{"id":2008,"date":"2015-12-14T05:45:00","date_gmt":"2015-12-14T04:45:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hauptsachebizeps.de\/SoS\/?p=2008"},"modified":"2020-07-09T11:07:23","modified_gmt":"2020-07-09T09:07:23","slug":"bleu-edmondson-the-future-aint-what-it-used-to-be-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2015\/12\/14\/bleu-edmondson-the-future-aint-what-it-used-to-be-cd-review\/","title":{"rendered":"Bleu Edmondson &#8211; The Future Ain&#8217;t What It Used To Be &#8211; CD-Review"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/ed.jpg\" \/><\/p>\n<p>Viertes Studioalbum des aus Dallas stammenden Texaners. Es war klar, dass, nachdem Bleu Edmondson 2007 mit &#8222;Lost Boy&#8220; das Paradewerk seiner bisherigen Karriere hingelegt hatte, der Nachfolger vor einer recht hohen Messlatte stehen w\u00fcrde. Taktisch klug wurde von Bleu zun\u00e4chst die Live-CD\/DVD im legend\u00e4ren Billy Bob\u2019s Texas hinterhergelegt, die zum einen den Beweis erbrachte, dass er auch einen gl\u00e4nzenden B\u00fchnen-Performer abgibt und ihm auf der anderen Seite noch ein wenig mehr Zeit offerierte, sich intensiv auf die schwere Aufgabe, erneut Ebenb\u00fcrtiges im Studio abzuliefern, vorzubereiten.<\/p>\n<p>Aber, wie wir es so oft in der Red Dirt-Szene bei diesen jungen Burschen erleben. Immer dann, wenn der Druck am h\u00f6chsten erscheint, belehren sie uns eines Besseren. So auch in diesem Fall. Mit &#8222;The Future Ain\u2019t What It Used To Be&#8220; ist Edmondson jetzt eine Platte gelungen, die sich so etwas von auf Augenh\u00f6he mit &#8222;Lost Boy&#8220; befindet &#8211; einfach genial. B\u00e4renstarker, leicht Red Dirt-behafteter, sehr emotionaler, kraftvoller, w\u00fcrziger, von klasse Melodien durchzogener Roots-\/Heartland-Rock, eines grandiosen Singer-\/Songwriters.<\/p>\n<p>Und dieser wunderbar raue, heisere, ausdrucksstarke Gesang &#8211; klasse! Nachdem beim Vorg\u00e4nger noch hochkar\u00e4tige Namen wie <span style=\"color: #333333;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Wade+Bowen\">Wade Bowen<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Brandon+Jenkins\">Brandon Jenkins<\/a><\/span> und Ikone Ray Wylie Hubbard beim Songwriting involviert und mit die Erfolgsgaranten f\u00fcr das Gelingen der CD waren, hat Bleu die aktuelle Scheibe zur h\u00f6chstpers\u00f6nlichen Angelegenheit deklariert und s\u00e4mtliche Songs in Eigenregie geschrieben. Assistieren durfte ihm sporadisch wieder Dwight Baker, der sich, wie schon bei &#8222;<span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Bleu+Edmondson+Lost+Boy\">Lost Boy<\/a><\/span>&#8222;, auch f\u00fcr die Produktion verantwortlich zeigt und lediglich noch ein paar Backgroundges\u00e4nge beisteuerte.<\/p>\n<p>Ort des Geschehens waren erneut die Matchbox Studios in Austin, die Musikermannschaft wurde jedoch komplett ausgewechselt, wobei diesmal Kevin Lovejoy am Piano und den Keyboards sowie Rafael Gayol mit seiner variablen und sehr markanten Drumarbeit die vordergr\u00fcndigen Akzente setzen. Auch das in diesen Sph\u00e4ren eher seltene Saxophon kommt bei zwei Tracks wieder zum Tragen und wird von Carlos Soza meisterhaft bedient (besonders stark beim mit schweren E-Bariton-T\u00f6nen getragenen, leicht episch angehauchten &#8222;Life On The Outside&#8220;, wo sein Spiel nahtlos an Bleu&#8217;s E-Gitarrensolo ankn\u00fcpft, sodass man den Instrumentenwechsel erst einige Momente sp\u00e4ter realisiert).<\/p>\n<p>Die CD beginnt (wie auch schon bei &#8222;Lost Boy&#8220; mit &#8222;American Saint&#8220;) mit dem treibenden, sehr rhythmischen Rocker &#8222;Blood Red Lincoln&#8220; (mit viel, aber unaufdringlichem, sehr sch\u00f6nem Pianospiel), der Bleu&#8217;s Verehrung von Leuten wie Bruce Springsteen, im weiteren Verlauf auch <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Bob+Seger\">Bob Seger<\/a><\/span> (bei &#8222;I\u2019m Still Here&#8220; mit starkem E-Gitarren-Solo) oder John Mellencamp (bei &#8222;Riot Night&#8220; &#8211; kr\u00e4ftiger Refrain mit markanter E-Gitarrenlinie) offen darlegt. Die erste Single &#8222;No Room For Mercy&#8220;, sehr melodisch, wartet mit einer unterschwelligen Dramatik auf (wie schon bei seinem Hit &#8222;Finger On The Trigger&#8220;, diesmal geht es aber um das Ende einer Beziehung, die sowohl emotional wie materiell gescheitert ist), wobei sein Text am Ende (wie auch bei einigen anderen St\u00fccken) viel Spielraum f\u00fcr Fantasie l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Das ist, vor allem textlich, keine &#8222;Friede-Freude-Eierkuchen&#8220;-Musik und d\u00fcrfte trotzdem wieder \u00fcberaus chartkompatibel sein (sofern sich die Radio-Stationen trauen &#8211; aber die vielen unabh\u00e4ngigen in Texas werden diese Nummern sicher durch den \u00c4ther jagen). Aus unserer Sicht ein \u00fcberaus gelungener Balanceakt! Auch der Titeltrack &#8222;The Future Ain\u2019t What It Used To Be&#8220; unterstreicht mit dunklen Moll-Pianokl\u00e4ngen, dass Edmondson nicht unbedingt ein Kind musikalischer Fr\u00f6hlichkeit ist, aber sich auch in der Lage befindet, die Zuh\u00f6rer regelrecht in den Bann seiner Gef\u00fchle zu ziehen. Zumal alle Songs von hinrei\u00dfenden Melodien begleitet werden. Soulig und recht retrobehaftet geht es beim l\u00e4ssigen &#8222;Not Afraid To Be Alone&#8220; zu (erneut Saxophon-lastig), bevor Bleu einen mit der wundersch\u00f6n relaxten Ballade &#8222;I Got My Yesterdays&#8220; (Akustikuntermalung mit st\u00e4ndigen Piano- und E-Gitarren-Fills, klasse Instrumentalausklang) musikalisch bildhaft in den Sonnenuntergang entl\u00e4sst.<\/p>\n<p>Ein toller Abschluss. Bleu Edmondson hat es mit dem Schachzug, sein neues Album auf eine sehr pers\u00f6nliche Ebene zu hieven, sehr geschickt verstanden, einerseits der hohen Hypothek des Vorg\u00e4ngers Gen\u00fcge zu tragen und sich gleichzeitig wieder etwas mehr Luft und Spielraum f\u00fcr zuk\u00fcnftige Werke zu verschaffen. Respekt! Das hat ganz gro\u00dfe Klasse! Um seine musikalische Zukunft braucht er sich angesichts dieses Niveaus jedenfalls keine Sorgen zu machen. Chapeau Bleu Edmondson!<\/p>\n<p><strong>American Saint (2010)<\/strong><br \/>\n<strong> Stil: Red Dirt<\/strong><\/p>\n<p>01. Blood Red Lincoln<br \/>\n02. No Room For Mercy<br \/>\n03. Riot Night<br \/>\n04. Believe In Me<br \/>\n05. Life On The Outside<br \/>\n06. Black And White<br \/>\n07. The Future Ain&#8217;t What It Used To Be<br \/>\n08. I&#8217;m Still Here<br \/>\n09. Not Afraid To Be Alone<br \/>\n10. I Got My Yesterdays<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.bleuedmondson.com\">Bleu Edmondson<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/bleuedmondson\">Bleu Edmondson bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.baerchenrecords.de.com\">B\u00e4rchen Records<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Viertes Studioalbum des aus Dallas stammenden Texaners. Es war klar, dass, nachdem Bleu Edmondson 2007 mit &#8222;Lost Boy&#8220; das Paradewerk seiner bisherigen Karriere hingelegt hatte, der Nachfolger vor einer recht hohen Messlatte stehen w\u00fcrde. 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