{"id":16926,"date":"2017-09-16T13:37:21","date_gmt":"2017-09-16T11:37:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?p=16926"},"modified":"2017-09-16T16:50:38","modified_gmt":"2017-09-16T14:50:38","slug":"sass-jordan-support-chris-caddell-and-the-wreckage-15-09-2017-arnheim-luxor-live-konzertbericht","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2017\/09\/16\/sass-jordan-support-chris-caddell-and-the-wreckage-15-09-2017-arnheim-luxor-live-konzertbericht\/","title":{"rendered":"Sass Jordan &#8211; Support: Chris Caddell And The Wreckage &#8211; 15.09.2017, Arnheim, Luxor Live &#8211; Konzertbericht"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Sasss_Haupt.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-16931\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Sasss_Haupt.jpg\" alt=\"Sasss_Haupt\" width=\"800\" height=\"533\" srcset=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Sasss_Haupt.jpg 800w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Sasss_Haupt-300x200.jpg 300w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Sasss_Haupt-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Ein Gig, auf den ich mich dieses Jahr schon seit l\u00e4ngerem gefreut habe, war der von Sass Jordan, die anl\u00e4sslich des 25-j\u00e4hrigen Jubileums ihres Paradealbums &#8222;Racine&#8220; \u00a0(jetzt zeitgleich neu eingespielt, wieder aufgelegt als &#8222;Revisted&#8220;-Ausgabe, siehe unsere <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2017\/09\/10\/sass-jordan-racine-revisited-cd-review\/\">Besprechung<\/a>), in Europa tourt.<\/p>\n<p>Die Kinnlade ging nat\u00fcrlich immens runter, als das geplante Konzert im K\u00f6lner Jungle Club wegen zu geringem Kartenabsatzes kurzfristig abgesagt wurde. Der deutsche Michel besucht in der Domsadt scheinbar lieber anonyme Kommerz-orientierte Massenveranstaltungen zu horrenden Preisen &#8211; Metallica lassen gr\u00fc\u00dfen.<\/p>\n<p>Sounds Of South, das Magazin, das immer auf Zack und flexibel ist, reagierte sofort, und organisierte \u00a0in Verbindung mit Brooke-Lynn Promotion noch spontan\u00a0eine Akkreditierung f\u00fcr den Gig im niederl\u00e4ndischen Arnheim, \u00fcbrigens Gernots und mein erster Auslandseinsatz in Sachen Live-Berichterstattung seit Bestehen dieses Magazins.<\/p>\n<p>An dieser Stelle muss ich mal eine Lanze f\u00fcr\u00a0unser Nachbarland brechen. Als Hundebesitzer und demnach passionierter langj\u00e4hriger Zeeland-Urlauber bewundere ich immer wieder den Sinn f\u00fcr deren Gemeinschaftsleben, die recht entspannt und gebildet wirkenden Menschen, u. a.\u00a0auch besonders die Pflege der dortigen Infrastruktur.<\/p>\n<p>Das Land scheint nicht von einer, durch eine kleine elit\u00e4re geldgeile Klicke, infiltrierten selbsts\u00fcchtigen und entr\u00fcckten Politikerschaft sowie einer weitestgehend unf\u00e4higen und\u00a0nicht belastbaren Beamtenschaft delegiert zu werden. Und so auch in Arnheim: Eine einladende Stadtstruktur, perfekte Stra\u00dfen, gepflegte Sauberkeit, wohin das Auge blickte, ein durch Elektrobusse befahrener Stadtkern, bezahlbare Parkh\u00e4user (2 Euro f\u00fcr den Abend), dazu eine wunderbar hergerichtete Konzert-Location, eine straffe, freundliche Top-Organisation des Events eingeschlossen.\u00a0\u00a0Der gerechte Lohn: Ein volles Haus (gesch\u00e4tzt etwas mehr als\u00a0500 Leute)!<\/p>\n<p>Beim Jordan-Abend wurden direkt zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Die Kanadierin wurde von Chris Caddell begleitet, der als Vorband mit den beiden anderen involvierten Musikern Cassius Pereira und\u00a0Derrick Brady, die Gelegenheit erhielt, f\u00fcr sein Solo-Projekt Werbung zu machen.<\/p>\n<p>Das Trio (blues-) und (southern-) rockte mit einer wuchtigen Intensit\u00e4t, wobei sich Caddell \u00a0als angenehmer S\u00e4nger und starker E-Gitarrist (auch als Slide-Spieler) profilieren konnte. St\u00fccke wie &#8222;From The Wreckage&#8220;, &#8222;Workin'&#8220;, &#8222;The Rescue&#8220;, &#8222;Through My Hands&#8220; und die abschlie\u00dfenden &#8222;Ohio&#8220; (fette rockige Version zur Freude des\u00a0Neil Young-Liebhabers Gernot) und &#8222;Killing Me&#8220; f\u00fcllten eine toll performte erste halbe Stunde. Ich habe selten eine so gute Vorgruppe erlebt.<\/p>\n<p>Nach einer halben Stunde Pause in dem eindrucksvoll gestalteten Konzertsaal, den die drei Burschen auch zum Kleidungswechsel nutzten, ging es mit der Protagonistin der Veranstaltung\u00a0im Quartett weiter.<\/p>\n<p>Schon der Auftakt mit den vier &#8222;Racine&#8220;-St\u00fccken &#8222;If You Gonna Love Me&#8220;, &#8222;Who Do You Think You Are&#8220;, &#8222;Where There&#8217;s A\u00a0Will&#8220; und der herrlichen Ballade &#8222;Remind Me&#8220; lie\u00df einem wohlige Schauer, den R\u00fccken runter laufen. Das Publikum, wie auch wir beiden, waren absolut begeistert und sofort auf Betriebstemperatur!<\/p>\n<p>Sass Jordan ist einfach eine einnehmende Frontfrau. F\u00fcr Ihr Alter immer noch toll aussehend, k\u00f6rperlich absolut erstklassig in Form, sympathisch, kommunikativ, dazu diese extravagante Stimme, sowohl zahm\u00a0wie ein Lamm, aber\u00a0auch \u00fcberwiegend kr\u00e4ftig und aggressiv wie ein beute-hungriges Raubtier.<\/p>\n<p>Sass, wie sich ihren Ansagen entnehmen lie\u00df, wohl nicht zum ersten Mal an dieser Stelle auftretend, zeigte sich gut gelaunt, redefreudig, tanzte, gestikulierte, schl\u00e4ngelte mit den Armen, lie\u00df die blonde M\u00e4hne wehen und zog mit einem gut ausgew\u00e4hltem Programm ihres Schaffensspektrums, die Leute \u00fcber die gesamte Dauer in ihren Bann. Auch hier bewiesen die drei Mitstreiter wieder ihre instrumentelle Klasse (Caddell mit toller Rhythmus-, Fill- und auf den Punkt gebrachter Solo-Arbeit an der E-Gitarre, der ungemein agile Brady mit seinem pumpenden Bass &#8211; beide auch mit guten Harmonieges\u00e4ngen &#8211; sowie der heftig polternde Pereira).<\/p>\n<p>Und so schloss sich\u00a0in einem erstklassigen Wechselbad der musikalischen Gef\u00fchle, mit Songs wie &#8222;Mobile Again&#8220;, &#8222;Shuffle&#8220; (herrliches Slide-Solo von Caddell, Schatten-Box-Einlage von Sass am Ende), dem fulminanten &#8222;Pissin&#8216; Down&#8220; (Jordan knurrt regelrecht zum Abschluss des Liedes), dem grandiosen &#8222;The Feeling&#8217;s Gone&#8220; (Sass mit schrillem Cockerschem Urschrei), dem stampfenden &#8222;Ugly&#8220;, &#8222;Damaged&#8220; und &#8222;High Road Easy&#8220;, der &#8222;Racine&#8220;-Kreis\u00a0des Hauptteils mit dem allseits beliebten &#8222;Make You A Believer&#8220;, das den Saal in euphorische Sph\u00e4ren bewegte.<\/p>\n<p>Die nicht lange auf sich warten lassenden Zugaben wurden mit einer unter die Haut gehenden Cover-Version vom einstigen Stevie Nicks-Deb\u00fctwerk &#8222;Bella Donna&#8220;, &#8222;Stop Dragging My Heart Around&#8220; (damals im Duett mit Tom Petty), bei dem Sass und Chris diesmal duettierten, und dem knackigen &#8222;So Hard&#8220; zelebriert.<\/p>\n<p>Ein Wahnsinns-Abend, der in allen Belangen \u00fcberzeugte. Selbst Kollege Gernot, bei dem meine anf\u00e4ngliche \u00dcberzeugungsarbeit gefruchtet hatte, war richtig &#8218;von den Socken&#8216;. Ich bin mir relativ sicher, gestern mit Sass Jordan &amp; Band, das vermutliche Konzert-Highlight des Jahres 2017 erlebt zu haben. Einfach wunderbar!<\/p>\n<p>Danke an Birgit Br\u00e4ckle von Brooke-Lynn Promotion und SJ-Tour-Manager Wouter Bakker f\u00fcr die verl\u00e4ssliche und spontane\u00a0Unterst\u00fctzung.<\/p>\n<p><strong><span style=\"text-decoration: underline;\">Line-up Chris Caddell And The Wreckage:<\/span><\/strong><br \/>\nChris Caddell (lead vocals, electric guitar)<br \/>\nDerrick Brady (bass, vocals)<br \/>\nCassius Pereira (drums)<\/p>\n<p><strong><span style=\"text-decoration: underline;\">Line-up Sass Jordan:<\/span><\/strong><br \/>\nSass Jordan (lead vocals)<br \/>\nChris Caddell (electric guitar, vocals)<br \/>\nDerrick Brady (bass, vocals)<br \/>\nCassius Pereira (drums)<\/p>\n<p>Bilder:\u00a0Gernot Mangold<br \/>\nText: Daniel Daus<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.sassjordan.com\">Sass Jordan<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/sassjordanonline\">Sass Jordan bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.chriscaddellmusic.com\">Chris Caddell And The Wreckage<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/Chris-Caddell-and-The-Wreckage-117710364926696\">Chris Caddell And The Wreckage bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/http:\/\/www.brooke-lynn-promotion.de\/\">Brooke Lynn Promotion<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.luxorlive.nl\">Luxor Live, Arnheim<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Gig, auf den ich mich dieses Jahr schon seit l\u00e4ngerem gefreut habe, war der von Sass Jordan, die anl\u00e4sslich des 25-j\u00e4hrigen Jubileums ihres Paradealbums &#8222;Racine&#8220; \u00a0(jetzt zeitgleich neu eingespielt, wieder aufgelegt als &#8222;Revisted&#8220;-Ausgabe, siehe unsere Besprechung), in Europa tourt. 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