{"id":1654,"date":"2015-12-14T06:48:00","date_gmt":"2015-12-14T05:48:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hauptsachebizeps.de\/SoS\/?p=1654"},"modified":"2020-07-09T10:29:33","modified_gmt":"2020-07-09T08:29:33","slug":"greyhound-soul-tonight-and-every-night-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2015\/12\/14\/greyhound-soul-tonight-and-every-night-cd-review\/","title":{"rendered":"Greyhound Soul &#8211;  Tonight And Every Night &#8211; CD-Review"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/Gre-e1432994522266.jpg\" \/><\/p>\n<p>Beim neuen Werk von Greyhound Soul f\u00e4llt einem nat\u00fcrlich zun\u00e4chst einmal das eigenwillige Cover ins Auge, auf dem eine leicht bekleidete Dame (vermutlich des horizontalen Gewerbes) mit ge\u00f6ffneten H\u00e4nden und Beinen posiert und unweigerlich zu unkeuschen M\u00e4nnergedanken animiert. Ob dazu noch auf der R\u00fcckseite des Digi-Packs der bei ihr vorstellige Freier mit einem Blumenstrau\u00df in der Hand abgebildet ist, bleibt der Phantasie des Betrachters \u00fcberlassen.<\/p>\n<p>Die Intension der Bilder und deren Farbgestaltung wirkt gewollt unterk\u00fchlt und unpers\u00f6nlich und k\u00f6nnte zumindest in Anlehnung an Joe Penas Texte gew\u00e4hlt worden sein, die praktisch zum \u00fcberwiegenden Teil von kaputten Beziehungen und der oftmals daraus resultierenden Einsamkeit und Anonymit\u00e4t, sowie von sich nicht erf\u00fcllenden Sehns\u00fcchten in dezent depressiver Art berichten.<\/p>\n<p>Aber kommen wir von spekulativen Interpretationen des Rezensenten zur Musik, um die es ja bei einer CD schwerpunktm\u00e4\u00dfig gehen sollte. Nach dem ich ihre beiden Vorg\u00e4nger &#8222;<a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2015\/12\/14\/greyhound-soul-alma-de-galgo-cd-review\/\">Alma De Galgo<\/a>&#8220; und &#8222;<a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2015\/12\/14\/greyhound-soul-down-cd-review\/\">Down<\/a>&#8220; ja bereits beleuchten durfte, stelle ich bei Greyhound Soul im Gesamtergebnis eine deutliche Tendenz zu ruhigerer Musik fest.<\/p>\n<p>Praktisch bis auf die Neueinspielung von &#8222;Alligator Face&#8220; vom erstgenannten Album, wird die CD praktisch ausnahmslos von langsamen St\u00fccken dominiert, die teilweise von monoton, relaxt, melancholisch bis hin zu leicht depressiv in ihrer Art vorgetragen werden. Nat\u00fcrlich eine ideale Spielwiese f\u00fcr Joe Penas rauchige Stimme, die sich in bester Tom Waits-Manier einen zusammenhaucht und -kr\u00e4chzt. Wenn man ihn h\u00f6rt, hat man immer das Gef\u00fchl, den geballten, trockenen Rauch einer Zigarre direkt ins Gesicht geblasen bekommen.<\/p>\n<p>Die restlichen Musiker agieren sehr sparsam und zur\u00fcckhaltend, selbst der gl\u00e4nzende Gitarrist Jason DeCorse verrichtet fast nur F\u00fcllarbeit und l\u00e4sst sich ganz selten zu kurzen Soli oder E-Passagen verleiten. Trotzdem, die St\u00fccke entwickeln in Verbindung mit den o. a. Texten eine ganz besondere und eigenwillige Atmosph\u00e4re.<\/p>\n<p>Zu Meckern gibt es eigentlich nur an zwei Stellen. Der unglaublich monoton gehaltene Opener &#8222;Time To Come Home&#8220; und die ebenfalls eint\u00f6nig \u00fcber drei Minuten lang w\u00e4hrende Streicherpassage am Ende des sonst sehr sch\u00f6nen &#8222;I&#8217;ll Wait Around&#8220; nerven ab einem gewissen Zeitpunkt. Alle anderen St\u00fccke sind aber wunderbar gelungen, wobei die entspannten &#8222;Do What You Do&#8220; (sch\u00f6nes E-Piano), &#8222;Layin&#8216; Down Lost&#8220; (klasse Dobro), &#8222;Angelina&#8220; (Neil Young-m\u00e4\u00dfige Harmonika), &#8222;Believe&#8220; (herrlich melodisch, Pink Floyd-artige E-Passagen) und das countrym\u00e4\u00dfig neu aufgemachte &#8222;Alligator Face (Reprise)&#8220; mit starker Gitarrenarbeit von DeCorse zu den Favoriten des Autors z\u00e4hlen.<\/p>\n<p>Wer sich mit Tom Waits, <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=J.J.+Cale\">J.J. Cale<\/a><\/span> oder einem Mark Knopfler zurechtfindet und mit ruhigeren St\u00fccken und einer extrem rauchigen Stimme kein Probleme hat, ist diesmal bei Greyhound Souls &#8222;Tonight And Every Night&#8220; bestens aufgehoben. Aus meiner Sicht trotz der kleinen Kritikpunkte ihr bisher st\u00e4rkstes und fesselndstes Werk.<\/p>\n<p><strong>Blue Rose Records (2007)<\/strong><br \/>\n<strong>Stil:\u00a0 Desert Rock<\/strong><\/p>\n<p>01. Time To Come Around<br \/>\n02. Do What You Do<br \/>\n03. Layin&#8216; Down Lost<br \/>\n04. Angelina<br \/>\n05. Midnight Radio<br \/>\n06. Believe<br \/>\n07. Wait On Me<br \/>\n08. Alligator Face (Reprise)<br \/>\n09. Never To Look Back<br \/>\n10. I&#8217;ll Wait Around<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.greyhoundsoulmusic.com\">Greyhound Soul<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/pages\/Greyhound-Soul\/126372416778\">Greyhound Soul bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.bluerose-records.com\">Blue Rose Records<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Beim neuen Werk von Greyhound Soul f\u00e4llt einem nat\u00fcrlich zun\u00e4chst einmal das eigenwillige Cover ins Auge, auf dem eine leicht bekleidete Dame (vermutlich des horizontalen Gewerbes) mit ge\u00f6ffneten H\u00e4nden und Beinen posiert und unweigerlich zu unkeuschen M\u00e4nnergedanken animiert. 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