{"id":1988,"date":"2015-12-14T05:50:00","date_gmt":"2015-12-14T04:50:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hauptsachebizeps.de\/SoS\/?p=1988"},"modified":"2020-07-09T11:04:33","modified_gmt":"2020-07-09T09:04:33","slug":"bishop-black-same-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2015\/12\/14\/bishop-black-same-cd-review\/","title":{"rendered":"Bishop Black \u2013 Same &#8211; CD-Review"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/BB.jpg\" \/><\/p>\n<p>Mit gro\u00dfer Freude erleben wir im Moment so etwas wie eine kleine Renaissance des Southern Rocks. Und es sind nicht die gro\u00dfen und arrivierten Bands des Genres, die sich dabei hervortun, sondern eher Formationen, die bisher aufgrund ihrer noch jungen Vergangenheit eher weniger in Erscheinung traten (<span style=\"color: #333333;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Rebel+Pride\">Rebel Pride<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Blackberry+Smoke\">Blackberry Smoke<\/a><\/span>), mittlerweile dank b\u00e4renstarker Ver\u00f6ffentlichungen daf\u00fcr umso gewaltiger, oder aber richtige Newcomer wie zuletzt beispielsweise The Last Straw, die <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Holman+Autry+Band\">Holman Autry Band<\/a><\/span>, Silver Travis und <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Preacher+Stone\">Preacher Stone<\/a><\/span>, die unmittelbar mit furiosen Deb\u00fctalben von sich Reden machen.<\/p>\n<p>Zu letztgenannter Sorte ist auch das junge, aus Alabama stammende, seit 2007 bestehende, hervorragende Quintett Bishop Black (benannt nach der schwarzen Schachfigur) zu z\u00e4hlen, deren pr\u00e4chtiges, gleichnamiges erstes Album ebenfalls als \u00fcberaus eindrucksvolles Indiz f\u00fcr die wunderbare neue Frische und das neue Leben der Southern Rock-Szene gewertet werden mu\u00df. Ist das herrlich, wenn sich solch hoch talentierte junge Bands dieser Musik verschreiben und darin ihre Roots ausleben. Keine Frage, die Rockmusik des S\u00fcdens lebt. Bishop Black spielen einen sehr gef\u00e4llgen, sch\u00f6n &#8222;saftigen&#8220; Southern Rock mit einem Hauch von Countryrock und Blues, kraftvoll, mit Biss, aber auch voller toller, sich unwiderstehlich in die Geh\u00f6rg\u00e4nge grabender Melodien (geht teilweise runter wie \u00d6l), eingebettet in einen klasse Gitarrensound.<\/p>\n<p>Nicht nur die Southern Rock-Freunde werden ihre helle Freude haben, auch die &#8222;Red Dirt&#8220;-Gemeinde kann jubeln. Denn zwischen <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Lynyrd+Skynyrd\">Lynyrd Skynyrd<\/a><\/span>, Blackberry Smoke und Cross Canadian Ragweed tummelt sich gen\u00fcsslich die Musik von Bishop Black, wie gesagt, auch mal mit einem leichten Blues-, Soul,- und\/oder Funk-Touch. Das Teil ist sehr knackig und fett produziert worden von Steve Lowery, und zwar in den Birdland Studios von Muscle Shoals, Alabama (da klingelt\u2019s doch direkt in den Ohren eines jeden Southern-Fans). Und kein geringeres Blatt als das legend\u00e4re &#8222;Rolling Stone Magazine&#8220; res\u00fcmierte schlicht und ergreifend \u00fcber das erste Album. &#8222;Bishop Black is the return of of the Muscle Shoals Sound&#8220;. Na wenn das mal nicht gewaltige Vorschusslorbeeren sind!<\/p>\n<p>Und in der Tat kn\u00fcpfen Bishop Black (bestehend aus Jeremy Braswell &#8211; Vocals, Harmonica; Preston Grammer &#8211; Guitar, Vocals; Pat Sowell &#8211; Guitar, Bass, Vocals; Cory Sowell &#8211; Bass und Steve White &#8211; Drums) da an, wo Lynyrd Skynyrd einst den Grundstein f\u00fcr ihre sp\u00e4tere Popularit\u00e4t legten. Der saustarke Opener &#8222;Long Road To Bama&#8220; enth\u00e4lt somit auch deutliche Bez\u00fcge und musikalische Parallelen zu Skynyrds gr\u00f6\u00dftem Hit &#8222;Sweet Home Alabama&#8220;, ist aber l\u00e4ngst nicht so trivial abgekupfert, wie es <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Kid+Rock\">Kid Rock<\/a><\/span> vor kurzem mit seinem &#8222;All Summer Long&#8220; (allerdings mit gro\u00dfem Erfolg) praktizierte. Nein, dieser Song steckt dar\u00fcber hinaus voller frischem Wind und eigenenr Identit\u00e4t. Er groovt melodisch, fett und swampig, mit einem leicht differenzierten Ableger des legend\u00e4ren Ed-King-Riff und einer zus\u00e4tzlichen, gl\u00fchenden Slidegitarre (inkl. Solo), unterlegt von feinen Orgelkl\u00e4ngen. F\u00fcr die zeigt sich (\u00e4hnlich wie Chuck Leavell bei der Holman Autry Band) Tastenlegende Clayton Ivey (u.a. Wilson Pickett, Diana Ross, <span style=\"color: #333333;\">Rod Stewart<\/span>, <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Bob+Seger\">Bob Seger<\/a><\/span>, Lionel Ritchie, <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Brooks+%26+Dunn\">Brooks &amp; Dunn<\/a><\/span>, Aretha Franklin, Roy Orbison) als einziger Gastmusiker verantwortlich, der sich mittels Piano, B3-Organ und Wurlitzer immer wieder gekonnt einbringt.<\/p>\n<p>Das folgende &#8222;Lawyers, Guns &amp; Money&#8220; (Warren Zevon) ist eine von zwei Coverversionen (dazu kommt noch das funkig-bluesig stampfende &#8222;Mississippi&#8220; &#8211; mit sch\u00f6n qu\u00e4kiger Bluesharp, aus der Feder von Mofro-Kopf <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=JJ+Grey+%26+Mofro\">JJ Grey<\/a><\/span> &#8211; einer Soul\/Funk\/R&amp;B\/Blues\/Southern Rock Band aus Florida). welche als ein ungemein frisches, fettes, modernes Update des alten Zevon-Origimals daher kommt, mit einen sehr viel Rhythmik und Dynamik. Einfach gro\u00dfartig! Bei dem starken &#8222;Long Way&#8220; geht es ebenfalls mit viel Southern-Drive nach vorn. Lynyrd Skynyrd meets The Black Crowes zu ihren &#8222;Shake Your Moneymaker&#8220;-Tagen. Rockige Gitarren, aggressiver Gesang, Harp-Fills, Orgel-&#8222;Gurgeln&#8220;, satter Groove, klasse E-Gitarren-Solo, Herz was willst du mehr? \u00dcberhaupt ist bei Bishop Black gerade die Rhythmusfraktion ein echtes Highlight, die immer wieder f\u00fcr eine fett groovende Untermalung sorgt, besonders Steve White erzeugt mit seinen deftig polternden Schlagzeugeinlagen sehr viel musikalisches Volumen.<\/p>\n<p>Ganz besonders atmosph\u00e4risch gelungen ist das von Preston Grammer besungene &#8222;Shine On&#8220;, das ganz dezent an &#8222;Green Grass &amp; High Tides&#8220; von den Outlaws erinnert, allerdings etwas bluesiger dargeboten und ohne die schnellen Passagen und die abschliessende Gitarrenschlacht. Allerdings gibt&#8217;s auch hier sehr wohl ein exzellentes E-Gitarren-Solo voller meoldischem Southern-Spirit. &#8222;Run To Tennesse&#8220; (herrliches Tucker-m\u00e4\u00dfiges Twinspiel am Ende) und &#8222;Southern Hospitality&#8220; (mit einem Hauch von &#8222;Red Dirt&#8220;, Richtung Cross Canadian Ragweed) bestechen vor allem durch die geschickten Tempovariationen zwischen Strophen und Refrain, wobei auch die Harmonieges\u00e4nge von Braswell, Grammer und Pat Sowell nicht von schlechten Eltern sind.<\/p>\n<p>Beide St\u00fccke sind southern-typisch gitarrenbetont, bekommen aber durch Braswells filigrane Harpeinlagen ein weiteres Markenzeichen. Balladesk und sehr melodisch geht es bei &#8222;Down Again&#8220; zu, stark hier das tolle Les Paul-E-Gitarren-Solo. Bei &#8222;Brother Locklayer&#8220; bieten Bishop Black nochmal deftige Kost im Stile der Allman Brothers oder, zumindestens in Ans\u00e4tzen, Gov\u2019t Mule. Wieder stehen ein fetter Groove, klasse Gitarren, Orgel und Harp im Mittelpunkt, dazu kommt ein swampig,bluesig, funkiger Touch. Das abschlie\u00dfende &#8222;Time&#8220; f\u00e4llt etwas aus dem Rahmen, was aber keineswegs negativ gemeint ist. Vornehmlich mit einer Akustikgitarre begleitet, erinnert es ein wenig an &#8222;The Seasons&#8220; vom einst erst nach dem Skynyrd-Flugzeugabsturz ver\u00f6ffentlichten Erstwerk &#8222;The First&#8230; And The Last&#8220;. Wenn jetzt an dieser Stelle noch eine Gitarrenhymne k\u00e4me,&#8230; nicht auszudenken!<\/p>\n<p>Insgesamt ist Bishop Black mit ihrem Deb\u00fct ein gro\u00dfartiger Einstieg in die Southern-Szene gelungen. Diese junge Band verf\u00fcgt offensichtlich \u00fcber ein beachtliches, kreatives und musikalisches Potential. Damit wird man sich verdientermassen viel Respekt und Anerkennung in der Szene holen. Gratulation zu einer tollen Leistung! Wir freuen uns jetzt schon auf die weitere Entwicklung der Jungs&#8230;<\/p>\n<p><strong>Slc Records (2009)<\/strong><br \/>\n<strong> Stil:\u00a0 Southern Rock<\/strong><\/p>\n<p>01. Long Road To Bama<br \/>\n02. Lawyers, Guns &amp; Money<br \/>\n03. Long Way<br \/>\n04. Shine On<br \/>\n05. Run To Tennessee<br \/>\n06. Southern Hospitality<br \/>\n07. Down Again<br \/>\n08. Mississippi<br \/>\n09. Brother Locklayer<br \/>\n10. Time<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.baerchenrecords.de\">B\u00e4rchen Records<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit gro\u00dfer Freude erleben wir im Moment so etwas wie eine kleine Renaissance des Southern Rocks. 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