{"id":2013,"date":"2015-12-14T05:46:00","date_gmt":"2015-12-14T04:46:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hauptsachebizeps.de\/SoS\/?p=2013"},"modified":"2020-07-09T11:06:54","modified_gmt":"2020-07-09T09:06:54","slug":"brantley-gilbert-halfway-to-heaven-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2015\/12\/14\/brantley-gilbert-halfway-to-heaven-cd-review\/","title":{"rendered":"Brantley Gilbert \u2013 Halfway To Heaven &#8211; CD-Review"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Gil-e1433493759272.jpg\" \/><\/p>\n<p>Sehr starkes New Country-Album (sein mittlerweile zweites) des aus Athens, Georgia stammenden Brantley Gilbert, und zwar ein sehr aus dem Rahmen fallendes (oftmals klingt der Bursche wie eine m\u00e4chtig Dampf ablassende Countryrock-Ausgabe der Southern Rocker von <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Molly+Hatchet\">Molly Hatchet<\/a><\/span>, dann wieder bewegt er sich auf dem Terrain eines <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Keith+Urban\">Keith Urban<\/a><\/span>), was sicher haupts\u00e4chlich der Tatsache zu verdanken sein d\u00fcrfte, dass Gilbert bei einem Indie Label unter Vertrag steht (Average Joes Entertainment Group).<\/p>\n<p>Er kann halt relativ zwanglos zu Werke gehen konnte und so etwas zahlt sich, wie auch hier, k\u00fcnstlerich zumeist aus. Schon der Blick auf das Cover l\u00e4sst eher vermuten, dass man es mit einer Heavy Metal- oder Biker Rock-Scheibe zu tun haben k\u00f6nnte, als mit einem Werk, das in Nashville Fu\u00df fassen m\u00f6chte. Lediglich die diversen Co-Songwriter (Gilbert hat alle St\u00fccke mitkomponiert) wie Jeremy Spillman, Dallas Davidson, Ben Haslip oder Rhett Akins, die bereits Lieder f\u00fcr klingende Namen wie <span style=\"color: #333333;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Trace+Adkins\">Trace Adkins<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Jack+Ingram\">Jack Ingram<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Brooks+%26+Dunn\">Brooks &amp; Dunn<\/a><\/span> oder Joe Nichols abgeliefert haben, lassen Insider erahnen, wo der Hase lang l\u00e4uft. Brantley Gilbert hat sein Handwerk von der Pike auf gelernt und sich mit jedem neuen Auftritt und jedem neu geschriebenen Song ein St\u00fcck mehr verbessert.<\/p>\n<p>Auf kompositorischem Gebiet gelang ihm der Durchbruch, als Jason Aldean Gilberts &#8222;The Best Of Me&#8220; f\u00fcr sein letztes Album &#8222;Wide Open&#8220; ausw\u00e4hlte. Das Album, das in produktionstechnischer Zusammenarbeit mit den ebenfalls in Athens ans\u00e4ssigen Atom Brothers und mit vielen aus Georgia kommenden (nicht so bekannten) Musikern entstand (die aber alle frisch, unbek\u00fcmmert und vor allen Dingen \u00fcberaus kompetent zu Werke gehen &#8211; besonders klasse das deftige Drumming von Gerry Hensen und die filigrane Saiten- und Keyboardarbeit von Country Blues-Rocker Jess Franklin), durchweht demnach eine starke, wohltuende Southern Rock-Brise, die dem Ganzen sehr viel Pepp und Abwechslung verpasst.<\/p>\n<p>Schon der satte Opener &#8222;Hell On Wheels&#8220; gibt mit seinen fetten, dominierenden Slide-Riffs m\u00e4chtig Gummi. <span style=\"color: #333333;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Montgomery+Gentry\">Montgomery Gentry<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Jeffrey+Steele\">Jeffrey Steele<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=The+Road+Hammers\">The Road Hammers<\/a>,\u00a0\u00a0Trace Adkins\u00a0oder <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Van+Zant\">Van Zant<\/a><\/span> kommen einem da sofort in den Sinn, aber eben auch eine Country-Ausgabe von Molly Hatchet. Ist ein Song, der nicht nur in Truckerkreisen, bei den Countryrockern, den Outlaw-Rockern und der Southern-Fraktion einen Stein im Brett haben d\u00fcrfte. Die folgenden drei Tracks (&#8222;Bending The Rules And Breaking The Law&#8220;, &#8222;Back In The Day&#8220;, &#8222;My Kind Of Crazy&#8220;) zeigen dann die andere Seite des Brantley Gilbert, der sich mit sehr angenehm ins Ohr gehenden, frischen Melodien sich im Stile moderner Interpreten wie <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Jason+Aldean\">Jason Aldean<\/a><\/span>, Keith Urban oder <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Chris+Cagle\">Chris Cagle<\/a><\/span> in seinen ruhigeren Momenten, f\u00fcr Radiopr\u00e4senz nahezu aufdr\u00e4ngt.<\/p>\n<p>Die erste Single &#8222;Kick It In The Sticks&#8220; ist in seiner Wahl allerdings, wie so vieles auf diesem Album, recht ungew\u00f6hnlich und (in Gilberts und im Interesse des Labels) als sehr gewagt zu bezeichnen. Doch es ist eine klasse Nummer. Der mit einem unterschwelligen Redneck-Flair daher stampfende, derartig heftig mit fetten Gitarrenl\u00e4ufen rockende Song d\u00fcrfte eher der Southern Hard Rock-Fraktion Freudentr\u00e4nen in die Augen treiben, als den kommerziell-orientierten Entscheidern der Radio Airplays. Eine mutige Wahl, wie sie wohl auch nur bei einem Indie-Label m\u00f6glich ist. Man dr\u00fcckt ganz feste die Daumen, denn der Song ist, wie gesagt, einfach toll. Das Album hat mit seinem Einstieg auf Platz 19 in der Billboard Country Charts immerhin schon mal einen Achtungserfolg erreicht.<\/p>\n<p>So wird vieles vermutlich von der Nachfolge-Single abh\u00e4ngen, aber hier kann Gilbert neben den zu Anfang erw\u00e4hnten Songs bei &#8222;Halfway To Heaven&#8220; (autobiographischer Titelsong, der einen Autocrash Gilberts textlich verarbeitet und ihn zum Umdenken seines Lebenswandels bewog, Bilder seines zerquetschten Pickups im Booklet lassen einen dabei den Atem anhalten), &#8222;Saving Amy&#8220; (thematisiert ebenfalls einen Unfall, bei dem der Fahrer allerdings nicht, wie in Gilberts Fall, \u00fcberlebt &#8211; sch\u00f6n mit emotionalen Streicherelementen in Szene gesetzt), &#8222;Them Boys&#8220; (sch\u00f6nes Dobro-Spiel, klasse Strat-E-Gitarren-Solo, erinnert ein wenig an <span style=\"color: #ff0000;\">Kenny Chesneys<\/span> &#8222;Young&#8220;) oder dem pianotr\u00e4chtigen, balladesken Lovesong &#8222;Fall Into Me&#8220; (mit einem Hauch von <span style=\"color: #ff0000;\">Lynyrd Skynyrds<\/span> &#8222;Tuesday\u2019s Gone&#8220;) aus einem reichhaltigen Fundus sch\u00f6pfen. W\u00e4hrend diese Songs dem H\u00f6rer Luft zum Atmen gew\u00e4hren, wird dann immer wieder ordentlich dazwischen gerummst.<\/p>\n<p>&#8222;Country Must Be Country Wide&#8220; oder &#8222;Take It Outside&#8220; sind nichts f\u00fcr zart besaitete Gem\u00fcter, sondern eher etwas f\u00fcr derbe, raue, rebellische Vertreter. Beides sind klasse, aggressiv gesungene &#8222;Auf die Zw\u00f6lf-Country-\/Outlaw-Rocker, wie man sie von Chris Cagle, <span style=\"color: #ff0000;\">Travis Tritt, Shooter Jennings<\/span> oder Jeffrey Steele mit viel Wucht um die Ohren gebrettert bekommt. Am Ende gibt es mit &#8222;Dirt Anthem Road (Revisited)&#8220; noch ein &#8222;Gimmick&#8220;, den Colt Ford (auch bei einigen anderen Tracks als Co-Writer involviert) bereits auf seinem eigenen Album &#8222;Ride Through The Country&#8220; vorgestellt hatte.<\/p>\n<p>Hier pr\u00e4sentieren die beiden eine entspannt groovende Version (Brantleys Gesang mit seinem dezent introvertierten Touch erinnert oftmals ein wenig an <span style=\"color: #ff0000;\">Eric Heatherly<\/span>), die von erstaunlich gut passenden Rap-Einlagen Ford&#8217;s immer wieder unterbrochen wird. New Country meets Rap, ebenfalls nicht allt\u00e4glich, aber ein \u00e4u\u00dferst gelungenes Finish. Brantley Gilbert hat mit &#8222;Halfway To Heaven&#8220; ein \u00e4u\u00dferst spannendes Album (\u201ehe\u2019s somewhere between the Rock-N-Roll vibe of the southern country rock scene, the roots-rock oriented flavors of Texas country and the mainstream of Nashville\u201d, so eine weitere, den Stil durchaus korrekt beschreibende Kritikermeinung) abgeliefert, das sich aufgrund des mutigen Konzepts viel Respekt verdient hat.<\/p>\n<p>Ein frisches, modernes, instrumentell hochwertig eingespieltes Werk (kommt auch ohne die arrivierten, omnipr\u00e4senten Studiomusiker hervorragend aus), das den relativ festgefahrenen Strukturen Nashvilles gut tun sollte. Tolle, abwechslungsreiche und kurzweilige New Country-Musik, die richtig Laune macht! Viel Erfolg, Brantley Gilbert!<\/p>\n<p><strong>Average Joes Entertainment (2010)<\/strong><br \/>\n<strong>Stil:\u00a0 New Country<\/strong><\/p>\n<p>01. Hell On Wheels<br \/>\n02. Bending The Rules And Breaking The Law<br \/>\n03. Back In The Day<br \/>\n04. My Kind Of Crazy<br \/>\n05. Kick It In The Sticks<br \/>\n06. Halfway To Heaven<br \/>\n07. Saving Amy<br \/>\n08. Country Must Be Country Wide<br \/>\n09. Take It Outside<br \/>\n10. Them Boys<br \/>\n11. Fall Into Me<br \/>\n12. Dirt Road Anthem (Revisted)<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.brantleygilbert.com\">Brantley Gilbert<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/brantleygilbertmusic\">Brantley Gilbert bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.baerchenrecords.de\">B\u00e4rchen Records<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sehr starkes New Country-Album (sein mittlerweile zweites) des aus Athens, Georgia stammenden Brantley Gilbert, und zwar ein sehr aus dem Rahmen fallendes (oftmals klingt der Bursche wie eine m\u00e4chtig Dampf ablassende Countryrock-Ausgabe der Southern Rocker von Molly Hatchet, dann wieder bewegt er sich auf dem Terrain eines Keith Urban), was sicher haupts\u00e4chlich der Tatsache zu &hellip; <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2015\/12\/14\/brantley-gilbert-halfway-to-heaven-cd-review\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Brantley Gilbert \u2013 Halfway To Heaven &#8211; CD-Review<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[157,433,783,791,885,1040],"class_list":["post-2013","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","tag-brantley-gilbert","tag-halfway-to-heaven","tag-nashville","tag-new-country","tag-redneck","tag-southern-rock"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2013","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2013"}],"version-history":[{"count":4,"href":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2013\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":44265,"href":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2013\/revisions\/44265"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2013"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2013"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2013"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}