{"id":2246,"date":"2015-12-14T05:00:00","date_gmt":"2015-12-14T04:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hauptsachebizeps.de\/SoS\/?p=2246"},"modified":"2020-07-09T11:40:29","modified_gmt":"2020-07-09T09:40:29","slug":"jace-everett-same-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2015\/12\/14\/jace-everett-same-cd-review\/","title":{"rendered":"Jace Everett \u2013 Same &#8211; CD-Review"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/jace-e1434216791618.jpg\" \/><\/p>\n<p>&#8222;I can definitely say this is an honest record from top to the bottom&#8220;, so lautet der Kommentar von Jace Everett selbst zu seinem Deb\u00fctalbum. Und wenn man sich mit seinem Background besch\u00e4ftigt, die zehn auf der CD befindlichen Songs geh\u00f6rt und seine Texte aufgenommen hat, bleibt einem nur die profane Feststellung. Der Bursche hat recht! Das Teil ist nicht mehr und nicht weniger als ein ungemein knackiges, \u00fcberwiegend mit satten Gitarren garniertes, dynamisches, voller herrlicher, melodischer Songs steckendes, z\u00fcndendes Country-\/New Country-Prachtwerk ohne jede Schwachstelle, das in Nashville und bei den Fans f\u00fcr ordentlich Furore sorgen sollte!<\/p>\n<p>Jace Everett wurde in Evansville\/Indiana geboren, zog aber mit seinen Eltern nach Texas, als er gerade sechs Jahre alt war. Musikalisch dominierten im Hause Everett Countrykl\u00e4nge und auch ein wenig Elvis. Jace begann fr\u00fch in Kirchenbands zu singen und Bass zu spielen. F\u00fcr sein Studium ging er nach Nashville, brach es aber ab, als er die Gelegenheit bekam, mit einem Freund ein mehrmonatiges Arrangement in einer Coverband in Europa anzunehmen. In Monaco lernte er seine Frau kennen, mit der er einen Sohn hat.<\/p>\n<p>Man zog zusammen zur\u00fcck nach Texas, Jace beendete sein musikalisches Wirken vorerst und arbeitete als Konstrukteur. Seine Ehe scheiterte jedoch (m\u00f6glicherweise unter anderem weil, wie es auch so mancher Songtext vermittelt, der blendend aussehende James Dean-Typ den weiblichen Reizen nicht abgeneigt schien&#8230;), Frau und Kind gingen zur\u00fcck nach Monaco und Jace zog es wieder nach Nashville, wo er sich mit diversen Jobs mehr schlecht als recht durchschlug. Er begann wieder f\u00fcr aufstrebende Musiker Bass zu spielen und erhielt schon nach kurzer Zeit einen eigenen Major-Deal, der aber nach personellen Ver\u00e4nderungen in der F\u00fchrungsebene des Labels gek\u00e4nzelt wurde.<\/p>\n<p>Trotzdem, sein gro\u00dfes Songwriter- und Gesangstalent (Everett hat eine kr\u00e4ftige, ganz gro\u00dfartige, sehr angenehme Stimme) blieb den entscheidenden Leuten in Music City keineswegs verborgen, ergatterte er relativ schnell danach erneut einen Vertrag mit Sony Nashville. Ergebnis ist dieses exzellente Debut! Everett liefert ein ziemlich kompaktes, sich neben seiner eigenen individuellen Klasse auch dank der vielen brillanten Studiomusiker (u. a. James B. Lowry, JT Corenflos, Mike Brignardello, dem \u00fcberragenden Russ Pahl, Tony Harrel, Eric Darken, Shannon Forrest) auf h\u00f6chstem musikalischem Level bewegendes Werk ab, das zus\u00e4tzlich mit klasse Texten gl\u00e4nzt, mal am\u00fcsant, mal selbstkririsch und oft sehr autobiographisch.<\/p>\n<p>In Bezug auf die knackige, teils durchaus rockige und kraftvolle musikalische Umsetzung brachte es letztlich ein amerikanischer Kritiker mit den Worten &#8222;It&#8217;s a musical biography of hell-raising rockers and soul-baring ballads&#8220; bestens auf den Punkt, wobei die dynamischen Uptempo-Nummern klar im Vordergrund stehen! Er selbst ist an sechs St\u00fccken beim Songwriting beteiligt, dazu kommen viele namhafte Komponisten der Szene (Casey Beathard, Chris Stapelton, Stephany Delray, Bob DiPiero, James Leblanc). Produziert haben keine geringeren als Mark Wright und Greg Droman.<\/p>\n<p>Die tollen Opener &#8222;Everything I Want&#8220; (starkes Banjo, fette E-Gitarren-Licks) und &#8222;That\u2019s The Kind Of Love I\u2019m In&#8220; (herrlich flockig und dynamisch) bestechen durch Jace\u2019s coolen Gesang und ihre countryrockig-typische Art voller unterschwelligen Power. Gro\u00dfartig dabei das unaufdringliche und sehr harmonische Zusammenwirken vom Akustik-, E-Gitarren und Orgel mit den knackigen Drum- und Basst\u00f6nen. Das l\u00fcsterne &#8222;Bad Things&#8220;, von Everett allein komponiert, brilliert mit einem tollen, mystischen, leicht psychedelischen Chris Isaak-Flair und einem dezenten Rockabilly-Ansatz. Herrlich das integrierte E-Gitarren-Solo. Southern-bluesig mit dreckiger Harmonica, Honkytonk-Piano und starken Slideriffs wird es bei dem fetten, Boogie-m\u00e4\u00dfigen &#8222;I Gotta Have It&#8220;. Texas-Recke <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Radney+Foster\">Radney Foster<\/a><\/span> und Bobby Houck, der gro\u00dfartige Frontmann von South Carolinas Vorzeige Rootsrockern, den <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Blue+Dogs\">Blue Dogs<\/a> (man beachte auch deren grandiose Originalversion auf ihrer 2004er Scheibe &#8222;Halos and good buys&#8220;) haben die traumhaft melodische Midtemponummer &#8222;Half Of My Mistakes&#8220; komponiert; die Jace nun wunderbar covert.<\/p>\n<p>Eine herrlich warme, sch\u00f6n entspannte Texas-Atmosph\u00e4re dominiert dieses tolle St\u00fcck. Das Steel-lastige, richtig locker, flockig und fr\u00f6hlich dahinschwingende &#8222;The Other Kind&#8220; (kleines Duell zwischen Steel- und E-Gitarre), gefolgt vom \u00fcberragenden Honkytonk-Southern-Rocker Marke <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Lynyrd+Skynyrd\">Skynyrd<\/a><\/span>\/<span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=The+Warren+Brothers\">Warren Brothers<\/a><\/span> &#8222;A Little Less Lonely&#8220; (klasse Piano; Everett r\u00f6hrt am Ende wie Johnny Van Zant) und der in Montgomery Gentry-Manier gebrachte Mitgr\u00f6ler &#8222;Gold&#8220; sind die n\u00e4chsten &#8222;Earcatcher&#8220; der CD. Die beiden autobiographischen &#8222;Nowhere In The Neighbourhood&#8220; (erinnert im Refrain von der Melodie her entfernt an Cat Stevens\u2019 &#8222;Father And Son&#8220;) und &#8222;Between A Father And A Son&#8220; spielen noch einmal auf Everett\u2019s bewegte Vergangenheit an und sind von daher recht emotional, aber immer noch sch\u00f6n knackig, in Szene gesetzt &#8211; wie immer, mit tollen Melodien und feinen instrumentellen Finessen der Nashville-Studioartisten, die auf diesem Werk augenscheinlich ihr bestes geben (Everetts O-Ton. &#8222;Weltklassemusiker&#8220;).<\/p>\n<p>Jace Everett ist ein sehr starkes, modernes, frisches und kurzweiliges Album gelungen, auf dem man, wir erw\u00e4hnten es bereits, Schw\u00e4chen vergebens sucht. Herlicher Stoff f\u00fcr Freunde junger, wilder und unverbrauchter Interpreten wie <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Brian+McComas\">Brian McComas<\/a><\/span>, The Warren Brothers, <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Drew+Womack\">Drew Womack<\/a><\/span>, <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Steve+Azar\">Steve Azar<\/a><\/span>, <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Dean+Miller\">Dean Miller<\/a><\/span>, <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Jason+Aldean\">Jason Aldean<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Bobby+Pinson\">Bobby Pinson<\/a><\/span> &amp; Co!. Bitte mehr davon&#8230;<\/p>\n<p><strong>Sony Music Nashville (2006)<\/strong><br \/>\n<strong> Stil:\u00a0 New Country<\/strong><\/p>\n<p>01. Everything I Want<br \/>\n02. That\u2019s The Kind Of Love I\u2019m In<br \/>\n03. Bad Things<br \/>\n04. I Gotta Have It<br \/>\n05. Half Of My Mistakes<br \/>\n06. The Other Kind<br \/>\n07. A Little Less Lonely<br \/>\n08. Gold<br \/>\n09. Nowheere In The Neighborhood<br \/>\n10. Between A Father And A Son<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.JaceEverett.com\">Jace Everett<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/pages\/Jace-Everett-Fan-Page\/121819576698\">Jace Everett bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.baerchenrecords.de\">B\u00e4rchen Records<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;I can definitely say this is an honest record from top to the bottom&#8220;, so lautet der Kommentar von Jace Everett selbst zu seinem Deb\u00fctalbum. Und wenn man sich mit seinem Background besch\u00e4ftigt, die zehn auf der CD befindlichen Songs geh\u00f6rt und seine Texte aufgenommen hat, bleibt einem nur die profane Feststellung. 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