{"id":2107,"date":"2015-12-14T05:28:00","date_gmt":"2015-12-14T04:28:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hauptsachebizeps.de\/SoS\/?p=2107"},"modified":"2020-07-09T11:17:01","modified_gmt":"2020-07-09T09:17:01","slug":"brian-capps-walk-through-walls-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2015\/12\/14\/brian-capps-walk-through-walls-cd-review\/","title":{"rendered":"Brian Capps \u2013 Walk Through Walls &#8211; CD-Review"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/41Gv1g894GL__SS280.jpg\" \/><\/p>\n<p>Brian Capps d\u00fcrfte vielen Leuten noch aus seiner Zeit bei den Domino Kings bekannt sein, deren Mitbegr\u00fcnder und langj\u00e4hriger Bass-Spieler er war, eine Band, die sich mit ihrer energiegeladenen und rebellisch anmutenden Mischung aus Country-, Honkytonk-, und Rockabilly-Musik in Szenekreisen, und dar\u00fcber hinaus, einen immer gr\u00f6\u00dfer werdenden Bekanntheitsgrad erarbeitet hat.<\/p>\n<p>Inzwischen weilt der Singer\/Songwriter aus Springfield, Missouri auf Solopfaden und liefert jetzt mit &#8222;Walk Through Walls&#8220; sein Deb\u00fctwerk ab. Es ist ein klasse Teil geworden! Charakterisiert wird er von vielen als eine Mischung aus einem jungen Elvis, Buddy Holly und, rein \u00e4u\u00dferlich, mit der \u00c4hnlichkeit zu einem gewissen James Dean, wobei musikalisch seine charismatische, emotionale Direktheit, sein Enthusiasmus, aber auch die ausstrahlende W\u00e4rme als Markenzeichen angef\u00fchrt werden. Streng genommen hat er sich zur hausgemachten Konkurrenz f\u00fcr seine Vorband entwickelt, denn im Grunde genommen f\u00fchrt er konsequent den einstmals beschrittenen Weg mit seiner Ursprungstruppe fort.<\/p>\n<p>Ebenfalls mit an Bord am Elektrik-Bass und als Produzent ist Lou Whitney, der ja auch bereits f\u00fcr die Domino Kings am Mischpult t\u00e4tig war und immer noch ist. Auch auf &#8222;Walk through walls&#8220; geht es um knackigen, schwungvollen, teils gut tanzbaren Country-Rockabilly, gew\u00fcrzt mit traditionellen Country-Roots, klassischem Rock\u2019n\u2019Roll, Bakersfield-Sound, einer w\u00fcrzigen Prise Roots-\/Americana-Rock und jeder Menge Roadhouse-Anleihen, wobei im geistigen Auge ausgelassen feiernde Anzugtr\u00e4ger an einem vor\u00fcber fliegen, die leichtf\u00fc\u00dfig, in ihren schwarzen Lackschuhen und gelierter Haarpracht, ihre in Petticoats bekleideten Partnerinnen im Zwei-Viertel-Takt elegant \u00fcbers Parkett schwingen &#8211; wohlgemerkt alles ausgesprochen Country orientiert!<\/p>\n<p>Neben Anleihen der bereits erw\u00e4hnten K\u00fcnstler, wie Domino Kings, Elvis und Buddy Holly, verarbeitet Capps auch Stilelemente solcher Leute wie Dave Alvin, den Mavericks, den Derailers oder dem jungen Johnny Cash und streut zuweilen sogar eine ordentliche Portion, schmissiges NRBQ-\/Rockpile-Feeling ein! Dann geht, unterst\u00fctzt von dreckigen, fetten Gitarren ordentlich die Post ab! Die zehn auf dem Album befindlichen St\u00fccke wurden ohne gro\u00dfen technischen Firlefanz aufgenommen. Capps transportiert auch im Studio eine erstaunliche Live-Atmosph\u00e4re in seine Kompositionen. Es geht gr\u00f6\u00dftenteils flott geradeaus, mit der einen oder anderen Verschnaufpause.<\/p>\n<p>Eine gewisse Dynamik bleibt aber auch hier fortw\u00e4hrend existent. Stark beispielsweise die leicht countryinfizierte Nummer &#8222;The Devil To Pay&#8220; im Outlaw-Erz\u00e4hlstil eines Johnny Cash. Richtig fetzig wird\u2019s bei Liedern wie &#8222;Next Time&#8220; (tolle Melodie, herrliche klarer Countryrock-\/Rockabilly-Sound), &#8222;True Liar&#8220; (Rockpile, Al Anderson und NRBQ lassen gr\u00fc\u00dfen), oder &#8222;Standing On A Rock&#8220;, wo in astreiner Retro-Manier abgerockt wird, verbunden mit pr\u00e4chtigen Gitarren-Einlagen. \u00dcberhaupt muss man hier den Leadgitarristen D. Clinton Thomas einmal heraus heben, der in fast jedem Song knackige Soli der hohen Retro-Schule abliefert.<\/p>\n<p>Wunderbar auch der Titelsong &#8222;Walk Through Walls&#8220;, eine Art locker dahinflie\u00dfende Mischung aus Creedence-Clearwater-Revival-Flair, kombiniert mit einem relaxtem Rockabilly-Rhythmus, wobei am Ende noch mal ein CCR-typisches E-Gitarren-Riff den Ausklang bildet. Super auch der Opener &#8222;The bottom&#8220;, der herrlich dreckig, bissig und rootsig r\u00fcber kommt &#8211; st\u00fcnde ebenfalls bestens einem Dave Alvin zu Gesicht! &#8222;Dark As A Dungeon&#8220; ist ein typischer Elvis-Heartbreak-Song, mit einer Art Coolness vorgetragen, die auch Dwight Yoakam zum Stilmittel erkoren hat.<\/p>\n<p>Brian Capps ist mit seiner ersten Solo-Scheibe ein kurzweiliges, flottes Werk gelungen, dass man Anh\u00e4ngern der beschriebenen Interpreten und Genres blindlings empfehlen kann. (Dem Rest vielleicht auch als \u00fcberraschenden Coup in der Hinterhand, beim heimischen Date mit einer sich pl\u00f6tzlich als Elvis- oder Retro-Fan outenden weiblichen Sch\u00f6nheit&#8230;!) Scherz beiseite. Das ist knackiger, uriger, rootsiger, handgemachter, melodischer, schwungvoller Retro-Rockabilly-Country-Rock&#8217;n Roll vom Feinsten &#8211; und zwar ohne jeden Zweifel!<\/p>\n<p><strong>Shout Factory Records (2005)<\/strong><br \/>\n<strong> Stil. Country, Rockabilly<\/strong><\/p>\n<p>01. The Bottom<br \/>\n02. Next Time<br \/>\n03. The Devil To Pay<br \/>\n04. True Liar<br \/>\n05. Walk Thru Walls<br \/>\n06. I Wouldn\u2019t Say That\u2019s Living<br \/>\n07. Dark As A Dungeon<br \/>\n08. When We Learn<br \/>\n09. Standing On A Rock<br \/>\n10. God Knows Why<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.briancapps.net\">Brian Capps<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/pages\/Brian-Capps\/25722558887\">Brian Capps bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.baerchenrecords.de\">B\u00e4rchen Records<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Brian Capps d\u00fcrfte vielen Leuten noch aus seiner Zeit bei den Domino Kings bekannt sein, deren Mitbegr\u00fcnder und langj\u00e4hriger Bass-Spieler er war, eine Band, die sich mit ihrer energiegeladenen und rebellisch anmutenden Mischung aus Country-, Honkytonk-, und Rockabilly-Musik in Szenekreisen, und dar\u00fcber hinaus, einen immer gr\u00f6\u00dfer werdenden Bekanntheitsgrad erarbeitet hat. 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