{"id":2357,"date":"2015-12-14T04:37:00","date_gmt":"2015-12-14T03:37:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hauptsachebizeps.de\/SoS\/?p=2357"},"modified":"2020-07-09T11:51:25","modified_gmt":"2020-07-09T09:51:25","slug":"rebecca-lynn-howard-no-rules-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2015\/12\/14\/rebecca-lynn-howard-no-rules-cd-review\/","title":{"rendered":"Rebecca Lynn Howard \u2013 No Rules &#8211; CD-Review"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Reb-e1434477079414.jpg\" \/><\/p>\n<p>Was hat dieses Pers\u00f6nchen f\u00fcr eine Wahnsinns-Stimme! Gro\u00dfartiger, eine Menge Energie freisetzender New Country (vor allem durch dieses Organ) mit vielen Rock-, Pop-, Soul-, Gospel- und Blues-Momenten voller Leben und Abwechslung! Fantastisches Songmaterial! Die 29-j\u00e4hrige, im Osten von Kentucky gro\u00df gewordene Rebecca Lynn Howard erlernte das Singen schon in fr\u00fchester Kindheit in einer schwarzen Gospel-Kirche. Bis heute hat sie in ihrer Karriere bereits Beachtliches erreicht. So ist sie immerhin schon 2-fache Grammy-Gewinnerin und geh\u00f6rt zu den etabliertesten Songwriterinnen der modernen Country-Szene.<\/p>\n<p>Ihre ersten beiden Werke waren noch typische Nashville Mainstream-Produktionen, doch das wird den hohen Anspr\u00fcchen der vielseitigen K\u00fcnstlerin schon lange nicht mehr gerecht. Howard, deren Songwriter-Credits \u00fcber zweihundert selbst geschriebene St\u00fccke beinhalten, darunter f\u00fcr Leute wie Reba McEntire, Patty Loveless oder <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Trisha+Yearwood\">Trisha Yearwood<\/a><\/span>, wechselte zum neuen &#8222;Saguaro Records&#8220;-Label und erhielt dort alle nur erdenklichen Freiheiten, ihre ganze Kreativit\u00e4t, k\u00fcnstlerische Vielfalt und vor allem ihr gro\u00dfes K\u00f6nnen ohne Zw\u00e4nge und Grenzen auszuleben, was auch gleich in dem Album-Titel &#8222;No rules&#8220; dokumentiert wird.<\/p>\n<p>Spielend leicht und traumwandlerisch sicher bewegt sie sich mit ihren 14 neuen Songs (inkl. dreier Fremdkompositionen) in Soul-, Gospel-, Blues-, R&amp;B-, Rock-, Pop- und Country-Gefilden hin und her, wobei sie die Grenzen \u00e4u\u00dferst geschickt ineinander flie\u00dfen l\u00e4\u00dft und dabei niemals das Gef\u00fchl vermittelt, von einem Genre abrupt ins andere &#8222;geschubst&#8220; zu werden. Das Album startet mit einer b\u00e4renstarken, soulig-bluesrockigen Interpretation des alten Temptations-Klassikers &#8222;Skakey Ground&#8220;! Fette Drums, ein pulsierender Bass, heulende Orgel-Kl\u00e4nge des auch im weiteren Verlauf der CD \u00fcberragend agierenden Keyboarders Gordon Mote, tolle Wah Wah E-Gitarren-Begleitung (George Marinelli, u.a. Bonnie Riatt, Bruce Hornsby), soulige Harmonieges\u00e4nge, sowie die freche &#8222;Power-R\u00f6hre&#8220; der Protagonistin hauchen dieser alten Nummer fulminantes, neues Leben ein.<\/p>\n<p>Da d\u00fcrfen sich eine Bonnie Raitt und Susan Tedeschi schon mal ehrfurchtsvoll verneigen. Ganz gro\u00dfe Klasse! Fast noch eine Sch\u00fcppe drauf legt sie dann beim folgenden &#8222;New Twist on An Old Groove&#8220;. Der Song prescht klasse los, Rebeccas Gesang ist noch eine Spur &#8222;rotziger&#8220; und angriffslustiger, dazu wird noch eine bluesige Harp integriert. Herrlich! Bei der folgenden Coverversion von Aretha Franklin&#8217;s &#8222;Do Right Woman- Do Right Man&#8220; darf jeder selbst entscheiden, ob sie der &#8222;Queen Of Soul&#8220; das Wasser reichen kann. Wir meinen, dass Mrs. Howard sich mit dieser Fassung wahrlich nicht zu verstecken braucht.<\/p>\n<p>In die gleiche Kerbe wie &#8222;New Twist On An Old Groove&#8220; schl\u00e4gt das voller Southern-Soul steckende &#8222;Soul Sisters&#8220;. Hier erh\u00e4lt Rebecca sogar noch weitere vokale Unterst\u00fctzung von der genauso furios r\u00f6hrenden Gasts\u00e4ngerin Angela Hacker. Nachdem die ersten vier St\u00fccke ganz im Zeichen des Soul und Blues stehen, bringt die junge Dame dann peu \u00e0 peu die bereits o.a. Musikstile behutsam mit in ihr Repertoire ein, wobei immer wieder auf eine abwechslungsreiche Tempogestaltung der einzelnen Lieder wert gelegt wurde.<\/p>\n<p>Weitere Highlights in einem durchgehend starken Werk ohne Schw\u00e4chen sind beispielsweise noch das temperamentvolle &#8222;Just Let It Burn&#8220; (ein rootsiger, abgehender New Country Roadhouse-Feger), das sicher auch einer <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Wynonna\">Wynonna<\/a> sehr gut zu Gesicht stehen w\u00fcrde, der zusammen mit <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Radney+Foster\">Radney Foster<\/a><\/span> komponierte, von trockenen, satten Stones-like Gitarrenriffs gepr\u00e4gte Countryrocker &#8222;Sing \u201a&#8217;Cause I Love To&#8220; (sch\u00f6ne Fiddle-Einlagen), die wundersch\u00f6ne, lockere, ein wenig an Trisha Yearwood erinnernde Countrynummer &#8222;The Life Of A Dollar&#8220;, oder das als eine Art fulminanter &#8222;Rausschmei\u00dfer&#8220; im Country-\/Roots-\/Roadhouse-Rock-Still fungierende, dynamische &#8222;Throw It Down&#8220;, bei dem mit viel Electric-Slide, heulender Orgel und klimperndem Honkytonk-Piano noch mal so richtig Dampf abgelassen wird.<\/p>\n<p>Am Ende verneigt man sich dann innerlich vor den tollen Musikerleistungen, der knackigen Produktion und der grandiosen Gesangsleistung dieser jungen Dame. Rebecca Lynn Howard hat mit &#8222;No Rules&#8220; eindrucksvoll bewiesen, dass es fatal w\u00e4re, sie in ein musikalisches Korsett zu pressen. Sie hat viel zu viel Talent, um als Nashville-Beauty der Majors aufgerieben zu werden. Sie ist Vollblut-Musikerin durch und durch, hat sich alles &#8222;von der Pike auf&#8220; erarbeitet. Eine gro\u00dfartige K\u00fcnstlerin, die wei\u00df, was sie will und ihren musikalischen Willen mit Hilfe ihres neuen Labels auf &#8222;No Rules&#8220; eindrucksvoll durchsetzt. Mutig, beherzt, ungeheuer sympathisch und mit gro\u00dfem K\u00f6nnen! Klasse!<\/p>\n<p><strong>Time Life Entertainment (2008)<\/strong><br \/>\n<strong> Stil:\u00a0New Country<\/strong><\/p>\n<p>01. Shakey Ground<br \/>\n02. New Twist On An Old Groove<br \/>\n03. Do Right Woman, Do Right Man<br \/>\n04. Soul Sisters<br \/>\n05. What Dying Feels Like<br \/>\n06. Better Someday<br \/>\n07. Just Let It Burn<br \/>\n08. As One As Two Can Be<br \/>\n09. Sing &#8218;Cause I Love To<br \/>\n10. Real Love<br \/>\n11. I&#8217;m Over You<br \/>\n12. The Life Of A Dollar<br \/>\n13. We&#8217;re In This Love Together<br \/>\n14. Throw It Down<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/pages\/Rebecca-Lynn-Howard\/23792162480\">Rebecca Lynn Howard bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.baerchenrecords.de\">B\u00e4rchen Records<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was hat dieses Pers\u00f6nchen f\u00fcr eine Wahnsinns-Stimme! Gro\u00dfartiger, eine Menge Energie freisetzender New Country (vor allem durch dieses Organ) mit vielen Rock-, Pop-, Soul-, Gospel- und Blues-Momenten voller Leben und Abwechslung! Fantastisches Songmaterial! 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