{"id":1848,"date":"2015-12-14T06:06:00","date_gmt":"2015-12-14T05:06:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hauptsachebizeps.de\/SoS\/?p=1848"},"modified":"2020-07-09T10:54:00","modified_gmt":"2020-07-09T08:54:00","slug":"hands-on-the-wheel-restless-heart-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2015\/12\/14\/hands-on-the-wheel-restless-heart-cd-review\/","title":{"rendered":"Hands On The Wheel &#8211; Restless Heart &#8211; CD-Review"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Han.jpg\" \/><\/p>\n<p>Es scheint wirklich wahr zu sein. Oft regeln sich Dinge im Leben von alleine, man muss halt nur lange genug warten k\u00f6nnen. Da ich aber gew\u00f6hnlich einem irdischem Dasein fr\u00f6ne und (leider) in die Hektik und den Stress der heutigen Zeit voll eingebunden bin, ist diese wohl eher auf Musiker \u00fcbertragbare Lebensphilosophie relativ untypisch f\u00fcr mich (auch wenn ein nicht unerheblicher Teil meiner Zeit in Musik investiert wird). Ein Review \u00fcber eine Scheibe von Hands On The Wheel hatte ich schon l\u00e4nger geplant (insgeheim dabei aber immer auf eine neue Comeback-CD gehofft), der aber kontinuierliche Wust an zu besprechenden aktuellen Sachen lie\u00df dieses Vorhaben bis auf Weiteres auf sich beruhen.<\/p>\n<p>F\u00fcr unsere traditionelle Weihnachtsaktion (da besprechen wir ja meist \u00e4ltere Kamellen &#8211; bei den meisten Kollegen &#8218;Klassiker&#8216; genannt, die dann ihren fortw\u00e4hrenden Nostalgie-Wahn offiziell mal so richtig ausleben k\u00f6nnen&#8230; &#8211; vornehmlich verdienter Bands, die es, aus welchen Gr\u00fcnden auch immer, bisher nicht in unserem K\u00fcnstlerindex geschafft haben) kamen Hands On The Wheel aus meiner Sicht noch nicht in Frage, zum einen ist das &#8218;Verfallsdatum&#8216; ihrer Scheiben nicht lange genug abgelaufen, zum anderen klingt die Band trotz der vergangenen Jahre meines Erachtens auch heute noch zu frisch, um sich da in die Riege mancher Dinos einzureihen.<\/p>\n<p>Kommen wir aber zu meinem Intro. Da schneit vor einigen Tagen dann doch tats\u00e4chlich aus dem Nichts eine vom Mastermind Tom Ripphahn pers\u00f6nlich geschickte Hands On The Wheel-Scheibe in unser Hauptquartier zur Besprechung herein. Es ist zwar &#8217;nur&#8216; ein remastertes Teil ihrer eigentlichen Deb\u00fct-CD &#8222;Restless Heart&#8220;, die schon im meinem Besitz ist (wie alle ihrer anderen Werke auch), aufgewertet allerdings durch ein paar Bonustracks, inkl. zweier unver\u00f6ffentlichter St\u00fccke und, wie ich mittlerweile vor mir sehe, auch mit dem f\u00fcr die Band bei allen anderen Werken \u00fcblichen, ausf\u00fchrlichen und meist klasse gestalteten Cover\/Booklet versehen (was bei der Independent-Ver\u00f6ffentlichung naturgem\u00e4\u00df aus Budget-Gr\u00fcnden damals vermutlich nicht der Fall war).<\/p>\n<p>Hands On The Wheel nahmen Mitte der neunziger Jahre bei mir pers\u00f6nlich die Stellung ein, die heute die <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=The+Band+Of+Heathens\">Band Of Heathens<\/a><\/span> inne hat. Die Band hatte in ihren Songs von allem so ein bisschen, was bei mir oben in der Geschmacks-Priorit\u00e4tenliste angef\u00fchrt war und mit kleinen Erg\u00e4nzungen auch bis zum heutigen Tage weiterhin zu den Pr\u00e4ferenzen z\u00e4hlt. Immer fein instrumentierte Melodien, eine extravagante Charakterstimme (Ripphahns von scheinbar chronischer Heiserkeit geplagtes Vokalorgan, sein wie kaum bei einer anderen deutschen Band so authentisch amerikanisch klingender Gesang), die letztendlich in einer Mischung aus rootsigem Rock, Southern Rock &#8211; klasse fand ich immer, dass sie oft weibliche Backs mit einbanden -, Country &#8211; Dobro-, Mandolinenbeteiligung &#8211; und dezenten, aber immer niveauvollen Pop m\u00fcndeten, was heute unter dem Oberbegriff &#8218;Americana&#8216; eingeordnet werden kann (mittlerweile kommen in meinem Fall, wie bekannt, der New Country und vor allem noch der Red Dirt hinzu).<\/p>\n<p>Kommen wir zu &#8222;Restless Heart&#8220;. In meinem pers\u00f6nlichen HOTW-Ranking, stand sie bisher, ehrlich gesagt, aufgrund der K\u00fcrze, der sp\u00e4rlichen Covergestaltung, und des Umstandes, dass ich sie mir als letztes zugelegt hatte (dadurch kannte ich einige Songs auch schon) an letzter Stelle, ohne dabei allerdings von der musikalische Qualit\u00e4t zu entt\u00e4uschen. Mein Lieblingswerk ist und bleibt ihre letzte Scheibe &#8222;Promised Land&#8220; (1996) und als Titel, das darauf befindliche, grandiose &#8222;Get Where You&#8217;re Going&#8220;. Ihren kommerziellen H\u00f6hepunkt (zu dieser Zeit mit Major-Label im R\u00fccken) erlebte die Band allerdings mit &#8222;The Seed&#8220; (von 1994 &#8211; tolle Covergestaltung!), der Supports f\u00fcr keine geringeren Interpreten als Joe Cocker, Bob Dylan, Huey Lewis oder Nils Lofgren zur Folge hatte.<\/p>\n<p>Die Stammsongs von &#8222;Restless Heart&#8220; wirken durch das jetzige Remastering, rein subjektiv betrachtet, dezent frischer und zeigen sich vom klanglichen Gef\u00fchl her etwas klarer und volumin\u00f6ser. Die als Bonus beigef\u00fcgten, modifizierten Einspielungen bereits bekannter Songs sind als gelungen zu betrachten. Die erg\u00e4nzten weiblichen Backs bei &#8222;Rainy Town&#8220; und &#8222;Ghost Train&#8220; gefallen mir dabei besonders. Die unver\u00f6ffentlichten &#8222;Going Through A Hard Time&#8220; (flockiger, dezent Country-infizierter Rock mit Akustikgitarrenuntermalung, E-Fils, Organ, klasse Backs und Harmonies) und das gitarrenlastige, entspannte Instrumental &#8222;The Desert&#8220; sind angenehme Zubrote in gewohnter Qualit\u00e4t. In dieser Form ist das Werk jetzt in jedem Fall eine Empfehlung wert.<\/p>\n<p>Bandleader Tom Ripphahn verbringt heute vornehmlich seine Zeit damit, im eigenen Studio andere Interpreten zu produzieren (u.a. Ex-Fury In The Slaughterhouse Thorsten Wingenfelder, I Saw Elvis, Abi Wallenstein, Anne Haigis) und dazu zum Teil mit einigen seiner neuen Songkreationen zu bedienen. Er spielt aber \u00f6fter auch noch solo oder im Duo in kleineren Clubs, wo dann einige Hands On The Wheel-Songs mit im Programm integriert sind. Ich pers\u00f6nlich h\u00e4tte mittlerweile aber auch nichts gegen eine &#8218;richtige&#8216; Hands On The Wheel-Reunion mit dem dazu geh\u00f6rigen neuen Output. Kein Bock, Tom?<\/p>\n<p><strong>analoghaus (2009), Roving Records (1991)<\/strong><br \/>\n<strong> Stil:\u00a0 Americana<\/strong><\/p>\n<p>01. Gotta Get Away<br \/>\n02. Still Waters Run Deep<br \/>\n03. Restless Heart<br \/>\n04. Ghost Train<br \/>\n05. In Your Eyes<br \/>\n06. Here And Now<br \/>\n07. For Your Love Part I<br \/>\n08. For Your Love Part II<br \/>\n09. Never Going Home<\/p>\n<p><strong>Bonus Tracks:\u00a0<\/strong><br \/>\n10. Rainy Town<br \/>\n11. Going Through A Hard Time<br \/>\n12. Back To The Wall Of History<br \/>\n13. Don&#8217;t Want To Be Your Lover Anymore<br \/>\n14. Ghost Train<br \/>\n15. The Desert<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.analoghaus.net\">analoghaus<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es scheint wirklich wahr zu sein. Oft regeln sich Dinge im Leben von alleine, man muss halt nur lange genug warten k\u00f6nnen. 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