{"id":23200,"date":"2018-04-21T10:36:10","date_gmt":"2018-04-21T08:36:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?p=23200"},"modified":"2018-04-21T11:08:31","modified_gmt":"2018-04-21T09:08:31","slug":"elizabeth-lees-cozmic-mojo-19-04-2018-kulturrampe-krefeld-konzertbericht","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2018\/04\/21\/elizabeth-lees-cozmic-mojo-19-04-2018-kulturrampe-krefeld-konzertbericht\/","title":{"rendered":"Elizabeth Lee&#8217;s Cozmic Mojo \u2013  19.04.2018, Kulturrampe, Krefeld  \u2013 Konzertbericht"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-23205\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Lee_Haaupt-1.jpg\" alt=\"Lee_Haaupt\" width=\"800\" height=\"533\" srcset=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Lee_Haaupt-1.jpg 800w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Lee_Haaupt-1-300x200.jpg 300w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Lee_Haaupt-1-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/p>\n<p>Ein warmer, hochsommerlicher Donnerstag Abend in Krefeld und Bob Dylan spielt im K\u00f6nigspalast. Dennoch findet sich, trotz dieser legend\u00e4ren Konkurrenz, in der Kulturrampe ein Publikum, welches diese zu etwa einem Drittel f\u00fcllt. Der Auftritt der Texanerin Elizabeth Lee, die durch ihren aus Braunschweig kommenden Mann, einen Bezug zu Deutschland\u00a0aufweist, und ihrer, aus der Gegend von Brescia am Gardasee stammenden Cozmic Mojo-Begleitband,\u00a0h\u00e4tte\u00a0selbst bei diesen dr\u00fcckenden Temperaturen, eine deutlich gr\u00f6\u00dfere Resonanz verdient.\u00a0 Dies wird\u00a0vermutlich erst der Fall sein, wenn sich nach diesem starken Deb\u00fct, die Qualit\u00e4t der Band beim Konzert-verw\u00f6hnten Publikum herumgesprochen hat.<\/p>\n<p>P\u00fcnktlich gegen 20:30 begann\u00a0die Band , um ohne die Protagonistin, mit einem rein instrumentalen Intro\u00a0den Gig einzul\u00e4uten. Elizabeth,\u00a0die dem Treiben aus dem hinteren Bereich der Rampe folgte,\u00a0betrat\u00a0zun\u00e4chst unter bed\u00e4chtigen Applaus die B\u00fchne, welche in Anlehnung zum aktuellen Album \u201cSongs From The Basement&#8220; mit einer Sechziger-Jahre-Stehlampe und einem Mikrofonst\u00e4nder, umschlungen mit einer Lichterkette und Blumen,\u00a0dekoriert war.<\/p>\n<p>Sp\u00e4testens beim vierten Song, \u201eShe&#8217;s So Lonely\u201c, von diesem o. a. Werk war die letzte Distanz des Publikums verschwunden und die Besucher gingen entsprechend mit.\u00a0Man war fasziniert von diesem Soul-umwehten, Americana- und Southern-getr\u00e4nkten Bluesrock, mit zum Teil psychedelischen Einfl\u00fcssen, insbesondere bei den Intros der Songs, welche auch in ein <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Led+Zeppelin\">Led Zeppelin<\/a>&#8211; oder Pink Floyd-Programm gepasst h\u00e4tten.<\/p>\n<p>Die Low Tempo-Version von &#8222;Rich Woman&#8220;, einem Song aus den 50er Jahren,\u00a0der schon von Canned Heat und sp\u00e4ter auch von Robert Plant mit Alison Krauss gecovert wurde, zeigte die ganze Bandbreite der Stimme Elizabeth Lees. Sie kann es sowohl ruhig und bed\u00e4chtig, aber je nach\u00a0Bedarf auch als Bluesr\u00f6hre a la Janis Joplin oder als rockendes \u201eSouthern Girl\u201c. Aber auch die Band zeigte ihre Qualit\u00e4ten und bekam bei zwei\u00a0Tracks im ersten Set die M\u00f6glichkeit, ohne die Frontfrau ihr K\u00f6nnen unter Beweis zu stellen.<\/p>\n<p>Lucca Gallini bearbeitete seine Gitarren mal slidend, mal rockend,\u00a0spielte einige furiose Soli, aber manchmal auch nur gef\u00fchlvoll, leichte Hintergrundakzente setzend. Matteo Mantovani am Bass und der Drummer Mattia Bertolassi\u00a0sorgten f\u00fcr eine souver\u00e4ne Rhythmusbasis, auch als Spielraum f\u00fcr Gallinis Soli. Bertolassi \u00fcbernahm einige Gesangspassagen und gab mit seiner Stimme einen angenehmen Kontrast zu Lee.<\/p>\n<p>Mit \u201eKey Don&#8217;t Fit\u201c, einem Buddy Guy-Cover,\u00a0das sie eindrucksvoll darbot,\u00a0bewies\u00a0die Dame aus dem Lonestar-State, dass sie auch den Blues der damaligen \u201eGr\u00f6\u00dfen\u201c beherrscht. Zum Ende des ersten Sets wurde es melancholisch und Elizabeth erz\u00e4hlte eine Geschichte von einem verstorbenen Tom, einem einfachen Menschen, welcher in einem alten Fischerhaus mit Traumf\u00e4ngern lebte und vor dessen\u00a0Anwesen sie am Strand von Malibu gestanden hatte.<\/p>\n<p>Dieser Tom, den sie mal bei einem Konzert getroffen hatte und der sich ohne jede All\u00fcren mit ihr unterhielt,\u00a0erwies sich als einer der gr\u00f6\u00dften Songwriter der neueren Musikgeschichte, Tom Petty. Ihm zu Ehren spielte sie eine wundersch\u00f6ne Version von \u201eSawing Grace\u201c.\u00a0 Die\u00a0Besucher h\u00f6rten, ohne\u00a0st\u00f6rende Nebenger\u00e4usche, einfach nur zu, welche heutzutage bei Konzerten\u00a0ja leider oft Gang und Gebe sind. Das Krefelder Publikum zeigte\u00a0hier einmal mehr seine Klasse und zollte Respekt f\u00fcr die Band, aber auch f\u00fcr den leider zu fr\u00fch verstorbenen Petty.<\/p>\n<p>In der Pause, aber auch nach dem Konzert, ergab sich noch die M\u00f6glichkeit, mit Elizabeth Lee \u00fcber Musik, deren Gr\u00f6\u00dfen aber auch Abgr\u00fcnde (hier sei nur der Neil Young Song \u201eGirl Without\u00a0A\u00a0Song\u201c genannt, wo die Musikindustrie irgendwelche h\u00fcbschen M\u00e4dels,\u00a0die noch nie einen Song geschrieben haben, einsetzt), und anderes Triviales zu plaudern. Hier\u00a0offenbarte sich\u00a0auch\u00a0ihre Beziehung zu den meist in Berlin lebenden Southern Rockern von <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Modern+Earl\">Modern Earl<\/a>,\u00a0auf deren\u00a0aktuellem Album &#8222;Ameriphonica&#8220; (Review kommt in K\u00fcrze) sie\u00a0bei einem\u00a0Lied auch Gesangspassagen beisteuerte.<\/p>\n<p>Nach der Pause wurde der zweite Set weitaus rockiger, mit einigen starken Southern-Akzenten. Die Vollgas-Show wurde eigentlich nur von dem Etta Jones-Klassiker \u201eI&#8217;d Rather Go Blind\u201c (Elizabeth\u00a0brauchte sich mit ihrer Coverversion\u00a0wahrlich nicht hinter den vielen Gr\u00f6\u00dfen,\u00a0die den Song bereits coverten, verstecken) und einem Duo mit Matteo Mantovani, der den Bass gegen eine der E-Gitarren ausgetauscht hatte, unterbrochen.<\/p>\n<p>Bei den im zweiten Set flott rockenden Songs, waren insbesondere das psychedelische \u201eEverything&#8217;s Alright\u201c und das southern-umwobene \u201eQueen Of The Water\u201c,\u00a0das einen w\u00fcrdigen Abschlu\u00df f\u00fcr das Konzert setzte und die Zugaben einl\u00e4utete, besonders\u00a0 hervorzuheben.<\/p>\n<p>Elizabeth Lee &amp; Cozmic Mojo\u00a0d\u00fcrften mit\u00a0dem etwa zweist\u00fcndigen Auftritt ihren Fankreis erweitert haben und werden vermutlich,\u00a0sollten sie noch einmal in der Rampe auftreten, diese mit Sicherheit\u00a0viel besser f\u00fcllen. Wer auch auf Musik im Stile einer <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Beth+Hart\">Beth Hart<\/a> steht, kann getrost ein Konzert der Band besuchen. Mann\/Frau, ich will politisch korrekt sein, wird mit Sicherheit nicht entt\u00e4uscht werden.<\/p>\n<p><strong><span style=\"text-decoration: underline;\">Line-up:<\/span><\/strong><br \/>\nElizabeth Lee (lead vocals, percussion)<br \/>\nLuca Gallina (guitars, vocals)<br \/>\nMatteo Mantovani (bass, vocals)<br \/>\nMattia Bertolassi (drums, percussion, vocals)<\/p>\n<p>Bilder und Bericht: Gernot Mangold<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.cozmicmojo.com\/deutsch\">Elizabeth Lee&#8217;s Cozmic Mojo<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/elizabethanlee\">Elizabeth Lee&#8217;s Cozmic Mojo bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.kulturrampe.de\">Kulturrampe Krefeld<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein warmer, hochsommerlicher Donnerstag Abend in Krefeld und Bob Dylan spielt im K\u00f6nigspalast. Dennoch findet sich, trotz dieser legend\u00e4ren Konkurrenz, in der Kulturrampe ein Publikum, welches diese zu etwa einem Drittel f\u00fcllt. 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