{"id":1926,"date":"2015-12-14T06:01:00","date_gmt":"2015-12-14T05:01:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hauptsachebizeps.de\/SoS\/?p=1926"},"modified":"2020-07-09T10:58:12","modified_gmt":"2020-07-09T08:58:12","slug":"buddy-jewell-same-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2015\/12\/14\/buddy-jewell-same-cd-review\/","title":{"rendered":"Buddy Jewell &#8211; Same &#8211; CD-Review"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Bud.jpg\" \/><\/p>\n<p>Die ultimative Steigerung der mittlerweile auch in unseren Landen unertr\u00e4glich um sich greifenden Horror-Casting-Shows w\u00e4re sicherlich &#8218;Deutschland sucht den Volksmusikstar&#8216;. Im \u00fcbertragenen Sinne w\u00e4re Buddy Jewell hier das amerikanische Pendant dazu, denn er ist Sieger von &#8218;Nashville Star&#8216;, aber Gott sei Dank haben die Amis ja ein etwas anderes Verst\u00e4ndnis, was Musik aus ihrer Heimat anbelangt. Und so hat dort auch ein 42-j\u00e4hriger gestandener Cowboy das Rennen gemacht.<\/p>\n<p>Sony lie\u00df im Zuge des zu erwartenden Erfolges nat\u00fcrlich nichts anbrennen und stellte Buddy Jewell f\u00fcr seine Deb\u00fct-CD das Star-Ensemble der Studiomusiker &#8211; von meinen Kollegen so liebevoll als Nashville-Mafia bezeichnet &#8211; an die Seite. Und die gl\u00e4nzenden Kritiken aus allen Himmelsrichtungen scheinen auf eine sp\u00e4te, aber sehr aussichtsreiche Karriere hinzudeuten.<\/p>\n<p>Mein Gesamteindruck des Werkes ist mit einigen Abstrichen verbunden, aber im Groben und Ganzen auch postiv. Mit &#8222;I Wanna Thank Everyone&#8220; scheint Buddy noch mal einen Diener vor allen Beteiligten, die seinen Erfolg erm\u00f6glichten, zu machen. Toller rhythmischer Honkytonk-Kracher mit klirrendem Piano und tollen E-Gitarren, wie er flockiger nicht sein k\u00f6nnte. Auch &#8222;Sweet Southern Comfort&#8220; ist ein St\u00fcck der Extraklasse. Eine typische S\u00fcdstaatenhymne, mit viel Atmosph\u00e4re und starkem Text vorgetragen, die unter die Haut geht. Wunderbare Banjo- und Harmonikakl\u00e4nge, sowie Buddies einf\u00fchlsame Stimme machen diesen Song zum Klassiker, auch S\u00fcdstaatenrockfans sollten sich das Lied mal reinziehen.<\/p>\n<p>Klasse die Uptemponummern &#8222;Abilene On Her Mind&#8220; und &#8222;One Step At A Time&#8220;, die ziemlich flott an einem vorbeiziehen. Auch das St\u00fcck von Produzent Clint Black setzt der CD noch mal seinen Stempel auf. Endlich k\u00f6nnen sich die Mafiosis, &#8230;\u00e4h, Studiomusiker mal ausleben. Ein regelrechter Schlagabtausch zwischen E-Gitarre, Fiddel, Piano und Steelgitarre. Geht sehr gut ab.<br \/>\nDas Werk enth\u00e4lt aber auch einige recht langweilige Balladen und Heuler. Bei &#8222;Today I Started Loving You Again&#8220;, einem Duett mit Miranda Lambert, einer weiteren 19-j\u00e4hrigen Wettbewerbsteilnehmerin, verfolgt einen der Refrain lange \u00fcber das Ende des Albums hinaus. Der ist so kitschig und schnulzig, bohrt sich aber ins Gehirn wie eine Made in den Speck, so dass ich mich schon morgens im Auto dabei ertappte, wie ich ihn vor mich hintr\u00e4llerte.<\/p>\n<p>&#8222;O&#8217;Reilly Luck&#8220; klingt ein wenig nach <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Charlie+Daniels+Band\">Charlie Daniels<\/a><\/span> zu &#8222;Simple Man&#8220;-Zeiten mit keltisch angehauchtem Lalala-Chorus, den ich recht nervt\u00f6tend finde. Ziemlich \u00fcberfl\u00fcssig die Nummer &#8222;Why We Said Goodbye&#8220;, die Tim McGraw schon vor zwei Jahren auf &#8222;Set This Circus Down&#8220; interpretiert hat und mit genau so wenig \u00dcberraschungen vor sich her trottet.<\/p>\n<p>\u00dcberhaupt wirkt das Album auf mich wie eine kleine Kampfansage an den zuletzt erw\u00e4hnten Kollegen. Ich denke allerdings, noch etwas verfr\u00fcht, denn der gute Tim kommt irgendwie peppiger und rockiger daher, auch wenn er vielleicht nicht ganz die stimmlichen Qualit\u00e4ten von Buddy besitzt. Jewell&#8217;s CD ist mir insgesamt etwas zu traditionell gehalten, vor allem das oftmals in den Vordergrund tretende Gefiddel t\u00f6rnt eher ab. Wenn man einen so versierten Gitarristen wie Brent Mason zur Verf\u00fcgung hat, muss der auch mal \u00f6fter losgelassen werden. Letztendlich aber ein durchaus gelungenes, sympathisches Erstwerk, das sicher keine Eintagsfliege bleiben wird. Ich w\u00fcrde sagen: Noch weiter ausbauf\u00e4hig.<\/p>\n<p><strong> Sony Nashville (2003)<\/strong><br \/>\n<strong> Stil: New Country<\/strong><\/p>\n<p>01. I Wanna Thank Everyone<br \/>\n02. Help Pour Out The Rain (Lacey&#8217;s Song)<br \/>\n03. Sweet Southern Comfort<br \/>\n04. Today I Started Loving You Again<br \/>\n05. Abilene On Her Mind<br \/>\n06. One In A Row<br \/>\n07. O&#8217;Reilly Luck<br \/>\n08. Why We Said Goodbye<br \/>\n09. One Step At A Time<br \/>\n10. I Can&#8217;t Get By<br \/>\n11. You Know How Women Are<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.BuddyJewell.com\">Buddy Jewell<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/BuddyJewell\">Buddy Jewell bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.baerchenrecords.de\">B\u00e4rchen Records<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die ultimative Steigerung der mittlerweile auch in unseren Landen unertr\u00e4glich um sich greifenden Horror-Casting-Shows w\u00e4re sicherlich &#8218;Deutschland sucht den Volksmusikstar&#8216;. 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