{"id":1716,"date":"2015-12-14T06:39:00","date_gmt":"2015-12-14T05:39:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hauptsachebizeps.de\/SoS\/?p=1716"},"modified":"2020-07-09T10:33:05","modified_gmt":"2020-07-09T08:33:05","slug":"chris-cagle-anywhere-but-here-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2015\/12\/14\/chris-cagle-anywhere-but-here-cd-review\/","title":{"rendered":"Chris Cagle \u2013 Anywhere But Here &#8211; CD-Review"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/Cag.jpg\" \/><\/p>\n<p>&#8222;Anywhere But Here&#8220; hei\u00dft Chris Cagles neues Album, sein mittlerweile Drittes, seit er 2001 mit seinem Deb\u00fct &#8222;Play It Loud&#8220; die Country-\/New Country-Szene in Nashville &#8222;heimsuchte&#8220;! Seine Ausbildung an der klassischen Gitarre in fr\u00fchester Jugend brach er einst frustriert ab, lernte Piano-Spielen, bekam Jahre sp\u00e4ter an den 6 Saiten dann aber doch noch die Kurve, nachdem er eine E-Gitarre geschenkt bekam. Wie viele der meisten Solo-Performer war sein Gang nach Nashville zun\u00e4chst nicht auf Rosen gebettet.<\/p>\n<p>Die Wende kam er erst durch das Kennenlernen von Donna Duarte, die Cagle mit Produzent und Virgin Records Nashville Pr\u00e4sident Scott Hendricks (Trace Adkins) zusammenbrachte. Der wiederum erkannte Cagles Potential und vermittelte ihn zum Major-Label Capital Records, das Chris seitdem betreut. Der Titel des neuen Werkes entspricht, bildhaft gesehen, im Prinzip auch dem, was einen auf der CD erwartet. Neuerungen darf man \u00fcberall suchen, aber nicht hier bei Chris Cagle. Warum auch? Seine musikalische Rezeptur kommt beim Gro\u00dfteil der New Country-Gemeinde bestens an!<\/p>\n<p>Wie auf seinen beiden anderen Alben, vor allem dem Vorg\u00e4nger, gibt es jede Menge melodische New Country-Musik, mal leicht poppig (aber immer country-rooted) und mal im balladesken Gewand, sowie, kontr\u00e4r dazu, einige Songs, bei denen richtig die Post ab geht, und die als nicht wegzudenkendes Stilmittel zu Eckpfeilern von Cagles energiegeladenen Live-Shows geworden sind. Produziert hat, wie auf den anderen beiden Silberlingen auch, wieder Robert Wright, der zudem einen Teil der Instrumente bedient. Auch beim Songwriting vertraute Chris wieder auf die Zusammenarbeit mit seinem Partner Monty Powell, diesmal allerdings nicht in so hohem Ma\u00dfe wie beim Zweitwerk. Vier Songs, ein gutes Drittel, aus der Feder der beiden, that\u2019s it!<\/p>\n<p>Den Rest bilden Fremdkompositionen, die aber dem Hauptakteur auf den Leib geschnitten sind, wobei der in letzter Zeit sehr umtriebig agierende Brett James mit drei Songs explizit hervorzuheben ist. Eine Coverversion gibt es zudem zu bewundern, und zwar die von <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Bon+Jovi\">Bon Jovis<\/a><\/span> altem Klassiker &#8222;Dead Or Alive&#8220;, wobei es immer wieder ein Genuss ist, wenn die Studioasse Nashvilles mit ihrem filigranen K\u00f6nnen andeuten, was man aus solchen Songs herausholen kann. Starke Nummer mit genialem, sauberem Akustikgitarrenspiel von John Willis und fetten, schwerem E-Gitarren-Solo!<\/p>\n<p>Der absolute H\u00f6hepunkt allerdings ist der Opener &#8222;You Might Want To Think About It&#8220;. Da geht es direkt im Stil von &#8222;Country By The Grace Of God&#8220; oder &#8222;The Chicks Dig It&#8220; in die Vollen! Herrliche, leicht Southern-inspirierte Power, diese Cagle-typische, funkige W\u00fcrze, die aufheulenden Fiddle-Fills, eine prima Orgel, sowie ein klasse E-Gitarren-Solo hinterher! Stark! Der dritte Rei\u00dfer auf dem Album des bekennenden <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Lynyrd+Skynyrd\">Lynyrd Skynyrd<\/a><\/span>-Fans (&#8222;Free Bird&#8220; war sein erster Song, den er auf einem Instrument spielen lernte) hei\u00dft &#8222;Hey Ya\u2019ll&#8220;, auf dem seine Lieblingsband auch eine kleine Widmung im Refrain erh\u00e4lt. Knackiges Drum-Intro, dann ein den Song begleitendes E-Riff, das sich verd\u00e4chtig an AC\/DC anlehnt, knackige Fiddleparts sowie Party- und Live-tauglicher Text zum Mitgr\u00f6len!<\/p>\n<p>Der komplette Rest bewegt sich im sehr radiofreundlichen Balladen- oder Midtempobereich. So auch die ausgekoppelte Single &#8222;Miss Me Baby&#8220;, die recht bed\u00e4chtig anf\u00e4ngt, dann aber durch Cagles sich emotional steigernde Gesangs-Performance, dem Streicherarrangement (verantwortlich Jonathan Yudkin) und den dezenten Synthie-Loops zunehmend an Substanz gewinnt. All diese Songs bestechen durch ihre guten Melodien und die vielen kleinen, eingestreuten Instrumentalfinessen (Fiddle, Mandoline, Akustik-, E-Gitarren, glasklares Piano, sch\u00f6ne Organ-Fills und zum Teil auch Steel-Passagen). Im Prinzip kann man, ohne Gefahr zu laufen &#8222;sich in die Nesseln zu setzen&#8220;, behaupten, dass der, dem Chris Cagles gleichnamig benanntes Vorwerk gut gefiel, auch hier wieder bedenkenlos\u00a0 zugreifen kann. Und f\u00fcr die anderen gilte es, ihn zu entdecken! Ein bunt bebildertes Booklet mit allen Texten ist auch dabei!<\/p>\n<p>Und so schlie\u00dfen wir uns dem auf dem R\u00fccken seines schwarzen T-Shirt aufgedruckten Slogan einvernehmlich an (siehe Back-Cover), auf dem es hei\u00dft:\u00a0 &#8222;Freedom, Peace, Love, Rock\u2019N\u2019 Roll&#8220;, und addieren einfach noch &#8222;New Country&#8220; hinzu! Prima Job, Mr. Cagle!<\/p>\n<p><strong>Capitol Records Nashville (2005)<\/strong><br \/>\n<strong>Stil:\u00a0 New Country<\/strong><\/p>\n<p>01. You Might Want To Think About It<br \/>\n02. Wal-Mart Parking Lot<br \/>\n03. Miss Me Baby<br \/>\n04. Maria<br \/>\n05. Anywhere But Here<br \/>\n06. You Still Do That To Me<br \/>\n07. Hey Ya\u2019ll<br \/>\n08. I Was Made For You<br \/>\n09. Wanted Dead Or Alive<br \/>\n10. When I Get There<br \/>\n11. I\u2019d Find You<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.chriscagle.com\">Chris Cagle<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/chriscagle\">Chris Cagle bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.baerchenrecords.de\">B\u00e4rchen Records<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Anywhere But Here&#8220; hei\u00dft Chris Cagles neues Album, sein mittlerweile Drittes, seit er 2001 mit seinem Deb\u00fct &#8222;Play It Loud&#8220; die Country-\/New Country-Szene in Nashville &#8222;heimsuchte&#8220;! 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