{"id":2254,"date":"2015-12-14T04:57:00","date_gmt":"2015-12-14T03:57:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hauptsachebizeps.de\/SoS\/?p=2254"},"modified":"2020-07-09T11:42:01","modified_gmt":"2020-07-09T09:42:01","slug":"shelly-fairchild-ride-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2015\/12\/14\/shelly-fairchild-ride-cd-review\/","title":{"rendered":"Shelly Fairchild \u2013 Ride &#8211; CD-Review"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Fai.jpg\" \/><\/p>\n<p>Nashvilles M\u00e4dels sind wieder eine Macht! Schon lange nicht mehr war weiblicher Country so pr\u00e4sent wie in diesen Tagen! Gut so! Noch bedeutender ist jedoch die Tatsache, da\u00df sich die &#8222;neue&#8220; Damenbewegung wieder klipp und klar zum Country bekennt, statt sich mit \u00fcberzogenen, oft allzu bombastischen Pop-Str\u00f6mungen zu besch\u00e4ftigen. &#8222;Back to the roots&#8220; und dennoch modern, hei\u00dft die Devise!<\/p>\n<p>Neuestes Paradebeispiel dynamischer Nashville-Frauenpower ist die \u00e4u\u00dferst attraktive Shelly Fairchild mit ihrem \u00fcberragenden Debut &#8222;Ride&#8220;! Fantastische, sehr frische, gleichzeitig duckvolle, von der Southern-Schw\u00fcle des Mississippi Deltas durchsetzte, wunderbar melodische New Country-\/Countrymusic mit durchaus traditioneller Basis, immer leicht angerockt und mit einem dezent rootsigen Touch versehen. Herzhafte E-Gitarren vereinen sich mit herrlichen Acoustic Gitarren, Dobros, Mandolinen, Fiddles, Steelguitars und einer immer knackigen Rhythmussektion. Das hat richtig W\u00fcrze!<\/p>\n<p>Dazu besitzt Shelly eine ganz wunderbare, ungemein kraftvolle, voller Energie steckende, klare Stimme, fast wie eine powernde Kombination von <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Trisha+Yearwood\">Trisha Yearwood<\/a><\/span>, Pam Tillis und Patty Loveless, aber mit dem Feuer ihres &#8222;Mississippi-Delta&#8220;-Blutes. Das Shelly Fairchild sich selbst voller Bescheidenheit als ein &#8222;simple, small-town Misssissippi girl&#8220; charakterisiert, spricht f\u00fcr ihren Charme. Immerhin hat sie es sofort geschafft, ist aber auch kein Wunder bei ihrer Klasse, direkt f\u00fcr ihre erste CD einen Major-Label-Deal zu ergattern, von den etablierten Songwritern der Szene sofort mit vollstem Vertrauen und dementsprechend gutem Songmaterial bedacht zu werden, ganz zu schweigen von den vielen in das Werk involvierten erstklassigen Musikern.<\/p>\n<p>Diese Entwicklung kommt allerdings auch nicht ganz zuf\u00e4llig. Shelly stammt aus einer musikbegeisterten Familie. Bereits in der High School sammelte sie erste B\u00fchnenerfahrungen, gefolgt von Anstellungen im Theater, sowie in gro\u00dfen Musicals, was letztendlich in einer fundierten Ausbildung ihrer Stimme m\u00fcndete. Auch gro\u00dfes kompositorisches Talent darf man Mrs. Fairchild attestieren, was sie bei vier der insgesamt elf Songs dieses Silberlings eindrucksvoll beweist. Durchaus interessant vielleicht auch, da\u00df die ber\u00fchmte Motorrad-Marke Harley Davidson sie mittlerweile als Werbetr\u00e4gerin an sich gebunden hat, was absolut nachbollziehbar ist.<\/p>\n<p>Mit ein wenig Verz\u00f6gerung ist ihr gro\u00dfartiger Erstling (die Ver\u00f6ffentlichung wurde mehrere Male verschoben) mit dem zum gerade geschilderten Sachverhalt passenden Titel &#8222;Ride&#8220; nun endlich erh\u00e4ltlich. Schon ab der ersten Note des mit einer sexy-bluesigen Stimme vorgetragenen Openers &#8222;Kiss Me&#8220; sp\u00fcrt man f\u00f6rmlich, wie es in diesem feurigen schwarzhaarigen Vulkan brodeln mu\u00df, bis er letztendlich seine hei\u00dfe Song-Lava eruptionsartig in die musikalische New-Country-Landschaft ablassen kann.<\/p>\n<p>Eine gl\u00fchende, voller Southern Soul steckende, unter die Haut gehende, angerockte Ballade mit tollem Banjo- und Dobro-Picking, aber auch sch\u00f6n satten E-Gitarren und einer wunderbaren Melodie. Ein klasse Sound! Ihre Produzenten, Country-Veteran Buddy Cannon (<span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Kenny+Chesney\">Kenny Chesney<\/a><\/span>, Reba McEntire, George Jones) sowie Kenny Greenberg (<span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Edwin+McCain\">Edwin McCain<\/a><\/span>, Allison Moorer, The Mavericks), im \u00fcbrigen einer der gefragtesten Studio-Gitarristen der Szene und hier nat\u00fcrlich mit an Bord, haben ein sehr atmosph\u00e4risches, lockeres, und doch ungemein knackig abgemischtes Gesamtwerk hinbekommen.<\/p>\n<p>Man sp\u00fcrt oft die hei\u00dfe, schw\u00fcle Luft des Mississippi-Deltas durch die Songs str\u00f6men. Sehr stark sind beispielsweise die temporeichen St\u00fccke wie &#8222;Ready To Fall&#8220; (ein klasse New Country-Rocker) oder ihre erste Single &#8222;You Don\u2019t Lie Here Anymore&#8220; (voller Biker-Flair steckender Counmtryrock mit frischer Mandoline und herzhaften E-Gitarren), wo Shelly mit einer rotzfrechen &#8222;R\u00f6hre&#8220;, sehr angenehm eine Art zur\u00fcckhaltende Aggressivit\u00e4t verspr\u00fcht. Toll!<\/p>\n<p>Herausragend auch ihr &#8222;dreckiger&#8220; Vortrag bei &#8222;Down Into The Muddy Water&#8220; mit gl\u00fchender Slide, rockigen Rhythmusgitarren, Honkytonk-Piano, fetzigen Drums und fetten, aber nie nervenden Bl\u00e4sereins\u00e4tzen, sowie einem filigranen Greenberg-E-Gitarren-Solo. Genial auch dieser locker, flockige Southern-Honkytonk-Blues &#8222;I\u2019m Goin\u2019 Back&#8220;, ein rhythmischer Footstomper mit herrlichen Harmonika-Fills.<\/p>\n<p>Das sie es auch etwas ruhiger beherrscht, zeigen solch brillante St\u00fccke wie die zweite Single &#8222;Tiny Town&#8220; (wunderbar melodischer, sehr satt instrumentierter New Country mit toller Steel, Fiddle, fetter E-Gitarre und kraftvollem Rhythmus), &#8222;Eight Crazy Hours&#8220; oder &#8222;Fear Of Flying&#8220; (herrlich frische, kraftvolle Country-Ballade im 3\/4-Takt), wobei ihre innere Power dennoch stets gewahrt bleibt. Ein Vulkan eben! An den sinnbildlichen Vergleich ankn\u00fcpfend, kann man nur auf viele weitere musikalische Nachbeben dieses Niveaus hoffen! Daf\u00fcr. Good luck, Shelly! Dein Debut jedenfalls ist ein Kn\u00fcller!<\/p>\n<p><strong>Sony Nashville (2005)<\/strong><br \/>\n<strong> Stil:\u00a0 New Country<\/strong><\/p>\n<p>01. Kiss Me<br \/>\n02. Ready To Fall<br \/>\n03. Tiny Town<br \/>\n04. You Don&#8217;t Lie Here Anymore<br \/>\n05. I Want To Love You<br \/>\n06. Eight Crazy Hours (In The Story Of Love)<br \/>\n07. Down Into Muddy Water<br \/>\n08. Ride<br \/>\n09. Time Machine<br \/>\n10. I&#8217;m Goin&#8216; Back<br \/>\n11. Fear Of Flying<br \/>\n12. There You Go Again<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.shellyfairchild.com\">Shelly Fairchild<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/shellyfairchild\">Shelly Fairchild bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.baerchenrecords.de\">B\u00e4rchen Records<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nashvilles M\u00e4dels sind wieder eine Macht! Schon lange nicht mehr war weiblicher Country so pr\u00e4sent wie in diesen Tagen! Gut so! 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