei seinem hervorragenden Erstlingswerk &#8222;<span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2015\/12\/14\/ryan-james-back-to-the-wind-cd-review\/\">Back To The Wind<\/a><\/span>&#8220; aus dem Jahre 2005 mutma\u00dften wir bereits, dass von Ryan James noch weitere vielversprechende Alben folgen werden. Nun liegt mit &#8222;Directed&#8220; der oftmals so schwierige Nachfolger zu einem starken Deb\u00fct vor &#8211; und er best\u00e4tigt unsere Prognose \u00fcberaus eindrucksvoll! Einmal mehr liefert Ryan James einen Reigen gro\u00dfartiger Songs (13 an der Zahl) ab, deren pr\u00e4chtige Dosierung aus rauen, w\u00fcrzigen, &#8222;gritty&#8220; Texas-Rootsrock-.Knallern, gro\u00dfartigen Americana-\/Singer-Songwriter-Balladen, auch mal einer Alternate Country-Nummer mit dezentem Roots-Pop-Anstrich und kernigen &#8222;Red Dirt&#8220;-Countryrockern jederzeit f\u00fcr eine \u00e4u\u00dferst angenehme und spannungserhaltende Abwechslung sorgt.<\/p>\n<p>Die musikalische Begleitung ist erstklassig! Am technischen und logistischen Grundkonzept wurde eigentlich nichts Wesentliches ge\u00e4ndert. Erneut wurde das Curb Records Studio in Nashville als Aufnahmeort ausgew\u00e4hlt und die arrivierten Texaner Walt Wilkins (Walt Wilkins &amp; the Mystiqueros) und Tim Lorsch (hat produziert) zeichnen f\u00fcr das musikalische &#8222;Drumherum&#8220; verantwortlich. Nur geringf\u00fcgige Ver\u00e4nderungen gab es auch bei den Begleitmusikern und Backgrounds\u00e4ngerinnen.<\/p>\n<p>Das bew\u00e4hrte Grundger\u00fcst aus Steve Ebe (Drums), Doug Kahan (Bass), Mike Daly (Steel guitar), Tina Mitchell Wilkins (Harmony vocals), Lorsch (Fiddle) und Wilkins (Acoustic guitar) blieb bestehen. Neu dabei an den E-Gitarren sind dagegen jetzt so hochkar\u00e4tige Namen wie Jeff King, Keith Gattis, James Pennebaker und John Carroll! Die gro\u00dfartige Singer-Songwriterin Marcia Ramirez, die einen erheblichen Teil der wieder reichlich vertretenen, weiblichen Harmonieges\u00e4nge (zumeist in den Refrains) \u00fcbernommen hat, ist ebenfalls neu an Bord!<\/p>\n<p>Nach dem H\u00f6ren f\u00e4llt einem sofort auf, dass im Vergleich zum Vorg\u00e4nger der Steelgitarrenanteil deutlich zugunsten eines erdigeren &#8222;Texas-Roots-Red Dirt-E-Gitarren&#8220;-Sounds zur\u00fcckgenommen wurde, wobei die Countrynote bei St\u00fccken wie &#8222;I Give All My Love To You&#8220; und dem grassig swingenden Bonustrack &#8222;I\u2019ll Get It Right&#8220;, sowie durch Lorschs immer wieder eingestreute filigrane Fiddlearbeit durchaus erhalten bleibt. James hat nat\u00fcrlich auch mit neun von dreizehn Kompositionen einen nicht unerheblichen Teil des Songwritings beigetragen.<\/p>\n<p>Nicht nur rein \u00e4u\u00dferlich (Ryan wirkt durch das Abrasieren seines Kinnbarts jetzt viel j\u00fcnger), sondern auch musikalisch hat das Gesamtwerk deutlich an Frische und Unbek\u00fcmmertheit gewonnen. Ryan James scheint mit den gl\u00e4nzenden Kritiken, den Vorschusslorbeeren, den hohen Erwartungen und dem damit verbundenen Druck locker umgehen zu k\u00f6nnen. Das Werk wird mit dem knackigen, flotten &#8222;I Should\u2019ve Broke Your Heart&#8220; gleich erstklassig er\u00f6ffnet. Der Song ist einee wunderbare Mischung aus New Country-Einfl\u00fcssen und dieser typische texanischen, lockeren Rootsrock-Melodik. Erinnert vom Flair her an St\u00fccke vom letzten <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Randy+Rogers+Band\">Randy Rogers Band<\/a><\/span>-Album oder auch an <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Radney+Foster\">Radney Foster<\/a><\/span>.<\/p>\n<p>Gitarren-&#8222;Wizzard&#8220; Keith Gattis mit markanten, starken Electric Slide-Riffs setzt hier ein paar auff\u00e4llige Akzente. Sehr \u00e4hnlich dem Opener ist auch das im sp\u00e4teren Verlauf folgende &#8222;Make It Go Away&#8220;! \u00dcberaus dreckig rockend (man kann schon fast von einem Kentucky Headhunters-\u00e4hnlichen Bikertouch sprechen) geht es beim fetzigen &#8222;She\u2019s Always Leavin\u2019&#8220; zu, wobei pumpende B\u00e4sse, pulsierendes Drumming und eine starke Gitarrenarbeit (inkl. tollem Solo am Ende) so richtig auf die Tube dr\u00fccken. Das gleiche gilt f\u00fcr den furiosen Roadhouse-Kracher &#8222;Buckle Down\u201c (ein saustarker Jeff King an der E-Gitarre sorgt f\u00fcr m\u00e4chtig Dampf)!<\/p>\n<p>Zu den wenigen Fremdkompositionen geh\u00f6ren &#8222;Are You With Me&#8220;, aus der Feder von Billy Maddox und dem Bluesrocker <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Paul+Thorn\">Paul Thorn<\/a><\/span> (wird von Bryan James in der humorigen Manier eines Jack Ingram interpretiert und l\u00e4d mit seiner leicht einpr\u00e4gbaren Refrainzeile spontan zum Mitsingen ein), sowie der wunderbare, melodische, flott, locker, w\u00fcrzig und knackig aus den Lautsprechern flie\u00dfende Countryrocker &#8222;Just keep driving&#8220; (Autor. Walt Wilkins)! Etwas nachdenklicher gestaltet sich &#8222;What Am I Doing Here&#8220;. James agiert hier im entspannten Stile eines Radney Foster.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich klar, dass auch ein neues Ryan James-Album nicht ohne Balladen auskommt. Der Titelsong &#8222;Directed&#8220;, die wundersch\u00f6ne Americana-Nummer &#8222;Waves\u201c und &#8222;Matagorda&#8220; sind exzellente Beispiele daf\u00fcr, wie durch intelligente Texte und eine herrliche Instrumentierung (besonders stark Walt Wilkins an der Akustikgitarre) eine tolle, unter die Haut gehende Atmosph\u00e4re erzeugt werden kann.<\/p>\n<p>Insgesamt ist Ryan James mit &#8222;Directed&#8220; ein pr\u00e4chtiges, sehr abwechslungsreiches Album gelungen, bei dem der junge Texaner noch mal ein gute &#8222;Schippe&#8220; zum bereits starken Deb\u00fct draufgelegt hat. Alle Achtung, wenn das so weitergeht, werden die gro\u00dfen Label sicher bald auch an seiner T\u00fcr anklopfen. Wir werden mit Spannung Bryan James\u2019 weitere Entwicklung verfolgen. Klasse, dieser Bursche, wir dr\u00fccken ihm die Daumen! &#8222;Directed&#8220; jedenfalls zeigt James in vorz\u00fcglicher Verfassung!<\/p>\n<p><strong>Hightail Records (2007)<\/strong><br \/>\n<strong> Stil: Red Dirt<\/strong><\/p>\n<p>01. I Should\u2019ve Broke Your Heart<br \/>\n02. She\u2019s Always Leavin\u2019<br \/>\n03. Directed<br \/>\n04. Are You With Me<br \/>\n05. What Am I Doing Here?<br \/>\n06. Waves<br \/>\n07. Just Keep Driving<br \/>\n08. Make It Go Away<br \/>\n09. Get Busy Living<br \/>\n10. I Give All My Love To You<br \/>\n11. Buckle Down<br \/>\n12. Matagorda<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.ryanjames.com\">Ryan James<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.baerchenrecords.de\">B\u00e4rchen Records<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bei seinem hervorragenden Erstlingswerk &#8222;Back To The Wind&#8220; aus dem Jahre 2005 mutma\u00dften wir bereits, dass von Ryan James noch weitere vielversprechende Alben folgen werden. 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