{"id":1869,"date":"2015-12-14T06:11:00","date_gmt":"2015-12-14T05:11:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hauptsachebizeps.de\/SoS\/?p=1869"},"modified":"2020-07-09T10:51:24","modified_gmt":"2020-07-09T08:51:24","slug":"will-hoge-draw-the-curtains-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2015\/12\/14\/will-hoge-draw-the-curtains-cd-review\/","title":{"rendered":"Will Hoge &#8211; Draw The Curtains &#8211; CD-Review"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Hog.jpg\" \/><\/p>\n<p>Es gibt K\u00fcnstler, die im Musikbusiness trotz hervorragender Outputs und eines enormen Potentials immer noch eine Art &#8218;gut beh\u00fctetes Geheimnis&#8216; darstellen. Musiker, mit denen man dann aber, sobald sie mal im heimischen Player gelandet sind, sofort warm wird und f\u00fcr deren Biographie\/Diskographie man sich postwendend zu interessieren beginnt. Mir fallen da spontan Leute wie Neal Casal, John Kilzer, Troy Newman, Danny Tate, <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Edwin+McCain\">Edwin McCain<\/a> oder Billy Coulter ein. Will Hoge ist auch so ein typischer Fall.<\/p>\n<p>Aufmerksam wurde ich auf ihn durch seine CD &#8222;Blackbird On A Lonely Wire&#8220; aus dem Jahr 2003, ein sch\u00f6nes melodisches Rockalbum mit Major-Kontrakt und von daher mit jeder Menge radiofreundlicher Songs best\u00fcckt. Hoge verlie\u00df danach das Label aber auf eigenen Wunsch, um auf der Independent-Schiene wieder gr\u00f6\u00dferen Gestaltungsraum f\u00fcr sich in Anspruch nehmen zu k\u00f6nnen. Dazu hat Will noch einige Live-Scheiben erzeugt, die als authentischer Beweis seines unerm\u00fcdlichen Schaffens auf der B\u00fchne herhalten (bis zu 300 Gigs im Jahr). Das aktuelle Werk &#8222;Draw The Curtains&#8220; ist mittlerweile sein vierter Studioplayer.<\/p>\n<p>Der neue Silberling startet direkt mit einem wundersch\u00f6nen, balladesk angehauchten Song \u00fcber eine zerbrochene Beziehung (&#8222;When I Can Afford To Lose&#8220;), der von Hoge emotional, aber nicht auf die Tr\u00e4nedr\u00fcse dr\u00fcckend, besungen wird. Ein klasse Piano, wunderbare E- und Akustikgitarrentupfer, dezentes Cello und eine herrlich trauriges Harp (inkl. Solo) verleihen dem St\u00fcck die passende Atmosph\u00e4re.<\/p>\n<p>Das Sch\u00f6ne an Hoge ist zweifelsohne seine Vielseitigkeit. \u00c4hnlich wie Bob Seger wei\u00df er immer genau, wann es nach wohlig klingenden Ohrw\u00fcrmern (hier noch &#8222;Dirty Little War&#8220;, &#8222;I&#8217;m Sorry Now&#8220;, &#8222;Draw the Curtains&#8220;) wieder Zeit ist, das Gaspedal zu dr\u00fccken oder den Stil seiner Songs zu ver\u00e4ndern. &#8222;These Were The Days&#8220; ist ein flotter Rootsrocker , der auf Augenh\u00f6he mit John Mellencamp und Bruce Springsteen in ihren besten Tagen mithalten kann.<\/p>\n<p>Auch &#8222;Sex, Lies And Money&#8220; ist ein rauer, slide-tr\u00e4chtiger Roadhouse-Rocker, der von Leuten wie Lance Keltner oder Dan Baird stammen k\u00f6nnte. Dan Baird ist \u00fcbrigens ein Tour-Weggef\u00e4hrte aus Hoges Solo-Anfangstagen und spielt hier beim herrlich bluesig-souligen &#8222;Washed By The Water&#8220; (mit gospelm\u00e4\u00dfigen weiblichen Backs) in Otis Redding-\/Joe Cocker-Manier die dritte Gitarre neben Will und Nashville-K\u00f6nner Pat Buchanan.<\/p>\n<p>Wunderbar sind St\u00fccke wie &#8222;Silver Or Gold&#8220; mit bluesigem Barroom-Flair (herrlich gurgelndes B3 von Reese Wynans, tolle E-Arbeit von Adam Fluhrer aus Hoges Tourband), das flottere, im Storyteller-Stil vorgetragene &#8222;Midnight Parade&#8220; (wieder mit sch\u00f6nem Slide) oder das abschlie\u00dfende Countryst\u00fcck &#8222;The Highway&#8217;s Gone&#8220; (mit typischen Steel-Einlagen), das Elemente von Hank Williams, Neal Casal oder Jackson Browne geschickt kombiniert.<\/p>\n<p>Fazit:\u00a0 Will Hoge hat zehn handverlesene Edelperlen auf eine Kette zu einem attraktiven und wertvollen Musik-Schmuckst\u00fcck gef\u00e4delt. Tolle Instrumentalisten aus seiner Tourband (aktuell und ehemalig), aus der Nashville-Studioszene, dazu noch G\u00e4ste wie Dan Baird oder Rami Jaffee (The Wallflowers) und nat\u00fcrlich Hoge selbst, haben exzellente Arbeit geleistet. Die Produktion von Ken Cooner (Ex-<a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Wilco\">Wilco<\/a>) und Charlie Brocco ist glasklar auf den Punkt gebracht. Ich habe voller Begeisterung auf meinem, ein Review immer begleitenden Notizzettel, hinter jedem der zehn Songs ein &#8218;HL&#8216; (= Highlight) gesetzt, also rundum ein Hammerwerk!<\/p>\n<p><strong>Rykodisc Records (2007)<\/strong><br \/>\n<strong> Stil:\u00a0 Country-\/Roots Rock<\/strong><\/p>\n<p>01. When I Can Afford To Lose<br \/>\n02. These Were The Days<br \/>\n03. Dirty Little War<br \/>\n04. Silver Or Gold<br \/>\n05. Sex, Lies And Money<br \/>\n06. I&#8217;m Sorry Now<br \/>\n07. Midnight Parade<br \/>\n08. Draw The Curtains<br \/>\n09. Washed By The Water<br \/>\n10. The Highway&#8217;s Home<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.willhoge.com\">Will Hoge<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/willhoge\">Will Hoge bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.baerchenrecords.de\">B\u00e4rchen Records<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es gibt K\u00fcnstler, die im Musikbusiness trotz hervorragender Outputs und eines enormen Potentials immer noch eine Art &#8218;gut beh\u00fctetes Geheimnis&#8216; darstellen. Musiker, mit denen man dann aber, sobald sie mal im heimischen Player gelandet sind, sofort warm wird und f\u00fcr deren Biographie\/Diskographie man sich postwendend zu interessieren beginnt. 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