{"id":19987,"date":"2018-01-24T20:03:46","date_gmt":"2018-01-24T19:03:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?p=19987"},"modified":"2018-01-25T06:32:56","modified_gmt":"2018-01-25T05:32:56","slug":"thunder-23-01-2018-kantine-koeln-konzertbericht","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2018\/01\/24\/thunder-23-01-2018-kantine-koeln-konzertbericht\/","title":{"rendered":"Thunder &#8211; 23.01.2018, Kantine, K\u00f6ln &#8211; Konzertbericht"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-19998\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/Thunder_haupt.jpg\" alt=\"Thunder_haupt\" width=\"800\" height=\"533\" srcset=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/Thunder_haupt.jpg 800w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/Thunder_haupt-300x200.jpg 300w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/Thunder_haupt-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/p>\n<p>Ich kenne eigentlich niemanden in meinem Southern Rock-Bekanntschaftskreis, der nicht auch irgendwie Sympathien f\u00fcr die britische Hard Rock-Band Thunder empfindet. Gutes, melodisches, niveauvolles und auch viel launiges, biers\u00fcffiges Songmaterial, charismatischer Leadgesang samt starker Band-Pers\u00f6nlichkeiten, hervorragende Gitarrenarbeit, sind allesamt, auch in \u201aunseren\u2018 Kreisen, gern registrierte Attribute.<\/p>\n<p>So bin ich seit Anfangstagen in Besitz aller ihrer eigentlich ausnahmslos gelungenen Studioalben und auch einiger Live-Tontr\u00e4ger. In unseren Landen\u00a0war\u00a0die Band um Luke Morley und Danny Bowes nie\u00a0die\u00a0ganz gro\u00dfe Nummer,\u00a0sondern eher immer ein gern gebuchter und angesehener Anheizer f\u00fcr Festivals und die ganz gro\u00dfen Acts der Hard Rock und Heavy Metal-Szene. Es reichte als Headliner meist, wenn \u00fcberhaupt, leider\u00a0h\u00f6chstens f\u00fcr Hallen der mittleren Kategorie.<\/p>\n<p>Seitenprojekte, nach sporadischen Trennungen und Reunion der Band, ihrer beiden Leader (Bowes &amp; Morley) und auch von Chris Childs und Harry James (wieder mit herrlich kauziger Erscheinung) bei Shadowman, waren stets von gewohnt ordentlicher Qualit\u00e4t, fanden aber kommerziell gesehen, lediglich \u00fcberschaubare Beachtung.<\/p>\n<p>Live habe ich die Briten bisher zweimal erlebt, einmal\u00a01995 in der proppevollen Bochumer Zeche (mit Lee Aaron als Support) am vermeintlichen Zenit ihrer Karriere und viele Jahre sp\u00e4ter auch nochmals an gleicher Stelle, was aber auch schon weit \u00fcber zehn Jahre her ist. Sch\u00f6n, dass sich jetzt wieder im Rahmen ihrer aktuellen &#8222;Rip It Up&#8220;-Tour, in der K\u00f6lner Kantine,\u00a0erneut die Gelegenheit, diesmal sogar\u00a0im Rahmen eines Konzertberichts ergab. Nur entt\u00e4uschende, knapp etwas \u00fcber 300 Zuschauer, hatten letztendlich an einem Dienstag in der Woche die gleiche Intention wie wir.<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst hatte die Dortmunder Band Markk 13 mit Eigenkompositionen im Dunstkreis klassischen 90er Hard Rocks a la Bonfire und Konsorten wie u. a. \u201eDead Widow\u201c, Girls Gone Wild\u201c und \u201eBad Side Of The City\u201c f\u00fcr eine halbe Stunde den Support-Act gegeben, wobei Gitarrist Roman Rakete mit einigen quirligen E-Soli punkten konnte. Eine ganz passable Vorstellung.<\/p>\n<p>Nach 30 Minuten Umbaupause betraten um 21:00 Uhr Bowes, Morley, James, Childs und Ben Matthews die B\u00fchne, um mit \u201eWonder Days\u201c, dem Titelst\u00fcck ihres vorletzten Albums, sofort den Stimmungspegel auf ein betr\u00e4chtliches Ma\u00df anzuheben (und auch bis zuletzt zu halten). \u00dcber \u201eThe Enemy Inside\u201c, \u201eSerpentine\u201c ging es zu \u201eRessurection Day\u201c, das die \u00fcberstandene Krebserkrankung\u00a0mit den damit verbundenen Unannehmlichkeiten von Ben Matthews reflektiert.<\/p>\n<p>Mit \u201eRight From The Start\u201c folgte das erste St\u00fcck des neuen Werkes \u201eRip It Up\u201c und zugleich die erste der ber\u00fchmten Thunder-Semi-(Akustik) Balladen, bei der Danny mit emotionalem Gesang und\u00a0Luke mit seinen filigranen Soli (hier an der Stratocaster) gl\u00e4nzten. Die beiden Thunder-Klassiker \u201eBackstreet Symphony\u201c und \u201eHigher Ground\u201c f\u00fchrten zum ersten\u00a0Siedepunkt des Gigs.<\/p>\n<p>\u00dcberhaupt trug der nicht zu bremsende, stetige Unruheherd, Danny Bowes, wie immer, seinen erheblichen Teil dazu bei, dass der betr\u00e4chtliche Unterhaltungswert garantiert war. Er sang in seiner unnachahmlichen Art, kreischte, wirbelte \u00fcber die B\u00fchne, h\u00fcpfte und animierte die Zuh\u00f6rerschaft immer wieder zur Interaktion. Das war durchgehend 120% pure Energie, obwohl der Mann mittlerweile ja auch schon stramm auf die Sechzig zugeht.<\/p>\n<p>Das starke atmosph\u00e4rische \u201eIn Another Life\u201c (hymnisch anmutendes Solo von Morley am Ende), das stoneske \u201eThe Thing I Want\u201c und die Killerballade \u201eDon\u2019t Wait For Me\u201c (Highlight!) waren die Vorboten f\u00fcr ein furioses Finish-Trio mit Tracks wie \u201eShe Likes The Cocaine\u201c, dem 90er-Hit \u201eLove Walked In\u201c und dem z\u00fcnftigen \u201eI Love You More Than Rock\u2019n\u2019Roll&#8220; zum Ende des Hauptteils.<\/p>\n<p>Die st\u00fcrmischen Zugabeforderungen des begeistert und frenetisch mitgehenden Publikums wurden mit dem launigen Who-Evergreen \u201eSubstitute\u201c (sprichw\u00f6rtlich als Ersatz f\u00fcr das eigentlich geplante \u201eRiver Of Pain\u201c) und \u201eDirty Love\u201c (Bowes zelebrierender Auftritt beim Intro war schon allein das Eintrittsgeld wert) bestens gew\u00fcrdigt, bei dem das Quintett der diesmal, auch\u00a0mit vielen j\u00fcngeren Menschen durchsetzten Audienz, wie so oft bewies, dass M\u00e4nner unseres Alters immer noch h\u00f6llisch intensiv abrocken k\u00f6nnen. Unterhaltung pur, ein absolut starker und kurzweiliger Abend mit Thunder in der K\u00f6lner Kantine &#8211; nat\u00fcrlich auch f\u00fcr Southern Rock-Freaks wie uns!<\/p>\n<p>Danke an Marcus Neu (Kantine) f\u00fcr die Akkreditierung!<\/p>\n<p><strong>Line-up:<\/strong><br \/>\nDanny Bowes (Lead vocals)<br \/>\nLuke Morley (Electric and acoustic guitars, vocals)<br \/>\nBen Matthews (Keyboards, electric guitar, vocals)<br \/>\nChris Childs (Bass, vocals)<br \/>\nHarry James (Drums)<\/p>\n<p>Bilder: Gernot Mangold<br \/>\nText: Daniel Daus<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/thunderonline.com\">Thunder<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/thunderonline\">Thunder bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.kantine.com\">Kantine K\u00f6ln<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich kenne eigentlich niemanden in meinem Southern Rock-Bekanntschaftskreis, der nicht auch irgendwie Sympathien f\u00fcr die britische Hard Rock-Band Thunder empfindet. 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