{"id":1918,"date":"2015-12-14T06:00:00","date_gmt":"2015-12-14T05:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hauptsachebizeps.de\/SoS\/?p=1918"},"modified":"2020-07-09T10:58:59","modified_gmt":"2020-07-09T08:58:59","slug":"gary-jeffries-middle-class-man-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2015\/12\/14\/gary-jeffries-middle-class-man-cd-review\/","title":{"rendered":"Gary Jeffries &#8211; Middle Class Man &#8211; CD-Review"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Gary.jpg\" \/><\/p>\n<p>Es sind gerade wieder gute Wochen f\u00fcr die Freunde des Southern Rocks! Da gibt es das starke Zweitwerk von <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Zach+Williams+And+The+Reformation\">Zach Williams &amp; The Reformation<\/a>, die mit viel Herzblut eingespielte Sam Morrison Band-Scheibe und auch noch das neue Solo-Album von Gary Jeffries. Dazu die Ank\u00fcndigung des <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Lynyrd+Skynyrd\">Skynyrd<\/a><\/span>-Clans, demn\u00e4chst wieder ein neues Album in Angriff nehmen zu wollen, was aber heute eher nur noch reservierte Vorfreude ausl\u00f6st. Ja, dieser Gary Jeffries, um den es hier geht, der hat schon einiges an musikalischer Erfahrung auf dem Buckel. Asphalt Ballet, Coupdeville, \u00dcbergangss\u00e4nger bei den Regulators (deren Deb\u00fctscheibe ein unverzichtbarer Klassiker ist, allerdings nicht mit ihm am Mikro) und als Frontsau von den jetzt nicht mehr bestehenden Alligator Stew.<\/p>\n<p>Jetzt hat Gary seiner Meinung nach das Beste an Songs aus diesen Bandphasen herausgepickt, neu eingespielt und dazu mit einigen brandaktuell kreierten Tracks garniert. Da ich nur eine Scheibe von Alligator Stew, und zwar die &#8222;A First Taste Of&#8220; (und nichts bzgl. der anderen Bands), besitze und auf dieser hier kein einziger Song davon vertreten ist, kann ich mich auf komplettes Neuland konzentrieren, bis auf den CCR-Gassenhauer &#8220; Bad Moon Rising&#8220; als Cover nat\u00fcrlich, der hier in einem sch\u00f6nen Countryambiente (Banjo, Harp, Akustik-Slide) mit Bluegrass-Touch gegen Ende der CD pr\u00e4sentiert wird.<\/p>\n<p>Obwohl die Scheibe eine Eigenproduktion ist und vermutlich mit streng kalkuliertem Budget erstellt wurde, macht Jeffries nicht den Fehler, sich als &#8218;Alleinwissender&#8216; \u00fcber die Sache herzumachen. Er hat sich bei der Produktion von Ron Pease \u00fcber die Schulter schauen lassen. Die ist n\u00e4mlich hervorragend gelungen und bew\u00e4ltigt den Balance-Akt zwischen &#8217;nicht zu altbacken und zu overstylt klingen&#8216; ganz hervorragend. Aufgrund des durchgehend starken Songmaterials ist somit ein echter H\u00f6rspa\u00df \u00fcber knapp f\u00fcnfzig Minuten garantiert.<\/p>\n<p>Schon beim Opener &#8222;Free&#8220; heulen direkt die Slidegitarren zu einem flotten Rhythmus aus Akustik- und Baritongitarre, dass es jedem Southern-Rocker warm ums Herz wird. Das folgende &#8222;Heaven Winds Blow&#8220; erinnert an die &#8222;Gator Country&#8220;-Tage von <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Molly+Hatchet\">Molly Hatchet<\/a><\/span> mit typischem E-Solo, wummernder Orgel und herrlichen Backs von Kristin Kincaid. Zu diesen sumpfigen Kl\u00e4ngen bekommen vermutlich selbst Alligatoren eine G\u00e4nsehaut. Grandios auch der Titeltrack, mit seiner bumpigen Note und den tollen E-Gitarren. Eine Mischung aus Molly und Blackfoot zu besten Tagen. Stark!<\/p>\n<p>Und die Highlights gehen weiter und weiter. Das melodische &#8222;Ashes To Ashes&#8220; und der gitarrenlastige Honkytonker &#8222;Know Ya Too Well&#8220; (Pianist Jimmy Rogers mit Billy Powell&#8217;schem Geklimper, erinnert ein wenig an &#8222;Jukin&#8216; City&#8220; von Hatchet) bilden die Vorhut f\u00fcr das sensationelle &#8222;Blood On The Highway&#8220; (aus dem Aphalt Ballet-Fundus) mit seinem swampigen E-Groove, qu\u00e4kiger Harp, gurgelnder Orgel, klasse Backs und jaulender Les Paul. Ein Killersong! Atmosph\u00e4risch wird es bei &#8222;Flowers On My Grave&#8220;, da meint man die Hooters h\u00e4tten sich dem Southern Rock zugewendet. Klasse auch hier der \u00fcppige Slideanteil.<\/p>\n<p>Das n\u00e4chste Superst\u00fcck, das jedem Genre-Fan weiche Knie bescheren wird, ist &#8222;Mississippi Girl&#8220;. Der Anfang noch im sprechgesanglich gehaltenen Charlie Daniels-Ambiente, geht \u00fcber in eine Uptemponummer der Marke Molly Hatchet mit fettem Drumming (von Randy Trent), vor allem der Tempowechsel im langen E-Solo in Ingram&#8217;scher Manier ist genial. &#8222;Free My Soul&#8220; (aus der Coupdeville-Phase) erinnert mit seinem dezenten psychedelischen Touch ein wenig an Skynyrds &#8222;Voodoo Lake&#8220;. Das stampfende &#8222;Southern Pride&#8220; (ebenfalls aus der Coupdeville-Zeit) mit Harp, Backs und Slide hat eine bluesige Note, toll hier die ruhige Billy Powell-Ged\u00e4chtnis-Piano-Passage als Bridge angelegt. Am Ende l\u00e4sst Jeffries, der mich auf den Bildern an eine schlanke Reinkarnation von Dave Hlubek erinnert) mittels &#8222;Free In Heaven&#8220; (seinem verstorbenen Vater gewidmet) sein b\u00e4renstarkes &#8222;Middle Class Man&#8220;-Album gef\u00fchlvoll ausklingen. Wunderbar erneut die weiblichen Backs von Kristin Kincaid.<\/p>\n<p>Gary Jeffries&#8216; musikalisches Pl\u00e4doyer f\u00fcr den Mittelstand ist absolute Spitzenklasse geworden. Eine sch\u00f6ne, hervorragende, moderne Aufarbeitung der guten alten Southern Rock-Zeit im Stile der Anfangstage von Bands wie Skynyrd, Molly, <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Doc+Holliday\">Doc<\/a><\/span> &amp; Co. mit den heute etwas besseren technischen M\u00f6glichkeiten und Erkenntnissen. F\u00fcr mich eine der besten Southern Rock-Scheiben des neuen Jahrtausends. Toll gemacht, Gary Jeffries!<\/p>\n<p><strong>Eigenproduktion (2011)<\/strong><br \/>\n<strong>Stil:\u00a0Southern Rock<\/strong><\/p>\n<p>01. Free<br \/>\n02. Heaven Winds Blow<br \/>\n03. Middle Class Man<br \/>\n04. Ashes To Ashes<br \/>\n05. Know Ya Too Well<br \/>\n06. Blood On The Highway<br \/>\n07. Flowers On My Grave<br \/>\n08. Mississippi Girl<br \/>\n09. Free My Soul<br \/>\n10. Bad Moon Rising<br \/>\n11. Southern Pride<br \/>\n12. Free In Heaven<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reverbnation.com\/garyjeffries\">Gary Jeffries bei Reverbnation<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.baerchenrecords.de\">B\u00e4rchen Records<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es sind gerade wieder gute Wochen f\u00fcr die Freunde des Southern Rocks! Da gibt es das starke Zweitwerk von Zach Williams &amp; The Reformation, die mit viel Herzblut eingespielte Sam Morrison Band-Scheibe und auch noch das neue Solo-Album von Gary Jeffries. 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