{"id":21142,"date":"2018-04-02T11:06:27","date_gmt":"2018-04-02T09:06:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?p=21142"},"modified":"2018-04-04T07:31:54","modified_gmt":"2018-04-04T05:31:54","slug":"reto-burrell-shampoo-or-gasoline-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2018\/04\/02\/reto-burrell-shampoo-or-gasoline-cd-review\/","title":{"rendered":"Reto Burrell &#8211; Shampoo Or Gasoline &#8211; CD-Review"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-21227\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Burrell_300.jpg\" alt=\"Burrell_300\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Burrell_300.jpg 300w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Burrell_300-150x150.jpg 150w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Burrell_300-109x109.jpg 109w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Burrell_300-100x100.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Review: Michael Segets<\/p>\n<p>Die Covergestaltung l\u00e4sst eigentlich ein Live-Album erwarten, stattdessen finden sich zw\u00f6lf neue Studiotracks auf \u201eShampoo Or Gasoline\u201c. Die Songs sind allerdings im Zuge der letztj\u00e4hrigen Konzerttournee von Reto Burrell entstanden und bereits live erprobt. Die CD wurde in den Soniccourtyardstudios sch\u00f6n erdig abgemischt, wie es sich f\u00fcr eine Roots-Rock-Scheibe geh\u00f6rt.<\/p>\n<p>Burrell und seine Mannen legen direkt scheppernd los. \u201eRising To The Bait\u201c hat einen harmonischen Refrain, in den Strophen ist der Gesang rauer und die kreischende Gitarre sorgt f\u00fcr die richtigen Ecken und Kanten, sodass das St\u00fcck nicht glatt geschliffen wirkt. Bei dem Titelsong \u201eShampoo Or Gasoline\u201c setzt die Band tempom\u00e4\u00dfig noch eine Schippe drauf. Fast ungest\u00fcm bearbeitet Chris Filter das Schlagzeug und gibt so zusammen mit dem Bassisten Toby Bachmann den treibenden Rhythmus vor. Das Zusammenspiel der beiden elektrischen Gitarren von Burrell und Ewald Heusser bringt gegen Ende nochmal neue Impulse in die schnellste Nummer des Longplayers.<\/p>\n<p>Den H\u00f6hepunkt des rockigen Einstiegs bildet aber \u201eOn The Top Of The Moon\u201c. Burrell trifft hier genau in mein Heartland-Rock-Herz. Der schn\u00f6rkellose Song punktet mit eing\u00e4ngigem Chorus, dezentem Orgelsound im Hintergrund und guter Gitarrenarbeit \u2013 einschlie\u00dflich eines kurzen Solos.<\/p>\n<p>Danach wechseln sich langsamere und Uptempo-St\u00fccke ab. Abwechslung bringt auch der Einsatz unterschiedlicher Gitarrensounds. Bei dem getragenen \u201eCarried Away\u201c dominiert eine Steel-Guitar \u2013 erg\u00e4nzt mit einer ausgiebigen Mundharmonika-Einlage \u2013 und bei \u201eLeaving Scars Behind\u201c wird die Slide-Guitar ausgepackt. Mit den langgezogenen und hohen Textpassagen im Chorus des letztgenannten Songs kann ich mich nicht recht anfreunden. Die anderen Ausfl\u00fcge Burrells in stimmliche H\u00f6hen, wie beispielsweise auf \u201eIn A Bucket With A Hole\u201c, liegen hingegen noch im Toleranzbereich.<\/p>\n<p>Die Melodie von \u201eTell Me Why\u201c erinnert anf\u00e4nglich sehr stark an \u201eMore Than I Can Say\u201c von Leo Sayer. Das kraftvolle \u201eShout It Loud\u201c weckt in einigen Passagen leichte Assoziationen zu John Mellencamp, welcher ja keine schlechte Referenz ist. Ebenfalls gelungen sind \u201eWhere Is Robin Hood?\u201c mit seinem Country-Rock-Einschlag und \u201eShe Says She&#8217;s American\u201c, auf dem Thomas Kull am Piano zum Zuge kommt.<\/p>\n<p>Auch wenn das im mittleren Tempo angesiedelte \u201eBlind (Everything Is Fine)\u201c musikalisch nicht vollst\u00e4ndig \u00fcberzeugt, lohnt sich auf alle F\u00e4lle ein Blick in die beigef\u00fcgten Texte. Burrell zeigt sich als genauer Beobachter gesellschaftlicher Entwicklungen. Er kritisiert das fehlende Bewusstsein f\u00fcr \u00f6kologische, politische oder soziale Zusammenh\u00e4nge und das unreflektierte Hinnehmen von Missst\u00e4nden. Rockmusik hatte immer etwas mit Protest zu tun und Burrell steht diese Attit\u00fcde gut.<\/p>\n<p>Reto Burrell hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten nicht nur als Solok\u00fcnstler einen Namen gemacht und mit der Band C. H. 2011 den Prix Walo in der Kategorie Country eingeheimst, sondern er ist zudem als Musikproduzent aktiv und f\u00f6rdert Newcomer. So hat er beispielsweise mit den <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Basement+Saints\">Basement Saints<\/a> zusammen gearbeitet.<\/p>\n<p>Unter dem Aspekt der Nachwuchsf\u00f6rderung kann daher das abschlie\u00dfende \u201eLike Zombies And Toys\u201c gesehen werden. Maple Tree Circus begleiten hier Burrell \u00fcber die eineinhalb Minuten des St\u00fccks. Die junge Band aus Luzern, hat sich der Americana-Musik beziehungsweise dem Folk verschrieben, wie die Instrumentalisierung mit Banjo (Sebastian Schwarz), Geige (Lukas Bircher), akustischer Gitarre (Fabio Erni) und Kontrabass (Kevin Emmenegger) bereits vermuten l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Das neue Werk h\u00e4lt m\u00fchelos die Qualit\u00e4t der fr\u00fcheren Ver\u00f6ffentlichungen von Reto Burrell, auf denen sich immer wieder Songperlen aus dem Roots-Rock-Genre finden. In der Gesamtschau z\u00e4hlt \u201eShampoo Or Gasoline\u201c, besonders wenn Burrell den mittleren Tempobereich verl\u00e4sst, zu seinen besten Alben und \u00fcbertrifft sogar seinen \u201eKlassiker\u201c Echopark (2001).<\/p>\n<p>Im April und Mai nimmt sich Reto Burrell die Zeit, um durch Deutschland und Spanien zu touren. Er macht dabei in unserer Region Station, n\u00e4mlich in Wesel und M\u00fchlheim an der Ruhr. Den Auftritten kann man freudig entgegensehen, denn besonders die Uptempo-Titel auf \u201eShampoo Or Gasoline\u201c sind f\u00fcr die B\u00fchne gemacht.<\/p>\n<p>Anmerkung Red.: Wir werden in den n\u00e4chsten Tagen nach dem Ver\u00f6ffentlichungstermin in Sounds Of South ein Exemplar in einem Gewinnspiel verlosen.<\/p>\n<p><strong>TOURBOmusic (2018)<\/strong><br \/>\n<strong> Stil: Roots Rock \/ Americana<\/strong><\/p>\n<p>01. Rising To The Bait<br \/>\n02. Shampoo Or Gasoline<br \/>\n03. On Top Of The Moon<br \/>\n04. Blind (Everything Is Fine)<br \/>\n05. Where Is Robin Hood?<br \/>\n06. In A Bucket With A Hole<br \/>\n07. Shout It Out<br \/>\n08. Tell Me Why<br \/>\n09. She Says She&#8217;s American<br \/>\n10. Carried Away<br \/>\n11. Leaving Scars Behind<br \/>\n12. Like Zombies And Toys<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.retoburrell.net\">Reto Burrell<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/RETO-BURRELL-35278275842\/\">Reto Burrell bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.greywood-records.de\">Greywood Records<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Review: Michael Segets Die Covergestaltung l\u00e4sst eigentlich ein Live-Album erwarten, stattdessen finden sich zw\u00f6lf neue Studiotracks auf \u201eShampoo Or Gasoline\u201c. Die Songs sind allerdings im Zuge der letztj\u00e4hrigen Konzerttournee von Reto Burrell entstanden und bereits live erprobt. Die CD wurde in den Soniccourtyardstudios sch\u00f6n erdig abgemischt, wie es sich f\u00fcr eine Roots-Rock-Scheibe geh\u00f6rt. 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