{"id":18690,"date":"2017-11-12T11:55:42","date_gmt":"2017-11-12T10:55:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?p=18690"},"modified":"2017-11-12T11:55:42","modified_gmt":"2017-11-12T10:55:42","slug":"minor-cabinet-10-11-2017-kulturrampe-krefeld-konzertbericht","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2017\/11\/12\/minor-cabinet-10-11-2017-kulturrampe-krefeld-konzertbericht\/","title":{"rendered":"Minor Cabinet \u2013  10.11.2017, Kulturrampe, Krefeld  \u2013 Konzertbericht"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-18692\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/Minor_Haupt.jpg\" alt=\"Minor_Haupt\" width=\"800\" height=\"533\" srcset=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/Minor_Haupt.jpg 800w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/Minor_Haupt-300x200.jpg 300w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/Minor_Haupt-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/p>\n<p>Heimspiel f\u00fcr die Krefelder Band Minor Cabinet in der heimeligen Kulturrampe bedeutet, wie zu erwarten, ein ausverkauftes Haus, was auch dem Betreiber Pille Peerlings sichtlich gut tat. Dies ist insbesondere deshalb positiv hervorzuheben,\u00a0weil die Songs der Band, bis auf wenige Ausnahmen, aus der eigenen Feder stammen und nicht der momentane Boom der Coverbands bedient wurde, welche meist, unabh\u00e4ngig von der Qualit\u00e4t, f\u00fcr recht volle H\u00fctten sorgen.<\/p>\n<p>P\u00fcnktlich gegen 21:00 Uhr betraten Minor Cabinet die B\u00fchne, um sich mit dem bluesigen \u201eDaybreaker\u201c warm zu spielen. Direkt darauf folgte mit \u201eFly Into The Sun\u201c einer meiner Favoriten.\u00a0Der Song\u00a0ist ein Beweis,\u00a0warum das letzte Album, der Kategorie Blues zugeordnet wurde.\u00a0Enthalten war ein ganz starker, variantenreicher Gesang des Fronters Jasny, mit kurzen, Cocker-\u00e4hnlichen Schreieinlagen und starkem Sologitarrenspiel des neuen Leadgitarristen Robert Kaber, der die L\u00fccke, die Clemens Bombien hinterlie\u00df, nahtlos schlie\u00dfen konnte. Sein Spiel hauchte den Songs einen st\u00e4rkeren psychedelischen Touch ein.<\/p>\n<p>Dies wurde sp\u00e4testens bei \u201eWaiting For The Morning Light\u201c, einem der neuen bisher nicht ver\u00f6ffentlichten\u00a0Tracks deutlich, wo auch Christian Peitz an den Keyboards, mit Doors-\u00e4hnlichen Klangteppichen, starke Akzente setzen konnte. Es folgten nun einige Songs, deren Tauglichkeit live \u00fcberpr\u00fcft werden konnte und die ungeteilt positiv vom Publikum aufgenommen wurden. Wenn diese Prototypen im Studio auf der f\u00fcrs n\u00e4chste Jahr angek\u00fcndigten neuen Scheibe ihren Feinschliff erhalten, k\u00f6nnen sich die Minor Cabinet-Fans auf einen gro\u00dfen Nachfolger von \u201eBlack Ink On White Sheets\u201c freuen, der rockiger, psychedelischer daherkommen wird und vermutlich die Fangemeinde vergr\u00f6\u00dfern m\u00fcsste.<\/p>\n<p>Im Folgenden wurden einige \u00e4ltere\u00a0St\u00fccke pr\u00e4sentiert, bis es ungef\u00e4hr zur H\u00e4lfte des Konzertes einen ersten emotionalen H\u00f6hepunkt gab. Mit \u201eMary Jane&#8217;s Last Dance\u201c und \u201eFee Fallin&#8217;\u201c spielten Minor Cabinet zwei Coverversion zu Ehren des leider viel zu fr\u00fch verstorbenen Tom Petty. Dabei gelang es ihnen, das Flair der Gospelsongs wiederzugeben, ohne ihren eigenen Stil zu verlieren. Ganz stark das Gitarrensolo am Ende von \u201eMary Jane\u201c und die F\u00e4higkeit von Jasny bei \u201eFree Fallin\u201c das Publikum gekonnt zu inspirieren, bei den Gesangspassagen im Hintergrund zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>Nach einer ganz starken Version des Avicii-Covers \u201eAddicted To You\u201c kamen die Minuten des Roman D\u00f6nicke, der sich f\u00fcr einige Minuten an seinen Drums austoben konnte, w\u00e4hrend der Rest der Band eine Pause einlegte. Dabei war die variantenreiche Spielart zu erkennen, die sich durch das ganze Konzert zog und sich auch darin widerspiegelte, dass er je nach Art der Lieder, Teile seiner Drums austauschte. Gemeinsam mit Roman am Schlagzeug, legte Paul Krobbach mit seinem Bassspiel, die rhythmische Basis f\u00fcr die drei anderen Mitstreiter, die mit Gitarren- und Keyboardsoli,\u00a0 in fast allen St\u00fccken, einpr\u00e4gende Nuancen setzen konnten.<\/p>\n<p>Nach zwei neuen Songs \u201eEnd Of Our Days\u201c und &#8222;Because You Are\u201c verabschiedeten sich die f\u00fcnf Musiker, um nach kurzer Zeit f\u00fcr die Zugaben, nochmals auf die B\u00fchne zu kommen. Mit \u201eSecrets\u201c das\u00a0von der Melodie her, in Richtung \u201eAll Along The Watchtower\u201c von Bob Dylan ging, spielten Minor Cabinet, den f\u00fcr mich st\u00e4rksten Song,\u00a0in dem das E-Gitarrensolo, dann eher\u00a0zu Jimi Hendrix ausschlug. Nach dem eher raueren Vorsong, folgte das fast acapella-artig vorgetragene \u201eStationary\u201c. Jasny begleitete an der akustischen Gitarre und\u00a0der Rest der Band begab sich mitten ins Publikum, was f\u00fcr sie in emotionaler Hinsicht, vermutlich der H\u00f6hepunkt des Abends war.<\/p>\n<p>Mit \u201eDevotion\u201c verabschiedete sich\u00a0das Quintett dann mit einer rockigen, psychedelischen Nummer vom Publikum. Man darf jetzt schon auf das neue Album gespannt sein, wobei der gestrige Abend gezeigt hat, dass Minor Cabinet eher eine absolute Liveband sind.\u00a0 Mit\u00a0dezenten Variationen zu den Studiosongs gelingt es ihnen meist, diesen\u00a0auf der B\u00fchne\u00a0ein rockigeres Flair zu verpassen und durch ihre Spielfreude und Pr\u00e4senz, die nicht nur auf den Fronter Jasny zutrifft,\u00a0ihr Publikum mitzurei\u00dfen. Sie haben auf jedem Fall schon das Release-Konzert f\u00fcr die neue Scheibe im n\u00e4chsten Jahr avisiert, also\u00a0unbedingt auf die Konzertank\u00fcndigungen der Rampe achten.<\/p>\n<p><strong><span style=\"text-decoration: underline;\">Line-up:<\/span><\/strong><br \/>\nJulian Jasny (lead vocals, guitars)<br \/>\nRobert Kaber (electric guitar)<br \/>\nPaul Krobbach (bass)<br \/>\nRoman D\u00f6nicke (drums)<br \/>\nChristian Peitz (keys)<\/p>\n<p>Bericht und Bilder: Gernot Mangold<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.minorcabinet.com\">Minor Cabinet<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/minorcabinet\">Minor Cabinet bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.kulturrampe.de\">Kulturrampe Krefeld<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heimspiel f\u00fcr die Krefelder Band Minor Cabinet in der heimeligen Kulturrampe bedeutet, wie zu erwarten, ein ausverkauftes Haus, was auch dem Betreiber Pille Peerlings sichtlich gut tat. 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