{"id":1964,"date":"2015-12-14T05:55:00","date_gmt":"2015-12-14T04:55:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hauptsachebizeps.de\/SoS\/?p=1964"},"modified":"2020-07-09T11:01:23","modified_gmt":"2020-07-09T09:01:23","slug":"gary-allan-set-you-free-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2015\/12\/14\/gary-allan-set-you-free-cd-review\/","title":{"rendered":"Gary Allan \u2013 Set You Free &#8211; CD-Review"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Gary1-e1433425525280.jpg\" \/><\/p>\n<p>Der Mann aus Southern California mit einem neuen, hervorragenden Album. Lange haben wir ihn nicht mehr so gut geh\u00f6rt. Gary Allen gab sein Deb\u00fct bereits 1996 und z\u00e4hlt mit seinem 9. Studioalbum bereits zum Inventar der Szene. Trotz wirklich beachtlicher Erfolge (immerhin drei Nr.1-Hits), fortw\u00e4hrend exzellenter Alben und stetiger Major-Pr\u00e4senz (Allan ist quasi seit Beginn bei MCA unter Vertrag) schaffte er es nie ganz, in den Kreis der ganz gro\u00dfen Superstars wie <span style=\"color: #ff0000;\"><span style=\"color: #ae0b1c;\"><a style=\"color: #ae0b1c;\" href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Tim+McGraw\">Tim McGraw<\/a><span style=\"color: #333333;\">,<\/span><\/span>\u00a0<span style=\"color: #ae0b1c;\"><a style=\"color: #ae0b1c;\" href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Kenny+Chesney\">Kenny Chesney<\/a><\/span><\/span> oder <span style=\"color: #ae0b1c;\"><a style=\"color: #ae0b1c;\" href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Keith+Urban\">Keith Urban<\/a><\/span> &amp; Co. vorzusto\u00dfen.<\/p>\n<p>Seine Vorliebe f\u00fcr traditionellen &#8222;Bakersfield-derived Country&#8220; und auch seine etwas nach innen gekehrte Art (daf\u00fcr liegt allerdings auch ein triftiger Grund vor. Seine von Depressionen geplagte Frau hatte 2004 Selbstmord begangen) standen ihm f\u00fcr den ganz gro\u00dfen Durchbruch immer ein wenig im Weg. Das k\u00f6nnte sich allerdings mit seinem neuen Album &#8222;Set You Free&#8220; gravierend \u00e4ndern. Ein tolles, modernes New Country-Werk mit vielen starken, sehr abwechslungsreichen Songs, klasse produziert und nat\u00fcrlich von exzellenten Musikern eingespielt.<\/p>\n<p>Gary selbst hat f\u00fcnf der Tracks mitkomponiert, sieben co-produziert, zum einen mit Greg Droman, der auch f\u00fcr das Vorg\u00e4ngerwerk &#8222;Get Off On The Pain&#8220; verantwortlich war, zum anderen mit Freund und Langzeitweggef\u00e4hrten Mark Wright. Den Rest \u00fcbernahm Jay Joce, der schon Interpreten wie <span style=\"color: #ae0b1c;\"><a style=\"color: #ae0b1c;\" href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Eric+Church\">Eric Church<\/a><\/span> und <span style=\"color: #ae0b1c;\"><a style=\"color: #ae0b1c;\" href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Little+Big+Town\">Little Big Town<\/a><\/span> betreut hat. Zum ersten Mal spielt er auf einem seiner Longplayer Akustik- und E-Gitarre. Auch wenn sein neues Werk wieder voller Zitate steckt, die an seine verstorbene Frau erinnern, so ist diesmal aber eine deutlich positive Tendenz erkennbar. Es scheint, dass Allan den Verlust weitestgehend verarbeitet hat &#8211; eine Art sp\u00fcrbare Aufbruchsstimmung durchzieht dieses hervorragende Album.<\/p>\n<p>Dazu legte er mit der herrlich flockigen Single &#8222;Every Storm (Runs Out Of Rain)&#8220; (klasse Harmonieges\u00e4nge von Rachel Proctor) und einer derzeitigen Top-5-Platzierung (Tendenz steigend) einen Traumstart hin. Und die CD beinhaltet noch jede Menge weiterer St\u00fccke, die entsprechendes Potential aufweisen, womit auch der komplette Silberling gute Chancen auf gro\u00dfen Chart-Erfolg haben sollte. Ganz stark direkt der von knackigen E-Gitarren getragene Opener &#8222;Tough Goodbye&#8220;, der mit seiner starken Melodie sofort richtig Laune macht.<\/p>\n<p>Auch ein absoluter Hitkandidat. Gleiches gilt f\u00fcr die beiden kitschfreien Powerballaden (mit den typisch kr\u00e4ftigen Refrains) &#8222;You Without Me&#8220; (Richtung <span style=\"color: #ae0b1c;\"><a style=\"color: #ae0b1c;\" href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Jason+Aldean\">Jason Aldean<\/a><\/span>) und &#8222;One More Time&#8220; (das Lied erinnert dezent an Diamond Rios gleichnamiges St\u00fcck), sowie das wieder von markanter Gitarrenarbeit getragene, rhythmische &#8222;Pieces&#8220; (sch\u00f6n rockiger Refrain). Aber es gibt auch jede Menge unkonventionelle Tracks, die einiges an \u00dcberraschungen aufweisen. &#8222;Bones&#8220; beispielsweise erweist sich als knochentrockener, fetter Southern Rocker, der auch <span style=\"color: #ae0b1c;\"><a style=\"color: #ae0b1c;\" href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Van+Zant\">Van Zant<\/a><\/span> gut zu Gesicht st\u00fcnde (Gary singt im Stile von Donnie Van Zant, klasse Bluesharp von Matt Warren, der auch stark beim Songwriting involviert war).<\/p>\n<p>Die teilweise etwas d\u00fcstere &#8222;Crying in My Beer&#8220;-Ballade &#8222;It Ain\u2019t The Whiskey&#8220; (mit weinender Steel im Refrain &#8211; Parallelen in den Strophen und im Aufbau zu <span style=\"color: #ae0b1c;\"><a style=\"color: #ae0b1c;\" href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Bleu+Edmondson\">Bleu Edmondsons<\/a><\/span> &#8222;The Band Plays On&#8220;) fesselt sehr und das mit dem deutlichen Stempel der <span style=\"color: #ae0b1c;\"><a style=\"color: #ae0b1c;\" href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=The+Warren+Brothers\">Warren Brothers<\/a><\/span> (beide haben das St\u00fcck mit Blair Daly komponiert) versehene &#8222;Sand In My Soul&#8220; ist im Refrain gar mit einer dezenten &#8222;Hotel California&#8220; Westcoast-Note behaftet. Das sehr relaxte &#8222;Hungover Heart&#8220; steckt voller Southern Soul &#8211; sehr stark hier die typischen E-Gutarren-Fills.<\/p>\n<p>Die beiden au\u00dfergew\u00f6hnlichsten Songs sind &#8222;No Worries&#8220; und &#8222;Drop&#8220;. Erstgenanntes ist eine launige Mischung aus Country und Reggae (Marke Jimmy Buffet, Kenny Chesney &#8211; mit den obligatorischen Steel Drums), bei dem sofort der n\u00e4chste Karibik-Urlaub am geistigen Auge vorbeifliegt (<span style=\"color: #ae0b1c;\"><a style=\"color: #ae0b1c;\" href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Blake+Shelton\">Blake Sheltons<\/a><\/span> \u201eSome Beach\u201c schl\u00e4gt in eine \u00e4hnliche Kerbe), letztgenanntes Lied verbeugt sich vor Sachen wie Tennessee Ernie Fords &#8222;16 Tons&#8220; oder Randy Newmans &#8222;Leave Your Hat On&#8220; (bekannt durch Joe Cocker). sehr cool und leicht jazzig swingend von Nashvilles Parademusikern in Szene gesetzt. Den Ausklang bildet das \u00fcberaus angenehme, mit Streicherbegleitung atmosph\u00e4risch aufgewertete &#8222;Good As New&#8220; (toll das raue Cello, dazu wieder herrliche Gitarrenarbeit).<\/p>\n<p>Gary Allan hat mit &#8222;Set You Free&#8220; schon ganz fr\u00fch im Jahr ein heftiges Ausrufezeichen in Music City gesetzt. Es klingt frischer und knackiger als je zuvor. Das gesamte Songmaterial ist &#8222;erste Sahne\u201c und sehr kurzweilig. Dazu auch gesanglich eine Top Leistung von ihm. Selbst die unterschiedlichen Produzenten erweisen sich hier als au\u00dferordentlicher Gl\u00fccksfall. So ist &#8222;Set You Free&#8220; noch viel mehr als ein echter pers\u00f6nlicher Befreiungsschlag. Hut ab f\u00fcr diese \u00fcberragende Leistung, Mr. Allan!<\/p>\n<p><strong>MCA Nashville (2013)<\/strong><br \/>\n<strong> Stil:\u00a0 New Country<\/strong><\/p>\n<p>01. Tough Goodbye<br \/>\n02. Every Storm (Runs Out Of Rain)<br \/>\n03. Bones<br \/>\n04. It Ain&#8217;t The Whiskey<br \/>\n05. Sand In My Soul<br \/>\n06. You Without Me<br \/>\n07. One More Time<br \/>\n08. Hungover Heart<br \/>\n09. No Worries<br \/>\n10. Drop<br \/>\n11. Pieces<br \/>\n12. Good As New<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.garyallan.com\">Gary Allan<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/garyallan\">Gary Allan bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.baerchenrecords.de\">B\u00e4rchen Records<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Mann aus Southern California mit einem neuen, hervorragenden Album. Lange haben wir ihn nicht mehr so gut geh\u00f6rt. Gary Allen gab sein Deb\u00fct bereits 1996 und z\u00e4hlt mit seinem 9. Studioalbum bereits zum Inventar der Szene. 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