{"id":1852,"date":"2015-12-14T06:07:00","date_gmt":"2015-12-14T05:07:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hauptsachebizeps.de\/SoS\/?p=1852"},"modified":"2020-07-09T10:53:32","modified_gmt":"2020-07-09T08:53:32","slug":"hands-on-the-wheel-river-of-time-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2015\/12\/14\/hands-on-the-wheel-river-of-time-cd-review\/","title":{"rendered":"Hands On The Wheel &#8211; River Of Time &#8211; CD-Review"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Hand.jpg\" \/><\/p>\n<p>Mein Review zur Neuauflage des Albums &#8222;<a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2015\/12\/14\/hands-on-the-wheel-restless-heart-cd-review\/\"><span style=\"color: #ff0000;\">Restless Heart<\/span><\/a>&#8220; von Ende 2009 endete mit der hypothetisch gestellten Frage, ob Tom Ripphahn nicht Lust h\u00e4tte, mal wieder neues Hands On The Wheel-Material zu kreieren. Ob dies der Stein des Ansto\u00dfes war, lass ich mal dahingestellt, Fakt ist aber, dass mit &#8222;River Of Time&#8220; jetzt knapp anderthalb Jahre sp\u00e4ter ein neuer Hands On The Wheel-Silberling vorliegt.<\/p>\n<p>Ein sch\u00f6nes Album, ich mag einfach diese entspannte, melodische amerikanisch angehauchte, filigran gespielte Musik, ich mag Tom Ripphahns Stimme. Zudem stammt er aus der gleichen Altersriege und seine Texte und Biografie beinhalten diverse \u00c4hnlichkeiten (zu Erlebtem in meiner sportlichen Vergangenheit). Im Prinzip reflektiert er exakt die Erfahrungen, Weltanschauungen, Probleme und Freuden von Leuten wie mir, die voll im Leben stehen und jetzt stramm auf die F\u00fcnfzig zugehen. Im Groben und Ganzen entdecke ich fast so was wie eine weitl\u00e4ufige Seelenverwandtschaft.<\/p>\n<p>&#8222;River Of Time&#8220; beinhaltet acht neue Tracks, ein recht gelungenes Neil Young-Cover (&#8222;Don&#8217;t Let It Bring You Down&#8220; von &#8222;After The Goldrush&#8220; mit sehr sch\u00f6nen Kontrasten zwischen akustischen und heftigen elektrischen Parts) und eine haupts\u00e4chlich akustisch gehaltene Neuauflage von &#8222;Face The Music&#8220; (mit ganz dezenten E-Gitarrentupfern, Toms Gesang kommt daf\u00fcr besser zur Geltung), wobei mir aber die &#8218;Voll&#8216;-Version auf &#8222;The Seed&#8220; letztendlich doch besser gef\u00e4llt (nicht zuletzt auch wegen den weiblichen Backs und der schwungvolleren Note). Beim Vergleich der Lieder und Zuhilfenahme des Booklets fiel mir \u00fcbrigens zu meiner eigenen gro\u00dfen \u00dcberraschung auf, dass Tom auf diesem Werk damals zwei St\u00fccke mit dem von mir ebenfalls sehr gesch\u00e4tzten Steve Azar komponiert hatte. Das war mir bisher v\u00f6llig durchgegangen.<\/p>\n<p>Die neuen Nummern halten alle das gewohnte gute Hands On The Wheel-Niveau vergangener Tage, wobei Tom sich nicht den Gegebenheiten der heutigen Zeit angepasst und s\u00e4mtliche Songs v\u00f6llig &#8218;organisch&#8216; belassen hat, was bedeutet, dass nicht am PC nachbearbeitet wurde. F\u00fcr zwei Kompositionen ist wieder sein alter Weggef\u00e4hrte Dave Meaney (mit-) verantwortlich (der Opener &#8222;Make It Home&#8220;, ein entspannter Midtempotrack und das am Ende recht anklagende, z.T. psychedelisch gestaltete &#8222;Justice&#8220;). Den L\u00f6wenanteil hat Ripphahn mit dem bei Blue Rose unter Vertrag stehenden Musiker Markus Rill ins Leben gerufen. Rill steuert ansonsten nur einmal Harmonieges\u00e4nge auf &#8222;Way Down At The End Of The Hall&#8220; bei (ein recht grimmig, mit leicht verfremdeter Stimme gesungener Song, der mich ein wenig an die <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Bottle+Rockets\">Bottle Rockets<\/a><\/span> erinnert).<\/p>\n<p>Zu meinen pers\u00f6nlichen Favoriten z\u00e4hlen das lebensbilanzierende, nachdenklich dahinstr\u00f6mende Titelst\u00fcck &#8222;River Of Time&#8220;, das mit Dobro und Pump Organ verzierte, herrlich relaxte &#8222;With Every Passing Day&#8220; (fast wie eine HOTW-Interpretation von Dire Straits&#8216; Brothers In Arms, wunderbar hier, wie auch bei einigen anderen Tracks, Ripphahns einf\u00fchlsames Mundharmonikaspiel), das sehr klug gestrickte &#8222;Kiss &amp; Run&#8220; (leider das einzige Lied mit weiblichen Backs, sch\u00f6nes E-Solo) und das atmosph\u00e4rische &#8222;Last Ride Home&#8220; mit seinem wundersch\u00f6nen folkig angehauchten Refrain als absolutes Highlight. Toll vor allem, wie hier im Text eine Liebesgeschichte mit unterschwelliger Gesellschaftskritik verschachtelt wurde. Ein Kandidat f\u00fcr meinen Song des Jahres 2011. Klasse!<\/p>\n<p>Mit &#8222;River Of Time&#8220; ist Tom Ripphahn, alias Hands On The Wheel, wieder ein starkes Werk gelungen. Wer die fr\u00fcheren Outputs mochte, wird auch dieses Album mit Genuss aufsaugen, auch wenn es unter anderen Vorzeichen kreiert wurde. Man merkt Ripphahn mittlerweile den Musiker an, der, frei von Zw\u00e4ngen (mit eigenem Studio, Label und Vertrieb), mit sich ins Reine gekommen ist. Das sp\u00fcrt man durch jede Faser dieser CD. Wie gewohnt, gibt auch die \u00e4u\u00dferliche Aufmachung was her (Super Jewel Box, mehrseitiges Booklet mit allen Texten, mit denen es sich zu besch\u00e4ftigen lohnt und vielen Bildern, mit der einzigem kleinen Unstimmigkeit, dass man den zweiten Part der &#8218;Words&#8216; von &#8222;River Of Time&#8220; auf den oberen Teil der folgenden Seite h\u00e4tte packen k\u00f6nnen&#8230;).<\/p>\n<p>Fotografiert hat \u00fcbrigens der von Tom mittlerweile produzierte, Ex-Fury In The Slaughterhouse-S\u00e4nger Thorsten Wingenfelder. Ein sehr empfehlenswertes Gesamtprodukt, das Tom Ripphahn auch im Rahmen seiner anstehenden Live-Auftritte (allein oder zu zweit) intensiv pr\u00e4sentieren wird!<\/p>\n<p><strong>analoghaus (2011)<\/strong><br \/>\n<strong> Stil:\u00a0 Americana<\/strong><\/p>\n<p>01. Make It Home<br \/>\n02. Jenny &amp; Johnny (Shelter From The Cold)<br \/>\n03. River Of Time<br \/>\n04. Way Down At The End Of The Hall<br \/>\n05. With Every Passing Day<br \/>\n06. Kiss &amp; Run<br \/>\n07. Don&#8217;t Let It Bring You Down<br \/>\n08. Face The Music<br \/>\n09. Last Ride Home<br \/>\n10. Justice<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.analoghaus.net\">analoghaus<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mein Review zur Neuauflage des Albums &#8222;Restless Heart&#8220; von Ende 2009 endete mit der hypothetisch gestellten Frage, ob Tom Ripphahn nicht Lust h\u00e4tte, mal wieder neues Hands On The Wheel-Material zu kreieren. 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