{"id":2074,"date":"2015-12-14T05:33:00","date_gmt":"2015-12-14T04:33:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hauptsachebizeps.de\/SoS\/?p=2074"},"modified":"2020-07-09T11:14:40","modified_gmt":"2020-07-09T09:14:40","slug":"cody-bryan-band-wreck-me-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2015\/12\/14\/cody-bryan-band-wreck-me-cd-review\/","title":{"rendered":"Cody Bryan Band \u2013 Wreck Me &#8211; CD-Review"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Cod.jpg\" \/><\/p>\n<p>Einfach herrlich! Red Dirt-Rock\/-Countryrock vom Feinsten aus Austin, Texas. Auch wenn sich die Zeiten, als talentierte Newcomerbands in der Red Dirt-Szene wie Pilze aus dem Boden schossen, allm\u00e4hlich auf ein Normalniveau einzupendeln scheinen, gibt es doch immer wieder noch die eine oder andere \u00dcberraschung zu vermelden. Die Cody Bryan Band ist erneut so ein positives Beispiel. Schon nach dem ersten H\u00f6ren ihres Deb\u00fctalbums &#8222;Wreck Me&#8220; sp\u00fcrt man sofort. Wow, das ist ein ganz besonderer Act, der es mal ganz hoch hinaus schaffen kann.<\/p>\n<p>Das reizvolle an dieser Band ist die besondere Konstellation, die sich f\u00fcr das Projekt ergeben hat. Da ist zum einen Bandleader Cody Brown aus dem l\u00e4ndlichen Texas Hill Country, mit der klassischen Vita vieler seiner Genre-Kollegen &#8211; mit 12 Jahren Gitarre spielen gelernt, erste Auftritte in der Schulaula, etc. &#8211; und auf der anderen Seite der etablierte Musiker Matt Noveskey von der Platin-dekorierten Alternativ Rock-Gruppe Blue October (auch Gr\u00fcnder der AR-Supergroup At Plus Machines), der diese junge Truppe formiert und produziert hat. Seine musikalischen Einfl\u00fcsse in Kombination mit dem Red Dirt-Fundament (s\u00e4mtliche Songs wurden \u00fcbrigens an einem Marathon-Wochenende in Nashville kreiert) ergeben eine au\u00dferordentliche und extrem reizvolle Mischung.<\/p>\n<p>Herrlich sofort der Auftakt mit dem Titelsong &#8222;Wreck Me&#8220;. Ein kraftvoll rockendes-E-Gitarrenf\u00fchrungsriff als Intro und schon fegt einem eine richtig sch\u00f6n knackige Red Dirt-Nummer (im Stile der Tyler McCumber Band) um die Ohren, die immer wieder mit klassischer Southern Rock-Gitarren-Fillarbeit durchzogen ist. Cody Browns leicht raspelige Stimme erinnert an eine Mixtur aus Leuten wie <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Randy+Rogers+Band\">Randy Rogers<\/a><\/span>, Cody Canada und <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Bart+Crow\">Bart Crow<\/a><\/span>. Das folgende &#8222;Bleed Like That&#8220; k\u00f6nnte man fast unter dem Motto &#8222;<span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Keith+Urban\">Keith Urban<\/a><\/span> goes Red Dirt&#8220; verbuchen. Wundersch\u00f6n riffige Gitarrenarbeit, dazu ein poppiger, absolut radiotauglicher Refrain mit den zur Zeit in Nashville angesagten \u201aOhohoh\u2018-Harmonies, dazu auch noch mit weiblicher Stimmunterst\u00fctzung.<\/p>\n<p>Noveskey gelingt es, wie zum Beispiel auch bei der Single des Werkes &#8222;If I\u2019m Going Nowhere&#8220;, dem genretypischen Grundsoundgef\u00fcge immer wieder so ein unterschwelliges Flair fr\u00fcher Matchbox 20 (Cody Brown verspr\u00fcht auch gesangsm\u00e4\u00dfig und vom Songwriting her so ein bisschen Rob Thomas-Flair) einzuhauchen, was den Tracks eine tolle Melodik aber auch eine gewisse nicht allt\u00e4gliche Spannung verleiht. Man wei\u00df eigentlich nie, was einen beim n\u00e4chsten Song erwartet und man wird trotzdem immer wieder positiv \u00fcberrascht. &#8222;Good At Being Bad&#8220; (sch\u00f6ner Titel), rockt dann wieder herrlich s\u00fcdstaatlich in dezenter Cross Canadian Ragweed-und <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Eli+Young+Band\">Eli Young Band<\/a><\/span>-Manier. Die Highlights des Liedes sind zweifellos das tolle Bariton-E-Gitarren-Solo und die eigenwillig dazu quietschende Fiddle. Hier kommen wir zum einzigen (eher nebens\u00e4chlichen) Manko des Albums.<\/p>\n<p>Die Band gibt sich, was Infos in eigener Sache angeht, extrem auskunftsfaul. Obwohl die Covergestaltung durchaus geschmackvoll erstellt wurde und auch quantitativ gen\u00fcgend Platz erbringt (vierseitiges Farb-Faltbooklet), gibt es au\u00dfer der Tracklist (die daf\u00fcr in dreifacher Ausf\u00fchrung) nichts an Informationen. So ergibt erst die Recherche, dass sich das Bandgef\u00fcge aus folgenden Personen zusammensetzt. Zach Lynch, als starkem, Southern Rock-inspiriertem Lead-Gitarristen, Miles Barker am Bass, Cole Gramlings mit variabler Keys-Arbeit, besonders klasse seine hallenden Orgel-Einlagen, und Casey Conway, dem kraftvoll agierenden Drummer. Man erf\u00e4hrt beispielsweise so nicht, wer die herrlich eigenwillig gespielte Fiddle\/Violine bedient, f\u00fcr die Country-typischen Steel-Kl\u00e4nge verantwortlich ist und auch nicht, wer die nett anzuh\u00f6rende Dame ist, die die tollen Backs\/Harmonieges\u00e4nge sporadisch mit einbringt.<\/p>\n<p>Auch die guten Texte w\u00e4ren sicher eine Ver\u00f6ffentlichung wert gewesen. Hier, liebe Herren, bitte demn\u00e4chst doch ein bisschen mehr Werbung in eigener Sache. Dies alles spielt nat\u00fcrlich angesichts der immensen musikalischen Qualit\u00e4t der Cody Bryan Band nur eine ganz untergeordnete Rolle. Die CBB macht auch im balladesken Bereich eine pr\u00e4chtige Figur. &#8222;You\u2018re Worth It&#8220; brilliert mit introvertierter Melancholie, das ber\u00fchrende &#8222;When We Were Made&#8220; w\u00e4re als Hochzeitslied mal eine gewagte Alternative zu den sonst \u00fcblichen, in aller Welt bekannten Verd\u00e4chtigen.<\/p>\n<p>Klasse sind die Jungs aber vornehmlich, wenn sie Tempo aufnehmen. Das furiose &#8222;That\u2018s Why God Made Saturday Night&#8220; wird wohl zuk\u00fcnftig so mache Honkytonks und Dancehalls rocken, die unweigerlich mitgr\u00f6lbare Refrainzeile d\u00fcrfte dabei als Garant f\u00fcr Heiserkeit am n\u00e4chsten Morgen stehen. Einfach nur gro\u00dfartig ist das abschlie\u00dfende &#8222;Roses&#8220;. Der wunderbar versschachtelte und mit einer fantastischen Melodie dahin groovende Song l\u00e4sst den Musikern instrumentell nochmal &#8222;viel Luft zum Atmen&#8220;. Klasse Slide-\/E-Gitarren, unglaublich markante Stratocaster-Bariton-Einlagen, eine herrlich hallende Orgel und ein in dumpfe Mollt\u00f6ne verpackter Piano-Ausklang gehen regelrecht unter die Haut. Grandios dieses St\u00fcck, das das ganze Potential dieser Band erahnen l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Man packe die Zutaten von etablierten Truppen wie der Randy Rogers Band, der <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Bart+Crow+Band\">Bart Crow Band<\/a>, Cross Canadian Ragweed, Eli Young Band und der fr\u00fchen Matchbox 20 in einen Shaker, sch\u00fcttelt diese kr\u00e4ftig durch und erh\u00e4lt als Belohnung einen gro\u00dfartigen Cocktail namens Cody Bryan Band. Nein, der Aufforderung dieses fantastischen Albums &#8222;Wreck Me&#8220; werden wir ganz sicher nicht nachkommen, ganz im Gegenteil, wir m\u00f6chten viel viel mehr davon. Die Cody Bryan Band &#8211; Texas\u2018 hei\u00dfester Newcomeract des laufenden Jahres!<\/p>\n<p><strong>Eigenproduktion (2013)<\/strong><br \/>\n<strong> Stil:\u00a0Red Dirt<\/strong><\/p>\n<p>01. Wreck Me<br \/>\n02. Bleed Like That<br \/>\n03. Good at Being Bad<br \/>\n04. When We Were Made<br \/>\n05. If I&#8217;m Going Nowhere<br \/>\n06. Holding On<br \/>\n07. A Shot in the Dark<br \/>\n08. You&#8217;re Worth It<br \/>\n09. That&#8217;s Why God Made Saturday Night<br \/>\n10. Roses<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.codybryanmusic.com\">Cody Bryan Band<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/CodyBryanBand\">Cody Bryan Band bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.baerchenrecords.de\">B\u00e4rchen Records<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Einfach herrlich! Red Dirt-Rock\/-Countryrock vom Feinsten aus Austin, Texas. 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