{"id":2230,"date":"2015-12-14T05:02:00","date_gmt":"2015-12-14T04:02:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hauptsachebizeps.de\/SoS\/?p=2230"},"modified":"2020-07-09T11:39:30","modified_gmt":"2020-07-09T09:39:30","slug":"emory-quinn-see-you-at-the-next-light-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2015\/12\/14\/emory-quinn-see-you-at-the-next-light-cd-review\/","title":{"rendered":"Emory Quinn \u2013 See You At The Next Light &#8211; CD-Review"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Emo-e1434140894873.jpg\" \/><\/p>\n<p>Das hochtalentierte Trio aus San Antonio\/Texas legt seinen dritten Studio-Longplayer vor und erbringt erneut eine grandiose Leistung. Schon mit ihrem meisterhaften Vorg\u00e4nger &#8222;The Road Company&#8220; hatten die drei gro\u00dfartigen Multiinstrumentalisten Clint Bracher (Lead vocals, Guitars), Nathan Rigney (Vocals, Guitars, Mandolin, Banjo, Violin, Viola, Cello, Pedal Steel, Omnichord) und Case Bell (Vocals, Bass, Keyboards) ein absolutes Ausrufezeichen in Sachen Rootsrock, Americana, Alternate Country und klassischem Countryrock gesetzt, was sie nun mit ihrem neuen Werk \u00fcberaus eindrucksvoll untermauern.<\/p>\n<p>Traumhafte Melodien, wunderbares, variantenreiches E-Gitarrenspiel, lockere, dennoch knackige, flockig fl\u00fcssige, jedoch immer mit der n\u00f6tigen Portion erdigem &#8222;Red Dirt&#8220;-Staub versehene Arrangements &#8211; diese Truppe ist eine Klasse f\u00fcr sich, der man in der Szene eine sich wohltuend hervorhebende Ausnahmestellung bescheinigen darf. Der Bandname ergibt sich \u00fcbrigens aus den Mittelnamen von Nathan (Emory) Rigby und Clint (Quinn) Bracher. Trotz des hochqualifizierten K\u00f6nnens der einzelnen Musiker ist in diesem hervorragend funktionierendem Bandgef\u00fcge kein Platz f\u00fcr individuelle Eitelkeiten.<\/p>\n<p>Der Star ist immer der Song und dies macht letztendlich eine der St\u00e4rken des Trios aus. Auf ihrem neuen Album &#8222;See You At The Next Light&#8220; liefern die Texaner zehn ganz wunderbare, sehr angenehm ins Ohr flie\u00dfende, melodische Songs ab, die gen\u00fc\u00dflich die Grenzen zwischen Roots, Americana, Alternate Country, &#8222;Red Dirt&#8220;-Countryrock und zeitlosem Retro-Countryrock \u00fcberschreiten. Dazu kommen Einfl\u00fcsse aus dem Singer\/Songwriter-Stroytelling, aus dem Folk, aber auch vom Southern Rock. Und das beste. Mit jedem weiteren H\u00f6rdurchgang scheinen die Songs, da ihre vielen kleinen, exzellenten Feinheiten oft erst dann offenbaren, immer st\u00e4rker zu werden. Ein Indiz f\u00fcr die gro\u00dfe Substanz dieser Musik.<\/p>\n<p>Im weitesten Sinne spannen Emory Quinn auf ihrem neuen Werk einen Bogen von solchen Bands wie <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Micky+%26+The+Motorcars\">Micky\u00a0&amp; The Motorcars<\/a><\/span> bis hin zu der jetzt schon kultigen <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=The+Band+Of+Heathens\">The Band Of Heathens<\/a><\/span>. Aber ihre Einfl\u00fcsse beinhalten auch solche Namen wie Poco, die guten alten Byrds, Steve Earle, <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Robert+Earl+Keen\">Robert Earl Keen<\/a><\/span>, Josh Ritter, Blue Mountain und, nach eigenen Angaben, sogar Widespread Panic. S\u00e4mtliche Kompositionen stammen wieder aus der Feder von Frontmann Clint Quinn Bracher. Den hervorragenden Auftakt bildet das mit einem sch\u00f6n dominant pumpenden Bass versehene, wunderbare &#8222;Hand in Hand&#8220;. Ein sehr pr\u00e4gnanter, ins Ohr gehender Refrain mit sch\u00f6nem Harmoniegesang, eine pr\u00e4chtig gezupfte E-Gitarre, dazu im weiteren Verlauf ein kerniges, z\u00fcndendes Solo, sehr klangvolle Akustikgitarren und nat\u00fcrlich Brachers \u00fcberaus angenehmer Gesang lassen sofort eine vertraute &#8222;Wohlf\u00fchlatmosph\u00e4re&#8220; der Marke Emory Quinn aufkommen.<\/p>\n<p>Das folgende, b\u00e4renstarke &#8222;Moving On&#8220; beweist dann, dass die Jungs auch ordentlich Dampf machen k\u00f6nnen. Ein erdiger, gitarrenbetonter, knackiger, schwungvoller &#8222;Red Dirt&#8220;-Country-Rootsrocker par excellance, der mit seinen pr\u00e4chtigen, transparenten Twin-E-Gitarren eine Menge Southern-Espirit beinhaltet. Einfach toll! Mit &#8222;Heart In Mind&#8220; wird der Puls dann wieder etwas heruntergefahren. Ein sehr entspannter, leicht folkig angehauchter Track, bei dem die Mandoline regelrecht verzaubert. Rigneys dezente Streicherzugaben und die hintergr\u00fcndigen Harmony Vocals von Gastmusikerin Melissa Ludwig wirken einfach bet\u00f6rend. Neben Melissa fungiert im \u00fcbrigen mit Bobby Jarzombek lediglich noch ein weiterer Gastmusiker, der bei allen Tracks in entsprechend hervorragender Manier das Schlagzeug bedient.<\/p>\n<p>Das flockige &#8222;Finds Danger&#8220; pendelt herrlich melodisch irgendwo zwischen Bob Dylan und Tom Petty. Eine markante Mandoline, synchron zur Akustikgitarre, und filigrane E-Gitarren-Parts von Rigney bilden hier die Highlights. Der einen textlich mitnehmenste Song ist &#8222;Holes Through The Windows&#8220;. Der Protagonist dr\u00fcckt auf den Abzug und streckt den Lover seiner Geliebten nieder. Thematik und auch die musikalische Umsetzung kommen in der Tradition von <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Bleu+Edmondson\">Bleu Edmondson<\/a><\/span> und seinen St\u00fccken &#8222;Finger On The Trigger&#8220; oder &#8222;No Room For Mercy&#8220;. Packender, dramatischer Stoff!<\/p>\n<p>Eine wunderbar integrierte Pedal Steel Guitar heult beim Country-angehauchten &#8222;Tear Down The Walls&#8220;, einem St\u00fcck irgendwo zwichen Robert Earl Keen, Chris Knight und den Drive-By Truckers. &#8222;Be Here Now&#8220; bietet ein weiteres Mal ein gewisses Tom Petty-Flair. Klasse hier erneut die Harmonies von Melissa Ludwig. Einen tollen Text gibt es wieder bei &#8222;When I Dream&#8220;. Bracher singt &#8222;When I dream I never sleep&#8220;, welch poetische Zeile! Stark hier das E-Piano von Case Bell und sein &#8222;gluckerndes&#8220; Solo.<\/p>\n<p>An die goldenen Jahre der The Allman Brothers Band erinnert das von einer markanten Akustikgitarre und relaxtem E-Gitarren-Spiel (grandioses Solo) umgarnte &#8222;Calling Your Name&#8220;. So etwas wie das &#8222;Melissa&#8220; des neuen Jahrtausends, diesmal allerdings von Emory Quinn kreiert! Gro\u00dfe Musik! Das fr\u00f6hliche, von einem quirligen Banjo gef\u00fchrte, countrylastige &#8222;Falling Down&#8220; (dezent grassig, Brachers Gesang in kauziger Art eines Bob Dylan) bildet einen \u00e4hnlichen Abschluss wie schon &#8222;Phone went west&#8220; bei &#8222;The Road Company&#8220;. Ein pr\u00e4chtiges Album ohne jede Schw\u00e4chen, mit dem man sofort &#8222;warm&#8220; wird.<\/p>\n<p>Immer wieder schimmert, wie bereits erw\u00e4ht, auch The Band Of Heathens ein wenig durch. Emory Quinn ziehen auf &#8222;See You At The Next Light&#8220; ihr Ding konsequent weiter durch. Hohes spielerisches Niveau statt kommerzieller Erfolg (den sie zweifellos verdient h\u00e4tten) bleibt dabei wohl ein Grundprinzip der Texaner. Das macht das Trio umso sympathischer. Roots-\/Americana-\/Countryrock-Stoff vom Allerfeinsten! Wann entdecken sowas endlich die Radiostationen?<\/p>\n<p><strong>Texas Ent. Group (2010)<\/strong><br \/>\n<strong> Stil:\u00a0 Roots Rock<\/strong><\/p>\n<p>01. Hand In Hand<br \/>\n02. Moving On<br \/>\n03. Heart In Mind<br \/>\n04. Finds Danger<br \/>\n05. Holes Through The Windows<br \/>\n06. Tear Down The Walls<br \/>\n07. Be Here Now<br \/>\n08. When I Dream<br \/>\n09. Calling Your Name<br \/>\n10. Falling Down Again<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.EmoryQuinn.com\">Emory Quinn<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/\/pages\/Emory-Quinn\/31069884728\">Emory Quinn bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.baerchenrecords.de\">B\u00e4rchen Records<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das hochtalentierte Trio aus San Antonio\/Texas legt seinen dritten Studio-Longplayer vor und erbringt erneut eine grandiose Leistung. 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