{"id":23652,"date":"2018-05-03T22:55:37","date_gmt":"2018-05-03T20:55:37","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?p=23652"},"modified":"2018-05-03T22:55:37","modified_gmt":"2018-05-03T20:55:37","slug":"dead-bronco-02-05-2018-krefeld-kulturrampe-konzertbericht","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2018\/05\/03\/dead-bronco-02-05-2018-krefeld-kulturrampe-konzertbericht\/","title":{"rendered":"Dead Bronco &#8211; 02.05.2018, Krefeld, Kulturrampe &#8211; Konzertbericht"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-23656\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/DB_haupt.jpg\" alt=\"DB_haupt\" width=\"800\" height=\"533\" srcset=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/DB_haupt.jpg 800w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/DB_haupt-300x200.jpg 300w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/DB_haupt-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/p>\n<p>Matt Horan, dem Frontmann von Dead Bronco, scheint es in Krefeld zu gefallen. Gerade zehn Monate waren seit seinem ersten <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2017\/07\/05\/dead-bronco-04-07-2017-krefeld-kulturrampe-konzertbericht\/\">Gastspiel<\/a> im Gro\u00dfmarkt verstrichen, da stand er erneut auf der B\u00fchne der Kulturrampe, allerdings mit komplett ausgetauschter Band. Einen Tag nach dem Tanz in den Mai war das Publikum wieder in Feierlaune und in etwa so zahlreich wie beim vorj\u00e4hrigen Auftritt \u2013 f\u00fcr einen Mittwochabend also ein ordentlicher Zuspruch.<\/p>\n<p>Viertel vor Neun legte die neu formierte Band nach einer kurzen Begr\u00fc\u00dfung durch \u201ePille\u201c Peerlings mit dem Instrumentalst\u00fcck \u201eDeath Of An Appalachian\u201c los. Atmosph\u00e4rische Kl\u00e4nge des Keyboards von Rita Sainz untermalten Joel Bru\u00f1as anfangs dominierende Banjo. Nach dem Intro gab \u201eScumbag\u201c die Marschrichtung f\u00fcr den Abend vor.<\/p>\n<p>Diese ging in Richtung Punk und rief bei Gernot Erinnerungen an die Ramones wach. Die Country-Einfl\u00fcsse, die bei dem vorangegangenen Konzert noch deutlich h\u00f6rbar waren, schienen nur noch gelegentlich durch, beispielsweise bei dem Twang von \u201eDevil&#8217;s Road\u201c oder bei \u201eStupid Man\u201c und \u201eDead Bronco\u201c.<\/p>\n<p>Als Liebeslied k\u00fcndigte Matt Horan \u201eI Hate You\u201c an, wobei er einr\u00e4umte, das mit der Liebe nicht so richtig erkl\u00e4ren zu k\u00f6nnen. Insgesamt zeigte sich der Bandleader wieder sehr kommunikativ und leitete mehrere Songs mit Anekdoten oder kurzen Erkl\u00e4rungen ein. So erz\u00e4hlte der 36j\u00e4hrige \u00fcber seine eher unappetitlichen Essgewohnheiten in der Jugend, die ihn zu \u201eLife Of Leech\u201c inspirierten oder die geographisch ungl\u00fcckliche Lage seines Hauses, die er bei \u201eStuck In The Mud\u201c verarbeitete.<\/p>\n<p>Nicht ganz ernstgemeinte Zwiegespr\u00e4che mit Joel Bru\u00f1a und die schon fast absurden Informationen, so zum Beispiel \u00fcber die in Belgien gekauften Socken des Gitarristen Adan Roiz, waren unterhaltsam und machten Spa\u00df.<\/p>\n<p>Auch sonst passierte auf der B\u00fchne sehr viel. Horan schwang seine H\u00fcften, sprang herum und versuchte sich an artistischen Einlagen. In Sachen K\u00f6rperbeherrschung war allerdings Adrian Lopez un\u00fcbertroffen. Zweimal stieg er auf seinen Upright-Bass und spielte ihn frei balancierend und quasi schwebend weiter. Das hatte ich bislang noch nicht gesehen. Vielleicht nicht ganz so beeindruckend, aber auf alle F\u00e4lle \u00fcberraschend, war das Kommando \u201eSexy Time\u201c, mit dem die Bandmitglieder zugleich ihren Oberk\u00f6rper frei machten.<\/p>\n<p>Da gab es einige T\u00e4towierungen und Brustwarzen-Piercings zu bestaunen. Sch\u00f6nheit liegt ja bekanntlich im Auge des Betrachters. Das Publikum feierte die Aktion aber auf alle F\u00e4lle. Rita Sainz, die die Band nur gelegentlich mit dem Keyboard unterst\u00fctzte, war zu dem Zeitpunkt nicht auf der B\u00fchne und wollte sich sp\u00e4ter auch nicht an dem Einfall beteiligen.<\/p>\n<p>Vollen K\u00f6rpereinsatz zeigte hingegen Guille Pe\u00f1a am Schlagzeug, der nicht nur bei \u201eFloating Down River\u201c sein gesamtes Gewicht in die Bearbeitung der Felle legte und richtig w\u00fctete. Der volle Klang des Schlagzeugs sowie der sehr gut ausgesteuerte Sound war das Verdienst von Malte an den Reglern. Horan w\u00fcrdigte den Rampentechniker \u00fcberschw\u00e4nglich \u2013 einer der ernst gemeinten und angemessenen Beitr\u00e4ge des S\u00e4ngers.<\/p>\n<p>Musikalisch stand das neue Album \u201e<a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2018\/02\/16\/dead-bronco-driven-by-frustration-cd-review\/\">Driven By Frustration<\/a>\u201c im Vordergrund. Dead Bronco spielte alle Titel der Scheibe. Die Highlights waren dabei f\u00fcr mich \u201eMiss Carriage\u201c und \u201eLord Call Me Home\u201c. Mit \u201ePenitent Man\u201c, \u201eFreight Train\u201c und \u201eKeg Stand\u201c wurden zudem rockige St\u00fccke fr\u00fcherer Ver\u00f6ffentlichungen ausgew\u00e4hlt. Auch \u201eVampiria\u201c wurde kurz und knackig durchgezogen. Das Konzert hatte daher richtig Fahrt.<\/p>\n<p>F\u00fcr zartere Einlagen sorgte Adan Roiz, wenn er seine elektrische Gitarre gegen eine Mandoline austauschte und so etwa bei \u201eDriven By Frustration\u201c einen Gegenpol zu dem exzessiven Banjo-Spiel von Joel Bru\u00f1a bildete. Oftmals gelang es der Band, die brachialen Kraft des Punks zu transportieren, ohne die Melodien der Songs aus den Augen zu verlieren.<\/p>\n<p>Den theatralischen Abschluss des Hauptsets bildete \u201eFuneral Inhibited\u201c. Dead Bronco zelebrierte eine symbolische Beerdigung bis alle Bandmitglieder auf der B\u00fchne lagen oder von ihr verschwunden waren. Bei der Zugabe begeisterte das mir bis dato unbekannte \u201eLucifer&#8217;s The Light\u201c mit seinem Country-Einschlag. Schlie\u00dflich pr\u00e4sentierte Dead Bronco mit &#8222;The Sheperd&#8220; noch die Weltpremiere eines Songs f\u00fcr die Umweltorganisation Sea Shepherd, zu dem es jetzt einen brandaktuellen <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=u9M8MlHEJgI&amp;feature=youtu.be\">Videoclip<\/a> gibt.<\/p>\n<p>Dead Bronco haben es musikalisch und mit ihrer B\u00fchnenshow krachen lassen. Der gut aufgelegte Matt Horan sorgte f\u00fcr einen kurzweiligen, mit Humor gew\u00fcrzten Abend.<\/p>\n<p><strong><span style=\"text-decoration: underline;\">Line-up:<\/span><\/strong><br \/>\nMatt Horan (lead vocals, acoustic guitar)<br \/>\nJoel Bru\u00f1a (banjo, vocals)<br \/>\nAdan Roiz (electric guitar, mandolin, vocals)<br \/>\nRita Sainz (keyboard)<br \/>\nAdrian Lopez (upright bass)<\/p>\n<p>Bilder: Gernot Mangold<br \/>\nText: Michael Segets<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.deadbronco.com\">Dead Bronco<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/www.deadbronco.es\/\">Dead Bronco bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.kulturrampe.de\">Kulturrampe Krefeld<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Matt Horan, dem Frontmann von Dead Bronco, scheint es in Krefeld zu gefallen. 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