{"id":1992,"date":"2015-12-14T05:49:00","date_gmt":"2015-12-14T04:49:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hauptsachebizeps.de\/SoS\/?p=1992"},"modified":"2020-07-09T11:05:14","modified_gmt":"2020-07-09T09:05:14","slug":"bonnie-bishop-soft-to-the-touch-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2015\/12\/14\/bonnie-bishop-soft-to-the-touch-cd-review\/","title":{"rendered":"Bonnie Bishop \u2013 Soft To The Touch &#8211; CD-Review"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Bon-e1433428792368.jpg\" \/><\/p>\n<p>Kurz vor Ablauf eines an Highlights wirklich nicht armen Musikjahres 2005, darf die gro\u00dfe Roots-\/Americana-\/Countryrock-\/Alternate Country-\/Roots-Blues-\/Texas Singer-Sngwriter-Gemeinde mit Bonnie Bishops neuem Meisterwerk &#8222;Soft To The Touch&#8220; noch einmal in begeisterndem Jubel ausbrechen! Schon bei ihrem Deb\u00fct &#8222;Long Way Home&#8220; wurde die aus Houston\/Texas stammende Bonnie von den Kritikern mit Lob \u00fcbersch\u00fcttet. Statements wie &#8222;eine junge Lucinda Williams&#8220; oder ein &#8222;weiblicher Chris Knight&#8220; machten schnell die Runde. Die Single des Albums &#8222;Sweet On The Down Low&#8220; schaffte es sogar, \u00fcber 6 Monate in den Texas Music Charts zu verweilen.<\/p>\n<p>Das bescherte ihr Auftritte in allen angesagten texanischen Musiktempeln, wie z. B. dem Billy Bob\u2019s, mit Gr\u00f6\u00dfen wie beispielsweise <span style=\"color: #333333;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Randy+Rogers+Band\">Randy Rogers<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Radney+Foster\">Radney Foster<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Jack+Ingram\">Jack Ingram<\/a><\/span> oder Ray Wylie Hubbard. Mit ihrem neuen, geradezu packenden Werk &#8222;Soft To The Touch\u201c nun d\u00fcrfte Bonnie noch einen erheblichen Schritt weiter nach vorn machen. Die Szene hat ein neues, h\u00f6chst talentiertes Gesicht in ihren Reihen!<\/p>\n<p>Beheimatet bei der Smith Music Group (u. a. auch das bisherige Label der Randy Rogers Band, von <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Stoney+LaRue\">Stoney LaRue<\/a><\/span>, der <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Mike+McClure\">Mike McClure Band<\/a><\/span> und vielen anderen aus der Red Dirt-Clique) gelingt ihr ein Album, welches dank ihrer unglaublich starken, kraft- und gef\u00fchlvollen Gesangsleistung (viele St\u00fccke sind im \u00fcbrigen live &#8222;eingesungen&#8220;), ihrem offenbar im Blut liegenden Gesp\u00fcr f\u00fcr gro\u00dfartiges Songwriting (es gibt mit ihrer grandiosen, gewaltig rockenden u. bluesigen Fassung von Gillian Welchs &#8222;Stillhouse&#8220; lediglich eine Fremdkomposiotion), ihrer exzellenten Begleitband (mit Einbindung einiger hochkar\u00e4tiger texanischer G\u00e4ste aus der einschl\u00e4gigen Texas-Szene, wie u. a. Walt Wilkins &#8211; Acoustic Guitar und Harmonies, Harry Stinson &#8211; Drums, der legend\u00e4re Danny Flowers &#8211; E-Gitarre und Slide, und vor allem ex-Joe Ely-, Mellencamp-, <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Storyville\">Storyville<\/a><\/span>-, Dixie Chicks-Gitarrenzauberer <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=David+Grissom\">David Grissom<\/a><\/span>) ohne \u00dcbertreibung als eine der absoluten musikalischen Genre-&#8222;Perlen&#8220; des Jahres 2005 gewertet werden mu\u00df!<\/p>\n<p>Der zw\u00f6lf Songs, mit einer Spielzeit von \u00fcber 50 Minuten, umfassende Longplayer strotzt geradezu vor wunderbarer Melodik, ist einerseits glasklar und sauber produziert, bewahrt andererseits aber alle authentischen Ecken und Kanten, wirkt erdig und &#8222;rough&#8220;, v\u00f6llig unbeschwert und l\u00e4sst einen die raue, staubige, texanische Luft f\u00f6rmlich &#8222;durch die Ohren&#8220; einatmen. Ursache hierf\u00fcr d\u00fcrfte sein, dass der Fokus neben der \u00fcberaus rootsigen Basis zus\u00e4tzlich auf einem gewissen Blues-Feeling liegt. Dazu lommt einer gesunde Portion Red-Dirt-Atmosph\u00e4re, viel Americana-Flair und ein stetiger, dezenter, unterschwelliger Country-Touch!<\/p>\n<p>Egal, ob satt rockend oder etwas zur\u00fcckhaltender, die St\u00fccke wirken trotz aller Kraft und teilweise ordentlicher Power insgesamt recht relaxt. Bonnie\u2019s Stimme passt sich erstaunlich variabel der Stimmung der jeweiligen Songs an, mal aggressiv, mal kratzig, mal voller Melancholie, mal zart und zerbrechlich. Neben den bereits anfangs erw\u00e4hnten Vergleichen kommen einem auch die unterschiedlichsten Referenzgr\u00f6\u00dfen in den Sinn, wie z.B. Allison Moorer, in Ans\u00e4tzen gar eine junge Janis Joplin, Bonnie Raitt und vor allen Dingen auch Tift Merritt! Das macht sie so vielseitig und gleichzeitig so eigenst\u00e4ndig! Durchweg s\u00e4mtliche Nummern begeistern!<\/p>\n<p>Viermal bereichert der bereits genannte David Grissom als Gitarrist Bonnie&#8217;s gro\u00dfartige Musik. Auf &#8222;Trains&#8220; (ein herrlich flockiger, l\u00e4ssiger, \u00fcberaus melodischer Countryrocker), dem traumhaften, rootsig, bluesigen. Slide-getr\u00e4nkten &#8222;Soft To The Touch&#8220;, der starken Roots-\/Americana-Rock-Pop-Nummer &#8222;Give It To Me&#8220; und bei dem krachenden Rootsrocker &#8222;Something The Doctor Didn\u2019t Ordered&#8220; (letzteres von ihm \u00fcbrigens auch mitgeschrieben und produziert). Herrlich hier das satte Drums-Intro und das fette, satt rockende E-Gitarren-F\u00fchrungsriff. Mit dieser Mischung aus bluesigem Touch und rockiger Melodie lebt hier f\u00fcr kurze Zeit fast das legend\u00e4re Storyville-Feeling wieder auf. Ansonsten jagt vom klasse Opener &#8222;Love Never Knows&#8220; (sch\u00f6ner, polternder Fu\u00dftrommelrhythmus, tolle Tempovariationen, poppiger, aber sehr angenehmer Refrain), \u00fcber die voller Herzblut steckenden, in emotionaler Singer\/Songwriter-Tradition gebrachten &#8222;Brent Rollins&#8220; (erinnert an eine lebhafte Lori McKenna), das lockere &#8222;The House That Jack Built&#8220; und &#8222;Red Moon&#8220; (gro\u00dfartige Akkordeonbegleitung), bis zu dem starken, schw\u00fcl groovenden Swamp-Blues-Rocker &#8222;He took me to the river&#8220; (herrlich rauchige Stimme von Bonnie, pr\u00e4chtiges Slide-Spiel) ein H\u00f6hepunkt den n\u00e4chsten!<\/p>\n<p>Zum Abschluss h\u00f6ren wir dann mit dem 7.45 Minuten langen &#8222;Fallen Angel&#8220; nochmal eine absolute &#8222;Killer&#8220;-Ballade. Sehr entspannte Atmosph\u00e4re, Bonnie haucht ihren Text ganz zart und sehr gef\u00fchlvoll, gl\u00e4nzender Instrumentalabschluss durch toll harmonierendes Zusammenspiel von Akustik- und E-Gitarren! Nach dem Ausklingen der letzten Akkorde wei\u00df man, dass mit Bonnie Bishop ein weiteres texanisches Ausnahmetalent auf dem Weg steil nach oben ist! Ihr neues Album &#8220; Soft ToThe Touch\u201c ber\u00fchrt nicht nur, es fesselt geradezu!\u00a0 Ein echter &#8222;Touchdown&#8220;, Bonnie!<\/p>\n<p><strong>Smith Music Group (2005)<\/strong><br \/>\n<strong> Stil: Country Rock<\/strong><\/p>\n<p>01. Love Never Knows<br \/>\n02. Trains<br \/>\n03. The House That Jack Built<br \/>\n04. Soft To The Touch<br \/>\n05. Something The Doctor Didn\u2019t Ordered<br \/>\n06. Brent Rollins<br \/>\n07. He Took Me To The River<br \/>\n08. I Must Want It Bad<br \/>\n09. Give It Up To Me<br \/>\n10. Red Moon<br \/>\n11. Stillhouse<br \/>\n12. Fallen Angel<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.bonniebishop.com\">Bonnie Bishop<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/people\/bonniebishop\">Bonnie Bishop bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.baerchenrecords.de\">B\u00e4rchen Records<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kurz vor Ablauf eines an Highlights wirklich nicht armen Musikjahres 2005, darf die gro\u00dfe Roots-\/Americana-\/Countryrock-\/Alternate Country-\/Roots-Blues-\/Texas Singer-Sngwriter-Gemeinde mit Bonnie Bishops neuem Meisterwerk &#8222;Soft To The Touch&#8220; noch einmal in begeisterndem Jubel ausbrechen! Schon bei ihrem Deb\u00fct &#8222;Long Way Home&#8220; wurde die aus Houston\/Texas stammende Bonnie von den Kritikern mit Lob \u00fcbersch\u00fcttet. 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