{"id":2144,"date":"2015-12-14T05:21:00","date_gmt":"2015-12-14T04:21:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hauptsachebizeps.de\/SoS\/?p=2144"},"modified":"2020-07-09T11:22:04","modified_gmt":"2020-07-09T09:22:04","slug":"john-corbett-leaving-nothin-behind-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2015\/12\/14\/john-corbett-leaving-nothin-behind-cd-review\/","title":{"rendered":"John Corbett \u2013 Leaving Nothin\u2019 Behind &#8211; CD-Review"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Cor-e1433843605652.jpg\" \/><\/p>\n<p>Sehr starkes Album von John Corbett! Der in unseren Breitengraden ja eher als Schauspieler in Serien wie &#8222;Sex And The City&#8220; oder Kinostreifen wie &#8222;My Big Fat Greek Wedding&#8220; bekannte Interpret, hatte 2006 ein sehr beachtliches <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2015\/12\/14\/john-corbett-same-cd-review\/\">Deb\u00fct<\/a> als Musiker hingelegt, was bei vielen seiner Kollegen mit gleichem Anliegen bekanntlich meistens schief gegangen ist. Gute sieben Jahre sp\u00e4ter hat es ihm scheinbar wieder &#8222;in den Fingern gejuckt&#8220; und er beschert uns ein weiteres, ganz gro\u00dfartiges New Country-\/Countryrock-Werk mit dem Titel &#8222;Leaving Nothin\u2018 Behind&#8220;.<\/p>\n<p>Wow, dass ist so stark, als w\u00e4re er von Hause aus Musiker und nicht Schauspieler. Auch wenn John in kompositorischer Hinsicht nicht involviert ist, so muss man ihm einerseits ein exzellentes Gesp\u00fcr f\u00fcr die richtigen, zu ihm passenden Songs attestieren, andererseits ein sehr gl\u00fcckliches H\u00e4ndchen bei der Auswahl der Leute, die ihn bei seinen Musikprojekten umgeben, bescheinigen. Beim Erstling damals hatten der beliebte und kurz danach verstorbene The <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Marshall+Tucker+Band\">Marshall Tucker Band<\/a><\/span>-Gitarrist George McCorkle und auch <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Jon+Randall\">Jon Randall Stewart<\/a><\/span> (der schrieb seiner Zeit die beiden mit markantesten Tracks der CD &#8222;Bottle Of Whiskey&#8220; und &#8222;Cash&#8220;) wesentliche Akzente gesetzt.<\/p>\n<p>Mit Letztgenanntem hat sich seither eine dicke Freundschaft entwickelt. Und so entschied sich Corbett schwerpunktm\u00e4\u00dfig, von Randall neu kreierte St\u00fccke umzusetzen, bis auf das sch\u00f6ne, atmosph\u00e4rische &#8222;Tennesse Will&#8220; aus der Feder von Pat McLaughlin und Adam Hood (voller wunderbarem Southern Soul, mit feiner Mandoline, Orgelhall, typisch weiblichem Background Gesang, weinender Steel), sowie zwei Coversongs, &#8222;Rainy, Windy Sunshine&#8220; (klasse Honky Tonk-Piano von Jimmy Wallace, sch\u00f6ne, riffige E-Gitarren) und &#8222;Satin Sheets&#8220; (mit herrlich rotzigen Background-Ges\u00e4ngen und starken Dobro-Fills &#8211; beide St\u00fccke sind im \u00fcbrigen auf dem Deb\u00fctalbum der Bellemy Brothers ,&#8220;Let Your Love Flow&#8220;, zu finden), bei denen sehr eindrucksvoll offeriert wird, was man heute aus solch vermeintlich angestaubten Tracks musikalisch rausholen kann, wenn die richtigen Akteure zu Gange sind.<\/p>\n<p>Ja, und bei diesen Akteuren hat Jon Randall Stewart mal wieder eine exklusive, begnadete Musikerschar um sich versammelt, deren Spielfreude sich automatisch auf den H\u00f6rer \u00fcbertr\u00e4gt. Leute wie Steve Gorman (drums) und Audley Freed (guitar) kennt man aus dem The Black Crowes-Dunstkreis, Michael Rhodes (bass), Jimmy Wallace (keyboards), Bryan Sutton (guitars, mandolin), Dan Dugmore (steel, dobro, guitars), John Cowan, Sarah Buxton, Jon selbst und seine Frau Jessi Alexander (die nach knapp einer Woche, nachdem sie Zwillinge zur Welt gebracht hatte, schon wieder mit in die Aufnahmen einstieg) sind allesamt gern gebucht, wenn es in Nashville gilt, eine hochwertige Studioscheibe zu produzieren.<\/p>\n<p>Apropos Produktion. Auch hier hat Jon Randall in Zusammenarbeit mit Gary Paczcosa ein wunderbar klares und transparentes Ergebnis erzielt. Der Opener &#8222;Steel Your Heart&#8220; pl\u00e4tschert zun\u00e4chst zu l\u00e4ssiger Akustikgitarrenuntermalung dahin, nimmt dann im Verlauf mit dem Einsetzen von Orgel, Piano und E-Gitarren (sch\u00f6nes Solo am Ende) und Backs aber ordentlich Fahrt auf. Sofort verspr\u00fcht dazu der smarte S\u00e4nger mit seiner angenehmen Stimme ein wohliges Ambiente. Das ruhige innehaltende &#8222;Name On A Stone&#8220; erh\u00e4lt aufgrund des vor geraumer Zeit verstorbenen Vaters fast schon autobiografische Z\u00fcge.<\/p>\n<p>Einfach herrlich das wie eine Art zur\u00fcckgenommenes &#8222;Hotel California&#8220; im Tex-Mex-Gewand voller Atmosph\u00e4re und Spannung steckende &#8222;El Paso&#8220; (grandios die klare spanische Akustikgitarre, dazu die bedr\u00fcckenden E-Bariton-Fills und die dramatisch klingende Slide-Gitarre). Klasse auch der Text (&#8222;\u2026I wasn\u2019t even in El Paso, when they gunned that cowboy down, I was in the arms of Rosa, sleeping safe and sound, so remember when you hang me, all I\u2019m guilty of is drinking cheap tequila, and falling in love\u2026&#8220;). &#8222;Backside Of A Backslide&#8220; ist ein richtig in Bakersfield-Manier abgehender Gute-Laune-Coutryrock-Heuler mit tollem, im Southern Rock verankertem E-Gitarren-Spiel.<\/p>\n<p>Die wieder eher ruhig gehaltenen St\u00fccke &#8222;Me And Whiskey&#8220;, &#8222;Cocaine And Communion&#8220;, sowie das abschlie\u00dfende, grandiose &#8222;Dairy Queen&#8220; demonstrieren vor allem wieder das erstklassige Zusammenwirken von Corbetts kraftvoller Wohlf\u00fchlstimme und dem herrlichen Spiel der beteiligten Musiker. Gerade das finale St\u00fcck mit dem dezent grassigen Flair hat absolute G\u00e4nsehautgarantie. Wenn Wallace sein Akkordeon sanft surren l\u00e4sst, Suttons Mandoline zwitschert und Dugmore seine Dobrofills dazwischen wirft, zieht man als Zuh\u00f6rer voll von Ehrfurcht den imagin\u00e4ren Hut und stellt sich bei dem klaren Klang fast vor, man s\u00e4\u00dfe mit im Studio. Ein toller Abschluss!<\/p>\n<p>Sieben Jahre sind tats\u00e4chlich vergangen. John Corbett hat sich nicht nur \u00e4u\u00dferlich ver\u00e4ndert (die l\u00e4ngere Matte ist zugunsten eines gut aussehenden, modischen und zu ihm passenden Kurzhaarschnitt gewichen &#8211; er sieht jetzt so ein bisschen wie ein Robert Redford in besten Jahren aus), auch seine Musik ist reifer geworden und hat (auch dank Jon Randalls Einfluss) erheblich an Tiefe gewonnen. &#8222;Leaving Nothin\u2018 Behind&#8220; \u00fcberzeugt auf ganzer Linie und man kann nur hoffen, dass John Corbett die n\u00e4chste Wartezeit etwas k\u00fcrzer ausfallen l\u00e4sst. Gro\u00dfartig!<\/p>\n<p><strong>Funbone Records (2013)<\/strong><br \/>\n<strong> Stil:\u00a0New Country<\/strong><\/p>\n<p>01. Steal Your Heart<br \/>\n02. Tennessee Will<br \/>\n03. Name On A Stone<br \/>\n04. Rainy Windy Sunshine<br \/>\n05. El Paso<br \/>\n06. Backside Of A Backslide<br \/>\n07. Me And Whiskey<br \/>\n08. Cocaine And Communion<br \/>\n09. Satin Sheets<br \/>\n10. Dairy Queen<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.johncorbettmusic.com\">John Corbett<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/johncorbettmusic\">John Corbett bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.baerchenrecords.de\">B\u00e4rchen Records<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sehr starkes Album von John Corbett! 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