{"id":23140,"date":"2018-05-17T06:25:06","date_gmt":"2018-05-17T04:25:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?p=23140"},"modified":"2018-05-17T06:25:06","modified_gmt":"2018-05-17T04:25:06","slug":"joe-bonamassa-british-blues-explosion-live-cd-dvd-review","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2018\/05\/17\/joe-bonamassa-british-blues-explosion-live-cd-dvd-review\/","title":{"rendered":"Joe Bonamassa &#8211; British Blues Explosion Live &#8211; CD-\/DVD-Review"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-23142\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Bonamassa_BBEL.jpg\" alt=\"Bonamassa_BBEL\" width=\"259\" height=\"300\" \/><\/p>\n<p>Joe Bonamassa goes British! Nachdem er 2015 auf einem seiner letzten Live-Alben (Live At Red Rocks) noch den US-amerikanischen Blues-Gr\u00f6\u00dfen Muddy Waters und Howlin Wolf Tribut gezollt hat, nimmt er sich jetzt seinen britischen Helden an. Ergebnis ist eine tiefe Verneigung des \u201eMeistersch\u00fclers\u201c vor seinen \u201eLehrmeistern\u201c, in erster Linie vor den Gitarrenlegenden Jeff Beck, <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Eric+Clapton\">Eric Clapton<\/a> und Jimmy Page, die von Bonamassa ausgiebig und meisterlich gew\u00fcrdigt werden.<\/p>\n<p>Das abwechslungsreiche Konzert-Album wurde 2016 in Greenwich, London, aufgezeichnet und kann nach den vision\u00e4ren Gitarristen im Wesentlichen in drei Abschnitte geteilt werden. Kenntnisreich ausgegrabene englische Bluesklassiker und -Rarit\u00e4ten, mit dem Schwerpunkt in den 1960er und 70er Jahren, spielt Bonamassa hier leidenschaftlich und exzellent, begleitet von einer \u00fcberragenden Band, die komplettiert wird durch Keyboarder und Rock and Roll Hall of Famer Reese Wynans (u.a. Stevie Ray Vaughan), Michael Rhodes am Bass, Schlagzeuger Anton Fig (u.a. Bob Dylan, B.B. King) und Rhythmusgitarrist Russ Irwin (u.a. Aerosmith, Sting).<\/p>\n<p>Und diese erstklassigen Begleitmusiker muss man einfach auch um sich haben, damit die \u00fcberragende Qualit\u00e4t der gecoverten Bluesst\u00fccke vor dem kritischen, englischen \u201eExpertenpublikum\u201c mitrei\u00dfend zur Geltung kommt.<\/p>\n<p>Ohne die nachhaltige Ausstrahlung, Pers\u00f6nlichkeit und Ausdauer seiner britischen Vorbilder, h\u00e4tte der europ\u00e4ische Blues ab den 1960er Jahren wohl niemals die Br\u00fccke zur Rockmusik geschlagen. Besonders die technische Experimentierfreudigkeit der drei Gitarristen (u.a. Fuzz, Feedback) begeisterte Bonamassa. Das Doppelalbum bildet dabei die perfekte Live-Hommage an seine Helden und der Facettenreichtum, den der US-Amerikaner hier in Form eines explosiven Bluesfeuerwerks vorf\u00fchrt, gleicht einer Achterbahnfahrt durch die Gr\u00fcnderepoche der englischen Blues-Rock-Historie.<\/p>\n<p>Aus dem Schaffenswerk von Jeff Beck hat er das legend\u00e4re Blues-Rock-Klassik Instrumental \u201eBeck&#8217;s Bolero\u201c (1968), &#8222;Rice Pudding&#8220; (1969) und &#8222;Plynth (Water Down The Drain)&#8220; (1969) ausgew\u00e4hlt und orientiert sich damit an Becks fr\u00fcher Phase mit der Jeff Beck Group und den Studioalben \u201eTruth\u201c (1968) und \u201eBeck-Ola\u201c (1969).<\/p>\n<p>Die Clapton-Sammlung hat Bonamassa breit gef\u00e4chert durchforstet und \u201eMainline Florida\u201c und \u201eMotherless Children\u201c vom 1974er Album \u201e461 Ocean Boulevard\u201c, \u201eDouble Crossing Time\u201c und \u201eLittle Girl\u201c aus Claptons Bluesbreakers-Zeit (1965\/1966), \u201eSWLABR\u201c aus seiner Cream Phase (1967) und &#8222;Pretending&#8220; von &#8222;Journeyman&#8220; (1989) herausgepickt.<\/p>\n<p>Dem <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Led+Zeppelin\">Led Zeppelin<\/a>-Gitarristen Jimmy Page huldigt Bonamassa auf \u201eBoogie With Stu\u201c (1974), \u201eTea For One (1976)\u201c, \u201eI Can&#8217;t Quit You Baby\u201c (1969) und mit den berauschenden Schluss-Akkorden von \u201eHow Many More Times\u201c (1969).<\/p>\n<p>Die Songs geben Joe Bonamassa sehr viel Platz f\u00fcr kreativen Gestaltungsspielraum und eigene Interpretationen. Klanglich zelebriert der Gitarrenvirtuose alles was man von ihm bereits gewohnt ist: schnelle Tempowechsel, verschiedene Spielarten, lange Soloparts und genug Freiheiten f\u00fcr seine Begleitmusiker.<\/p>\n<p>In Zeiten eines Blues-Revivals mit vielen jungen, aufstrebenden Musikern in Europa und den USA (u.a. <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Ben+Poole\">Ben Poole<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Ryan+McGarvey\">Ryan McGarvey<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Laurence+Jones\">Laurence Jones<\/a>) und ausverkauften Blues-Festivals ver\u00f6ffentlicht Bonamassa mit \u201eBritish Blues Explosion\u201c sein pers\u00f6nliches, triumphales Statement. Am Ende des Live-Mitschnitts steht fest, es geht nicht nur um die Performance, sondern auch um die gro\u00dfartige Auswahl der Songs, mit denen er den britischen Blues wieder aufleben l\u00e4sst und einem j\u00fcngeren Publikum zeitgem\u00e4\u00df zug\u00e4nglich macht.<\/p>\n<p>Die DVD-Version von Joe Bonamassas &#8222;British Blues Explosion&#8220; ist aufwendig gestaltet und f\u00e4ngt die Live-Atmosph\u00e4re vor malerischer und altehrw\u00fcrdiger Kulisse des Old Royal Naval College in Greenwich, London, bildgewaltig ein. Das opulente Werk beginnt im Gegensatz zur CD mit einem informativen Intro \u00fcber die British Blues Explosion in Gestalt von Jeff Beck, Eric Clapton und Jimmy Page in den 1960er Jahren; erz\u00e4hlt von Paul Jones, dem S\u00e4nger der &#8222;Blues Band&#8220;.<\/p>\n<p>Die Songliste ist identisch mit der CD-Ausgabe, eine Extra DVD mit interessanten Live-Mitschnitten Bonamassas aus dem Liverpooler Cavern Club und dem Beatles Cover &#8222;Taxman&#8220; ist beigef\u00fcgt. Hervorzuheben ist die exakt abgestimmte Kameraf\u00fchrung mit h\u00e4ufigen Einblendungen von Bonamassas Gitarrenspielkunst und der ausgelassenen Spielfreude seiner Bandmitglieder.<\/p>\n<p>Der US-Amerikaner tr\u00e4gt wie auf jedem seiner Konzerte einen feinen Anzug und eine dunkle Sonnenbrille. Leider gibt die Aufnahme der Konzert-Location inmitten architektonischer Prachtbauten auch die etwas sterile, altersbedingte Publikumsatmosph\u00e4re wieder, die opernhafte Z\u00fcge nicht verheimlichen kann; dies sollte unter vornehmer englischer Zur\u00fcckhaltung abgehakt werden.<\/p>\n<p>Worauf Joe Bonamassa schon seit vielen Jahren enormen Wert legt, ist auch die visuelle Ver\u00f6ffentlichung seiner Konzert-CDs. Dar\u00fcber hinaus achtet er regelm\u00e4\u00dfig auf interessante Locations f\u00fcr seine Konzertaufnahmen. Das naturpr\u00e4chtige Schauspiel auf der B\u00fchne at Red Rocks, nahe Denver, das <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2016\/09\/10\/joe-bonamassa-live-at-the-greek-theatre-cd-dvd-review\/\">Greek Theatre<\/a> in Los Angeles oder die <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2017\/06\/13\/joe-bonamassa-live-at-carnegie-hall-an-acoustic-evening-cd-dvd-review\/\">Carnegie Hall<\/a> in New York, zeigen seine Wertsch\u00e4tzung f\u00fcr sch\u00f6ne Locations und die pers\u00f6nliche Begeisterung f\u00fcr seine Gitarrenhelden, sieht man seinem B\u00fchnenauftritt in Greenwich bei jedem Song an.<\/p>\n<p>Joe Bonamassas \u201eExplosion-Event\u201c und seine R\u00fcckbesinnung auf die Gr\u00f6\u00dfen der englischen Blues-Rock-Zeit stehen damit ganz vorne in der Reihe vergleichbarer Produktionen, wie z.B. \u201eThe Blues\u201c, der Dokumentation von Martin Scorsese oder auch den \u201eCrossroads Guitar Festivals\u201c von Eric Clapton.<\/p>\n<p><strong>Mascot Label Group (2018)<\/strong><br \/>\n<strong> Stil: Blues Rock<\/strong><\/p>\n<p><strong>CD:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Disc 1:<\/strong><br \/>\n01. Beck&#8217;s Bolero \/ Rice Pudding<br \/>\n02. Mainline Florida<br \/>\n03. Boogie With Stu<br \/>\n04. Let Me Love You Baby<br \/>\n05. Plyth (Water Down The Drain)<br \/>\n06. Spanish Boots<br \/>\n07. Double Crossing Time<br \/>\n08. Motherless<\/p>\n<p><strong>Disc 2:<\/strong><br \/>\n01. SWLABR<br \/>\n02. Tea For One \/ I Can&#8217;t Quit You Baby<br \/>\n03. Little Girl<br \/>\n04. Pretending<br \/>\n05. Black Winter \/ Django<br \/>\n06. How Many More Times<\/p>\n<p><strong>DVD:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Disc 1:<\/strong><br \/>\n01. British Blues Explosion (Intro)<br \/>\n02. Beck&#8217;s Bolero \/ Rice Pudding<br \/>\n03. Mainline Florida<br \/>\n04. Boogie With Stu<br \/>\n05. Let Me Love You Baby<br \/>\n06. Plyth (Water Down The Drain)<br \/>\n07. Spanish Boots<br \/>\n08. Double Crossing Time<br \/>\n09. Motherless<br \/>\n10. SWLABR<br \/>\n11. Tea For One \/ I Can&#8217;t Quit You Baby<br \/>\n12. Little Girl<br \/>\n13. Pretending<br \/>\n14. Black Winter \/ Django<br \/>\n15. How Many More Times<br \/>\n16. Credits<\/p>\n<p><strong>Disc 2:<\/strong><br \/>\n01. Joe Bonamassa &#8211; Live At The Cavern Club<br \/>\n02. Taxman \u2013 Tribute To The Beatles<br \/>\n03. Fan Footage Of Joe Receiving A \u201cBrick In The Wall\u201d At The Cavern Club<br \/>\n04. Photo Gallery \u2013 British Blues Explosion Live UK Tour<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/jbonamassa.com\/\">Joe Bonamassa<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/JoeBonamassa\">Joe Bonamassa bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.netinfect.de\">Netinfect Promotion<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Joe Bonamassa goes British! Nachdem er 2015 auf einem seiner letzten Live-Alben (Live At Red Rocks) noch den US-amerikanischen Blues-Gr\u00f6\u00dfen Muddy Waters und Howlin Wolf Tribut gezollt hat, nimmt er sich jetzt seinen britischen Helden an. 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