{"id":1844,"date":"2015-12-14T06:05:00","date_gmt":"2015-12-14T05:05:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hauptsachebizeps.de\/SoS\/?p=1844"},"modified":"2020-07-09T10:54:28","modified_gmt":"2020-07-09T08:54:28","slug":"david-grissom-how-it-feels-to-fly-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2015\/12\/14\/david-grissom-how-it-feels-to-fly-cd-review\/","title":{"rendered":"David Grissom &#8211; How It Feels To Fly &#8211; CD-Review"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Gris.jpg\" \/><\/p>\n<p>Als gro\u00dfer Verehrer von David Grissoms Gitarrenk\u00fcnsten bei <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Storyville\">Storyville<\/a><\/span> und seinen vielf\u00e4ltigen Saiteninputs bei diversen anderen K\u00fcnstlern (z. B. auf <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Bonnie+Bishop\"><span style=\"color: #ff0000;\">Bonnie Bishops<\/span> <\/a>herrlichem &#8222;<a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Lynyrd+Skynyrdhttp:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2015\/12\/14\/bonnie-bishop-soft-to-the-touch-cd-review\/\">Soft To The Touch<\/a>&#8220; und auch bei so einigen Interpreten in meiner geliebten Nashville-Zunft), bin ich nat\u00fcrlich nicht darum herum gekommen, auch seinen Weg als Solo-K\u00fcnstler zu begleiten.<\/p>\n<p>So bin ich dann auch im Besitz seiner beiden ersten Longplayer. &#8222;Loud Music&#8220; und &#8222;10,000 Feet&#8220;. Jetzt bot sich g\u00fcnstige die Gelegenheit, sein neustes Werk &#8222;How It Feels To Fly&#8220; mal zu beleuchten, das Grissom zum ersten Mal unter der Flagge des immer mehr expandierenden Blue Rose-Labels pr\u00e4sentiert.<\/p>\n<p>David setzt dabei seinen von Anfang an beschrittenen Weg kompromisslos fort, eine Mischung aus besungenen Liedern und anspruchsvoll und filigran gestalteten Instrumentalst\u00fccken, bei denen nat\u00fcrlich seine famosen Saitenk\u00fcnste im Vordergrund stehen, markant in Szene zu setzen&#8230;<\/p>\n<p>Neu ist hier allerdings und das ist vor allem aufgrund seiner anstehenden Live-Auftritte in unseren Gefilden (sh. unsere Tourtermine &#8211; leider kein einziger im westlichen Ruhrgebiet, grrr!) interessant, dass noch zu den acht neuen Studio-Tracks vier Live-St\u00fccke, aufgenommen in Davids Heimat (The Saxon Pub, Austin), dazu gepackt wurden. So erh\u00e4lt man schon mal einen sch\u00f6nen Vorgeschmack auf das, was einen zu erwarten hat.<\/p>\n<p>Hier werden mit &#8222;Jessica&#8220; (Allman Brothers) und dem fett abrockenden &#8222;Nasty Dogs And Funky Kings&#8220; (<span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=ZZ+Top\">ZZ Top<\/a><\/span>, hier in einer furiosen Version) zwei Klassiker geboten, bei denen es Grissom locker mit den Urgesteinen in seiner eigenen Interpretation aufnimmt. Die beiden anderen Sachen sind das intelligent verschachtelte Instrumental &#8222;Flim Flam&#8220; (teilweise grandioses Zusammenspiel von E-Gitarre und Orgel) und das Titelst\u00fcck seiner zwischenzeitlich eingeschobenen EP &#8222;Way Down Deep&#8220;.<\/p>\n<p>Seine drei Mitstreiter Stefano Intelisano (keyboards), Scott Nelson (bass) und Bryan Austin (drums) wurden (mit einigen wenigen G\u00e4sten) auch f\u00fcr die acht Studio-Nummern involviert. Der starke bluesrockige Opener &#8222;Bringin&#8216; Sunday Mornin&#8216; To Saturday Night&#8220; ruft direkt wehm\u00fctig alte Storyville-Zeiten in Erinnerung.<\/p>\n<p>Ich ertappe mich immer wieder &#8211; auch bei einigen anderen St\u00fccken (&#8222;How It Feels To Fly&#8220;, &#8222;Gift Of Desperation&#8220;) &#8211; wie ich mir innerlich ausmale, wie die Songs wohl geklungen h\u00e4tten, wenn hier Grissoms charismatischer fr\u00fcherer Bandkollege Malford Milligan am Mikro gestanden h\u00e4tte. Denn hier kommen wir zum einzigen, allerdings nicht unerheblichen Manko. Grissoms d\u00fcnner, eher introvertierter und wenig emotionaler Gesang will mich &#8211; im Gegensatz zu seinen unglaublichen Gitarrenk\u00fcnsten &#8211; wie auch schon auf seinen Alben zuvor, irgendwie nicht begeistern.<\/p>\n<p>Es ist nat\u00fcrlich legitim, vor allem, wenn er Spa\u00df daran hat, seine selbst kreierten Sachen auch selber zu singen, aber, aus meiner Sicht, w\u00e4ren da andere Leute wesentlich pr\u00e4destinierter. Irgendwie ist es hier doch dann wie bei dem Spruch vom Schuster und seinen Leisten. Das sp\u00fcrt man vor allem, wenn die beiden Gasts\u00e4ngerinnen Candi Sanders (beim Opener) und Kacy Crowley (bei &#8222;Overnight&#8220; und &#8222;Satisfied&#8220;), mal ihre Stimmorgane mit in die Waagschale werfen.<\/p>\n<p>Ein weiterer von mir verehrter Gasts\u00e4nger, Drew Womack (solo, Sons Of The Desert), ist beim melodischen Midtempo-Roots-Lied &#8222;Georgia Girl&#8220; leider nur marginal in den Harmonies zu vernehmen. So entpuppt sich auch in dieser Reihe das Instrumental &#8222;Way Jose&#8220; als der gro\u00dfe H\u00f6hepunkt. Hier meint man teilweise Gov&#8217;t Mule und Santanas Rhythmus-Section h\u00e4tten sich mit Grissom zu einer Jam-Session versammelt. Instrumentalkost vom Feinsten. Eine wundersch\u00f6ne Stelle auf dem Werk ist auch, wenn bei &#8222;Satisfied&#8220; Davids Akustikgitarrengezwirbel flie\u00dfend in ein Allman-umwehtes E-Solo \u00fcbergeht.<\/p>\n<p>David Grissoms &#8222;How It Feels To Fly&#8220; beschert dem H\u00f6rer erneut instrumentelle Raffinessen en masse. Er entlockt seinem PRS-Gitarrenmodel mal wieder T\u00f6ne zum Dahinschweben. Toll strukturierte Musik mit viel Substanz und Saitenk\u00fcnsten mit fast schon himmlischen Z\u00fcgen. Und das, ohne wirklich ganz dick aufzutragen. Gro\u00dfartig! Lediglich der eher unspektakul\u00e4re brave Gesang des Texaners sorgt daf\u00fcr, doch eine gewisse Bodenhaftung zu bewahren.<\/p>\n<p><strong>Blue Rose Records (2014)<\/strong><br \/>\n<strong> Stil:\u00a0 (Texas) Blues Rock<\/strong><\/p>\n<p>01. Bringin&#8216; Sunday Mornin&#8216; To Saturday Night<br \/>\n02. How It Feels To Fly<br \/>\n03. Georgia Girl<br \/>\n04. Never Came Easy To Me<br \/>\n05. Way Jose<br \/>\n06. Overnight<br \/>\n07. Gift Of Desperation<br \/>\n08. Satisfied<br \/>\n09. Jessica (Live)<br \/>\n10. Way Down Deep (Live)<br \/>\n11. Flim Flam (Live)<br \/>\n12. Nasty Dogs And Funky Kings (Live)<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.davidgrissom.com\">David Grissom<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/davidgrissommusicpage\">David Grissom bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.bluerose-records.com\">Blue Rose Records<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als gro\u00dfer Verehrer von David Grissoms Gitarrenk\u00fcnsten bei Storyville und seinen vielf\u00e4ltigen Saiteninputs bei diversen anderen K\u00fcnstlern (z. B. auf Bonnie Bishops herrlichem &#8222;Soft To The Touch&#8220; und auch bei so einigen Interpreten in meiner geliebten Nashville-Zunft), bin ich nat\u00fcrlich nicht darum herum gekommen, auch seinen Weg als Solo-K\u00fcnstler zu begleiten. 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