{"id":1978,"date":"2015-12-14T05:51:00","date_gmt":"2015-12-14T04:51:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hauptsachebizeps.de\/SoS\/?p=1978"},"modified":"2020-07-09T11:04:05","modified_gmt":"2020-07-09T09:04:05","slug":"jeff-bates-leave-the-light-on-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2015\/12\/14\/jeff-bates-leave-the-light-on-cd-review\/","title":{"rendered":"Jeff Bates \u2013 Leave The Light On &#8211; CD-Review"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Bat-e1433427243103.jpg\" \/><\/p>\n<p>Manche nennen ihn die Reinkarnation des legend\u00e4ren Conway Twitty, andere den Barry White der Countrymusic. Wie dem auch sei, fest steht, dass Jeff Bates sicherlich eine au\u00dfergew\u00f6hnliche, W\u00e4rme-ausstrahlende Baritone-Stimme besitzt, deren Wirkung man sich kaum entziehen kann. Rein \u00e4u\u00dferlich wirkt er eigentlich eher wie einer der jungen Wilden, Marke <span style=\"color: #333333;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Blake+Shelton\">Blake Shelton<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Chris+Cagle\">Chris Cagle<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Drew+Womack\">Drew Womack<\/a><\/span> etc., die auszogen, um Music City im Sturm zu erobern.<\/p>\n<p>Auch was seine Vergangenheit angeht, glaubt man kaum, was der Bursche schon so alles erlebt, bzw. auf dem Kerbholz hat. Als Kind zur Adoption freigegeben, mit 14 von der Schule geflogen, Milit\u00e4rdienst bei der Navy, Arbeit auf einer \u00d6l-Plattform, erste musikalische Erfahrungen mittels einer Clubanstellung, Ehe, Umzug nach Nashville, erste Songwriteraktivit\u00e4ten, Scheidung, n\u00e4chste Ehe, Drogenkonsum, damit verbundene Diebst\u00e4hle, schlie\u00dflich Gef\u00e4ngnisaufenthalt. Dass Jeff Bates dennoch die Spur zur\u00fcck ins Leben fand, verdankt er letztendlich den Herren Gene Watson, <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Tracy+Lawrence\">Tracy Lawrence<\/a><\/span> und Kenny Beard.<\/p>\n<p>Die beiden erstgenannten K\u00fcnstler entschlossen sich (mit Erfolg) Songs von Bates in ihr Programm zu nehmen, letztgenannter Produzent hielt ihm als Freund die Treue, vertraute seinem Songwriter-Talent, und verschaffte ihm einen Plattendeal bei RCA. Zur Recht, wie sein Deb\u00fct &#8222;Rainbow Man&#8220;, das sich viele Monate in den Charts hielt, eindrucksvoll bewies. Nach einigem Hin und Her hat es nun endlich auch mit dem Nachfolger &#8222;Leave The Light On&#8220; geklappt, wieder eine Ansammlung \u00e4u\u00dferst gelungener, traditioneller, zeitloser Countrysongs! Anders wie beim Erstling (da hatte Jeff noch alle St\u00fccke mit geschrieben), ist er diesmal nur bei einem Drittel der Songs kompositorisch involviert, wobei der Rest mit viel Fingerspitzengef\u00fchl ausgesucht wurde.<\/p>\n<p>Im Bereich der Begleitmusiker wurde das Licht alles andere als auf Sparflamme gehalten, d.h. Bates konnte so richtig aus dem Vollen sch\u00f6pfen. Hier ist die Creme de l\u00e0 Creme der Nashville-Szene (u. a. Chad Cromwell, Billy Panda, <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=David+Grissom\">David Grissom<\/a><\/span>, Brent Mason, Joe Spivey, Tony Harrell, Dan Gugmore, Mike Johnson, Eric Darken) vertreten. Die CD startet mit der Singleauskoppelung von &#8222;Long Slow Kisses&#8220;, das bereits auf dem Vorg\u00e4nger enthalten war, und diesmal deutlich mehr Gesangsanteile enth\u00e4lt. Die Billy &#8222;Crash&#8220; Craddock-Cover-Version von &#8222;Rub It In&#8220; macht mit seinen Honkytonk-Anleihen (klasse Piano, sch\u00f6nes Slide-Solo) richtig Laune.<\/p>\n<p>Im weiteren Verlauf gibt es dann einen Mix aus sehr gem\u00e4\u00dfigtem Midtempo\/Balladenanteil und einigen flotteren Nummern. S\u00e4mtliche St\u00fccke sind durchweg in traditionellen Country-Bahnen angesiedelt. Sie sind dabei, nicht zuletzt durch Bates individuelle Stimme und die brillante musikalische Umsetzung, als absolut radiotauglich einzustufen, so da\u00df der ein oder andere Hit schon dabei herausspringen sollte. Im Vordergrund immer das gut aufeinander abgestimmte Zusammenwirken von Steel-, E-Gitarre, Fiddle und Piano.<\/p>\n<p>Die ruhigen Sachen wie &#8222;No Shame&#8220;, &#8222;Leave The Light On&#8220;, &#8222;The Woman He Walked On&#8220;, das autobiographische &#8222;One Second Chance&#8220;, &#8220; I Can\u2019t Write That&#8220; und &#8222;Mama Was A Lot Like Jesus&#8220; scheinen wie f\u00fcr Bate\u2019s angerauht-warme Stimme geradezu pr\u00e4destiniert zu sein und d\u00fcrften in Conwy Twitty-m\u00e4\u00dfiger Art viele weibliche Herzen an angelehnter M\u00e4nnerschulter zum Schmelzen bringen. F\u00fcr\u2019s &#8222;starke&#8220; Geschlecht h\u00e4lt Jeff dann Songs wie &#8222;Hands On Man&#8220; (<span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Billy+Ray+Cyrus\">Billy Ray Cyrus<\/a><\/span>-Charakter), &#8222;That\u2019ll Get You Ten&#8220; (Mischung aus <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Montgomery+Gentry\">Montgomery Gentry<\/a><\/span> und <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Trace+Adkins\">Trace Adkins<\/a> mit viel Outlaw-Flair), das zun\u00e4chst als Single und Albumtitel geplante (und danach wieder verworfene) &#8222;Good People&#8220; (sch\u00f6ner Countryheuler mit ausgiebigen Steelpassagen), oder der &#8222;Mitgr\u00f6ler&#8220; &#8222;What I Know&#8220; (mit eingeblendeten Live-Passagen) bereit, die nicht nur in Bierlaune die Stimmung der Zuh\u00f6rerschaft heben d\u00fcrften.<\/p>\n<p>&#8222;Leave The Light On&#8220; ist insgesamt wieder ein blitzsauberes, kr\u00e4ftiges, traditionell gehaltenes Werk, das sicherlich seinen Weg in die Charts finden wird. Nicht nur eingefleischten Bates-Fans, sondern eigentlich auch allen Liebhabern traditioneller Country-Komponenten im Allgemeinen ist diese Scheibe w\u00e4rmstens zu empfehlen. Keine Frage, in Nashville wird das Licht f\u00fcr Jeff Bates weiterhin an bleiben!<\/p>\n<p><strong>RCA, Sony BMG Music (2006)<\/strong><br \/>\n<strong> Stil:\u00a0 New Country<\/strong><\/p>\n<p>01. Long Slow Kisses<br \/>\n02. Rub It In<br \/>\n03. No Shame<br \/>\n04. Hands On Man<br \/>\n05. Leave The Light On<br \/>\n06. That\u2019ll Get You Ten<br \/>\n07. The Woman He Walked On<br \/>\n08. One Second Chance<br \/>\n09. Good People<br \/>\n10. I Can\u2019t Write That<br \/>\n11. What I Know<br \/>\n12. Mama Was A Lot Like Jesus<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.jeffbates.net\">Jeff Bates<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/people\/Jeff-Bates\/1210613011\">Jeff Bates bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.baerchenrecords.de\">B\u00e4rchen Records<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Manche nennen ihn die Reinkarnation des legend\u00e4ren Conway Twitty, andere den Barry White der Countrymusic. Wie dem auch sei, fest steht, dass Jeff Bates sicherlich eine au\u00dfergew\u00f6hnliche, W\u00e4rme-ausstrahlende Baritone-Stimme besitzt, deren Wirkung man sich kaum entziehen kann. 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