{"id":1864,"date":"2015-12-14T06:10:00","date_gmt":"2015-12-14T05:10:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hauptsachebizeps.de\/SoS\/?p=1864"},"modified":"2020-07-09T10:51:51","modified_gmt":"2020-07-09T08:51:51","slug":"faith-hill-when-the-lights-go-down-dvd-review","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2015\/12\/14\/faith-hill-when-the-lights-go-down-dvd-review\/","title":{"rendered":"Faith Hill &#8211; When The Lights Go Down &#8211; DVD-Review"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Hill.jpg\" \/><\/p>\n<p>Ich war zugegebenerma\u00dfen relativ entt\u00e4uscht, als ich mir vor einiger Zeit ihre CD &#8222;There You&#8217;ll Be&#8220; zugelegt habe. Von New Country keine Spur, die Produktion empfand ich trotz hochkar\u00e4tiger Musikerbesetzung ein wenig blass und langweilig. So ging ich an diese Thanksgiving-Fernsehproduktion mit eher gemischten, ja sogar ein weinig skeptischen Gef\u00fchlen heran, zumal f\u00fcnf St\u00fccke des o.a. Werkes hier ebenfalls eingebunden wurden, allerdings in \u00fcberarbeiteter Form, wie sich im Verlauf herausstellen sollte.<\/p>\n<p>Und, um es vorwegzunehmen, ich habe bisher keine Sekunde dieser DVD bereut. Wirklich sehr unterhaltsam und angenehm gemacht. Bei einer so sch\u00f6nen Frau wie Faith Hill h\u00f6rt das Auge eben mit. So zum Beispiel beim Auftakt-Smash-Hit &#8222;When The Lights Go Down&#8220;. Faith im schwarzen, langen, tief ausgeschnittenen Glitzerkleid, braungebrannt, zart geschminkt, mit lockig nach hinten toupiertem blondem Haar, umringt von einem gro\u00dfen Orchester und ihren Musikern in einem mit Holzfu\u00dfboden best\u00fccktem, gro\u00dfen Studio in Los Angeles, im dezenten Lichtspiel mit an der Decke h\u00e4ngenden Reflektoren in atmosph\u00e4rische Bilder gesetzt.\u00a0 Ihre Stimme kann sich in der pr\u00e4chtigen Akustik richtig ausleben, Gitarrist Dann Huff setzt mit einem tollen Kurz-Solo ein erstes Zeichen. Eine Delikatesse f\u00fcr Auge und Ohr!<\/p>\n<p>Sollte man meinen, dass so eine Geschichte v\u00f6llig auf den Hauptakteur fokussiert ist, so wird man angenehm \u00fcberrascht. Zweifelsohne dreht es sich um Faith Hill, aber die K\u00fcnstlerin bettet sich durch ihr unaufdringliches Verhalten &#8211; von Arroganz oder Affektiertheit keine Spur &#8211; in ein perfektes Gesamtkonzept flie\u00dfend ein. Man sp\u00fcrt, dass sie das starke Fundament, auf dem sie steht, zu sch\u00e4tzen wei\u00df.<\/p>\n<p>Wie sagte mal ein Fu\u00dfballtrainer, ich meine es war Huub Stevens, damals noch t\u00e4tig bei einem Essener Vorstadt-Klub: &#8222;Der Star ist die Mannschaft.&#8220; In diesem Fall w\u00fcrde ich es so formulieren: Der Star ist die Band, und Faith ein sicherlich nicht unwichtiger Teil davon. Da w\u00e4ren Drummer Vinnie Colaiuta, der seine Trommeln nicht erbarmungslos, sondern mit viel Gef\u00fchl bearbeitet oder der mit einer viel zu gro\u00dfen Schl\u00e4gerkappe bedeckte Bassist Paul Bushnell, der mit groovenden Kopfbewegungen den Rhythmus der Songs lebt und mitgestaltet. Der vollb\u00e4rtige Keyboarder Greg Matheison, mit seinem zum Zopf nach hinten gebundenem grauem Haar, der bei der Neukonzeption von &#8222;Let Me Let Go&#8220;, auf Zuruf von Faith, um dem Song einen Gospeltouch zu verpassen, mal so eben spontan die Hammond Orgel dazwischen streut.<\/p>\n<p>Nicht zu schweigen von den beiden Gitarristen. Wunderbar filigrane Arbeit von Michael Thompson und Musikkoordinator Dann Huff an den Akustik-, Rhythmus- und Leadgitarren, einfach Weltklasse. Man h\u00f6re sich &#8222;Breathe&#8220; an. Daf\u00fcr wurde Carlos Santana verpflichtet. Ziemlich niedlich, wie Faith ihn ehrf\u00fcrchtig in seinem Zimmer besucht, um den Song durchzusprechen und au\u00dfer Fassung vor Gl\u00fcck zu sein scheint, mit einer solchen Legende arbeiten zu d\u00fcrfen. Dabei ist sie doch l\u00e4ngst selbst ein gro\u00dfer Star, der sich hinter niemandem verstecken braucht.<\/p>\n<p>Und so sitzen dann Faith, Carlos, Michael und Dann auf Barhockern in diesem anfangs erw\u00e4hnten, gro\u00dfen Studio. Die beiden letztgenannten liefern mit ihrem akustischem Spiel ein fulminanten Teppich f\u00fcr Carlos typisch eingeworfene E-Gitarren-Riffs und Mrs. Hills klare Stimme. Als das St\u00fcck zu Ende ist pustet Faith ihre \u00fcberw\u00e4ltigten Gef\u00fchle mit einem lauten Uuh heraus und das kann man nachempfinden. Wow, das war G\u00e4nsehaut pur! Nicht zu vergessen auch die drei Backgrounds\u00e4nger Perry Coleman, Lisa Cochran und Bekka Bramlett. Letztere ein Energieb\u00fcndel und blonder Irrwisch, die ihresgleichen sucht. Sie hat ebenfalls locker das Zeug zur Frontfrau.<\/p>\n<p>So passt einfach, ob live oder im Studio eingespielt, ein Mosaiksteinchen ins andere. Wirklich mal eine lohnenswerte Alternative zum st\u00fcmperhaften Bildmaterial, was man von unseren Musikfernsehsendern tagt\u00e4glich bis zum erbrechen vorgesetzt bekommt. Die live gespielten Lieder sind alle in einem kleinen Klub aufgenommen. Die Band ungezwungen und hautnah auf der B\u00fchne. Da kann man richtig neidisch werden, hier in unserem Land leider undenkbar.<\/p>\n<p>Die Musik hat sicherlich nichts mehr mit New Country zu tun, auch wenn s\u00e4mtliche Akteure haupts\u00e4chlich im Genre besch\u00e4ftigt sind, st\u00f6rt in diesem Fall aber nicht gro\u00dfartig. Es geht alles mehr in Richtung, wie Joe Cocker, Rod Stewart oder Tina Turner ihre Performances zu geben pflegen. Melodischer Pop-Rock w\u00fcrde ich sagen. S\u00e4mtliche Songs sind zwischen Midtempobereich und Powerballaden anzusiedeln.<\/p>\n<p>Die Spielfreude steht einfach im Mittelpunkt. Da kriegt wohl selbst so ein alter Hase wie Dann Huff nostalgische Gef\u00fchle, in Erinnerung wohl an zur\u00fcckliegende Giant-Zeiten, und zaubert bei &#8222;Back To You&#8220; ein heavy-melodic-artiges Solo in den Song. Stark auch das funkig-dynamisch dahinrockende &#8222;Free&#8220;. Da kommt selbst der letzte Tanzmuffel aus den Hufen.<\/p>\n<p>Interessant auch mal zu sehen, wie so ein Videoclip entsteht. Faith in Mitte von drei durchsichtigen wei\u00dfen Leinw\u00e4nden, auf denen nett anzusehende M\u00e4dels mit schrillen Plastikkopfbedeckungen ihre t\u00e4nzerischen F\u00e4higkeiten zum Besten geben. Durch Wandlungsf\u00e4higkeit besticht die Gute, \u00e4hnlich wie <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Shania+Twain\">Shania Twain<\/a><\/span>, beim &#8222;Pearl Harbor&#8220;-Titelst\u00fcck &#8222;There You&#8217;ll Be&#8220;, wieder mit pomp\u00f6ser orchestraler Begleitung, das sie als H\u00f6hepunkt ihrer bisherigen Karriere bezeichnet, bei dem sie \u00e4u\u00dferlich ein wenig Julia Roberts nahe kommt, oder richtig jugendlich mit glattem Haar und Mittelscheitel wirkend, bei der rockig aufgepeppten Version von &#8222;This Kiss&#8220;.<\/p>\n<p>So richtig nett wird es dann f\u00fcr das m\u00e4nnliche Auge beim angeh\u00e4ngten Fotospezial. Ja, Gatte und ebenso Superstar <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Tim+McGraw\">Tim McGraw<\/a><\/span> hat auch hier viel Feingef\u00fchl bewiesen. Ich kann mich zwar ebenfalls gl\u00fccklich sch\u00e4tzen, eine attraktive Dame an meiner Seite zu wissen, aber wie fordert der Kollege Schneider doch immer so oft, auch den Blick mal \u00fcber den Tellerrand zu werfen. In diesem Fall tat ich es sogar sehr gerne. Bildqualit\u00e4t und Sound sind sehr gut.<\/p>\n<p><strong>Warner Music Vision (2003)<\/strong><br \/>\n<strong> Stil: New Country<\/strong><\/p>\n<p>01. When The Lights Go Down<br \/>\n02. The Way You Love Me<br \/>\n03. Free<br \/>\n04. Let Me Let Go<br \/>\n05. Cry<br \/>\n06. One<br \/>\n07. There You&#8217;ll Be<br \/>\n08. This Kiss<br \/>\n09. Breath<br \/>\n10. If You&#8217;re Gonna Fly Away<\/p>\n<p><strong>Bonus Tracks:<\/strong><br \/>\n11. Stronger<br \/>\n12. Back To You<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.faithhill.com\/\">Faith Hill<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/faithhill\">Faith Hill bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.baerchenrecords.de\">Baerchen Records<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich war zugegebenerma\u00dfen relativ entt\u00e4uscht, als ich mir vor einiger Zeit ihre CD &#8222;There You&#8217;ll Be&#8220; zugelegt habe. Von New Country keine Spur, die Produktion empfand ich trotz hochkar\u00e4tiger Musikerbesetzung ein wenig blass und langweilig. 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